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	<title>Dult - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dult&amp;diff=209012&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AxelHH: /* Bekannte Dulten */</title>
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		<updated>2026-03-11T17:38:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekannte Dulten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maidult Passau 2007.jpg|thumb|Maidult in Passau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Augsburg Dult 2014.jpg|mini|Augsburger Frühjahrsdult 2014]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man im südostdeutschen Sprachraum häufig einen [[Jahrmarkt]] mit Volksfestcharakter. Eine Dult kann anlässlich des [[Namenstag]]es eines [[Heiliger|Heiligen]] oder an einem allgemeinen kirchlichen Feiertag stattfinden, wird aber weniger als ein [[Kirchweih]]fest mit dem religiösen Hintergrund in Zusammenhang gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039; gehört zum Wortschatz der [[Bairische Sprache|bairischen Dialektgruppe]] und ist bereits im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert belegt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kluge. [[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]],&amp;#039;&amp;#039; bearbeitet von Elmar Sebold, 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin 2002 (CD-ROM).&amp;lt;/ref&amp;gt; war aber im Mittelalter auch im [[Alemannische Dialekte|Alemannischen]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;XII, Sp.&amp;amp;nbsp;1774–1778; &amp;#039;&amp;#039;[[Badisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Band I, Spalte 590; &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Band II, Spalte 448 und Band VI, Spalte 1786.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein verwandtes Wort &amp;#039;&amp;#039;dulþs&amp;#039;&amp;#039; gibt es im [[Gotische Sprache|Gotischen]], wo es so viel wie „ausgelassenes Fest“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Eduard Christoph Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Berührung der ablautsreihe iu, au, u mit anderen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur|Zeitschrift für deutsches Alterthum]]&amp;#039;&amp;#039;. 5. Bd., 1845, S. 211–234, hier S. 224&amp;amp;nbsp;f., {{JSTOR|20650063}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;DULT.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Georg Friedrich Benecke|G. F. Benecke]], [[Wilhelm Konrad Hermann Müller|W. Müller]], [[Friedrich Zarncke|F. Zarncke]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Leipzig 1854, Sp. 403 ([http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=BMZ&amp;amp;lemid=BD00868 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfred Philipp Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;A Gothic etymological dictionary.&amp;#039;&amp;#039; E.&amp;amp;nbsp;J. Brill, Leiden/Netherlands 1986, ISBN 90-04-08176-3, S.&amp;amp;nbsp;97 ({{Google Buch |BuchID=3iECWCg9TTgC |Seite=97}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Ausdruck geht möglicherweise auf ein [[urgermanisch]]es Wort mit der Bedeutung ‚verharren‘ im Sinne von „ruhen, Feiertag haben“ zurück&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot; /&amp;gt; und kann so mit kirchlichen Feiertagen in Zusammenhang gebracht werden. Das Wort ist vermutlich im Zuge von Missionsbestrebungen in den süddeutschen Raum gelangt, in dessen östlicher Hälfte es bis heute überlebt hat (siehe auch [[Bairische Kennwörter]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich von jeher auf ein jährlich stattfindendes Fest mit kirchlichem Anlass ([[althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;tuld&amp;#039;&amp;#039; „Fest(tag), Feier“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jochen Splett]]: &amp;#039;&amp;#039;Althochdeutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin/New York 1993, Bd.&amp;amp;nbsp;I, 2, 1027.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;tult, dult&amp;#039;&amp;#039; „kirchliches Fest, Jahrmarkt“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Lexer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1872–1878 ([http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/lexer/wbgui?lemmode=lemmasearch&amp;amp;mode=linking&amp;amp;textsize=600&amp;amp;onlist=&amp;amp;word=tult&amp;amp;lemid=LT02431&amp;amp;query_start=1&amp;amp;totalhits=0&amp;amp;textword=&amp;amp;locpattern=&amp;amp;textpattern=&amp;amp;lemmapattern=&amp;amp;verspattern= online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;). Während eines Festes zu Ehren eines Heiligen wurden in der Regel um die ihm geweihte Kirche Stände aufgebaut, um Waren anzubieten. Infolge dieser Tradition entstand das Kirchweihfest an Namenstagen von Heiligen, und die Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039; verlagerte sich zunehmend auf ‚Jahrmarkt‘ mit Betonung des [[volksfest]]haften Charakters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Dulten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Regensburg-Herbstdult2022-8-Asio.JPG|mini|Regensburger Herbstdult 2022]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Auer Dult Mai 2013 - Antiquitäten und Topfmarkt 025.jpg|mini|Verkaufsstand auf der Auer Dult 2013]]&lt;br /&gt;
Als bekannteste Dult gilt heute die [[Auer Dult]], die dreimal jährlich jeweils für neun Tage auf dem Mariahilfplatz im [[München|Münchner]] Stadtviertel [[Au (München)|Au]] stattfindet.&lt;br /&gt;
Die erste Dult, die sogenannte Maidult, beginnt am Samstag vor dem [[1.&amp;amp;nbsp;Mai]], die zweite, die [[Jakobus der Ältere#Gedenktag|Jakobidult]], im Juli und die dritte Dult am Wochenende vor Kirchweih.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.auerdult.de/termine/index.html |wayback=20160730195149 }}{{Abrufdatum |1=2024-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es große, als &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Jahrmärkte auch in [[Augsburger Dult|Augsburg]] (1&amp;amp;nbsp;km lang), [[Gern (Eggenfelden)]], Landshut ([[Bartlmädult]] und [[Frühjahrsdult]]), [[Passau]], [[Altötting]], [[Regensburger Dult|Regensburg]] und [[Forsthart]]. &lt;br /&gt;
Zu den Pfingsttagen finden sogenannte Pfingstdulten statt, etwa in [[Simbach am Inn]], [[Amberg]] und in der Stadt [[Salzburg]], wo die erste Dult aus dem Jahr 1331 belegt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Salzburger Stadtarchiv: [https://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/stadtgeschichte/historische_fotografien/die_salzburger_dult_381091.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Salzburger Dult&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 14. Februar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich bezeichnete dort der Name &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039; früher auch den heute alljährlich im September stattfindenden [[Rupertikirtag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Passauer Dult]], welche heute als zweimal im Jahr stattfindendes, in der Regel zehntägiges Volksfest abgehalten wird, führt dabei zwei Traditionen fort. Die im April/Mai stattfindende, heute größere Maidult steht in der Tradition des erstmals 1666 urkundlich erwähnten &amp;#039;&amp;#039;Krügerlmarkt zu [[Augustinerchorherrenstift St. Nikola (Passau)|St. Nikola]]&amp;#039;&amp;#039;. Die heute im September stattfindende Herbstdult steht in der Tradition der 1164 durch [[Konrad II. von Babenberg|Konrad I.]]  gestatteten vierzehntägigen Jakobidult (zwischen [[Jakobus der Ältere|Jakobi]] und dem [[Stephanus#Gedenktag|Fest der Auffindung der Gebeine des Hl. Stephanus]]), welche auch als das Kirchweihfest des [[Passauer Dom|Doms]] zu verstehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://regiowiki.pnp.de/index.php/Passauer_Dult |wayback=20150505003205 |text=Archivierte Kopie }}{{Abrufdatum |1=2024-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der ältesten bayerischen Dulten ist die [[Förnbach]]er Fraudult an [[Mariä Himmelfahrt]], die 1402 erstmals erwähnt wurde. Die vorerst letzte Dult in Förnbach fand am 21.&amp;amp;nbsp;August 2011 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.donaukurier.de/lokales/kurzmeldungen/pfaffenhofen/Pfaffenhofen-Vorerst-letzte-Frauendult-in-Foernbach;art74363,2457413 |wayback=20150923220342 |text=&amp;#039;&amp;#039;Vorerst letzte Frauendult in Förnbach&amp;#039;&amp;#039; }}{{Abrufdatum |1=2024-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine noch ältere Dult ist die Altöttinger Hofdult, für die das Marktrecht laut einer auf das Jahr 1383 datierten Urkunde im Neuöttinger Stadtmuseum auf acht Tage erweitert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hofdult-altoetting.de/index.php/hofdult-aloetting-geschichte.html |wayback=20220221203619 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-11-29 23:36:03 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihren Ursprung hat die Feierlichkeit zwar in der Weihe des Hochaltars der Altöttinger Stiftskirche, welche zwei Wochen nach Pfingsten des Jahres 1245 stattfand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hofdult-altoetting.de/tl_files/pdf/Erzbischof_v_Salzburg.pdf |wayback=20220221203621 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-11-29 23:36:03 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fest anlässlich der Weihe wurde in der Anfangszeit nicht jährlich wiederholt, doch die Urkunde aus dem Jahr 1383 belegt immerhin eine gewisse bereits bestehende Tradition. Bis heute findet das Fest im gleichen Zeitraum statt: die acht Tage um das vierzehn Tage nach Pfingsten gelegene Wochenende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Rechtswörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;II, Sp.&amp;amp;nbsp;1150, Artikel [http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;amp;term=Dult&amp;amp;bd2_1149=F &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Badisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;I, Sp.&amp;amp;nbsp;590, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Andreas Schmeller|J.&amp;amp;nbsp;Andreas Schmeller]]. 2., mit des Verfassers Nachträgen vermehrte Ausgabe. München 1872, Sp.&amp;amp;nbsp;502–504, Artikel [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=10873&amp;amp;viewmode=fullscreen&amp;amp;scale=2&amp;amp;rotate=&amp;amp;page=267 &amp;#039;&amp;#039;Duld&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;!-- Artikel im neuen Bayerischen Wörterbuch (das mit Schmellers nicht zu verwechseln ist) noch ausstehend--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisches Wörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;II, Sp.&amp;amp;nbsp;448, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Dult&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;XII, Sp.&amp;amp;nbsp;1774–1778, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/234121 &amp;#039;&amp;#039;Tult&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dult.at/de/ Webseite der Salzburger Dult]&lt;br /&gt;
* Salzburger Stadtarchiv: [https://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/stadtgeschichte/historische_fotografien/die_salzburger_dult_381091.htm Geschichte und historische Fotos der Salzburger Dult] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4028423-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksfest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AxelHH</name></author>
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