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	<title>Eberhard Christian Kindermann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T10:10:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eberhard_Christian_Kindermann&amp;diff=1963477&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HvW: kat</title>
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		<updated>2024-09-07T22:31:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff - Titelblatt 1744.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff&amp;#039;&amp;#039;, Titelblatt (1744).]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eberhard Christian Kindermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1715 in [[Weißenfels]], damals [[Herzogtum Sachsen-Weißenfels]], heute [[Sachsen-Anhalt]]; † 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts) war ein weniger bekannter [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischer]] [[Hofastronom]] und [[Mathematiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er wuchs in Weißenfels auf, besuchte ab 1733&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mz-web.de/archiv/Weissenfelser-hilft-russischem-Reich/HC-04-22-2000-081400009340.htm Weißenfelser hilft russischem Reich] Mitteldeutsche Zeitung, 22. April 2000&amp;lt;/ref&amp;gt; das dortige [[Gymnasium illustre Augusteum]] und war Schüler von [[Christian Ludewig Büttner]] und [[Heinrich Engelhard Poley]], dem deutschen Übersetzer der Werke von [[John Locke]]. Er hielt sich nach Abschluss der Schulausbildung vermutlich Ende der 1730er und Anfang der 1740er Jahre in Leipzig auf und konnte aus pekunären Gründen kein richtiges Universitätsstudium aufnehmen, was man heute aus seinen legitimatorischen Äußerungen in den Vorreden seiner Schriften annimmt. Als Autodidakt sah er sich offensichtlich gezwungen seine Forschungen als Laie immer wieder zu verteidigen.&lt;br /&gt;
Er schloss sich dem Kreis um [[Johann Christoph Gottsched]] an und nahm dann eine Stelle als Sekretär in Dresden an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Mulsow |Titel=Freigeister im Gottsched-Kreis: Wolffianismus, studentische Aktivitäten und Religionskritik in Leipzig 1740-1745 |Verlag=Wallstein Verlag |Ort=Göttingen |Datum=2007 |ISBN=978-3-8353-0202-0 |Seiten=100 ff. |Online={{Google Buch | BuchID=N6VWYbJpe5YC | Seite=100 | Hervorhebung=Eberhard Christian Kindermann}} |Umfang=239}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist nach [[Russland]] gegangen, war Schwiegervater von [[Georg Moritz Lowitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [http://books.google.de/books?id=iHoGAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA184 Deutsches Museum , 2. St. Febr. 1776, S. 184f] und Alexander Nicolaus Scherer: &amp;#039;&amp;#039;Worte der Erinnerung an das Leben und die Verdienste von Tobias Lowitz: gesprochen in der ... Hauptversammlung der pharmaceutischen Gesellschaft zu St. Petersburg am 12. Dez. 1819&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schnoor 1820, [http://books.google.de/books?id=7BQ6AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA104 S. 10]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Deutschlehrer in [[Moskau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kristine Koch: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch als Fremdsprache im Rußland des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Ein Beitrag zur Geschichte des Fremdsprachenlernens in Europa und zu den deutsch-russischen Beziehungen, Band 1 von &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Deutschen als Fremdsprache.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Walter de Gruyter 2002, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster deutschsprachiger Science-Fiction-Autor ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1739 veröffentlichte er seine erste astronomische Arbeit, die &amp;#039;&amp;#039;Reise in Gedancken durch die eröffneten allgemeinen Himmels-Kugeln,...&amp;#039;&amp;#039;. Dem folgte 1744 eine vollständige Überarbeitung als &amp;#039;&amp;#039;Vollständige Astronomie,...&amp;#039;&amp;#039; und dann im gleichen Jahr in [[Berlin]] &amp;#039;&amp;#039;Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der obern Welt, welche jüngsthin fünff Personen angestellet...&amp;#039;&amp;#039;, das erste und einzige literarische Werk von ihm. Diese Reise führte die Personen in den allegorischen Gestalten der fünf Sinne in einem Schiff aus Sandelholz auf den ersten [[Mars (Planet)|Mars]]-Mond. Diese kurze Abhandlung, sein Hauptwerk, wird allgemein als erster [[Science-Fiction]]-Text in deutscher Sprache angesehen und ist repräsentativ für die Science-Fiction Literatur im 18ten Jahrhundert, welche schon vor 1744 in Frankreich und England begonnen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handlung ===&lt;br /&gt;
Kindermann legt besonderen Wert auf die technischen Aspekte der phantastischen Reise wie Beobachtung der Himmelskarte oder eine Berechnung der Entfernung der Erde vom Mars. Die Fahrt durch die verschiedenen Sphären, die vier Elemente sowie die Zonen der [[Apokalypse]] wird den Reisenden möglich gemacht durch sechs luftentleerte Kupferkugeln, die nach den Ideen des italienischen [[Jesuiten]] [[Francesco Lana Terzi]] gebaut wurden. Dessen Vorstellungen in einer 1670 veröffentlichten Darstellung beruhte auf den Entdeckungen von [[Otto von Guericke]] bezogen auf das [[Vakuum]]. Die Handlung ist voller [[Allegorie]]n aus der griechisch-römischen [[Mythologie]]. Es kommt zum Beispiel zu Begegnungen mit [[Fama]] und der Göttin [[Bellona]]. Der Erzählstil ist typisch für den [[Barock]] und schildert eine religiöse [[Utopie]] in der die [[Marsianer]] direkt mit Gott verkehren und nicht über das vermittelnde Medium der Bibel. Diese engelsgleichen Wesen bewohnen neben [[Kentaur]]en und [[Faunus|Faunen]] die Monde des Mars sind jedoch nicht frei von Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption und Nachspiel ==&lt;br /&gt;
Kindermann wird als bedeutend für die autodidaktische Bildung von [[Johann Georg Palitzsch|Johann George Palitzsch]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;... Indessen war ihm dieses Buch doch nach seinem eignen Geständnisse sehr willkommen ..&amp;quot;, (anonym): &amp;#039;&amp;#039;Schattenrisse edler Teutschen&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Halle 1784, S. 202&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fränkische Schriftsteller und Aufklärer [[Carl Ignaz Geiger]] veröffentlichte 1790 den Kurzroman [[Reise eines Erdbewohners in den Mars]]. Im Unterschied zu seinem Vorgänger Kindermann nahm sich Geiger keine Zeit zur Beschreibung und Erklärung des Luftschiffs, „um nicht, wie irgend ein teutscher Reisebeschreiber, durch die Beschreibung meines Fahrzeuges, beinahe den halben Raum meines Buches auszufüllen.“ Seine Begründung kann als Seitenhieb auf Kindermann gelesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://weltalf.wordpress.com/2021/06/09/der-rote-planet-life-on-mars/ &amp;#039;&amp;#039;Der Rote Planet: Life on Mars?&amp;#039;&amp;#039;] Zur Intertextualität der drei Marsromane &amp;#039;&amp;#039;Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Reise eines Erdbewohners in den Mars&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Reise eines Marsbewohners auf die Erde&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1783 haben die [[Gebrüder Montgolfier]] zum ersten Mal eine Luftfahrt in einem Ballon mittels erhitzter Luft unternommen. Die Marsmonde wurden erst 1877 von dem Astronomen [[Asaph Hall]] entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch Vollständige Astronomie E.C.Kindermann.jpg|mini|Titelblatt des Buches &amp;#039;&amp;#039;Vollständige Astronomie,...&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reise in Gedancken durch die eröffneten allgemeinen Himmels-Kugeln, auf welcher alle von Gott erschaffene Welt-Cörper, sowohl deren Namen, Natur und Eigenschafften nach gantz genau betrachtet, als auch wie alle diese Cörper in Cometen, und endlich in ein Nichts verwandelt werden&amp;#039;&amp;#039;, Rudolstadt, Verlag Wolffgang Deer 1739.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vollständige Astronomie, oder Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sterne&amp;#039;&amp;#039;, Überarbeitete Neuauflage seines 1739 erschienenen Werkes, Verlag Wolffgang Deer, Rudolstadt 1744.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der obern Welt, welche jüngsthin fünff Personen angestellet, um zu erfahren, ob es eine Wahrheit sey, daß der Planet Mars den 10. Jul. dieses Jahrs das erste mahl, so lange die Welt stehet, mit einem Trabanten oder Mond erschienen? Der untern Welt zu curieuser Gemüths-Ergötzung und Versicherung dieser Begebenheit mitgetheilet durch die allgemeine Fama.&amp;#039;&amp;#039; ([https://books.google.de/books/about/Die_Geschwinde_Reise_auf_dem_Lufft_Schif.html?id=xFHgMQAACAAJ&amp;amp;redir_esc=y Digitalisat]), Berlin 1744.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Astronomische Beschreibung und Nachricht von dem Kometen 1746 und den noch kommenden, welche in denen innen besagten Jahren erscheinen werden.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1746.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Physica sacra, oder die Lehre der ganzen Natur&amp;#039;&amp;#039;, nicht veröffentlichte Handschrift von 1748, codex germanicus fol. 132, Band I und IV der Preußischen Staatsbibliothek Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* in Johannes Mittenzwei, Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Phantastische Weltraumfahrten.&amp;#039;&amp;#039; Neues Leben, Berlin 1961, S. 23–36, sprachlich geglättet und mit Illustrationen von Heinz Bormann. Nachwort, Biographie, Glossar. Es fehlt die Vorrede Kindermanns, die bei Dejong S. 37–39 zu finden ist.&lt;br /&gt;
* Hendrikus J. J. Dejong, Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschwinde Reise. Science-Fiction aus dem Jahr 1744&amp;#039;&amp;#039;, Dejong, Zürich bzw. [[Books on Demand]], Norderstedt 2006, ISBN 978-3-033-00703-1.&amp;lt;ref&amp;gt;Enthält: Vorwort des Hg.: Was ist Sciencefiction; die Version von 1744 S. 37–88; Neuversion durch Hg. erstellt; Nacherzählung durch den Hg.- Im Internet-Handel online les- oder durchsuchbar&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der obern Welt, welche jüngstlich fünff Personen angestellt..&amp;#039;&amp;#039;, neu ediert und kommentiert von Hania Siebenpfeiffer; Wehrhahn Verlag, Hannover 2010, ISBN 978-3-86525-139-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|141099992}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL4856216A|Eberhard Christian Kindermann}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=141099992|LCCN=no/2006/72652|VIAF=120345308}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kindermann, Eberhard Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phantastische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Science-Fiction-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Astronomie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kindermann, Eberhard Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Amateurastronom und Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weißenfels]], [[Thüringen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HvW</name></author>
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