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	<title>Duris von Samos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T18:28:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Duris_von_Samos&amp;diff=1088057&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Helium-5 am 3. August 2025 um 01:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-03T01:08:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Duris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Δοῦρις|Doúris}}; * um 330 v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf Sizilien) war ein [[Geschichte der Geschichtsschreibung#Antike|antiker griechischer Geschichtsschreiber]] und Schriftsteller des beginnenden [[Hellenismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über Duris ist nur wenig bekannt, da die Überlieferung spärlich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Franca Landucci Gattinoni: &amp;#039;&amp;#039;Duride di Samo.&amp;#039;&amp;#039; Rom 1997, S. 9ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Familie stammte aus [[Samos]]; sein Vater hieß Skaios, und Duris hatte zumindest zwei Brüder: Lynkeus und Lysagoras. Er wurde in der Exilzeit geboren, nachdem die Athener unter [[Timotheos (Staatsmann)|Timotheos]] die Insel 366/365 v. Chr. erobert und in eine [[Kleruch]]ie verwandelt hatten; der genaue Zeitpunkt seiner Geburt ist unbekannt. Es wird angenommen, dass sich die Familie nach Sizilien flüchtete und Duris auch dort geboren wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Duris 320/321 v.&amp;amp;nbsp;Chr. mit seiner Familie nach Samos zurückkehrte, kam es zu Konflikten zwischen den neuen und den früheren Landbesitzern. Duris’ Vater Skaios übernahm in dieser Krise eine entscheidende Rolle, und es bildete sich zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt eine Art [[Tyrannis]] mit Skaios an der Spitze heraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bruder namens Lynkeus war Ende des 4. Jahrhunderts Schüler des [[Theophrastos von Eresos|Theophrast]] an der von [[Aristoteles]] gegründeten [[Peripatos|peripatetischen]] Schule in Athen; ob Duris dort ebenfalls studierte, ist in der neueren Forschung umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew Dalby: &amp;#039;&amp;#039;The Curriculum Vitae of Duris of Samos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Classical Quarterly]].&amp;#039;&amp;#039; New Series, Bd. 41, 1991, S. 539–541.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Duris trat zu einem unbekannten Zeitpunkt die Nachfolge seines Vaters als Tyrann von Samos an, was er vermutlich blieb, bis die Insel 281 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an König [[Ptolemaios II.]] überging. Man geht aufgrund einer Bemerkung bei [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] (Plinius, &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 8,40) davon aus, dass Duris in diesem Jahr noch lebte und an einem Werk schrieb. Eventuell fungierte Duris auch weiterhin als Machthaber, da sein Bruder Lynkeus ein Gastfreund von Ptolemaios war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Seine umfangreichen Schriften sind nur in Fragmenten erhalten. Das Hauptwerk ist eine Geschichte der Zeit von [[Philipp II. (Makedonien)|Philipp II.]] bis [[Demetrios I. Poliorketes|Demetrios Poliorketes]] (281 v.&amp;amp;nbsp;Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zusammenfassend Klaus Meister: &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Geschichtsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1990, S. 96ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es umfasste mindestens 23 Bücher, war in der Tendenz anti-makedonisch und ist unter verschiedenen Titeln bekannt: &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἰστορίαι|Historíai}}), &amp;#039;&amp;#039;Hellenika&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἑλληνικά|Hellēniká}}) und &amp;#039;&amp;#039;Makedonika&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Μακεδονικά|Makedoniká}}). Duris übte bereits im Vorwort Kritik an verschiedenen anderen Geschichtsschreibern (darunter [[Ephoros von Kyme]] und [[Theopompos]]) und war der Ansicht, die Geschichtsschreibung müsse durch einen tragischen Stil und Nachahmung (&amp;#039;&amp;#039;Mimesis&amp;#039;&amp;#039;) den Leser fesseln. Diese Darstellungsweise wird in der Forschung oft als „tragische Geschichtsschreibung“ bezeichnet, doch ist der Begriff eher unpassend;&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Meister: &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Geschichtsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1990, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Gegenrichtung ist die sogenannte „pragmatische Geschichtsschreibung“ ([[Polybios]]). Insofern ist Duris nicht nur als Geschichtsschreiber, sondern auch hinsichtlich der von ihm entwickelten historiographischen Darstellungsweise von Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Lendle: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die griechische Geschichtsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1992, S. 185–189.&amp;lt;/ref&amp;gt; Duris hätte demnach anscheinend der kunstvollen Schilderung oft größeren Wert beigemessen als der Genauigkeit der Darstellung; schon in der Antike wurde sein Stil hinsichtlich der „Sensationslust“ kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch, &amp;#039;&amp;#039;Perikles&amp;#039;&amp;#039; 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sensationelle als Darstellungsform war keineswegs völlig neu, sondern findet sich bereits bei früheren Geschichtsschreibern seit [[Herodot]]; man kann aber das Werk des Duris durchaus als „Sensationshistorie“ bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Meister: &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Geschichtsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1990, S. 99f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren schrieb Duris mehrere andere Werke,&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Lendle: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die griechische Geschichtsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1992, S. 182; Klaus Meister: &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Geschichtsschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1990, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; so eine Geschichte seiner Heimat Samos und ein Werk über [[Agathokles von Syrakus]] in vier Büchern. Hinzu kommen literaturgeschichtliche und kunsthistorische Abhandlungen mit Titeln wie &amp;#039;&amp;#039;Über die Tragödie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Über die Malerei&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Über die Wettkämpfe&amp;#039;&amp;#039;, doch sind diese faktisch verloren gegangen. Seine Schriften werden von [[Diodor]], [[Plutarch]] und [[Athenaios]] mehrmals zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erhaltenen Fragmente sind in [[Felix Jacoby]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Fragmente der griechischen Historiker]]&amp;#039;&amp;#039; (FrGrHist) ediert (Nr. 76).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersichtsdarstellungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Carlo Scardino]]: &amp;#039;&amp;#039;Duris von Samos.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernhard Zimmermann (Philologe)|Bernhard Zimmermann]], [[Antonios Rengakos]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der griechischen Literatur der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Literatur der klassischen und hellenistischen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-61818-5, S. 645–647.&lt;br /&gt;
* [[Walter Spoerri]]: &amp;#039;&amp;#039;Douris de Samos.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Richard Goulet]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, CNRS Éditions, Paris 1994, ISBN 2-271-05195-9, S. 899–913.&lt;br /&gt;
* {{RE|V,2|1853|1856|Duris 3|[[Eduard Schwartz]]|RE:Duris 3}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einführungen und Untersuchungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Robert Barnett Kebric: &amp;#039;&amp;#039;In the shadow of Macedon: Duris of Samos.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Wiesbaden 1977, ISBN 3-515-02575-8.&lt;br /&gt;
* Franca Landucci Gattinoni: &amp;#039;&amp;#039;Duride di Samo.&amp;#039;&amp;#039; L’Erma di Bretschneider, Rom 1997, ISBN 88-7062-985-6.&lt;br /&gt;
* [[Otto Lendle]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die griechische Geschichtsschreibung. Von Hekataios bis Zosimos.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-10122-7, S. 181–189.&lt;br /&gt;
* Paul Pédech: &amp;#039;&amp;#039;Trois historiens méconnus: Théopompe, Duris, Phylarque.&amp;#039;&amp;#039; Les Belles Lettres, Paris 1989, ISBN 2-251-32637-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118528289|LCCN=n/90/715645|VIAF=89474613}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Duris #Samos}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 4. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 4. oder 3. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Duris von Samos&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Historiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 330 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Jahrhundert v. Chr. oder 3. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Helium-5</name></author>
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