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	<title>Dusun - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:22:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Entstehung des Begriffs */ typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2024-06-10T19:06:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung des Begriffs: &lt;/span&gt; typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:DusunCarryingBongun.JPG|mini|Dusun, etwa 1920]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DusunGirlsOfPutatan.JPG|mini|Mädchen der Putatan-Dusun (1920)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MaruduDusun.JPG|mini|Marudu-Dusun (1920)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dusun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine zusammenfassende Bezeichnung für verschiedene [[Indigene Völker|indigene Gruppen]] innerhalb des [[Malaysia|malaysischen]] Bundesstaates [[Sabah]] auf der Insel [[Borneo]]. Die Angehörigen dieser Gruppen bezeichnen sich selbst nicht als Dusun. Wegen der Gemeinsamkeiten in Kultur und Sprache mit den [[Kadazan]] wurde die gemeinsame Klasse der [[Kadazan-Dusun]] geschaffen, die mit ca. 570.000 Angehörigen die größte ethnische Gruppe der Völker Sabahs repräsentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;census2010&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.statistics.gov.my/portal/download_Population/files/census2010/Taburan_Penduduk_dan_Ciri-ciri_Asas_Demografi.pdf | wayback=20131113165406 | text=Census 2010.}} S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung verschiedener ethnischer Gruppen in Sabah als „Dusun“ erfolgte im historischen Kontext mehr aus einem Missverständnis als aus ernsthafter ethnologischer Forschung. Die in einer weitläufigen Zone zwischen der Küste und dem gebirgigen Landesinneren lebenden Menschen wurden durch ausländische Besucher Borneos als „Dusun“ bezeichnet, ohne die Unterschiede in der Kultur und den Traditionen näher zu kennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Appell, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Owen Rutter]] vermutete bereits 1929, dass die Namensgebung durch islamische Invasoren erfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Owen Rutter]]: &amp;#039;&amp;#039;The Paganas Of North Borneo&amp;#039;&amp;#039;; Hutchinson &amp;amp; Co, London 1929, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Tunggolou&amp;#039;&amp;#039; vermutet, dass die ersten weißen Männer bei ihrer Ankunft an der Westküste Malaiien oder Bajau begegneten, die für die Bewohner der Küste die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Orang dusun&amp;#039;&amp;#039; (Leute der Obstplantagen)&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Begriff „Dusun“ leitet sich aus dem gleichnamigen malaiischen Wort für „Obstplantage“ ab.&amp;lt;/ref&amp;gt; gebrauchten. Der Übersetzung des Begriffs unkundig übertrugen die Ankömmlinge den Begriff auf die Einwohner der Küsten- und Hügelzone.&amp;lt;ref&amp;gt;R. F. Tunggolou: {{Webarchiv | url=http://kdca.org.my/archives/169 | wayback=20160601112403 | text=&amp;#039;&amp;#039;The origins and meanings of the terms “Kadazan” and “Dusun”&amp;#039;&amp;#039;.}} [[Kadazan-Dusun Cultural Association|Kadazandusun Cultural Association]], 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
King folgert, dass der aus dem Malaiischen abgeleitete Begriff &amp;#039;&amp;#039;Dusun&amp;#039;&amp;#039; von den Küstenbewohnern auf die landwirtschaftlich geprägte Bevölkerung des Landesinneren angewandt wurde und dass dem Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Dusun&amp;#039;&amp;#039; ein abwertender Beigeschmack innewohnte, da er mit einer rückständigen, ungehobelten Landbevölkerung in Zusammenhang gebracht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;king&amp;quot;&amp;gt;Victor T. King: &amp;#039;&amp;#039;The Peoples of Borneo&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell Publishers, Oxford 1993, ISBN 0-631-17221-1, S. 55–57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Definition ==&lt;br /&gt;
Die neuere Ethnologie folgt im Wesentlichen der Auffassung von Appell&amp;lt;ref name=&amp;quot;Appell&amp;quot;&amp;gt;George N. Appell: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Profiles of the Dusun-speaking Peoples of Sabah, Malaysia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Malaysian Branch Royal Asiatic Society&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 41, S. 131–147&amp;lt;/ref&amp;gt; und Murdock,&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert in Appell, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt; wonach die Dusun weniger eine einheitliche Gemeinschaft, sondern vielmehr ein „Cluster“ verschiedener Gemeinschaften darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die zu den Dusun zählenden Gruppen ursprünglich Langhaus-Bewohner waren, gaben einige Dusun-Stämme diese Art der Behausung auf; sie begannen in den westlichen Küstengebieten und den Hochlandebenen mit dem [[Reis#Nassreisanbau|Nassreisanbau]] und der Viehzucht und in den Hügelregionen um den [[Mount Kinabalu]] mit dem [[Wanderfeldbau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Appell&amp;quot; /&amp;gt; Diese ursprünglich als &amp;#039;&amp;#039;Dusun&amp;#039;&amp;#039; klassifizierten Gruppen umfassen einige Untergruppen wie etwa die Kadazan, Rungus, Ranau und Tambunan, die in ihren sozialen und kulturellen Charakteristiken voneinander abweichen.&amp;lt;ref&amp;gt;George N. Appell: &amp;#039;&amp;#039;The Status of Social-Anthropological Research in Borneo&amp;#039;&amp;#039;. Southeast Asia Program Data Paper 109, Cornell University, Ithaca 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Einteilung ==&lt;br /&gt;
Owen Rutter teilt die Dusun im Jahr 1922 in zwei Gruppen ein: Flachland-Dusun (&amp;#039;&amp;#039;Lowland Dusuns&amp;#039;&amp;#039;) und Bergland-Dusun (&amp;#039;&amp;#039;Hill Dusuns&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Rutter, S. 54 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb dieser beiden Klassen unterscheidet er nochmals in verschiedene Gruppen und Untergliederungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gruppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Benennung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erläuterung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Flachland-Dusun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|I.&lt;br /&gt;
|Bundu-Dusun&lt;br /&gt;
|In den [[Sago]]-reichen Bezirken nördlich des Sugut Klias beheimatet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|II.&lt;br /&gt;
|Membakut-Dusun&lt;br /&gt;
|besiedeln die Küstenebene zwischen Bongawan und Beaufort.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Papar-Dusun&lt;br /&gt;
|Zu den Papar-Dusun werden auch die Dusun von Bongawan, Benoni und Kimanis hinzugerechnet. Sie sind mit den Membakut-Dusun eng verbündet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|III.&lt;br /&gt;
|Putatan-Dusun&lt;br /&gt;
|Obwohl sie in direkter Nachbarschaft zu den Papar-Dusun leben unterscheiden sie sich beträchtlich hinsichtlich Sprache und Gebräuchen. Zu dieser Gruppe können auch die Dusun von [[Inanam]] und [[Menggatal]] hinzugerechnet werden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IV.&lt;br /&gt;
|Tuaran-Dusun&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V.&lt;br /&gt;
|Tenggilan-Dusun&lt;br /&gt;
|Beheimatet zwischen Tuaran und Tempassuk.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Tempassuk-Dusun&lt;br /&gt;
|Beheimatet zwischen Tenggilan und Marudu.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|VI.&lt;br /&gt;
|Tambunan-Dusun&lt;br /&gt;
|In der Tambunan-Ebene und den angrenzenden Gebieten anzutreffen. Obwohl sie geographisch eher den Bergland-Dusun zuzurechnen wären, gehören sie wegen ihrer Anbaumethoden zu den Flachland-Dusun.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergland-Dusun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|VII.&lt;br /&gt;
|Kiau&lt;br /&gt;
|In den Bezirken von Tuaran und Tempassuk sowie in der Nachbarschaft von Bundu Tuhan beheimatet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|VIII.&lt;br /&gt;
|Ranau-Dusun&lt;br /&gt;
|In den Dörfern der Ranau-Ebene und an den Oberläufen von [[Sungai Labuk]] und [[Sungai Sugut]] beheimatet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IX.&lt;br /&gt;
|Marudu-Dusun&lt;br /&gt;
|Beheimatet im riesigen Gebiet zwischen Tempassuk, Sungai Bengkoka und Paitan.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Rungus-Dusun&lt;br /&gt;
|In [[Kudat]] und auf der Melobong-Halbinsel sowie den Distrikten Labuk und Sugut beheimatet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|X.&lt;br /&gt;
|ohne Bezeichnung&lt;br /&gt;
|Diese Gruppe bezeichnet die verstreuten Dusun-Siedlungen nördlich von Paitan entlang den Hügeln an den Oberläufen von [[Sungai Labuk|Labuk]], [[Sungai Sugut|Sugut]] und [[Sungai Kinabatangan|Kinabatangan]]. Die Gruppe schließt die nördlichen Stämme der &amp;#039;&amp;#039;Tambunwha&amp;#039;&amp;#039;, die Stämme der &amp;#039;&amp;#039;Dumpas&amp;#039;&amp;#039; am Labuk und die der Tenggara von Kinabatangan und Kwamut ein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|XI.&lt;br /&gt;
|Tegas-Dusun&lt;br /&gt;
|ehemaliger kriegerischer Stamm, jetzt in den höheren Gebirgsketten der Küstenregionen oberhalb der Tambunan-Ebene beheimatet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. N. Appell: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Profiles of the Dusun-speaking People of Sabah, Malaysia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Malaysian Branch of the Royal Asiatic Society&amp;#039;&amp;#039;, Volume XLI, Part 2, Dezember 1968.&lt;br /&gt;
* I. H. N. Evans: &amp;#039;&amp;#039;The Religion of the Tempasuk Dusuns of North Borneo&amp;#039;&amp;#039;. University Press, Cambridge 1953.&lt;br /&gt;
* Monica Glyn-Jones: &amp;#039;&amp;#039;The Dusun of the Penampang Plains&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. London 1953.&lt;br /&gt;
* L. W. W. Gudgeon: &amp;#039;&amp;#039;British North Borneo&amp;#039;&amp;#039;. Adam and Charles Black, London 1913, S. 22–39; {{archive.org |cu31924006199834 |Blatt=n0}}.&lt;br /&gt;
* Godfrey Hewett: &amp;#039;&amp;#039;The Dusuns of North Borneo.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Royal Society of London. Series B, Containing Papers of a Biological Character&amp;#039;&amp;#039;, Band 95, Nr. 666, 1923, S.&amp;amp;nbsp;157–163&lt;br /&gt;
* L. W. Jones: &amp;#039;&amp;#039;The Population Of Borneo – A study of the peoples of Sarawak, Sabah and Brunei&amp;#039;&amp;#039;. University of London, 1966, Nachdruck 2007: Opus Publications, ISBN 978-983-3987-08-5.&lt;br /&gt;
* G. P. Murdock: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Atlas: A Summary&amp;#039;&amp;#039;. The University of Pittsburgh Press, Pittsburgh 1967.&lt;br /&gt;
* J. Staal: &amp;#039;&amp;#039;The Dusuns of North Borneo. Their Social Life.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anthropos&amp;#039;&amp;#039;, 18–19, 1923, S. 958–977&lt;br /&gt;
* [[Owen Rutter]]: &amp;#039;&amp;#039;British North Borneo – An Account of its History, Ressources and Native Tribes&amp;#039;&amp;#039;. Constable &amp;amp; Company, London 1922; {{archive.org |cu31924023151933 |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
* W. H. Treacher: &amp;#039;&amp;#039;British Borneo – Sketches of Brunai, Sarawak, Labuan and North Borneo&amp;#039;&amp;#039;. Government print department, Singapore 1891; {{archive.org |yonderyo00gavarich |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
* K. G. Tregonning: &amp;#039;&amp;#039;A History Of Modern Sabah (North Borneo 1881–1963)&amp;#039;&amp;#039;. 2. Ausgabe. University of Malaya Press, Kuala Lumpur 1965, Reprint 1967; {{archive.org |historyofmoderns0000treg |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
* Thomas Rhys Williams: &amp;#039;&amp;#039;The Dusun: A North Borneo Society&amp;#039;&amp;#039;. Holt, Rinehart and Winston, New York 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie auf Borneo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Malaysia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kadazandusun]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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