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	<title>Dyirbal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T15:03:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dyirbal&amp;diff=745845&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2023-09-12T19:02:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache= Dyirbal&lt;br /&gt;
|Länder= [[Australien]] (Region: Nordost-[[Queensland]])&lt;br /&gt;
|Sprecher= 8 (2016)&lt;br /&gt;
|Klassifikation= &lt;br /&gt;
* [[Australische Sprachen]]&lt;br /&gt;
*: [[Pama-Nyungan]]&lt;br /&gt;
*:: Dyirbalisch&lt;br /&gt;
|KSprache= Dyirbal&lt;br /&gt;
|ISO1= -&lt;br /&gt;
|ISO2= aus&lt;br /&gt;
|ISO3= dbl&lt;br /&gt;
|ETHNO14= DBL&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dyirbal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den Pama-Nyungan-Sprachen und wird in [[Australien]] gesprochen. Die Sprache ist fast schon ausgestorben: 2001 gab es (laut Dixon in einem Fax) nur noch sechs Sprecher, alle über 65-jährig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank der Sprachbeschreibung von [[R. M. W. Dixon]] (1972) ist das Dyirbal schon lange bekannt für seine [[Ergativ]]ität, die sich sowohl in der Morphologie als auch in der Syntax auswirkt. Ein weiteres Kennzeichen der Sprache ist die Einteilung in vier [[Nominalklasse]]n, von denen die zweite Bezeichnungen für „Frauen, Feuer und gefährliche Dinge“ umfasst (Buchtitel von [[George Lakoff]] 1987).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Dyalŋuy&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
In der Dyirbal-Kultur gab es ein komplexes &amp;#039;&amp;#039;[[Tabu]]&amp;#039;&amp;#039;-System. Es war nicht erlaubt, mit den Schwiegereltern, den Schwiegertöchtern und -söhnen sowie den Kindern der Schwestern des Vaters und den Kindern der Brüder der Mutter, zu sprechen, mit diesen Blickkontakt aufzunehmen oder sich diesen zu nähern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dixon1972&amp;quot;&amp;gt;R. M. W. Dixon: &amp;#039;&amp;#039;The Dyirbal language of north Queensland&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge: 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand in Hörweite eines Tabu-Verwandten war, musste er eine komplexe Höflichkeitsform der Sprache wählen. Diese hatte ähnliche [[Phonem]]e und eine ähnliche [[Grammatik]] aber mit einem vollkommen unterschiedlichen [[Vokabular]] mit Ausnahme der Wörter für die Großeltern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dixon, R. M. W. 1990&amp;quot;&amp;gt;R. M. W. Dixon: &amp;#039;&amp;#039;The origin of “mother-in-law vocabulary” in two Australian languages.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anthropological Linguistics.&amp;#039;&amp;#039; 32(1/2), 1990, S. 1–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese spezielle und komplexe Form der Sprache ist als &amp;#039;&amp;#039;Dyalŋuy&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dixon1972&amp;quot; /&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Dyalŋuy&amp;#039;&amp;#039; hat nur ein Viertel der Vokabeln im Vergleich zum tagtäglich gesprochenen Dyirbal, was den semantischen Inhalt in Anwesenheit von Tabu-Verwandten limitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Silverstein: &amp;#039;&amp;#039;Shifters, linguistic categories, and cultural description&amp;#039;&amp;#039;. In K. H. Basso, H. A. Selby (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meaning in Anthropology&amp;#039;&amp;#039;. University of New Mexico Press, Albuquerque 1976, S. 11–55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diese Einschränkungen zu überwinden, verwendeten die Dyirbal viele syntaktische und semantische Tricks, um mit diesem minimalen Vokabular zurechtzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;R. M. W. Dixon: &amp;#039;&amp;#039;A Typology of Causatives: Form, Syntax, and Meaning.&amp;#039;&amp;#039; In: R. M. W. Dixon, Alexendra Y. Aikhenvald: &amp;#039;&amp;#039;Changing Valency: Case Studies in Transitivity&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 2000, S. 39–40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vokabular in &amp;#039;&amp;#039;Dyalŋuy&amp;#039;&amp;#039; stammt im Wesentlichen aus drei Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lehnwörtern aus den tagtäglich in der Nachbarschaft gesprochenen Sprachen und Dialekten&lt;br /&gt;
* Der Schöpfung von neuen Dyalŋuy-Formen durch phonologische Veränderung von [[Lexem]]en aus der eigenen tagtäglich gesprochenen Sprache&lt;br /&gt;
* Lehnwörtern, die in der Nachbarschaft schon im Taboo-Stil bestanden&amp;lt;ref&amp;gt;N. Evans: &amp;#039;&amp;#039;Context, culture, and structuration in the languages of Australia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annual Review of Anthropology.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, 2003, S. 13–40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass Kinder der Dyirbal-Stämme die Dyalŋuy-Sprache von ihren Cousins und Cousinen lernen mussten, die in ihrer Anwesenheit &amp;#039;&amp;#039;Dyalŋuy&amp;#039;&amp;#039; sprachen, nachdem sie die tagtägliche Sprache bereits beherrschten. Mit Beginn der Pubertät konnten die Jugendlichen bereits fließend &amp;#039;&amp;#039;Dyalŋuy&amp;#039;&amp;#039; sprechen und es im entsprechenden Kontext nutzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dixon, R. M. W. 1989&amp;quot;&amp;gt;R. M. W. Dixon: &amp;#039;&amp;#039;The Dyirbal kinship system.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oceania.&amp;#039;&amp;#039; Band 59, Nr. 4, 1989, S. 245–268.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Sprachphänomen, das oft auch [[Vermeidungssprache]] genannt wird, war typisch für die australischen Sprachen. Es bestand bis in die 1930er Jahre, als das Tabu-System weitgehend in Vergessenheit geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* R. M. W. Dixon: &amp;#039;&amp;#039;The Dyirbal language of North Queensland&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge 1972.&lt;br /&gt;
* Jan Wohlgemuth: [https://www.linguist.de/Dyirbal/ Hausarbeit zur heutigen Situation des Dyirbals.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Australische Sprachen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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