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	<title>Dyspnoe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dyspnoe&amp;diff=887052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2026-03-02T23:53:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Atemnot}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = R06.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Dyspnoe&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = MD11.5&lt;br /&gt;
| Data-01 = Dyspnoe&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dyspnoe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|δυσ|dys}} ‚schwierig‘ und {{lang|grc|πνοή|pnoe}} ‚Atmung‘), deutsch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lufthunger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atemlosigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atemnot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurzatmigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wird eine unangenehm erschwerte [[Atmung|Atemtätigkeit]] bezeichnet, die auftritt, wenn eine „Diskrepanz zwischen Anforderung an die Atmung und Möglichkeit von Seiten des Patienten“&amp;lt;ref&amp;gt;H. Benzer: &amp;#039;&amp;#039;Therapie der respiratorischen Insuffizienz.&amp;#039;&amp;#039; In: J. Kilian, H. Benzer, [[Friedrich Wilhelm Ahnefeld|F. W. Ahnefeld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beatmung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-540-53078-9, 2., unveränderte Auflage ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 215–278, hier: S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt; besteht. Man spricht bei diesem „Gefühl der Anstrengung beim Atmen“&amp;lt;ref&amp;gt;Hilmar Burchardi: &amp;#039;&amp;#039;Ätiologie und Pathophysiologie der akuten respiratorischen Insuffizienz (ARI).&amp;#039;&amp;#039; In: J. Kilian, H. Benzer, [[Friedrich Wilhelm Ahnefeld|F. W. Ahnefeld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beatmung.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 3-540-53078-9, 2., unveränderte Auflage ebenda 1994, ISBN 3-540-57904-4, S. 47–91, hier: S. 56–58.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch von dem (subjektiven) „Gefühl von Lufthunger“&amp;lt;ref&amp;gt;H. Benzer: &amp;#039;&amp;#039;Therapie der respiratorischen Insuffizienz.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder von „Luftnot“. Am ehesten trifft noch der Begriff „Atembeschwerden“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursachen, Wahrnehmung und Folgen dieses [[Symptom]]s können sehr unterschiedlich sein. Treten solche Beschwerden nur unter körperlicher Belastung auf, handelt es sich um eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belastungsdyspnoe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (latente [[respiratorische Insuffizienz]] mit Einschränkung der Atemreserven und Lungenvolumina bei normalen Gasspannungen des Blutes in Ruhe&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Frey]]: &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten der Atmungsorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 599–746, hier: S. 616.&amp;lt;/ref&amp;gt;), besteht die Atemnot schon in Ruhe, dann wird von einer &amp;#039;&amp;#039;Ruhedyspnoe&amp;#039;&amp;#039; gesprochen. Atemnot beim Sprechen heißt &amp;#039;&amp;#039;Sprechdyspnoe&amp;#039;&amp;#039;. Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orthopnoe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kann die bestehende Ruhedyspnoe nur durch aufrechtes Sitzen und den Einsatz der [[Atemhilfsmuskulatur]] gebessert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Die [[American Thoracic Society]] definiert Atemnot (&amp;#039;&amp;#039;dyspnea&amp;#039;&amp;#039;) seit 1999 als &amp;#039;&amp;#039;subjektive Erfahrung von Atembeschwerden, bestehend aus qualitativ unterschiedlichen Empfindungen wechselnder Intensität. Physiologische, psychologische, soziale und Umwelt-Faktoren wirken zusammen. Atemnot kann weitere körperliche Reaktionen und Verhaltensreaktionen hervorrufen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=ATS Board of directors |Titel=AMERICAN THORACIC SOCIETY - Dyspnea: Mechanisms, Assessment, and Management: A Consensus Statement |Sammelwerk=Am. J. Respir. Crit. Care Med. |Band=159 |Nummer=1 |Datum=1999 |Seiten=321–340 |Sprache=en |Online=[http://ajrccm.atsjournals.org/cgi/content/full/159/1/321 Volltext] |PMID=9872857}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Die Mechanismen, die zur Wahrnehmung von Dyspnoe als unangenehmer Empfindung führen, sind nicht genau bekannt. Die Atmung ist die einzige [[Vitalfunktion]] des Organismus, die außer von den automatischen Zentren im Hirnstamm ([[Formatio reticularis]]) auch von der [[Großhirnrinde]] gesteuert wird. Die [[Inselrinde]] könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, denn deren Verletzung reduziert Atemnot und [[Schmerz]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniela Schön, Michael Rosenkranz, Jan Regelsberger, Bernhard Dahme, Christian Büchel, Andreas von Leupoldt |Titel=Reduced Perception of Dyspnea and Pain after Right Insular Cortex Lesions |Sammelwerk=American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine |Band=178 |Datum=2008 |Seiten=1173–1179 |DOI=10.1164/rccm.200805-731OC |PMID=18776150}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Atemantrieb]] wird normalerweise nicht durch [[Sauerstoff]]&amp;amp;shy;mangel, sondern durch Anstieg des [[Kohlenstoffdioxid]]gehaltes im arteriellen [[Blut]] ausgelöst. Das ist sinnvoll, da der Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut schneller ansteigt, als der [[Sauerstoffgehalt des Blutes|Sauerstoffgehalt]] sinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Patienten, die beispielsweise wegen Lungenerkrankungen einen dauerhaft erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt des Blutes aufweisen, kommt es zu einer Gewöhnung, so dass die Atmung zu einem größeren Teil auch über den Sauerstoffgehalt im Blut gesteuert wird ([[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]]). Dies kann dazu führen, dass bei Zufuhr von medizinischem Sauerstoff durch einen verringerten hypoxischen Atemantrieb und eine folgende Hypoventilation eine [[Hyperkapnie]] auftritt. Dieser Effekt ist aber ebenso wie der zusätzlich eintretende [[Haldane-Effekt]] relativ klein. Die unter Sauerstoffgabe bei chronischen Lungenerkrankungen eintretende Hyperkapnie tritt vor allem durch ein Aufheben der hypoxischen Vasokonstriktion in der Lunge auf ([[Euler-Liljestrand-Mechanismus]]), was zu einem verschlechterten Ventilations-Perfusions-Verhältnis, einer vermehrten Shunt-Bildung und einer dadurch eingeschränkten [[Kohlenstoffdioxid]]-Abgabe führt. Ein [[Atemstillstand]] – wie teilweise noch unterrichtet – tritt allerdings auch unter unkontrollierter Zufuhr von Sauerstoff bei chronischen Lungenerkrankungen nicht auf, eine [[CO2-Narkose]] ist allerdings möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilson F Abdo, Leo MA Heunks |Titel=Oxygen-induced hypercapnia in COPD: myths and facts |Sammelwerk=Critical Care |Band=16 |Nummer=5 |Datum=2012 |ISSN=1364-8535 |DOI=10.1186/cc11475 |Seiten=323 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nick Mark |url=https://twitter.com/nickmmark/status/1587575514788933633 |titel=https://twitter.com/nickmmark/status/1587575514788933633 |datum=2022-11-01 |sprache=de |abruf=2022-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atemnot kann reflektorisch entstehen, etwa durch einen Schlag auf das [[Sonnengeflecht]], oder Ausdruck von Krankheiten des Brustkorbes sein ([[Rippenbruch]], [[Pleuraerguss]]). Psychisch verursachte [[Hyperventilation]] ist harmlos, kann aber subjektiv große Atemnot verursachen. Schwerwiegende Ursachen von [[Ateminsuffizienz]], [[Hyperkapnie]] und Dyspnoe sind Lungen- und Herzerkrankungen und Verlegungen der [[Atemtrakt|Atemwege]], z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
* Sekretansammlung in der Lunge ([[Lungenödem]], [[ARDS]])&lt;br /&gt;
* [[Lungenentzündung]], [[Bronchitis]]&lt;br /&gt;
* [[Lungenembolie]]&lt;br /&gt;
* Verengung der Luftwege ([[Asthma]], [[COPD]])&lt;br /&gt;
* Verlegung der Atemwege, etwa bei [[Aspiration (Medizin)|Aspiration]] von Fremdkörpern&lt;br /&gt;
* [[Herzinfarkt]], [[Herzinsuffizienz#Klassifikationen|Herzinsuffizienz]], [[Angina pectoris]], [[koronare Herzkrankheit]]&lt;br /&gt;
* [[Lungenfibrose]], [[Staublunge]]&lt;br /&gt;
* [[Lungenkrebs]], [[Lungenmetastase]]n&lt;br /&gt;
* [[Pneumothorax]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Ursachen können [[Nebenwirkung|unerwünschte Arzneimittelwirkungen]] sein, beispielsweise durch [[Levofloxacin]] oder andere Medikamente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dyspnoe kann auch als Symptom eines [[Mastzellaktivierungssyndrom|Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS)]] auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID27012973&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lawrence B Afrin, Joseph H Butterfield, Martin Raithel, Gerhard J Molderings |Titel=Characterization of Mast Cell Activation Syndrome |Sammelwerk=Often seen, rarely recognized: mast cell activation disease--a guide to diagnosis and therapeutic options |Band=48 |Nummer=3 |Datum=2016 |Seiten=190-201 |DOI=10.3109/07853890.2016.1161231 |PMID=27012973 |Sprache=en|Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID38948000&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Öner Özdemir, Gökçe Kasımoğlu, Ayşegül Bak et al. |Titel=Mast cell activation syndrome: An up-to-date review of literature |Sammelwerk=World J Clin Pediatr. |Datum=2024-06-09 |DOI=10.5409/wjcp.v13.i2.92813 |PMC=11212760 |PMID=38948000 |Sprache=en|Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben können für subjektiv empfundene Atemnot bei normalen [[Blutgasanalyse|Blutgaswerten]] auch psychische Gründe, beispielsweise [[Angst]] oder [[Beziehungskonflikt]]e („dicke Luft“), als Ursache in Betracht kommen. Umgekehrt kann Atemnot bestehende Ängste verstärken. Ungefähr die Hälfte aller Tumorpatienten leidet im Verlauf ihrer Erkrankung unter Atemnot.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Claudia Bausewein]], Susanne Roller, Raymond Voltz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden Palliative Care. Palliativmedizin und Hospizbetreuung.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier München, 5. Aufl. 2015, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Furcht vor [[Erstickung|Ersticken]] kann trotz fehlender oder [[somatisch]] nicht nachweisbarer Dyspnoe eine Sorge von manchen Palliativpatienten oder deren Angehörigen sein; außerdem können solche Ängste auch während einer Einschlaf- oder Aufwachphase auftreten, siehe dazu [[Schlafparalyse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Es ist sinnvoll, die Stärke der Atemnot auf einer Skala zu erfassen. Ein Standardinstrument zur Einschätzung des funktionellen Status von Patienten mit [[Herz]]- und [[Lunge]]nerkrankungen ist der [[MMRC]], eine modifizierte [[NYHA-Klassifikation]]. Mit der [[Borg Dyspnoe Skala]] kann versucht werden, das subjektive Dyspnoe-Empfinden von Patienten während oder sofort nach einem Leistungstest einzustufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.igptr.ch/cms/uploads/PDF/PTR/ass_artikelserie/pp209_assessment-dyspnoeskalen_kardio.pdf |wayback=20150522100817 |text=IGPTR: Wenn die Luft wegbleibt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Palliativmedizin]] wird zunehmend die [[Edmonton Symptom Assessment System]] (ESAS) auch für die Beurteilung der Dyspnoe eingesetzt, wobei hier Patientenaussagen wohl noch zu wenig berücksichtigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cheryl Nekolaichuk |Titel=The Edmonton Symptom Assessment System: a 15-year retrospective review of validation studies (1991–2006) |Sammelwerk=Palliative Medicine |Band=22 |Nummer=2 |Datum=2008 |Seiten=111–122 |DOI=10.1177/0269216307087659}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objektive Anzeichen für eine Dyspnoe sind: tiefere Atemzüge, eine erhöhte [[Atemfrequenz]] ([[Tachypnoe]]), [[Einziehungen]] und der Einsatz der Atemhilfsmuskulatur im Sitzen, evtl. Stehen. Eine [[Zyanose]] muss nicht, aber kann als Zeichen eines Sauerstoffmangels vorhanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Symptome bei der akuten Dyspnoe können beispielsweise [[Auskultation der Lunge|Giemen]] bei der [[Exspiration|Ausatmung]], Husten, [[Stridor]] bei der [[Inspiration (Medizin)|Einatmung]], Brustkorbschmerz und Zeichen der [[Herzinsuffizienz#Rechtsherzinsuffizienz|Rechtsherzinsuffizienz]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Braun: &amp;#039;&amp;#039;Lunge.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinikleitfaden Intensivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Elsevier, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 285–310, hier: S. 286–288 (&amp;#039;&amp;#039;Akute respiratorische Insuffizienz&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Palliativmedizin]] stehen allerdings nicht mehr diagnostische Abklärungen und die Behandlung der Grunderkrankung, sondern eine symptomorientierte Therapie im Vordergrund der Bemühungen. Jede neu auftretende Atemnot soll deshalb mit möglichst einfachen und den Patienten nicht belastenden Untersuchungen geklärt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Husebø/Klaschik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Husebø, E. Klaschik |Titel=Palliativmedizin |Auflage=4 |Verlag=Springer |Datum=2006 |ISBN=3-540-29888-6 |Seiten=276 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Wenn möglich, sollte zunächst die Ursache identifiziert und behandelt werden, z.&amp;amp;nbsp;B. kann ein verlegter Atemweg freigemacht werden, ein [[Pleuraerguss]] abpunktiert werden, eine Pneumonie mit [[Antibiotika]] behandelt werden, ein allergisches Asthma mit [[Kortikoid]]inhalation behandelt werden usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atemnot, die sich so nicht beeinflussen lässt, wird als &amp;#039;&amp;#039;refraktär&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und palliativ (lindernd) behandelt. Es gibt dafür Allgemeinmaßnahmen, nichtmedikamentöse und medikamentöse Interventionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Bausewein, Steffen T. Simon: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/145226/Atemnot-und-Husten-bei-Palliativpatienten &amp;#039;&amp;#039;Atemnot und Husten bei Palliativpatienten.&amp;#039;&amp;#039;] In: Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe 33–34, 2013; abgerufen am 29. November 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eigeninitiative und Selbstkontrolle des Patienten sollten dabei gefördert werden.&lt;br /&gt;
* Allgemeinmaßnahmen sind körperliche Aktivität, Änderungen im Tagesrhythmus, Beruhigung des Patienten und der Angehörigen, Rituale gegen die Luftnot. Wichtig ist die Information, dass akute Atemnot fast nie zum [[Erstickung|Ersticken]] führt.&lt;br /&gt;
* Einfachste nichtmedikamentöse Maßnahme ist ein kühler Luftzug zum Gesicht des Patienten, etwa durch einen kleinen [[Ventilator]]. Die Linderung ist mit hohem Evidenzgrad nachgewiesen. [[Physiotherapie]] und [[Verhaltenstherapie]] können helfen, bewusste Atemkontrollübungen zu erlernen und [[Panik]] zu vermindern. Oft wird [[Sauerstoff]] verabreicht, das ist meist nur bei [[Zyanose]] sinnvoll, ansonsten nicht wirksamer als gewöhnliche Raumluft. Bei bewegungseingeschränkten COPD-Patienten ließen sich Atemnotbeschwerden durch regelmäßige und längerfristige [[neuromuskuläre elektrische Stimulation]] der Beinmuskulatur lindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Bausewein/Simon 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Medikamente der ersten Wahl gegen Atemnot sind [[peroral]] oder [[parenteral]] verabreichte [[Opioid]]e (wie [[Morphin]], [[Fentanyl]] und [[Hydromorphon]]). Opioide erhöhen die Toleranz des [[Atemzentrum]]s und wirken [[Anxiolyse|angstmindernd]], sodass der Patient langsamer und wirksamer atmet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nauck&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=E. Aulbert, F. Nauck, L. Radbruch |Titel=Lehrbuch der Palliativmedizin |Verlag=Schattauer |Datum=2007 |ISBN=978-3-7945-2361-0 |Seiten=386 ff. |Online={{Google Buch | BuchID=I_KLuv1e1_cC | Seite=387 | Hervorhebung=Sauerstoffgabe Dyspnoe Indikation}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei angemessen symptomlindernder Dosierung ist keine zu starke Atemdepression durch diese Präparate zu befürchten. Weitere nützliche Substanzen sind [[Sedativa|Beruhigungsmittel]], [[Antidepressivum|Antidepressiva]], [[Kortikoid]]e und [[Promethazin]].&amp;lt;ref&amp;gt;R. Viola, C. Kiteley, N. Lloyd, J. A. Mackay, J. Wilson, R. Wong, Supportive Care Guidelines Group: {{Webarchiv |url=http://www.guideline.gov/summary/summary.aspx?ss=15&amp;amp;doc_id=12138&amp;amp;nbr=6239 |wayback=20090117043840 |text=&amp;#039;&amp;#039;The management of dyspnea in cancer patients: a clinical practice guideline.&amp;#039;&amp;#039;}} Cancer Care Ontario (CCO), Toronto (ON) 2006 Nov 6. (Evidence-based series; no. 13-5).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Acute Respiratory Distress Syndrome]]&lt;br /&gt;
* [[Atemnotsyndrom des Neugeborenen]]&lt;br /&gt;
* [[Status asthmaticus]]&lt;br /&gt;
* [[Dyspnoe-Index]]&lt;br /&gt;
* [[Bendopnoe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lungenstiftung.de/publikationen/faltblaetter-informationen-krankheiten-lunge/atemnot/download Deutsche Lungenstiftung: Atemnot] (PDF, 118&amp;amp;nbsp;KiB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claudia Bausewein, Steffen T. Simon: [http://www.aerzteblatt.de/archiv/145226/Atemnot-und-Husten-bei-Palliativpatienten &amp;#039;&amp;#039;Atemnot und Husten bei Palliativpatienten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl Int.&amp;#039;&amp;#039; 2013; 110(33-34), S. 563–572; [[doi:10.3238/arztebl.2013.0563]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4334384-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathologischer Atmungstyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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