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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Durchschlagskraft</id>
	<title>Durchschlagskraft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T22:44:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Durchschlagskraft&amp;diff=599517&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Asperatus: wl</title>
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		<updated>2025-11-24T23:25:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Newton Durchschlagskraft.png|mini|1. Geschoss; 2. Zielmaterial; 3. Eindringtiefe nach Newton; 4. Länge des Geschosses (L); 5. Geschwindigkeit (V)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Durchschlagskraft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Durchschlagkraft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Fähigkeit eines einschlagenden Objekts, im Einschlagsziel einen bestimmten Weg zurückzulegen, bevor es gestoppt wird. Falls das Objekt einen eigenen Antrieb, z. B. Raketenantrieb, hat, ist damit der Weg bis zu dem Punkt gemeint, bei dem sich die Vortriebskraft und die Bremswirkung des Mediums in einem Gleichgewicht befinden. Diese Fähigkeit wird gemeinhin als &amp;#039;&amp;#039;Durchschlagskraft&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Durchschlagsleistung&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, auch wenn es sich um keine [[Kraft|Kräfte]] und [[Leistung (Physik)|Leistungen]] im Sinne der physikalischen Größen handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Penetration (Militärtechnik)|Penetration von Panzerungen]] durch ein [[Projektil]] bzw. durch seine Bewegungsenergie ist ein zentrales Forschungsthema der [[Wehrtechnik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchschlagskraft nach Newton ==&lt;br /&gt;
Die Näherungslösung von Newton für die Durchschlagskraft von Geschossen wird in vielen Standard-Lehrbüchern der Physik behandelt, zum Beispiel in &amp;#039;&amp;#039;Gerthsen Physik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Meschede]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Gerthsen Physik]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Auflage, Springer Verlag, ISBN 3-540-02622-3), oder 25. Auflage (2015), Seite 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zu erwartende Tiefe des Eindringens in Gase und Flüssigkeiten kann nach [[Isaac Newton|Newton]] unter Vernachlässigung einiger der zahlreichen in der Praxis wirksamen Parameter abgeschätzt werden. Als einzige Parameter werden die Dichte des Mediums sowie die Dichte und die Länge des Impaktors betrachtet. Es wird auch&lt;br /&gt;
vorausgesetzt, dass der Impaktor seine Form nicht ändert und dass das Medium ein strukturloses [[Fluid]] ist. Die Form des Impaktors und andere [[Aerodynamik|aero-]] und [[Hydrodynamik|hydrodynamische]] Effekte beim Verdrängen des Mediums bleiben unberücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Bedingungen dringt ein Impaktor so viele Male seiner eigenen Länge in ein Medium ein, wie seine Dichte im Verhältnis größer ist als die des Mediums. Auf dieser Strecke verdrängt er eine Masse, die seiner eigenen entspricht und überträgt seinen Impuls vollständig an das Medium:&lt;br /&gt;
: Eindringtiefe &amp;lt;math&amp;gt;L = l \cdot \frac{\rho_i}{\rho_m}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;l&amp;lt;/math&amp;gt; Länge des Impaktors&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\rho_i&amp;lt;/math&amp;gt; Dichte Impaktor&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\rho_m&amp;lt;/math&amp;gt; Dichte Medium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Voraussetzungen spielt die Auftreffgeschwindigkeit keine Rolle. Der Impuls des Impaktors wird durch Verdrängung einer Masse aufgebraucht, deren Wert nach dem [[Impulserhaltungssatz]] in einem festen Verhältnis zur Masse des Impaktors, also einer geschwindigkeitsunabhängigen Größe, steht. Zur Veranschaulichung können Billardkugeln angeführt werden, bei denen eine vollständige Impulsübertragung bei frontalem [[Stoß (Physik)|Stoß]] ebenfalls&lt;br /&gt;
unabhängig von der Geschwindigkeit erfolgt. In Festkörpern bleibt der Impaktor nach vollständigem Übertragen des Impulses stehen. In Fluiden bewegt er sich durch äußere Kräfte, wie die Schwerkraft, weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Auftreffen auf einen Festkörper wird bei der Abschätzung davon ausgegangen, dass der Impaktor durch den Druck beim Aufprall die Festigkeitsgrenze des Materials verlustfrei überwindet, so dass auch hier vereinfacht von einer Verdrängung nach den Gesetzen der [[Fluiddynamik]] ausgegangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchschlagskraft in der Praxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sabot separating.gif|mini|Panzerbrechendes APFSDS-Geschoss mit hoher [[Querschnittsbelastung]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:30mm DU slug.jpg|mini|Urankern der Munition einer [[GAU-8/A Avenger]], Länge ca. 10 cm.]]&lt;br /&gt;
Beim Militär ist die Durchschlagskraft bei der Bekämpfung von beschussgeschützten Zielen ([[Hartziel#Hartziel|Hartziele]]) von Bedeutung. Die Durchschlagskraft wird oft in [[RHA]] (englisch: rolled homogeneous armour = gewalzte homogene Panzerung) angegeben. Geschosse für die Bekämpfung solcher Ziele sind unter Beachtung der Zusammenhänge konstruiert, die die Durchschlagskraft bestimmen. Da die Durchschlagskraft direkt von der [[Dichte]] und dem Verhältnis von Länge und Durchmesser abhängt, enthalten zum Beispiel [[Wuchtgeschoss]]e einen möglichst lang ausgeformten Kern aus einem dichten, harten Material, oder es sind spezielle pfeilförmige, unterkalibrige [[Wuchtgeschoss#APFSDS|APFSDS-Geschosse]] mit [[Treibspiegel]]. Als Materialien werden u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wolframcarbid]] oder abgereichertes Uran ([[Uranmunition]]) verwendet, die eine hohe Dichte bei geringer Verformbarkeit aufweisen. Um die Festigkeitsgrenze von [[Panzerung]]en zu überwinden, werden sie mit möglichst hoher [[Mündungsgeschwindigkeit]] abgefeuert. Zusätzlich zur reinen Impulsbetrachtung nach Newton kann die Durchschlagskraft bei Panzerungen auch mit Hilfe der [[Panzerformel]] abgeschätzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Einsatz in [[Infanterie]]waffen gibt es Munition mit verbesserter Durchschlagswirkung. Die Durchschlagskraft wird dabei vor allem durch den Einsatz von harten Geschossmaterialien erhöht, die beim Auftreffen auf ein gepanzertes Ziel oder auf eine [[Beschusshemmende Weste|Schutzweste]] nur gering deformiert werden. Die Geschosse können massive [[Messing]]geschosse sein oder, wie etwa bei den Geschossen der Patrone [[5,45 x 39 mm|5,45 × 39]], einen gehärteten Stahlkern enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschlagswirkung in weichen Zielmedien ([[Hartziel#Weichziel|Weichziele]]) hängt von zahlreichen [[Zielballistik|zielballistischen]] Faktoren ab. [[Vollmantelgeschoss|Vollmantel-]] und Massivgeschosse können sich durch die [[Präzession]] des Geschosses, die direkt nach dem Abschuss am höchsten ist und dann abnimmt, nach dem Eindringen ins Zielmedium überschlagen und unter Umständen zerbrechen, was die Eindringtiefe kaum vorhersehbar beeinflusst. Durch die Abnahme der Präzession bei steigender Schussentfernung und die dadurch verringerte Neigung zum Überschlagen kann die Durchschlagswirkung bei abnehmender Auftreffgeschwindigkeit zunächst zunehmen. Die Bewegung von [[Teilmantelgeschoss|Deformationsgeschossen]] kann durch das Aufpilzen nach dem Eindringen ins Ziel auch bei hoher Geschwindigkeit stabil bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eisnecker, Finze, Hocke, Skrobanek: Kammer-Diener, 120 Jahre 8x57, [[Visier (Zeitschrift)|Visier, internationales Waffenmagazin Ausgabe]] 12/2008, S. 6–18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den großen Querschnitt des deformierten Geschosses wird die Bewegungsenergie schnell an das Zielmedium abgegeben, wodurch sich die Durchschlagswirkung verringert. Eine hohe Energieabgabe im Ziel wird in der Regel beim [[Jagd|jagdlichen]] Einsatz angestrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Durchschlagswirkung [[Panzerabwehrwaffe|panzerbrechender Waffen]] mit [[Hohlladung]] hängt von der Dichte und der Form des penetrierenden Metallstrahls ab. Bei der Explosion der Ladung entsteht aus der Metalleinlage durch Kaltverformung ein Metallstrahl, der eine möglichst große Länge und Dichte aufweisen sollte. Wegen der hohen Geschwindigkeit des Strahls von bis über 10&amp;amp;nbsp;km/s ist die Härte des Materials nebensächlich, da bei dieser Auftreffgeschwindigkeit die [[Fließgrenze]] jedes Materials überschritten wird. Ausschlaggebend ist somit die Dichte, weshalb u.&amp;amp;nbsp;a. [[Kupfer]] und [[Tantal]] als Metalleinlage zum Einsatz kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Freifallgeschwindigkeit}}Die Regel nach Newton bestimmt auch, welche Größe [[Meteorit]]en haben müssen, um nicht auf Geschwindigkeiten von 150–300&amp;amp;nbsp;km/h (je nach Form) abgebremst zu werden, bevor sie die Erdoberfläche erreichen.&lt;br /&gt;
Die Dichte von Luft, gemittelt auf die Höhe, in der die Bremswirkung der Atmosphäre einsetzt (ca. 70&amp;amp;nbsp;km), beträgt etwa 1,75·10&amp;lt;sup&amp;gt;−4&amp;lt;/sup&amp;gt; g/cm³ &amp;lt;!-- die Luftmenge über einem cm² Erdoberfläche lässt sich zu etwa 1m³ ableiten --&amp;gt;. Ein Steinmeteorit mit einem Verhältnis Länge zu Durchmesser von 1:1 und einer typischen Dichte von 3,4&amp;amp;nbsp;g/cm³ muss demnach eine Größe von mindestens etwa 3,6 Meter haben, um die Erdoberfläche mit einer Geschwindigkeit größer als die o.&amp;amp;nbsp;g. Geschwindigkeit zu erreichen, da das Dichteverhältnis etwas unter 1:20.000 liegt. Eisenmeteoriten mit einer typischen Dichte von 7,8&amp;amp;nbsp;g/cm³ werden ab einer Größe von etwa 1,5&amp;amp;nbsp;m nicht mehr auf die Freifallgeschwindigkeit abgebremst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezielle Geschosse wie [[Bunker Buster]] können eingesetzt werden, um stark verbunkerte Anlagen zu zerstören. Nach der hier beschriebenen Näherungsformel lässt sich für einen massiven Urankörper (Dichte um 19&amp;amp;nbsp;g/cm³) von 1 m Länge eine Eindringtiefe von mehr als 6&amp;amp;nbsp;m in Stein (Dichte etwas mehr als 3&amp;amp;nbsp;g/cm³) vorhersagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Ballistik |TitelErg=Theorie und Praxis |Auflage=2. |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin |Datum=2022 |ISBN=978-3-662-64792-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Handbuch Geschosse |TitelErg=Ballistik, Treffsicherheit, Wirksamkeit, Messtechnik |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2024 |ISBN=978-3-662-69017-8 |Kommentar=Neuauflage des Buches Geschosse Gesamtausgabe}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Geschosse |TitelErg=Ballistik, Messtechnik, Wirksamkeit, Treffsicherheit (Gesamtausgabe) |Verlag=Dietikon, Motorbuch, Stocker-Schmid |Datum=2013 |ISBN=978-3-613-30666-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Wundballistik |TitelErg=Grundlagen und Anwendungen |Auflage=4. |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin |Datum=2022 |ISBN=978-3-662-64858-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachsprache (Waffentechnik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Asperatus</name></author>
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