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	<title>Duales System Deutschland - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Duales_System_Deutschland&amp;diff=1046606&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-20505-8: Löschen, da Fehlinformation</title>
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		<updated>2025-07-16T08:39:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Löschen, da Fehlinformation&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit einem Entsorgungsunternehmen, das die Anbindung an das &amp;#039;&amp;#039;duale System&amp;#039;&amp;#039; als Dienstleistung anbietet. Für das Entsorgungssystem von Verkaufsverpackungen siehe [[Duales System (Abfallwirtschaft)]].}}&lt;br /&gt;
{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Grüner Punkt (Deutschland)&lt;br /&gt;
|4=Duales System Deutschland&lt;br /&gt;
|12=f|2=November 2018|1=[[Benutzer:Bujo|Bujo]] ([[Benutzer Diskussion:Bujo|Diskussion]]) 23:06, 16. Nov. 2018 (CET)}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = DSD – Duales System Holding GmbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;
| Logo             = Der Grüne Punkt.svg&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = GmbH &amp;amp; Co. KG&lt;br /&gt;
| ISIN             = &lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1990&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund  = &lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Köln]]&lt;br /&gt;
| Leitung          = Geschäftsführer:&lt;br /&gt;
Laurent Auguste, Ulrich Feißt&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = ca. 340 (Ende 2021)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/news/2021-06/27/der-gruene-punkt-setzt-nach-verlustjahr-auf-stellenabbau |titel=Der Grüne Punkt setzt nach Verlustjahr auf Stellenabbau |werk=zeit.de |hrsg=[[Die Zeit#Zeit Online|Zeit Online]] |datum=2021-06-27 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Umsatz           = ca. 400 Mio. € (2020)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Branche          = [[Abfallwirtschaft]]&lt;br /&gt;
| Homepage         = www.gruener-punkt.de&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DSD – Duales System Holding GmbH &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;DSD&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein Betreiber eines [[Duales System (Abfallwirtschaft)|Dualen Systems]] unter dem Namen „Der Grüne Punkt“ zur [[Mülltrennung]] und [[Abfallvermeidung]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die DSD entstand aus der am 28. September 1990 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Der [[Grüner Punkt|Grüne Punkt]], Duales System Deutschland, Gesellschaft für Abfallvermeidung und Sekundärrohstoffgewinnung mbH&amp;#039;&amp;#039;. Diese wurde bewusst vor Inkrafttreten der [[Verpackungsverordnung (Deutschland)|Verpackungsverordnung]] im Juni 1991 von einem Verbund in Deutschland tätiger Unternehmen der Lebensmittel- und Verpackungsbranche gegründet. Es wurde als zweites Entsorgungssystem zusätzlich zum bestehenden [[öffentlich-rechtlich]]en Abfallbeseitigungssystem aufgebaut, deshalb die Bezeichnung „dual“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.muelltrennung-wirkt.de/de/ueber-uns/ueber-die-dualen-systeme/ |titel=Allgemeines zu den dualen Systemen. Warum heißt es „duales System“? |werk=muelltrennung-wirkt.de |hrsg=Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich also um eine spezielle Form des [[Public-Private Partnership]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gahrmann 2012 p.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arno Gahrmann |Titel=Public Private Partnership. Organisationsvarianten für eine nachhaltigkeitsgerechte Entsorgung |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Evaluierung von Fallbeispielen für die Praxis&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=LIT |Ort=Münster |Datum=2012 |ISBN=978-3-643-11441-9 |Kapitel=2.3.1 Entsorgungsteilbereich Hausmüll |Seiten=30ff |Online=[https://books.google.de/books?id=r0r0ZFlT2B8C&amp;amp;pg=PA30 books.google.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den Figuren [[Hugo + Egon]] startete das Unternehmen 1995 eine Werbekampagne zu den Schwerpunktthemen [[Mülltrennung]] und [[Recycling]]. Zunächst als [[Non-Profit-Organisation|Non-Profit-Unternehmen]] gedacht, um eine Entlastung für Hersteller und Vertreiber bei ihrer Erfüllung der Verwertungspflichten zu sein, wandelte man im Jahre 1997 die Gesellschaft zunächst in eine Aktiengesellschaft um, Ende 2005 zu einer GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der ersten Novelle der Verpackungsverordnung wurde 1998 die [[Monopolstellung]] von DSD auf dem Lizenzierungsmarkt aufgelöst. Zusätzlich beförderten verschiedene Kartell- und Missbrauchsverfahren der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] und des [[Bundeskartellamt]]es die Marktöffnung für weitere duale Systeme. In einer Entscheidung aus dem Jahr 2001 verpflichtete die EU-Kommission DSD dazu, neuen dualen Systemen einen diskriminierungsfreien Marktzugang zu gewähren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Publikation/DE/Sektoruntersuchungen/Sektoruntersuchung_Haushaltsabfaelle.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 |titel=Sektoruntersuchung – Erfassung von Haushaltsabfällen |werk=bundeskartellamt.de |hrsg=[[Bundeskartellamt]] |datum=2021-12 |format=PDF; 6,5&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen eines Modellprojektes wurde im Stadtgebiet Kassel seit Mai 2001 ein duales System für kompostierbare Verkaufsverpackungen betrieben. Das [[Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz|Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz]] hatte damit erstmals in Deutschland offiziell eine Alternative zum bundesweit betriebenen System der DSD festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.modellprojekt-kassel.de/deu/seiten/entsorgung_frameset.html |text=Modellprojekt Kassel |wayback=20070720230103}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Modellprojekt Kassel wurde Ende März 2010 wieder eingestellt, da es nicht kosteneffizient war. Im Jahr 2003 musste DSD erstmals in seiner 12-jährigen Geschichte einen Wettbewerber für den gesamten Verpackungssektor hinnehmen: In [[Hessen]] wurde mit der [[Landbell|Landbell AG für Rückhol-Systeme]] ein zweiter Systembetreiber zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Britta Fecke |url=https://www.deutschlandfunk.de/das-milliardengeschaeft-mit-dem-muell-100.html |titel=Das Milliardengeschäft mit dem Müll |werk=deutschlandfunk.de |hrsg=[[Deutschlandradio]] |datum=2003-09-04 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Jahres 2005 wurde DSD von der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Umwelt Investment AG&amp;#039;&amp;#039; (DUI), einer Tochter des amerikanischen Investors &amp;#039;&amp;#039;[[Kohlberg Kravis Roberts &amp;amp; Co.]]&amp;#039;&amp;#039;, übernommen. KKR verkaufte das Unternehmen 2010 an die britische [[Private Equity|Private-Equity-Gesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Solidus Partners&amp;#039;&amp;#039;, wobei ein [[Kapitalbeteiligung#Arten|Minderheitsanteil]] in der Hand der Geschäftsführung blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/duales-system-deutschland-finanzinvestor-kkr-verkauft-gruenen-punkt/3634264.html |titel=Finanzinvestor KKR verkauft „Grünen Punkt“ |werk=Handelsblatt Online |hrsg=[[Handelsblatt Media Group]] |datum=2010-11-11 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160331101917/http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/duales-system-deutschland-finanzinvestor-kkr-verkauft-gruenen-punkt/3634264.html |archiv-datum=2016-03-31 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither gehört die &amp;#039;&amp;#039;Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH&amp;#039;&amp;#039; zur &amp;#039;&amp;#039;DSD – Duales System Holding GmbH &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039;, die von 2006 bis 2015 von Stefan Schreiter und ab März 2015 bis Dezember 2022 von Michael Wiener geführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2010 stellt DSD Recyclingkunststoffe her. In zwei Werken der zur Unternehmensgruppe gehörenden &amp;#039;&amp;#039;Systec Plastics&amp;#039;&amp;#039; werden Kunststoffabfälle aus dem Gelben Sack und der Gelben Tonne zu [[Regranulat]]en recycelt und unter dem Markennamen &amp;#039;&amp;#039;Systalen&amp;#039;&amp;#039; an die Kunststoffindustrie vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gruener-punkt.de/de/systalenr-rezyklat |titel=Systalen - Das Rezyklat |werk=gruener-punkt.de |hrsg=Der Grüne Punkt Holding GmbH &amp;amp; Co. KG |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Entwicklung eines besonders hochwertigen Recyclingkunststoffs für einen Klappdeckelverschluss wurde DSD 2017 mit einem [[Deutscher Verpackungspreis|Deutschen Verpackungspreis]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.recyclingmagazin.de/2017/09/27/deutsche-verpackungspreis-fuer-recyclat-initiative/ |titel=Deutsche&amp;lt;!-- sic!--&amp;gt; Verpackungspreis für Rezyklat-Initiative |werk=recyclingmagazin.de |hrsg=Detail Business Information GmbH |datum=2017-09-27 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2018 kündigte [[Remondis]] die vollständige Übernahme von DSD an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-1230372&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/remondis-kauft-gruener-punkt-gruppe-a-1230372.html |titel=Remondis kauft Grüner-Punkt-Gruppe |werk=spiegel.de |hrsg=[[Der Spiegel (online)]] |datum=2018-09-27 |abruf=2018-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2019 untersagte das Bundeskartellamt diesen Kauf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gruener-punkt-und-remondis-kartellamt-verbietet-megafusion-in-der-muellbranche-a-1276876.html |titel= Kartellamt verbietet Megafusion in der Müllbranche |werk=spiegel.de |hrsg=[[Der Spiegel (online)]] |datum=2019-07-11 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Remondis gab im Mai 2020 seine Pläne auf, die DSD Holding zu kaufen. Remondis ging nicht gegen den Beschluss des [[Oberlandesgericht Düsseldorf|Oberlandesgerichtes Düsseldorf]] vor; das Gericht hatte zuvor das [[Veto]] des Bundeskartellamtes gegen die Übernahme des Grünen Punkts bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Wirkung zum 10. August 2022 wurde die &amp;#039;&amp;#039;DSD – Duales System Holding GmbH &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039; mit ihren [[Tochtergesellschaft]]en vom luxemburgischen Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Circular Resources Sàrl&amp;#039;&amp;#039; übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Lang |url=https://www.euwid-recycling.de/news/wirtschaft/dsd-an-circular-resources-sarl-verkauft-110822/ |titel=DSD an Circular Resources Sàrl verkauft |werk=euwid-recycling.de |hrsg=EUWID Europäischer Wirtschaftsdienst GmbH |datum=2022-08-11 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Das Unternehmen betreibt seit 1991 ein deutschlandweit zugelassenes duales System nach §&amp;amp;nbsp;6 Abs.&amp;amp;nbsp;3 der [[Verpackungsverordnung (Deutschland)|Verpackungsverordnung]] zur Sammlung und anschließenden Verwertung von Verpackungsabfällen. Der Marktanteil beträgt Anfang 2017 etwa 40 %. Die anderen Anbieter sind die [[ELS Europäische LizenzierungsSysteme]], [[Interseroh]], die [[Landbell]], die [[BellandVision]], die [[Reclay Holding|Reclay VfW]], [[Zentek]], [[Recycling Kontor Dual]] und [[Veolia Umweltservice|Veolia Umweltservice Dual]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verpackungsgesetz |Sammelwerk=IHK Frankfurt am Main |Online=https://www.frankfurt-main.ihk.de/industrie-innovation-umwelt/energie-und-umwelt/information-und-services/abfallrecht/verpackungsgesetz/verpackungsgesetz-artikel-6476428 |Abruf=2025-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Erkennungszeichen der bei der DSD GmbH lizenzierten Produkte, die dem Verwertungssystem des Unternehmens vom Verbraucher zugeführt werden können, dient der [[Grüner Punkt|Grüne Punkt]]. Die Unternehmen, die ihre Produkte mit der eingetragenen Marke „Der Grüne Punkt“ versehen möchten, müssen dafür Lizenzgebühren an DSD abführen, auch wenn sie keinen Entsorgungsvertrag mit DSD abgeschlossen haben.&lt;br /&gt;
Die Kennzeichnung ist keine Voraussetzung für die Teilnahme von Verpackungen am dualen System. Alle [[Leichtverpackung]]en aus [[Metall]], [[Kunststoff]] oder [[Verbundstoff]]en, die beim privaten Endverbraucher anfallen, können im [[Gelber Sack|Gelben Sack]] oder in der Gelben Tonne entsorgt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Regel&amp;quot;&amp;gt;[https://www.gruener-punkt.de/?id=124#c3292 &amp;#039;&amp;#039;Trennhilfe des Dualen System Deutschland.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verpackungen aus [[Papier]] und [[Pappe]] werden über die [[Altpapier]]sammlung entsorgt; Einweg-[[Glas]]verpackungen über die [[Altglas]]sammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung, der Transport und die Sortierung der Verpackungsabfälle werden allerdings nicht durch DSD selbst durchgeführt. Vielmehr beauftragt DSD für diese Aufgabe andere Entsorgungsunternehmen. Die Beauftragung erfolgt dabei im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung. Hierzu ist die Bundesrepublik in sogenannte DSD-Vertragsgebiete aufgeteilt, üblicherweise analog den Grenzen der Landkreise und Städte, für die die interessierten [[Entsorgungsfachbetrieb|Entsorgungsunternehmen]] jeweils ein Angebot abgeben können. Bei den Entsorgern handelte es sich sowohl um regional tätige als auch um überregional tätige Unternehmen (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Remondis]], [[Veolia Umweltservice|Veolia]], [[Sita Deutschland]], [[Alba AG]] etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsweise des Dualen Systems ==&lt;br /&gt;
DSD bietet einen Vertrag zur Nutzung der Marke &amp;#039;&amp;#039;Der Grüne Punkt&amp;#039;&amp;#039; sowie einen Vertrag zur Beteiligung der Verkaufsverpackungen am dualen System an, die von den Kunden unabhängig voneinander abgeschlossen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Entsorgung]] bzw. [[Verwertung]] der bei ihr beteiligten [[Verpackung|Verkaufsverpackungen]] organisiert die Duales System Deutschland GmbH. Diese Verpackungsmaterialien werden nach Gebrauch rechtlich als „Abfall zur Verwertung“ qualifiziert. Die DSD finanziert sich über die Beteiligungs- und Markennutzungsentgelte, die auf Basis des Verpackungsmaterials und -gewichtes berechnet werden. Der „Abfall zur Beseitigung“ ist das, was umgangssprachlich [[Abfall|Müll]] genannt wird, für den die Kommune zuständig ist und dessen Entsorgung sich über die [[Gebühr]]en aus den kommunalen Abfallsatzungen finanziert.&lt;br /&gt;
DSD überlässt das operative Geschäft der Sammlung und Sortierung ihren Entsorgungspartnern, dies sind in der Regel private und kommunale Entsorgungsbetriebe. Die Entsorgungsverträge werden im Rahmen einer [[Ausschreibung]] vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermarktung der sortierten Wertstoffe erledigt DSD heute im Wesentlichen selbst. Die Deutsche Gesellschaft für [[Kreislaufwirtschaft]] und Rohstoffe mbH (DKR), die in den 1990er Jahren von DSD und der Kunststoffindustrie zur Verwertung der Kunststoffverpackungen gegründet wurde, ist inzwischen in der DSD aufgegangen.&lt;br /&gt;
Für die Verwertung hat der Gesetzgeber für die einzelnen Materialien Quoten vorgegeben, die es als Mindestsoll zu erfüllen gilt. Über diese Quoten wachen als zuständige Aufsichtsbehörden die Umweltministerien der Länder beziehungsweise deren Beauftragte. Leistungsbilanz ist der so genannte [[Mengenstromnachweis]], in dem die DSD ihre Sammel- und Verwertungsleistungen dokumentiert. Hintergrund ist, dass die gesammelten Wertstoffe nicht einfach wie vor Einführung der Verpackungsverordnung deponiert oder verbrannt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon bald nach der Einführung des Systems wurde einerseits seine Ineffizienz kritisiert, andererseits die Tatsache, dass manche Sammlungen in [[Müllverbrennung]]sanlagen, auf [[Mülldeponie]]n oder im Ausland enden. In den ersten Jahren nach Gründung der DSD GmbH reichten die Recyclingkapazitäten für Kunststoff in Deutschland noch nicht aus. Daher wurde ein Teil der Wertstoffe im Ausland verwertet. Die hiesigen Kapazitäten wurden jedoch kontinuierlich ausgebaut, bis im Jahr 2000 93 Prozent der im Inland gesammelten Kunststoffe auch in Deutschland zur Verwertung gelangten, der Rest in europäischen Nachbarländern. Bei den anderen Materialien wie Glas, Altpapier, Verbunde, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Getränkekartons oder Metalle (Aluminium, Weißblech), gab es keine Engpässe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesetzlichen Vorgaben erfüllt die Duales System Deutschland GmbH seit Jahren. Es wird seit dem Jahr 2000 zudem eine freiwillige Umwelterfolgsbilanz veröffentlicht, die die tatsächlichen Einsparungen von Primärenergie und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen in konkreten Zahlen ausdrückt. Zusätzlich zum gesetzlich vorgeschriebenen Mengenstromnachweis stellt das Duale System Deutschland so öffentlich Transparenz darüber her, wie der Beitrag zur Ressourcensicherung aussieht. Das Öko-Institut hat im Auftrag der DSD die ökologischen Auswirkungen und Potenziale des dualen Systems untersucht. Das System leistet demnach bereits heute einen nennenswerten Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz, dieser ließe sich aber noch deutlich ausweiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gruener-punkt.de/oeko-studie gruener-punkt.de] - dort auch Link auf die Langfassung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele andere Länder sind dem Beispiel Deutschlands gefolgt, in denen duale Systeme gegründet wurden. 1995 trat eine EU-Richtlinie mit dem Hauptziel der Vermeidung und Verringerung von Umweltauswirkungen durch Verpackungen und Verpackungsabfälle in Kraft. Sammelsysteme mit der Marke &amp;#039;&amp;#039;Der Grüne Punkt&amp;#039;&amp;#039; gibt es inzwischen in 26 europäischen Ländern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.gruener-punkt.de/de/verbraucher/verbraucherinfos.html |wayback=20171018191236 |text=FAQ – Der Grüne Punkt GmbH}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GelbeSäcke.jpg|mini|Gelbe Säcke vor der Abholung]]&lt;br /&gt;
Eine häufig geäußerte Kritik bezieht sich auf die noch zu geringe Rückführung der Wertstoffe in den Kreislauf. So gibt das Bundesamt für Umwelt zuletzt 2018 an, dass 52 % des gesammelten Plastikmülls thermisch verwertet, d.&amp;amp;nbsp;h. wieder zusammen mit dem Hausmüll verbrannt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.umweltbundesamt.de/themen/weltrecyclingtag-wieviel-recyceln-wir-wirklich Weltrecyclingtag: Wieviel recyceln wir wirklich?]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der marktbeherrschenden Stellung der DSD GmbH, verursacht durch ihre einstige Monopolstellung, entschied die EU-Wettbewerbskommission im Jahre 2001, dass die von DSD im Rahmen der Erbringung ihrer Entsorgungsdienstleistung mit ihren Kunden praktizierte Entgeltregelung für die Nutzung des Zeichens &amp;#039;&amp;#039;Grüner Punkt&amp;#039;&amp;#039; in bestimmten Fällen ihre Kunden unangemessen benachteiligt und den Marktzutritt von Wettbewerbern behindert. Nach Auffassung der Kommission hat die DSD ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht, indem sie auch dann das volle Entgelt für die Zeichennutzung verlangt, wenn sie keine Entsorgungsdienstleistung für Verkaufsverpackungen erbringt und diese nachweislich von einem Wettbewerber erbracht wurde. Die Kommission lässt sich bei ihrer Bewertung von dem Grundsatz leiten, dass für eine nicht erbrachte Leistung auch kein Entgelt verlangt werden kann. Aufgrund der Entscheidung der EU-Kommission ist das Zeichen &amp;#039;&amp;#039;Grüner Punkt&amp;#039;&amp;#039; auch auf Verkaufsverpackungen anderer dualer Systeme und von Selbstentsorgern enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Remondis kauft das Duale System Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, [[Handelsblatt]] vom 28. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob für eine Verpackung im gelben Sack oder der gelben Tonne tatsächlich bezahlt wurde, ist daher nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
Experten schätzen, dass etwa 20–25 % der Verpackungen Trittbrettfahrern zuzuordnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Novellen der Verpackungsverordnung hatten daher unter anderem zum Ziel, die Quote der am dualen System beteiligten Verkaufsverpackungen zu erhöhen. Im Juli 2017 wurde das Verpackungsgesetz verkündet. Dieses sieht zum einen deutlich höhere Recyclingquoten für die einzelnen Verpackungsmaterialien vor. Zum anderen enthält es Regelungen zur Einführung einer [[Zentrale Stelle Verpackungsregister|Zentralen Stelle]], die den Wettbewerb der dualen Systeme regeln und kontrollieren soll, inwieweit die verpflichteten Inverkehrbringer ihre Verkaufsverpackungen am dualen System beteiligt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zu viel Kunststoff-Müll geht in Flammen auf&amp;#039;&amp;#039;, [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 22. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wettbewerbsfragen der Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Sondergutachten der [[Monopolkommission]] gemäß. § 44 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz 4 GWB, 2003 ([https://www.monopolkommission.de/images/PDF/SG/s37_volltext.pdf monopolkommission.de] PDF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gruener-punkt.de/de/ Webpräsenz der Duales System Deutschland GmbH – der grüne Punkt]&lt;br /&gt;
* [https://www.muelltrennung-wirkt.de/ Informiere Dich über die richtige Mülltrennung], www.muelltrennung-wirkt.de (Initiative des Dualen Systems)&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/2007/12/U-Gelber-Sack Gegen den Trennt] – Artikel von [[Dirk Asendorpf]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; vom 12. März 2007 über moderne Sortiertechnik, die den gelben Sack überflüssig macht.&lt;br /&gt;
* [https://gaertner-online.de/2002/11/10/muelltrennung-kein-dogma/ Mülltrennung ist kein Dogma mehr] – Edgar Gärtner über die Zukunft des Monopols&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Christoph Schlautmann |url=http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/gruener-punkt-betreiber-duales-system-entsorgt-und-verramscht/2739458.html |titel=Duales System: Entsorgt und verramscht |werk=[[Handelsblatt]] Online |datum=2003-07-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160306153630/http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/gruener-punkt-betreiber-duales-system-entsorgt-und-verramscht/2739458.html |archiv-datum=2016-03-06 |sprache=de |abruf=2025-06-28 |abruf-verborgen=1 |kommentar=über Modalitäten und Folgen des Verkaufs}}&lt;br /&gt;
* [https://www.pro-e.org/ pro-e.org] Webpräsenz der PRO EUROPE s.p.r.l., der Dachorganisation von 24 Grüne Punkt Organisationen in Europa sowie der Kooperationspartner VALPAK in England und CSR in Kanada&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=16022185-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsunternehmen (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recyclingunternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Nachhaltigkeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entsorgungsunternehmen (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-20505-8</name></author>
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