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	<title>Easterlin-Paradox - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:33:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Easterlin-Paradox&amp;diff=1309218&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Valeee04: Änderungen von ~2026-24641-76 (Diskussion) auf die letzte Version von Valeee04 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-22T10:30:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-24641-76&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-24641-76&quot;&gt;~2026-24641-76&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-24641-76&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-24641-76 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Valeee04&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Valeee04 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Valeee04&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Income-vs-Happiness-over-time.png|thumb|upright=1.5|Anhand von Daten aus dem [[World Values Survey]] wird die Entwicklung des nationalen Durchschnittseinkommens und des nationalen Durchschnittsglücks im Laufe der Zeit dargestellt. Im Allgemeinen gehen Wirtschaftswachstum und Glückszuwachs in der Regel Hand in Hand. In einigen Ländern gab es in bestimmten Zeiträumen ein Wirtschaftswachstum, ohne dass das Glück zunahm.]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Easterlin-Paradox&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Hypothese über den Zusammenhang zwischen [[Einkommen]] und [[Empfindungsglück|subjektivem Glücksempfinden]]. Es wurde 1974 durch den Ökonomen [[Richard Easterlin]] in einem Aufsatz veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard A. Easterlin, &amp;#039;&amp;#039;Does Economic Growth Improve the Human Lot? Some Empirical Evidence&amp;#039;&amp;#039;, in: Nations and households in economic growth: essays in honor of Moses Abramovitz, 1974, S. 89–125&amp;lt;/ref&amp;gt; Richard Easterlin wies nach, dass die Erhöhung des [[Bruttoinlandprodukt]]s zwar positiv mit einem subjektiven Glücksgefühl [[Korrelation|korreliert]], aber ab einer bestimmten Schwelle nicht mehr zwangsläufig mit einer Verbesserung des subjektiven Glücksgefühls einhergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Easterlins These ==&lt;br /&gt;
Easterlin untersuchte 30 Umfragen aus 19 Ländern aus dem Zeitraum von 1946 bis 1970. Er beobachtete bei zwischenstaatlichen Vergleichen einen schwächeren Zusammenhang zwischen subjektivem Glück und Einkommen als bei innerstaatlichen Vergleichen. Auch stellte er anhand einer intertemporalen Studie fest, dass US-Amerikaner im untersuchten Zeitraum trotz Einkommenszuwächsen nicht glücklicher geworden seien. Easterlin führte als mögliche Erklärung an, dass relatives Einkommen ein besserer Prädiktor von subjektiver [[Zufriedenheit]] sei als absolutes Einkommen. Er wiederholte seine Studie in den folgenden Jahrzehnten mehrmals und kam jeweils zum selben Ergebnis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Richard Easterlin | Titel=Income and Happiness: Towards a Unified Theory | Sammelwerk=The Economic Journal | Band=111 | Seiten=465–484 | Jahr=2001}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufige Interpretation dieser Ergebnisse lautet: „Wenn grundlegende Bedürfnisse gestillt sind, führt mehr Reichtum nicht zu mehr Glück.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carol Graham]]: &amp;#039;&amp;#039;Happiness and Health: Lessons — And Questions — For Public Policy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Health Affairs.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 27, No. 1, Januar/Februar 2008, S. 72–87 ({{Webarchiv|url=http://www.bvsde.paho.org/bvsacd/cd67/72.pdf |wayback=20120130221936 |text=PDF; 158 kB |archiv-bot=2023-12-15 18:26:23 InternetArchiveBot }})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption, Kritik und weitere Forschungen ==&lt;br /&gt;
Der Ökonom [[Andrew Oswald]] veröffentlichte 1997 eine Analyse von Einkommen und Umfragen zu subjektiver Lebenszufriedenheit. Er stellte fest, dass Einkommenszuwächse in den USA und Europa zwar die subjektive Lebenszufriedenheit steigerten, dabei jedoch nur einen geringen Effekt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew J. Oswald: &amp;#039;&amp;#039;Happiness and Economic Performance.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Economic Journal.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 107, 1997, S. 1815–1831 ([http://www2.warwick.ac.uk/fac/soc/economics/staff/academic/oswald/happecperf.pdf PDF; 103 kB])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ökonom Michael Hagerty und der Soziologe Ruut Veenhoven veröffentlichten 2003 ein Papier, in dem sie dem Easterlin-Paradox widersprechende Analysen präsentieren. Sie verwendeten neuere Daten und stellten fest, dass Menschen in Ländern mit steigendem Einkommen glücklicher würden.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael R. Hagerty &amp;amp; Ruut Veenhoven: &amp;#039;&amp;#039;Wealth and Happiness Revisited.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Social Indicators Research.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 64, 2003, S. 1–27 ([https://www2.eur.nl/fsw/research/veenhoven/Pub2000s/2003e-full.pdf PDF; 761 kB])&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Reaktion warf Easterlin den Autoren vor, inadäquate Daten benutzt zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard A. Easterlin: &amp;#039;&amp;#039;Feeding the Illusion of Growth and Happiness: A Reply to Hagerty and Veenhoven.&amp;#039;&amp;#039; 2. April 2004 ({{Webarchiv|url=http://www-rcf.usc.edu/~easterl/papers/HVcomment.pdf |wayback=20081015122534 |text=PDF; 228 kB |archiv-bot=2023-04-18 08:16:02 InternetArchiveBot }})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ökonomen [[Justin Wolfers]] und [[Betsey Stevenson]] veröffentlichten 2008 ein Papier, in dem sie das Easterlin-Paradox hinterfragen. Sie analysierten alle Daten zu Glück und Einkommen in Vergleichen zwischen reich und arm innerhalb einer Gesellschaft, in Vergleichen zwischen armen und reichen Ländern, und in intertemporalen Vergleichen. Dabei zeigte sich, dass der Zusammenhang zwischen subjektivem Glück und Einkommen für intranationale, internationale und intertemporale Vergleiche sehr ähnlich ist. Diese Ergebnisse widersprechen denen Easterlins, dessen Paradox auf der Annahme beruht, intranationale Vergleiche würden stärkere Glücksunterschiede aufzeigen als internationale, bzw. relatives Einkommen sei wichtiger für Zufriedenheit als absolutes Einkommen. In Ländern wie Japan oder Europa wuchs die subjektive Zufriedenheit zusammen mit dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen. Auch war der Zuwachs von Glück größer, wenn das Einkommenswachstum größer war.&amp;lt;ref&amp;gt;Betsey Stevenson &amp;amp; Justin Wolfers: &amp;#039;&amp;#039;Economic Growth and Subjective Well-Being: Reassessing the Easterlin Paradox.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Brookings Papers on Economic Activity.&amp;#039;&amp;#039; Frühjahr 2008 ({{Webarchiv | url=http://bpp.wharton.upenn.edu/jwolfers/Papers/EasterlinParadox.pdf | wayback=20080422012459 | text=PDF}}; 2,12 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=J3ARu8eganY Betsey Stevenson zum Easterlin-Paradox] in &amp;#039;&amp;#039;[[Nightline (Fernsehen, USA)|Nightline]],&amp;#039;&amp;#039; 12. Juni 2008 (Video; 5:26 min)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.youtube.com/watch?v=5u2-HYx3EHg Interview mit Wolfers und Stevenson] in der [[CNBC]]-Sendung &amp;#039;&amp;#039;Street Signs,&amp;#039;&amp;#039; September 2008 (Video; 3:31 min)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 stellte Easterlin eine neue Studie vor, in der er seine These bestätigt sieht. Mit einem Team hatte er die Entwicklung in 37 Ländern über einen Zeitraum von durchschnittlich 22 Jahren untersucht und dabei erstmals auch Entwicklungsländer und osteuropäische Staaten im Übergang zur Marktwirtschaft einbezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard A. Easterlin, Laura Angelescu McVey, Malgorzata Switek, Onnicha Sawangfa &amp;amp; Jacqueline Smith Zweig: &amp;#039;&amp;#039;The happiness-income paradox revisited.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences]].&amp;#039;&amp;#039; 2010 ({{DOI|10.1073/pnas.1015962107}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Weber: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.sueddeutsche.de/wissen/wohlstand-und-glueck-irgendwann-ist-es-genug-1.1035910 Wohlstand und Glück – Irgendwann ist es genug].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 14. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lea Wolz: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stern.de/wissen/mensch/wachsender-wohlstand-glueck-laesst-sich-nicht-kaufen-1634207.html Wachsender Wohlstand: Glück lässt sich nicht kaufen].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[stern.de]].&amp;#039;&amp;#039; 14. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Ansatz zur Lösung des Paradoxons sind Anpassungsniveau-Theorien zu einem individuellen „Glücks-Nullpunkt“, zu dem Individuen nach stark positiven oder negativen Lebensereignissen über kurz oder lang stets wieder zurückkehren würden. Laut Easterlin treffen Theorien zu einer solchen [[Hedonistische Tretmühle|Hedonistischen Tretmühle]] dabei allerdings auf monetäre Güter weniger zu als auf nicht-monetäre, wodurch er sich in seinem Paradox bestätigt sieht.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Easterlin: &amp;#039;&amp;#039;[http://www-bcf.usc.edu/~easterl/papers/BetterTheory.pdf Building a Better Theory of Well-Being] (PDF; 785&amp;amp;nbsp;kB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Economics and happiness: framing the analysis.&amp;#039;&amp;#039; 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard A. Easterlin: &amp;#039;&amp;#039;Does Economic Growth Improve the Human Lot?&amp;#039;&amp;#039; In: Paul A. David &amp;amp; Melvin W. Reder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nations and Households in Economic Growth: Essays in Honor of Moses Abramovitz.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, New York 1974, S. 89–125 ([http://graphics8.nytimes.com/images/2008/04/16/business/Easterlin1974.pdf PDF; 1,31 MB])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www2.warwick.ac.uk/fac/soc/economics/staff/academic/oswald/fthappinessjan96.pdf The Hippies Were Right all Along about Happiness],&amp;#039;&amp;#039; Artikel von [[Andrew Oswald]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Financial Times]],&amp;#039;&amp;#039; 19. Januar 2006 (PDF; 46&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.theguardian.com/commentisfree/2007/jan/28/comment.socialcare It’s „experts“ that make us miserable],&amp;#039;&amp;#039; Artikel von Nick Cohen im &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian|Guardian]],&amp;#039;&amp;#039; 28. Januar 2007&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://pewglobal.org/commentary/display.php?AnalysisID=1020 Happiness Is Increasing in Many Countries – But Why?]&amp;#039;&amp;#039;, Artikel von Bruce Stokes auf der Website des &amp;#039;&amp;#039;[[Pew Research Center]]s,&amp;#039;&amp;#039; 24. Juli 2007&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.aifestival.org/session/economics-happiness Does money buy happiness?],&amp;#039;&amp;#039; Präsentationen und Diskussion mit [[Justin Wolfers]], [[Robert H. Frank]], [[Daniel Gilbert (Psychologe)|Daniel Gilbert]] beim &amp;#039;&amp;#039;Aspen Ideas Festival,&amp;#039;&amp;#039; 27. Juni–3. Juli 2011&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeit.de/2011/43/Gluecksforschung-Wirtschaft/komplettansicht Glücksforschung: Die Suche nach dem Beweis],&amp;#039;&amp;#039; Artikel von [[Mathias Binswanger]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit]],&amp;#039;&amp;#039; Nr. 43, 20. Oktober 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paradoxon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Valeee04</name></author>
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