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	<title>Dysphagie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dysphagie&amp;diff=38641&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Icy2008 am 26. März 2026 um 16:45 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-26T16:45:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = R13&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Dysphagie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = MD93&lt;br /&gt;
| Data-01 = Dysphagie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dysphagie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schluckstörung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine bei bestimmten Erkrankungen auftretende Veränderung des [[Schluckakt]]es. Der komplexe Schluckvorgang, der bei gesunden Menschen pro Tag mehr als 500 Mal fehlerfrei abläuft, ist dabei beeinträchtigt. Nahrung, Flüssigkeiten und Sekret können nicht mehr sicher von der Mundhöhle in den Magen transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Schlucken spielen willentliche, automatische und reflektorische Vorgänge eine Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susanne Weber, Tobias Braun, Mario Prosiegel |Titel=Dysphagie: Diagnostik und Therapie von Dysphagien bei Erwachsenen |Reihe=Praxiswissen Logopädie |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2024 |ISBN=978-3-662-66429-2 |DOI=10.1007/978-3-662-66430-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu den häufigsten Ursachen einer Dysphagie gehören neurologische Erkrankungen, wie der [[Schlaganfall]] oder [[Morbus Parkinson]], Langzeitbeatmungen bzw. [[Critical-Illness-Polyneuropathie]] und strukturelle Erkrankungen im Bereich der [[Mundhöhle]], des [[Rachen]]s, des [[Kehlkopf]]es und der [[Speiseröhre]] (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Kopf-Hals-Tumor]]en.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gudrun Bartolome, Heidrun Schröter-Morasch |Titel=Schluckstörungen: interdisziplinäre Diagnostik und Rehabilitation |Reihe=German Medical Collection |NummerReihe=79 |Auflage=6. |Verlag=Elsevier |Ort=München |Datum=2018 |ISBN=978-3-437-44417-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Schluckstörungen erhebliche Beeinträchtigungen des körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens nach sich ziehen, bedürfen sie immer einer Abklärung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dysphagie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Odynophygie.&amp;#039;&amp;#039; In: Urban &amp;amp; Schwarzenberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Roche Lexikon Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Urban &amp;amp; Schwarzenberg 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Mögliche Symptome&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; einer Schluckstörung sind&lt;br /&gt;
* [[Husten]] während der Mahlzeit als Ausdruck einer Penetration (Eindringen von Nahrung bzw. Flüssigkeiten in die oberen Atemwege vor dem Schlucken) oder [[Aspiration (Medizin)|Aspiration]] (des Übertritts von Nahrung bzw. Flüssigkeiten in die unteren Atemwege)&lt;br /&gt;
* ein [[Regurgitation (Verdauungstrakt)|Hochwürgen]] von bereits geschluckter Nahrung (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Ösophagusdivertikel]]n (Ausbuchtungen der Speiseröhre))&lt;br /&gt;
* [[Hypersalivation]], bedingt durch die Unfähigkeit, den eigenen [[Speichel]] abzuschlucken &amp;#039;&amp;#039;(Sialorrhö)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Ulrike Frank, Petra Pluschinski, Andrea Hofmayer, Stefanie Duchac |Titel=FAQ Dysphagie: Antworten - prägnant und praxisnah |Reihe=FAQ |Auflage=1. |Verlag=Elsevier |Ort=München |Datum=2021 |ISBN=978-3-437-44720-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Essensreste verbleiben nach der Mahlzeit auf der [[Zunge]], an den [[Zähne]]n oder der [[Mundschleimhaut]]&lt;br /&gt;
* Schmerzen, ein Druck- oder [[Globussyndrom|Kloßgefühl]] im Hals&lt;br /&gt;
* im Extremfall eine generelle Unfähigkeit zur Nahrungsaufnahme und Notwendigkeit einer [[künstliche Ernährung|künstlichen Ernährung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Begleitsymptome können je nach Ursache ein nasaler Stimmklang (besonders bei der [[Nervus glossopharyngeus|Schlucklähmung]]), ein abnorm gesteigerter oder ausbleibender [[Würgreflex]], einseitige [[Fazialisparese|Gesichtslähmungen]] sowie [[Heiserkeit]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle Patienten mit einer Schluckstörung sind sich dieser auch bewusst. Vor allem bei Menschen mit [[Morbus Parkinson|Parkinson]] kann es beispielsweise zu stillen Aspirationen kommen. Das bedeutet, dass das Verschlucken von den Betroffenen nicht bemerkt wird und der eigentlich reflektorisch auftretende Husten ausbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Dysphagien können zu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;verminderter Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; führen, wodurch langfristig eine [[Malnutrition|Mangelernährung]] und [[Dehydratation|Flüssigkeitsmangel]] auftreten kann. Besonders kritisch ist dies, wenn durch den anhaltenden Nährstoffmangel eine muskuläre Schwäche hervorgerufen wird, welche die Schluckstörung wiederum verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Zudem können häufige Aspirationen im Zuge einer Schluckstörung Fieber, [[Aspirationspneumonie|Lungenentzündungen]] und [[Atelektase]]n verursachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Es gibt vielfältige Gründe für eine Schluckstörung. Prinzipiell ist jede Schluckstörung sorgfältig abzuklären, um möglicherweise zugrundeliegende Erkrankungen auszuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neurologische Erkrankungen ===&lt;br /&gt;
* [[Myasthenia gravis]]&lt;br /&gt;
* [[Multiple Sklerose]]&lt;br /&gt;
* [[Morbus Parkinson]]&lt;br /&gt;
* [[Amyotrophe Lateralsklerose]]&lt;br /&gt;
* [[Demenz]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaganfall]]&lt;br /&gt;
* [[Schädel-Hirn-Trauma]]&lt;br /&gt;
* [[Chorea major]], [[Chorea minor]]&lt;br /&gt;
* [[Dystonie]]&lt;br /&gt;
* [[CANVAS (Erkrankung)|CANVAS]]&lt;br /&gt;
* [[Multisystematrophie]] (MSA)&lt;br /&gt;
* andere [[neurodegenerative Erkrankung]]en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strukturelle Ursachen ==&lt;br /&gt;
[[Trauma (Medizin)|Verletzungen]] und [[Tumor]]en der Mundhöhle, des Rachens und der Speiseröhre, Störungen der motorischen Innervation der am Schluckvorgang beteiligten Muskeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mundhöhle und Rachen ===&lt;br /&gt;
* [[Hyposalivation]] mit [[Xerostomie|Austrocknung der Mundschleimhäute]].&lt;br /&gt;
* [[Entzündung]]en, hervorgerufen durch Infektionen durch Viren, Bakterien, Pilze, Autoimmunprozesse, chemisch-irritativ, durch Strahleneinwirkung, durch Hitzeeinwirkung,&lt;br /&gt;
* [[Tonsillitis]] oder [[Pharyngitis]], die auch bei einer [[Erkältung]]skrankheit auftreten, sowie andere [[Infektion]]en mit den dabei möglichen, die [[Muskeln]] betreffenden funktionellen Störungen.&lt;br /&gt;
* [[Abszess]]e wie [[Retrotonsillarabszess]]&lt;br /&gt;
* Fehlfunktion der Zungen- und Mundbodenmuskulatur&lt;br /&gt;
* Fehlfunktionen bei [[Zahnmedizin|zahnärztlichen]] oder [[Kieferorthopädie|kieferorthopädischen]] Problemen:&lt;br /&gt;
** [[Fehlbiss]],&lt;br /&gt;
** schlecht sitzende [[Zahnersatz|Zahnprothesen]]&lt;br /&gt;
* Tumoren&lt;br /&gt;
* Fehlbildungen wie [[Larynxspalt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speiseröhre ===&lt;br /&gt;
* [[Achalasie]]&lt;br /&gt;
* [[Divertikel]]&lt;br /&gt;
* [[Ösophagusdivertikel]]&lt;br /&gt;
* [[Ösophagitis]]&lt;br /&gt;
* [[Ösophaguskarzinom]]&lt;br /&gt;
* [[Ösophagusstenose]]&lt;br /&gt;
* [[Schatzki-Ring]]e&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schilddrüse ===&lt;br /&gt;
* [[Thyreoiditis]]&lt;br /&gt;
* [[Struma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychische Ursachen ==&lt;br /&gt;
Der ungestörte Schluckvorgang ermöglicht die lebenserhaltende Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme, aber auch das Erleben von [[Genuss]] und Wohlbefinden. Somit kann eine Störung des Schluckakts unter Umständen selbst auf [[Psychische Störung|Störungen der psychischen Befindlichkeit]] hinweisen – nachdem körperliche Ursachen ausgeschlossen wurden. Eine psychische Ursache kann umso eher angenommen werden, je jünger der Patient ist und je wechselnder die Beschwerden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Globussyndrom]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit ==&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit von Dysphagien variieren je nach Alter und Ursache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der neurologischen Erkrankungen besagen aktuelle Zahlen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-111.html|Neurogene Dysphagien|S1|Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)|29.02.2020}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Auftreten von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mindestens 50 % bei Pflegeheimbewohnern und mehr als 70 % bei geriatrischen Krankenhauspatienten&lt;br /&gt;
* bis zu 80 % nach verlängerter Entwöhnung von Langzeitbeatmungen&lt;br /&gt;
* mindestens 50 % bei Schlaganfällen&lt;br /&gt;
* etwa 60 % bei schweren Schädel-Hirn-Traumen&lt;br /&gt;
* 20–30 % bei Demenz&lt;br /&gt;
* bis zu 30 % bei amyotropher Lateralsklerose&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopf-Hals-Tumoren und durch die Tumortherapie bedingte Schluckstörungen sind die zweithäufigsten Ursachen für Dysphagien. Bei Kopf-Hals-Tumoren werden in 59 % der Fälle bereits bei Tumoren geringerer Ausdehnung Auffälligkeiten im Schluckvorgang festgestellt. Nach Radiochemotherapie kommt es bei 55–88 % der Fälle zu Dysphagien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klinische Schluckuntersuchungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden von Logopäden oder Sprachtherapeuten mittels standardisierten klinischen Befundbögen durchgeführt. Darin enthalten ist:&lt;br /&gt;
* die klinische Anamnese (Krankenakte, Interview mit Betroffenen und Angehörigen)&lt;br /&gt;
* deskriptive Beobachtungen (Körperhaltung, Atmung) inklusive Mundinspektion (Prothesenversorgung, Schleimhäute, Atrophien, Beläge etc.)&lt;br /&gt;
* die Beobachtung des Schluckakts (Beweglichkeit des [[Kehlkopf]]es)&lt;br /&gt;
* die Überprüfung der orofazialen Beweglichkeit und Sensibilität (sowohl außen wie im Mundraum)&lt;br /&gt;
* die Überprüfung der Reflexe (Palatalreflex, Würgereflex, Hustenreflex, Schluckreflex)&lt;br /&gt;
* eine Beurteilung des Schweregrades der Schluckstörung mittels Screening (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;quot;Daniels-Test&amp;quot; [Daniels et al., 1998],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniels, S. K. |Titel=Aspiration in patients with acute stroke |Sammelwerk=Arch Phys Med Rehabil |Band=79 |Nummer=1 |Datum=1998 |Seiten=14–19 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stufenkonzept der neurogenen oropharyngealen Dysphagie (NOD) mit Einteilung in vier Schweregrade.&amp;lt;ref&amp;gt;Guntram W. Ickenstein et al.: &amp;#039;&amp;#039;Standardisation of diagnostic and therapeutic procedures for neurogenic oropharyngeal dysphagia (NOD)&amp;#039;&amp;#039;, in: Neurol. &amp;amp; Rehabil. 2009; 15 (5): S. 290 – 300.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Graduierung steigert sich von NOD-Grad 0 (= keine Dysphagie, also Normalkost) über NOD-Grad 1 (= leichte Dysphagie) und NOD-Grad 2 (= mittelschwere Dysphagie mit angedickter Flüssigkeit und [[Passieren|passierter]] Kost) bis NOD-Grad 4 (= massive Dysphagie mit 100 % [[intravenös]]er [[Sondennahrung|Sondenkost]]).).&lt;br /&gt;
Eine erste Einschätzung über den Schweregrad einer Dysphagie sowie das Aspirationsrisiko kann über folgende Kriterien getroffen werden:&lt;br /&gt;
* abnormaler willkürlicher Husten beim Wasserschluck&lt;br /&gt;
* abnormaler Würgreflex beim Wasserschluck&lt;br /&gt;
* Dysarthrie&lt;br /&gt;
* Dysphonie&lt;br /&gt;
* Husten nach dem Trinken von vorbestimmten Wassermengen&lt;br /&gt;
* Veränderung des Stimmklangs nach einem Wasserschluck&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur klinischen Schluckuntersuchung werden apparative Verfahren zur bildgebenden Untersuchung empfohlen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* [[Fiberendoskopische Schluckuntersuchung]] (fiberendoscopic evaluation of swallowing, FEES) – Überprüfung der Nahrungsaufnahme (breiig, flüssig, fest und krümelig) mittels einer flexiblen [[Endoskopie]] über die Nase&lt;br /&gt;
* [[Röntgen]]untersuchung:&lt;br /&gt;
** [[Ösophagusbreischluck]] (Videokinematographie des Schluckakts) zur funktionellen Beurteilung&lt;br /&gt;
** [[Videofluoroskopie]] zur funktionellen zeitkritischen Beurteilung unterschiedlicher Konsistenzen (breiig, flüssig, fest, krümelig)&lt;br /&gt;
** noch experimentell: Hochgeschwindigkeits-[[Magnetresonanztomographie|MRT]]&amp;lt;ref&amp;gt;A. Olthoff, S. Zhang, F. Frahm: &amp;#039;&amp;#039;Hochgeschwindigkeits-Magnetresonanztomographie zur dynamischen Darstellung des normalen Schluckaktes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle phoniatrisch-pädaudiologische Aspekte.&amp;#039;&amp;#039; 2011;19, S. 44–47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Röntgen der [[Halswirbelsäule]]&lt;br /&gt;
* Magenspiegelung ([[Gastroskopie]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere diagnostische Bereiche können sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Neurologie|Neurologische]] Untersuchung&lt;br /&gt;
* [[Untersuchung der Schilddrüse]]&lt;br /&gt;
* [[Innere Medizin|internistische]] Untersuchung&lt;br /&gt;
* [[Zahnmedizin|Zahnärztliche]] oder [[Kieferorthopädie|kieferorthopädische]] Abklärung&lt;br /&gt;
* [[Phoniatrie|phoniatrische]] Untersuchung&lt;br /&gt;
* [[Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde|HNO]]-ärztliche Untersuchung&lt;br /&gt;
* [[Psychosomatik|psychosomatische]] Abklärung – sofern keine körperliche Ursache gefunden werden konnte oder diese die Beschwerden nicht zur Gänze erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Jeder Schluckakt birgt dabei die Gefahr, sich an Nahrung und Flüssigkeit (auch am eigenen Speichel) zu &amp;quot;verschlucken&amp;quot; und diese letztlich in tiefere Lungenanteile zu [[Aspiration (Medizin)|aspirieren]]. Demzufolge kann sich eine [[Aspirationspneumonie]] entwickeln, die bei [[Schlaganfall]]patienten z. B. für 20 % der Todesfälle im ersten Erkrankungsjahr verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da im Alter auch das Geschmacks- und Geruchsempfinden beeinträchtigt sind und der [[Appetit]] aus meist unbekannten Gründen abhandengekommen ist, kann eine auch geringfügige Schluckstörung letztlich zur vollständigen Nahrungsverweigerung mit allen Folgeproblemen wie Gewichtsabnahme, Exsikkose und weiterer Reduktion des [[Allgemeinzustand]]s führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Die Behandlung richtet sich nach den Ergebnissen der körperlichen oder psychosomatischen Untersuchungen. Eine [[Nasensonde#Nasogastrale Sonde|nasogastrale Sonde]] oder eine [[Perkutane endoskopische Gastrostomie|PEG]] (Sonde mit perkutaner endoskopischer Gastrostomie) kann indiziert sein, wenn eine orale Ernährung nicht möglich ist und der Patient mittels Magensonde ernährt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in jeder Schluckphase (präoral, oral, pharyngeal und ösophageal) therapeutische Interventionsmöglichkeiten durch die Sprach- und Schlucktherapie. Ziele sind zunächst die Wiederherstellung der intraoralen Sensibilität und der Aufbau der [[Schutzreflex]]e ([[Würgreflex]], [[Hustenreflex]], [[Schluckreflex]]). Das Spektrum reicht von motorischen Übungen einzelner Muskelpartien, Massagen, thermischer Stimulation über Veränderungen der Körperhaltung beim Essen (z. B. durch Änderung der Kopfposition) bis zu Veränderungen der Nahrungskonsistenzen (z. B. dem Pürieren der Speisen oder Andicken von Flüssigkeiten). Evidenzbasiert sind die sogenannten Schluckmanöver (z. B. Mendelsohn-Manöver oder Supraglottisches Schlucken), die einen verbesserten Schutz der Atemwege beim Schlucken ermöglichen und somit ein Aspirieren von Nahrung verhindern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Dysphagie leitet sich von der [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] [[Präfix|Vorsilbe]] {{lang|grc|δυς-}} (die etwas Unglückliches bzw. Widriges bezeichnet, entsprechend im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] dem Präfix ‚miss-‘ bzw. ‚un-‘) sowie dem [[Verb]] {{lang|grc|φαγεῖν}} &amp;#039;&amp;#039;phagein&amp;#039;&amp;#039; ‚essen‘ ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Gemoll]] |Titel=Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch |Verlag=G. Freytag Verlag / Hölder-Pichler-Tempsky |Ort=München / Wien |Datum=1965}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wörtlich bedeutet Dysphagie also eine &amp;#039;&amp;#039;Störung beim Essen&amp;#039;&amp;#039;. Bei Odynophagie lässt sich der erste Wortbestandteil auf {{lang|grc|ὀδύνη}} &amp;#039;&amp;#039;odýnē&amp;#039;&amp;#039; ‚Schmerz‘ zurückführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-111.html|Neurogene Dysphagien|S1|Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)|29.02.2020}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=G. Bartolome; H. Schröter-Morasch&lt;br /&gt;
   |Titel=Schluckstörungen - Diagnostik und Rehabilitation&lt;br /&gt;
   |Auflage=6.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2018&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-437-44417-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=U. Frank; P. Pluschinski; S. Hofmayer; S. Duchac&lt;br /&gt;
   |Titel=FAQ Dysphagie. Antworten - prägnant und praxisnah.&lt;br /&gt;
   |Auflage=1.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-437-44720-4}}&lt;br /&gt;
* M. Prosiegel (Hrsg.) u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Praxisleitfaden Dysphagie – Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hygieneplan, 2002.&lt;br /&gt;
* J. A. Logemann: &amp;#039;&amp;#039;Evaluation and Treatment of Swallowing Disorders.&amp;#039;&amp;#039; Pro-ed Verlag, 1998.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=R. Nusser-Müller-Busch&lt;br /&gt;
   |Titel=F.O.T.T. Die Therapie des Facio-Oralen Trakts nach Kay Coombes&lt;br /&gt;
   |Auflage=5.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2023&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-662-67527-4}}&lt;br /&gt;
* W. Herbst: &amp;#039;&amp;#039;Neurogene Dysphagien und ihre Therapie bei Patienten mit Trachealkanüle&amp;#039;&amp;#039;. Schulz-Kirchner Verlag. Idstein 2002.&lt;br /&gt;
* C. Graz, D. Woite: &amp;#039;&amp;#039;Die Therapie des fazio-oralen Traktes bei neurologischen Patienten.&amp;#039;&amp;#039; Schulz-Kirchner-Verlag, 2000.&lt;br /&gt;
* C. M. Morales: &amp;#039;&amp;#039;Die orofaziale Regulationstherapie.&amp;#039;&amp;#039; Pflaum Physiotherapie, 1998.&lt;br /&gt;
* D. Steube, M. Hermes: &amp;#039;&amp;#039;Neurogene Dysphagie; Diagnose, Klinisches Management und Nachsorge.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftlicher Verlagsabteilung ABBOTT GmbH, 1999.&lt;br /&gt;
* Friedel Schalch: &amp;#039;&amp;#039;Schluckstörungen und Gesichtslähmungen – Therapeutische Hilfen.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Stuttgart 1992, ISBN 3-437-46470-1.&lt;br /&gt;
* S. Stanschus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Methoden in der Klinischen Dysphagiologie.&amp;#039;&amp;#039; Schulz-Kirchner-Verlag 2002.&lt;br /&gt;
* G. Kolb (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dysphagie; Kompendium für Ärzte und Sprachtherapeuten in Klinik.&amp;#039;&amp;#039; Rehabilitation und Geriatrie, Medizin und Wissen 2000.&lt;br /&gt;
* H. Behrbohm, O. Kasche, T. Nawka: &amp;#039;&amp;#039;Endoskopische Diagnostik und Therapie in der HNO&amp;#039;&amp;#039;. Gustav Fischer 1997.&lt;br /&gt;
* P. A. Sullivan, A. M. Guliford: &amp;#039;&amp;#039;Swallowing Intervention in Onkology&amp;#039;&amp;#039;. Singular Publishing Group, 1999.&lt;br /&gt;
* J. C. Arvedson, L. Brodsky: &amp;#039;&amp;#039;Pediatric Swallowing and Feeding – Assessment and Management&amp;#039;&amp;#039;. Singular Verlag. Early childhood Intervention Series. 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dysphagia|Dysphagie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4125110-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom in der Gastroenterologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Phoniatrie und Pädaudiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Icy2008</name></author>
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