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	<title>Durchgangsstraße IV - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T01:12:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Durchgangsstra%C3%9Fe_IV&amp;diff=1823810&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Leerzeichen korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-14T13:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Leerzeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Durchgangsstraße IV&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;DG IV&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Dg. 4&amp;#039;&amp;#039;, auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rollbahn Süd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Straße der [[Schutzstaffel|SS]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war die Bezeichnung für eine 2175 km lange [[Fernverkehr]]sstrecke, die nach dem deutschen [[Unternehmen Barbarossa|Überfall auf die Sowjetunion]] von Berlin durch die besetzten Gebiete der Sowjetunion bis in den [[Kaukasus]] führen sollte. Als Hauptnachschublinie für die [[Heeresgruppe Süd]] war der Ausbau der Durchgangsstraße von zentraler strategischer Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tanja Penter]]: [https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/18009/1/Penter_Arbeiten_fuer_den_Feind_in_der_Heimat.pdf &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten für den Feind in der Heimat – der Arbeitseinsatz in der besetzten Ukraine 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039;] S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die DG IV führte von [[Breslau]] über [[Katowice|Kattowitz]], [[Przemyśl]], [[Lwiw|Lemberg]], [[Ternopil]] (Tarnopol), [[Winnyzja|Winnitza]], [[Dnipro|Dnjepropetrowsk]] und [[Kropywnyzkyj|Kirowograd]] bis nach [[Donezk|Stalino]] (Donezk).&amp;lt;ref&amp;gt;Conrad Kunze: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland als Autobahn – Eine Kulturgeschichte von Männlichkeit, Moderne und Nationalismus.&amp;#039;&amp;#039; Transcript 2022, S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei setzte sie die Strecke der [[Reichsautobahn]]en 60 bis 63 von Berlin bis [[Gliwice|Gleiwitz]] fort. Sie sollte später über [[Taganrog]] in den [[Kaukasus]] führen. Die [[Ukraine|ukrainische]] Fernstraße [[M 12 (Ukraine)|M 12]] nutzt den Streckenverlauf der vormaligen DG IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dienstbuch Organisation Todt.jpg|mini|links|Dienstbuch eines Bauingenieurs mit Auszug aus den Einsatzstellen in der Einsatzgruppe „Rußland-Süd“]]&lt;br /&gt;
Die Bauleitung oblag der [[Organisation Todt]], die private Firmen mit der Durchführung beauftragte. Als Arbeitskräfte waren zunächst [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges#Sowjetische Soldaten in deutschem Gewahrsam|sowjetische Kriegsgefangene]] vorgesehen, bald nach Beginn der Arbeiten im Sommer 1941 wurden aber auch [[Zwangsarbeiter]], vor allem jüdische Einwohner [[Galizien]]s, herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sicherung der Strecke und zur Bewachung der Zwangsarbeiter richtete der [[SS- und Polizeiführer|Höhere SS- und Polizeiführer „Rußland-Süd“]] ein eigenes Kommando für die DG IV ein. Einheiten der Ordnungspolizei und sogenannte [[Schutzmannschaft (Nationalsozialismus)|Schutzmannschaften]], bestehend aus [[Lettland|lettischen]], [[Litauen|litauischen]] und [[Ukraine|ukrainischen]] Hilfspolizisten, wurden dafür abkommandiert. Entlang der Strecke wurden zahlreiche kleinere und größere Zwangs[[arbeitslager]] errichtet, die der Kontrolle der [[Schutzstaffel|SS]] unterlagen. Die DG IV war Bestandteil des Programms [[Vernichtung durch Arbeit]]; mehr als 25.000 jüdische Zwangsarbeiter wurden zwischen 1942 und 1944 im Bereich der Streckenführung ermordet. Dort kamen auch die Eltern des Lyrikers [[Paul Celan]] ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Abschnitt zwischen [[Hajssyn|Gaissin]] und [[Uman]] kam die Bewachung der Zwangsarbeitslager der SS-Bauabschnittsleitung von Gaissin zu. Vorsteher dieser SS-Bauabschnittsleitung von Mai bis Oktober 1942 war der SS-Hauptsturmführer [[Franz Christoffel]], anschließend bis April 1943 der SS-Untersturmführer [[Oskar Friese]]. Christoffel und Friese gehören mit SS-Obersturmbannführer [[Bernhard Maaß]] zu den „Hauptakteuren der Ausrottung“ der Juden am Abschnitt von Gaissin.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hauster.de/data/Mikhailivka.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mykhaililivka: Camp to village&amp;#039;&amp;#039;. By Marie Moutier, S. 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Abschnitt östlich von [[Lwiw|Lemberg]] existierten mehrere Arbeitslager, darunter ein Lager in [[Kurowytschi]] bei  [[Hlynjany]] im [[Rajon Solotschiw (Lwiw)|Rajon Solotschiw]], zeitweise unter dem Kommando von [[SS-Unterscharführer]] [[Ernst Epple]]. Über die Arbeits- und Lagerbedingungen und die dort begangenen Grausamkeiten und Verbrechen der Lagermannschaften legte [[Eliyahu Yones]] als Überlebender 1954 Zeugnis ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Aufarbeitung nach 1945 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2004-1216-501, Russland, OT, Juden bei Strassenbau.jpg|mini|Bewaffneter der Organisation Todt beaufsichtigt zwei jüdische Zwangsarbeiter beim Straßenbau bei [[Hrodna|Grodno in Weißrussland]], nicht DG IV (1941).]]&lt;br /&gt;
Ab den 1960er Jahren ermittelte die [[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen]] in [[Ludwigsburg]] 70 Beschuldigte, von denen in 39 Fällen der Aufenthaltsort ausfindig gemacht werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wenzel&amp;quot;&amp;gt;[[Mario Wenzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeitslager für Juden in den besetzten polnischen und sowjetischen Gebieten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 9. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Staatsanwaltschaft Lübeck bereitete 1967 einen Prozess beim [[Landgericht Itzehoe]] vor, für den 1.500 Zeugen verhört (davon 100 überlebende Juden in Israel) und 39 Beschuldigte ermittelt wurden, einer davon war Christoffels Stellvertreter Oskar Friese. Christoffel war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Den Anstoß dafür gab der autobiographische Bericht des Malers [[Arnold Daghani]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sozialdemokratischer Pressedienst]] (Hrsg.): [http://library.fes.de/spdpd/1967/670329.pdf &amp;quot;Das Grab im Kirschgarten.&amp;quot;] Bonn, P/XXII/60, 29. März 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnold Daghani]]: &amp;#039;&amp;#039;The Grave is in the Cherry Orchard.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ADAM International Review.&amp;#039;&amp;#039; 1961 No. 291–293.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen 10 weitere Personen führten ab 1970 verschiedene Staatsanwaltschaften die Verfahren weiter. Die Ermittlungen gegen die Hauptverantwortlichen wurden eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wenzel&amp;quot; /&amp;gt; Der Leiter des Lagers in [[Mychajliwka (Winnyzja)|Michailowka]], in dem die Dichterin [[Selma Meerbaum-Eisinger]] ums Leben kam, war der SS-Unterscharführer Walter Mintel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Serke]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte einer Entdeckung.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Serke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Selma Meerbaum-Eisinger. Ich bin in Sehnsucht eingehüllt. Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 1980, ISBN 3-455-04790-4, S. 5–33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Wissenschaftliche Literatur&lt;br /&gt;
* [[Andrej Angrick]]:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Annihilation and Labor: Jews and Thoroughfare IV in Central Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ray Brandon]], [[Wendy Lower]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Shoah in Ukraine. History, Testimony, Memorialization.&amp;#039;&amp;#039; Indiana University Press, Bloomington 2008, ISBN 978-0-253-35084-8, S. 190–223.&lt;br /&gt;
** [https://www.yadvashem.org/odot_pdf/Microsoft%20Word%20-%203208.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Escalation of German-Rumanian Anti-Jewish Policy after the Attack on the Soviet Union, June 22, 1941.&amp;#039;&amp;#039;] Yad Vashem Studies, Bd. XXVI, Jerusalem 1998, S. 203–238.&lt;br /&gt;
** [https://www.ushmm.org/m/pdfs/Publication_OP_2004-02.pdf &amp;#039;&amp;#039;Forced Labor along the “Straße der SS”.&amp;#039;&amp;#039;] pdf, In: &amp;#039;&amp;#039;Forced and Slave Labor in Nazi-Dominated Europe.&amp;#039;&amp;#039; United Holocaust Memorial Museum, 2004, S. 83–93.&lt;br /&gt;
* [[G. H. Bennett|George Henry Bennett]]: &amp;#039;&amp;#039;The Nazi, the painter, and the forgotten story of the SS road.&amp;#039;&amp;#039; Reaktion Books, London 2012, ISBN 978-1-86189-909-5.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Benz]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des Nationalsozialismus]]&amp;#039;&amp;#039;. Stichwort &amp;#039;&amp;#039;DG 4.&amp;#039;&amp;#039; S. 431–432.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=66803923 |Autor=[[John Goetz]], [[Wiebke Hollersen]] |Titel=Felder der Erinnerung |Jahr=2009 |Nr=37 |Datum=2009-09-07 |Seiten=45–47}}&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kaienburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Arbeitslager an der „Straße der SS“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;1999 – Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1/96. Hamburger Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts (Hrsg.) Janus Verlagsgesellschaft, Köln 1996.&lt;br /&gt;
* [[Wendy Lower]]: &amp;#039;&amp;#039;Nazi Empire-Building and the Holocaust in the Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; The University of North Carolina Press 2005, ISBN 0-8078-2960-9.&lt;br /&gt;
* [[Olga Radchenko]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit von Juden im Straßenbau zwischen Uman und Kirowograd, 1942–1943&amp;#039;&amp;#039; http://www.holocaust.kiev.ua/Files/golSuch2005/Olga_Radchenko_1_17_2019.pdf&lt;br /&gt;
* [[Thomas Sparr]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Todesfuge]]. Biographie eines Gedichts.&amp;#039;&amp;#039; Mit zahlreichen Abbildungen und Faksimiles. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2020, ISBN 978-3-421-04787-8.&lt;br /&gt;
* Siegfried Wolf: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.via-regia.org/bibliothek/pdf/S.Wolf.Durchg.4.pdf Durchgangsstr. IV]&amp;#039;&amp;#039; (PDF, 3 S.)&lt;br /&gt;
* [[Petru Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;Regime Changes, Public Memory and the Pursuit of Justice: The Case of German-Speaking Jews in Bukovina (1920–1960).&amp;#039;&amp;#039; Doktorarbeit an der Universität Sussex (Großbritannien), 223 S. http://doktori.bibl.u-szeged.hu/id/eprint/10323/25/weber.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Autobiographische Berichte der Zwangsarbeit&lt;br /&gt;
* [[Arnold Daghani]]: &amp;#039;&amp;#039;The Grave is in the Cherry Orchard.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ADAM International Review.&amp;#039;&amp;#039; 1961 No. 291–293.&lt;br /&gt;
* Arnold Daghani: &amp;#039;&amp;#039;Arnold Daghani&amp;#039;s Memories of Mikhailowka: The Illustrated Diary of a Slave Labour Camp Survivor&amp;#039;&amp;#039;. Vallentine Mitchell, London 2009, ISBN 978-0-85303-639-5.&lt;br /&gt;
* [[Eliyahu Yones]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Straße nach Lemberg. Zwangsarbeit und Widerstand in Ostgalizien 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Hebr. übers. im Auftr. der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Verfolgung der NS-Verbrechen, Ludwigsburg. Bearbeitet von [[Susanne Heim]]. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-14258-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaust in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernstraße in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernstraße in Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Kriegsverbrechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Sowjetischer Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Einrichtung (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärlogistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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