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	<title>Durchgangslager 39 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T03:30:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Durchgangslager_39&amp;diff=1627079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Gabriella Hauch; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-04-11T16:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Gabriella Hauch; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Durchgangslager 39&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der Stadt [[Linz]] in [[Oberösterreich]] war eines von mehreren Dutzend [[Durchgangslager (Zwangsarbeiterlager)|Durchgangslagern]] im [[NS-Staat|Deutschen Reich]], das von den Landesarbeitsämtern im Nationalsozialismus u. a. zur [[Internierung]] und „Abfertigung“ von ausländischen [[Zivilarbeiter]]n genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Errichtung und ursprünglicher Zweck ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Durchgangslager 39&amp;#039;&amp;#039;, das aufgrund seiner Lage im Linzer Stadtteil [[Bindermichl-Keferfeld|Bindermichl]] auch &amp;#039;&amp;#039;Durchgangslager Bindermichl&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde, wurde 1942 durch das Arbeitsamt Linz von den [[Reichswerke Hermann Göring|Reichswerken Hermann Göring]] käuflich erworben. Das Lager bestand ursprünglich aus zwölf Baracken mit einer Belegungszahl von rund 1300 Personen, nach dem Verkauf an das Arbeitsamt wurde die Zahl jedoch auf rund 1800 Personen erhöht. So wie in zahlreichen anderen Durchgangslagern wurden auch im Lager Bindermichl ausländische Zivilarbeiter, die aus ihren Heimatländern mit Gewalt oder „freiwillig“ zur Arbeit im Deutschen Reich gebracht wurden, medizinisch untersucht, [[Desinfektion|desinfiziert]] und entlaust. Anschließend erfolgte die Abholung der [[Zwangsarbeiter]] durch ihre späteren Arbeitgeber (z.&amp;amp;nbsp;B. Bauern oder Firmen).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gabriella Hauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder: Zum Geschlecht der Zwangsarbeit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Oliver Rathkolb]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Standort Linz der Reichswerke Hermann Göring AG Berlin, 1938–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit – Sklavenarbeit: Politik-, sozial- und wirtschaftshistorische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Wien / Köln / Weimar 2001, S. 370–371.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwangere Zwangsarbeiterinnen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch schwangere polnische und sowjetische Zwangsarbeiterinnen wurden während ihrer „[[Mutterschutz]]“-Zeit von (formal) zwei Wochen vor und sechs Wochen nach der Geburt ihres Kindes im Durchgangslager untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriella Hauch: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder: Zum Geschlecht der Zwangsarbeit&amp;#039;&amp;#039;. In: Oliver Rathkolb (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Standort Linz der Reichswerke Hermann Göring AG Berlin, 1938–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit – Sklavenarbeit: Politik-, sozial- und wirtschaftshistorische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Wien / Köln / Weimar 2001, S. 418.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sollte ein [[Schwangerschaftsabbruch]] in einer Klinik durchgeführt werden, wurden diese Frauen ebenfalls zuvor in das Lager gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriella Hauch: &amp;#039;&amp;#039;Ostarbeiterinnen – Vergessene Frauen und ihre Kinder&amp;#039;&amp;#039;. In: Fritz Mayrhofer, Walter Schuster (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus in Linz II.&amp;#039;&amp;#039; Linz 2001, S. 1285.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise gab es sogar im Lager eine gesonderte Baracke für Abtreibungen und Entbindungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Rafetseder]]: &amp;#039;&amp;#039;Der &amp;#039;Ausländereinsatz&amp;#039; zur Zeit des NS-Regimes am Beispiel der Stadt Linz&amp;#039;&amp;#039;. In: Fritz Mayrhofer, Walter Schuster (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus in Linz II.&amp;#039;&amp;#039; Linz 2001, S. 1175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Ausländerkinder-Pflegestätte|Fremdvölkische Kinderheime]]“ bestanden auf dem Gebiet von Oberösterreich im „Lindenhof“ in [[Spital am Pyhrn]], im [[Schloss Windern]] bei [[Desselbrunn]], in einem Haus an der Straße &amp;#039;&amp;#039;Eglsee 6&amp;#039;&amp;#039; in [[Burgkirchen (Oberösterreich)|Burgkirchen bei Braunau]],&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Mayrhofer: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus in Linz II.&amp;#039;&amp;#039; Linz 2001, S. 1305–1306 ([https://books.google.at/books?id=2cRnAAAAMAAJ&amp;amp;q=%22eglsee%22+%22nationalsozialismus%22&amp;amp;dq= Google Buch]).&amp;lt;/ref&amp;gt; in Wilhelming bei [[Utzenaich]], im Waldschloss Schardenberg und im [[Schloss Etzelsdorf]] in [[Pichl bei Wels]]. In letztgenanntem Heim starben 13 Kinder an mangelnder Pflege und Ernährung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Gansinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach der Mutter - Kinder von Zwangsarbeiterinnen in der NS-Zeit wissen wenig über ihr Woher&amp;#039;&amp;#039;. Kirchenzeitung der Diözese Linz, Ausgabe 2004/48 ({{Webarchiv |url=http://www.kirchenzeitung.at/index.php?id=28&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=54067&amp;amp;cHash=9b37ff5fe56ff9033a8fe3b9952e6f29 |text=Online |wayback=20160130125744}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankensammellager bzw. Sterbelager und Verlegungen von Kranken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Durchgangslager 39 dürfte ab Herbst 1942 auch als Krankensammellager genützt worden sein. Nachdem die Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Betreuung sowie die hygienischen Verhältnisse wie in ähnlichen Lagern völlig unzureichend gewesen sein dürften, wurden hunderte als &amp;quot;rassisch minderwertig&amp;quot; deklarierte Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder einem qualvollen Tod preisgegeben. Von September 1942 bis Kriegsende verstarben im Lager mehr als 300 – vor allem aus Polen und der Sowjetunion stammende – Personen, rund die Hälfte von ihnen waren Säuglinge und Kleinkinder.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Rachbauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Ermordung von psychisch und physisch kranken ausländischen ZivilarbeiterInnen im Rahmen der NS-&amp;quot;Euthanasie&amp;quot; – unter schwerpunktmäßiger Betrachtung des Gaues Oberdonau&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg, 2009, S. 167ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeitraum von November 1944 bis Ende Jänner 1945 wurden 31 Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in die psychiatrische [[Landesklinikum Mauer|Anstalt Mauer-Öhling]] gebracht, die ab September 1944 als &amp;quot;Sammelstelle&amp;quot; für psychisch kranke Zwangsarbeiter diente. 18 der 31 Personen waren zuvor in der [[Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg|Heil- und Pflegeanstalt Niedernhart]] in Linz eingewiesen. Neun der nach Mauer-Öhling verlegten Personen kamen in der Anstalt zu Tode, der Großteil von ihnen wurde im April 1945 im Rahmen der &amp;quot;dezentralen Euthanasie&amp;quot; ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Rachbauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Ermordung von psychisch und physisch kranken ausländischen ZivilarbeiterInnen im Rahmen der NS-&amp;quot;Euthanasie&amp;quot; – unter schwerpunktmäßiger Betrachtung des Gaues Oberdonau&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg, 2009, S. 139f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1945 befanden sich im Durchgangslager 39 rund 250 Personen, die als &amp;quot;arbeitsunfähig&amp;quot; (etwa aufgrund von &amp;quot;[[Geisteskrankheit]]&amp;quot; oder [[Tuberkulose]]) galten – darunter auch Säuglinge und Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Rachbauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Ermordung von psychisch und physisch kranken ausländischen ZivilarbeiterInnen im Rahmen der NS-„Euthanasie“ – unter schwerpunktmäßiger Betrachtung des Gaues Oberdonau&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit an der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg, 2009, S. 174f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Katharina Gruber |url=https://science.orf.at/stories/3219677/ |titel=Tödliches „Entbindungslager“ für Zwangsarbeiterinnen |werk=science.orf.at |datum=2023-06-09 |abruf=2026-04-10 |abruf-verborgen=ja |kommentar=zum Durchgangslager 39}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Linz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Zwangsarbeitslager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Kriegsverbrechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Voestalpine]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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