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	<title>Dysphemismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:39:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dysphemismus&amp;diff=746533&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zinnmann: /* Einleitung */ unüblich</title>
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		<updated>2025-07-14T18:48:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; unüblich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dysphemismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kakophemismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein Fachbegriff aus der Sprachwissenschaft für einen sprachlichen Ausdruck, der über Personen, Dinge oder Sachverhalte eine (oft starke) negative [[Wertung]] beinhaltet oder negative [[Assoziation (Psychologie)|Assoziationen]] zu diesen weckt. Er ist ein [[Antonym]] zu [[Euphemismus]]. Ähnlich dem Dysphemismus ist das [[Pejorativum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Dysphemismus wird das Bezeichnete – vielfach in drastischer Weise – herabgesetzt und Missachtung ausgedrückt. Oft wird besonders in der öffentlichen politischen Diskussion ein solcher abwertender Ausdruck bewusst anstelle eines wertneutralen verwendet. Beispiele: „[[Raubkopie]]“ für eine urheberrechtswidrige Vervielfältigung oder im politischen Bereich „[[Arbeitslosengeld II|Hartzer]]“ für [[Arbeitslosigkeit|Arbeitsloser]] oder „[[Wertewesten]]“ abwertend für die westlichen Werte bzw. für die [[Westliche Welt]] insgesamt.&amp;lt;!-- Toter Link &amp;lt;ref&amp;gt;{Internetquelle |url=http://www.wort-satz-buch.de/wichtige-rhetorische-stilmittel-deutsch-liste/ |titel=Die 38 wichtigsten rhetorischen Stilmittel für geschliffenes Deutsch |zugriff=2017-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Dysphemismus&amp;#039;&amp;#039; ist abgeleitet von der [[Latinisierung|latinisierten]] Form von {{grcS|δυσφημία|&amp;#039;&amp;#039;dysphēmía&amp;#039;&amp;#039;|de=Worte von übler Vorbedeutung, Schmährede}}, und geht letztlich zurück auf das [[Präfix]] {{lang|grc|δυς-}}, die etwas Unglückliches bzw. Widriges bezeichnet (dies entspricht im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] der Vorsilbe ‚miss-‘ bzw. ‚un-‘), sowie {{lang|grc|φημί}} &amp;#039;&amp;#039;phēmí&amp;#039;&amp;#039; ‚ich sage‘. Die mit {{lang|grc|κακός}} &amp;#039;&amp;#039;kakós&amp;#039;&amp;#039; gebildete Variante bedeutet ‚schlimm, übel, unglücklich‘.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GEMOLL&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Gemoll]] |Titel=Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch |Verlag=G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky |Ort=München/Wien |Datum=1965}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dysphemismen in der öffentlichen Sprache ==&lt;br /&gt;
Im öffentlichen Sprachgebrauch wird der Dysphemismus – gleich wie sein [[Semantik|semantisches]] Gegenstück, der [[Euphemismus]] – besonders in der politischen Rhetorik als [[Rhetorische Figur|Stilmittel]] eingesetzt. Während ein Euphemismus positive Begleitgefühle weckt und der aufwertenden Benennung von (in der Regel) eigenen Angelegenheiten dienlich ist, wird ein Dysphemismus zur bewussten Abwertung der gegnerischen Position herangezogen. Im Wettstreit der politischen Parteien kann es so bei brisanten Angelegenheiten zu dem Zustand kommen, dass zur Benennung ein und derselben Sache zwei semantisch widersprüchliche Ausdrücke zur Verfügung stehen. Als ein klassisches Beispiel dafür gilt die semantische Opposition bei der Bezeichnung für Rebellen gegen ein missliebig gehaltenes Herrschaftssystem: Während von Seiten der Machthaber höchst negativ [[Konnotation|konnotierte]] Wörter wie &amp;#039;&amp;#039;Terrorist&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Verräter&amp;#039;&amp;#039; o.&amp;amp;nbsp;ä. zum Einsatz kommen, dienen aufwertende Ausdrücke wie &amp;#039;&amp;#039;Freiheitskämpfer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Widerstandskämpfer, bewaffnete Opposition&amp;#039;&amp;#039; o.&amp;amp;nbsp;ä. als Benennung derselben Personengruppe von Seiten der Aufbegehrenden. In [[Westdeutschland]] wurde in den 1970er Jahren die [[Rote Armee Fraktion]] von staatlicher/politischer Seite als „Baader-Meinhof-&amp;#039;&amp;#039;Bande&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/plakat-raf-fahndungsplakat.html Plakat &amp;quot;Anarchistische Gewalttäter Baader/Meinhof-Bande&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Menschen, die neutral von &amp;#039;&amp;#039;Baader-Meinhof-Gruppe&amp;#039;&amp;#039; sprachen, gerieten in Verdacht, Sympathisanten zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.deutschlandradio.de/die-geistige-elite-und-der-terror.331.de.html?dram:article_id=201414 |wayback=20190306235044 |text=Die geistige Elite und der Terror |archiv-bot=2023-12-15 06:29:28 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dysphemismus kann seine abwertende(n) [[Konnotation]](en) im Lauf der Zeit weitgehend oder sogar ganz verlieren; er wird dann schwächer oder sogar wertneutral. Zum Beispiel wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Skandal&amp;#039;&amp;#039; heute schwächer rezipiert als vor Jahrzehnten.&amp;lt;ref&amp;gt;So wurde beispielsweise in den 1970er Jahren in Österreich ein bestimmtes politisches Vergehen von Angehörigen der Regierungspartei in Medien und von der politischen Opposition als &amp;#039;&amp;#039;[[AKH-Skandal]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und konnte mit dieser Benennung für Entrüstung sorgen; die betroffene Seite versuchte, die Angelegenheit als geringfügige &amp;#039;&amp;#039;AKH-Affäre&amp;#039;&amp;#039; herunterzuspielen. Quelle: Stichwort &amp;#039;&amp;#039;AKH-Skandal&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Oswald Panagl]], [[Peter Gerlich]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der politischen Sprache in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Österreichischer Bundesverlag, Wien 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile sind die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Skandal&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Affäre&amp;#039;&amp;#039; zu etwa gleichwertigen Synonyma geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt ein solcher Fall eines Verlusts der negativen Nebenbedeutung ein und soll zur Bezeichnung des Gegenstands oder des Sachverhalts ein stark abwertender Ausdruck zum Einsatz kommen, so kann dies durch eine neue Bezeichnung geschehen. Ein solcher Vorgang wird&amp;amp;nbsp;– analog zum selben Prozess des Verlustes des positiven semantischen Gehalts bei einem Euphemismus, wo es &amp;#039;&amp;#039;[[Euphemismus-Tretmühle]]&amp;#039;&amp;#039; heißt&amp;amp;nbsp;– als &amp;#039;&amp;#039;Dysphemismus-Tretmühle&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiede zu Pejorativ und Schimpfwort ==&lt;br /&gt;
Der Terminus &amp;#039;&amp;#039;Dysphemismus&amp;#039;&amp;#039; ist in seiner Bedeutung sehr ähnlich mit den Ausdrücken &amp;#039;&amp;#039;[[Pejorativ]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Schimpfwort]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Bedeutungen dieser drei Vokabeln überlappen sich teilweise, sodass öfter der eine Ausdruck synonym für einen anderen gebraucht wird. Dennoch bestehen gewisse Unterschiede:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Pejorativ&amp;#039;&amp;#039; ist in der Sprachwissenschaft eine herabwürdigende Bezeichnung allgemein. Dieser Terminus benennt die Sache aus der Sicht der [[Wortschatz|Wortschatzuntersuchungen]] und der [[Wortbildung]]. (So werden beispielsweise sogenannte [[Pejorativsuffix]]e beschrieben, mittels derer Wörter quasi „automatisch“ einen negativen Gehalt bekommen.) Demzufolge sind mit &amp;#039;&amp;#039;Pejorativ&amp;#039;&amp;#039; auch Schimpfwörter gemeint. Mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Dysphemismus&amp;#039;&amp;#039; hingegen wird die Sache mehr aus der Sicht der [[Pragmatik (Linguistik)|Pragmatik]] betrachtet, und die Sprechhandlung selbst – also das Abwerten einer Person oder Angelegenheit – steht eher im Vordergrund als die Beschaffenheit des Wortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft werden auch die Ausdrücke &amp;#039;&amp;#039;Dysphemismus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schimpfwort&amp;#039;&amp;#039; gleichgesetzt. Schimpfwörter sind mehrheitlich auf Personen bezogen und sind zum Teil im Wortschatz als fixer Bestand vorhanden (so z.&amp;amp;nbsp;B. allerlei Tiernamen wie &amp;#039;&amp;#039;Ochse&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kuh&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ziege&amp;#039;&amp;#039; für jedwede Person oder – vorwiegend in Deutschland – &amp;#039;&amp;#039;Bulle&amp;#039;&amp;#039; für einen Polizisten, ebenso Wörter aus dem sexuellen oder Fäkalbereich u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;m.). Was hingegen als Dysphemismus gilt, ist oft sehr von der aktuellen Redesituation und von der Redeabsicht abhängig. Bereits bestehende, an sich neutrale Ausdrücke können situationsbedingt zu Dysphemismen werden. So entstand beispielsweise erst mit der entsprechenden technischen Entwicklung die dysphemistische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Raubkopie]]&amp;#039;&amp;#039; (sowie die dazugehörigen Ableitungen &amp;#039;&amp;#039;Raubkopierer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;raubkopieren&amp;#039;&amp;#039;) für eine urheberrechtlich nicht erlaubte Kopie von digitalen Datenträgern: Mit dem Verwenden des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Raub&amp;#039;&amp;#039; wird nach der Absicht gehandelt, der Sache und ihrem Zustandekommen einen kriminellen Charakter zuzuschreiben. Gleichzeitig wird damit das Wort &amp;#039;&amp;#039;Raubkopie&amp;#039;&amp;#039; nur für diese eine Sache einsetzbar. Mit einem bestimmten Schimpfwort hingegen kann nicht nur auf eine bestimmte einzelne Person Bezug genommen werden, sondern es ist auf eine ganze spezifische Gruppe von Personen (alle Frauen, alle Polizisten etc.) anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermeintlich ähnlicher Vorgang: Pejoration ==&lt;br /&gt;
Der bewusste Einsatz von Dysphemismen und der gegebenenfalls im Laufe der Zeit damit einhergehende Verlust der negativen Konnotationen eines sprachlichen Ausdrucks ist nicht zu verwechseln mit dem Prozess der sogenannten [[Pejoration]] (auch: Pejorisierung). Die Pejorisierung ist eine scheinbar „von selbst“ vor sich gehende Verschlechterung der Bedeutung eines Wortes über die Zeit. (Als typische Beispiele gelten die Wörter &amp;#039;&amp;#039;Weib&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pfaffe&amp;#039;&amp;#039;, die früher wertneutral waren, heute aber in den meisten Fällen und unabhängig von der augenblicklichen Lage als herabwürdigende Bezeichnungen gelten.) Ein Dysphemismus hingegen stellt eine beabsichtigte „Verschlechterung“ einer Person oder Sache dar und benötigt keine bestimmte Zeitspanne, innerhalb der die Wirkung eintritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung von Dysphemismen ==&lt;br /&gt;
Was von den Angehörigen einer Sprechergemeinschaft als Dysphemismus gewertet wird, hängt von unterschiedlichen sprachlichen und außersprachlichen Faktoren ab. Da auf sprachlicher Ebene die Ausdrücke &amp;#039;&amp;#039;Dysphemismus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schimpfwort&amp;#039;&amp;#039; in weiten Teilen bedeutungsgleich sind, werden oft bestimmte Wortbildungsmechanismen, die für Schimpfwörter typisch sind, auch zur Beschreibung von Dysphemismen herangezogen. Solche typische sprachliche Strategien sind etwa:&lt;br /&gt;
* das Verwenden von Wörtern, die von sich aus schon eine negative Bedeutung aufweisen, so beispielsweise&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Regime&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Machthaber&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Regierung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;zusammenrotten&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;sich versammeln&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;paktieren&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kollaborieren&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;zusammenarbeiten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Schmarotzer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Parasit&amp;#039;&amp;#039; für eine (auch nur vermeintlich) wirtschaftlich unselbständige Person&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Querulant&amp;#039;&amp;#039; für einen sich aktiv einbringenden Oppositionspolitiker oder engagierten Bürger&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Drahtzieher&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hintermänner&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Verantwortliche&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Verbinden eines Wortes mit einem anderen, das bereits von sich aus eine negative Bedeutung hat; so z.&amp;amp;nbsp;B. mit &amp;#039;&amp;#039;Drecks-&amp;#039;&amp;#039; wie in &amp;#039;&amp;#039;Dreckskerl&amp;#039;&amp;#039;. Als besonders ausdrucksstark wird dabei die Kombination aus einem abwertenden Ausdruck mit einem sehr hochwertig konnotierten Wort empfunden. Ein solches ist etwa der aus politisch rechtsextremen Kreisen stammende Terminus &amp;#039;&amp;#039;Volksschädling&amp;#039;&amp;#039;, bei dem das Wort &amp;#039;&amp;#039;Volk&amp;#039;&amp;#039; einen hohen ideologischen Gehalt hat, sodass &amp;#039;&amp;#039;Schädling&amp;#039;&amp;#039; als besonders krasses Störelement erlebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das Bilden von [[Neologismus|Neologismen]], die zwar auch mittels Zusammensetzung von bereits bestehenden Wörtern entstehen können, wobei aber die dazu verwendeten Wörter auch konnotationsfrei oder wertneutral sein können; so etwa in&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Holzklasse&amp;#039;&amp;#039; für die (heutzutage nur noch selten mit Holzbänken ausgestattete) unkomfortabelste Beförderungsklasse in öffentlichen Verkehrsmitteln,&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsflüchtling&amp;#039;&amp;#039; für eine Person, die nicht aus Gründen politischer Verfolgung oder wegen Hungersnot oder Kriegsgeschehen ihr Heimatland verlässt und damit nicht zu gesetzlichem Asyl berechtigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Einsatz von [[Diminutiv]]-[[Suffix]]en, wie etwa in &amp;#039;&amp;#039;Jüngelchen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Freundchen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;frömmeln&amp;#039;&amp;#039;. Da aber Verkleinerungssilben gleichzeitig die gegenteilige positive Bedeutung des Liebkosens aufweisen (&amp;#039;&amp;#039;Schwesterchen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Omilein&amp;#039;&amp;#039;), wird in solchen Ausdrücken der Akt der Abwertung gleichzeitig wieder zu einem gewissen Grad zurückgenommen und das Wort in seiner Ausdruckskraft entschärft.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Freunderlwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: Ebenda.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Umdeuten von Einzelwörtern oder von Wörtern, die als Bestandteile einer [[Komposition (Grammatik)|Komposition]] erscheinen. Im Zuge dieser Strategie wird einem bereits bestehenden Ausdruck eine neue Bedeutung zugewiesen, so beispielsweise in&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Schlepper&amp;#039;&amp;#039; für einen &amp;#039;&amp;#039;[[Fluchthilfe|Fluchthelfer]]&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Schutzwaffe]]&amp;#039;&amp;#039; für eine passive Schutzausrüstung wie Schilde, Helme und Polster von Demonstranten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Benutzen von [[Ethnophaulismus|Ethnophaulismen]] (abwertende Bezeichnungen für ein Volk) und andere Bezugnahmen auf die Volkszugehörigkeit, so z.&amp;amp;nbsp;B. in Form von&lt;br /&gt;
** Verwendung des Volksnamens selbst in abwertender Weise mit zusätzlicher Anwendung auf andere Völker wie etwa bei &amp;#039;&amp;#039;[[Kanake (Umgangssprache)|Kanake]]&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
** [[Verballhornung]] von Volksnamen oder von Bezeichnungen für die Volkszugehörigkeit wie z.&amp;amp;nbsp;B. bei &amp;#039;&amp;#039;[[Kümmeltürke]]&amp;#039;&amp;#039; für einen Türken, &amp;#039;&amp;#039;[[Itaker]]&amp;#039;&amp;#039; für Italiener und &amp;#039;&amp;#039;Polacken&amp;#039;&amp;#039; für Polen,&lt;br /&gt;
** Verwenden eines Wortelements aus einer anderen Sprache, das für diese typisch ist, wie etwa in (österreichisch) &amp;#039;&amp;#039;[[Tschusch]]&amp;#039;&amp;#039; (unter Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;čuješ&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ćuš&amp;#039;&amp;#039;, zwei häufig verwendete Wörter im [[Serbokroatische Sprache|Serbokroatischen]]) oder wie (hauptsächlich in Deutschland) in &amp;#039;&amp;#039;Radikalinski&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Radikaler&amp;#039;&amp;#039;. Bei letzterem Wort liegt derselbe Effekt vor wie auch bei Verkleinerungssilben: Ein abwertendes Moment (&amp;#039;&amp;#039;radikal&amp;#039;&amp;#039;) wird verbunden mit einem scherzhaft zu verstehenden Wortteil, hier eben einem fremdsprachlichen (&amp;#039;&amp;#039;-inski&amp;#039;&amp;#039; als Endung von slawischen Familiennamen), und bewirkt so eine Abschwächung des verbalen Angriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Keith Allen, Kate Burridge: &amp;#039;&amp;#039;Euphemism &amp;amp; Dysphemism.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, New York/Oxford 1991, ISBN 0-19-506622-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zinnmann</name></author>
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