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	<title>Dsungarei - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:02:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dsungarei&amp;diff=127067&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW am 4. November 2025 um 10:16 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-04T10:16:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Altai, Tienschan-Orte.png|mini|350px|Lage der Dsungarei]]&lt;br /&gt;
Die heutige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dsungarei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Ost-Dsungarei&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Region im Nordwesten von [[Volksrepublik China|China]]. Sie umfasst die Nordhälfte von [[Xinjiang]] (Sinkiang). Im Zentrum der Dsungarei liegt das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dsungarische Becken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die größte Stadt ist [[Ürümqi|Urumtschi]] (Urumchi/Wulumuqi), am Südrand des [[Becken (Geomorphologie)|Beckens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Dsungarei&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom [[Mongolen|mongolischen]] Volksstamm der [[Oiraten|Dsungaren]] (mongolisch für: Leute des „linken Heerflügels“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Jettmar]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Mittelasiens&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Bertold Spuler]] (Hrsg.): Handbuch der Orientalistik. Der nahe und der mittlere Osten. Fünfter Band: Altaistik. Brill Archive, Leiden / Köln 1966. S. 242 ([https://books.google.de/books?id=0qc3AAAAIAAJ Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) ab, der im 17. Jahrhundert diese Region beherrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Das Dsungarische Becken ({{zh|p=Zhunger Pendi|c= 准噶尔 盆地}}&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;World Pocket Atlas&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 32, ISBN 7-80104-515-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist von Gebirgen umgeben: im Süden der [[Tian Shan]]  (beziehungsweise dessen Ausläufer [[Bogda Shan]]), im Westen der [[Dsungarischer Alatau|Dsungarische Alatau]], im Norden der Russische [[Altai]], im Osten der Mongolische Altai. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen verläuft auf dem Kamm des Alatau die Grenze zu [[Kasachstan]] und damit zum Kerngebiet [[Zentralasien]]s, mit dem [[Siebenstromland]] im Westen ist die Dsungarei durch die [[Dsungarische Pforte]] verbunden. Im Südosten liegt hinter den Tian-Shan-Ausläufern die [[Turpan-Senke]]. Im Osten geht die Dsungarei in die Wüste [[Gobi]] über. Manche Definitionen werten die Dsungarei als Nordwestausläufer der Gobi, obwohl die Dsungarei ein eigenes geologisches Becken bildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Relief (Geologie)|Relief]] ist wenig ausgeprägt, es überwiegen [[Kieswüste]]n und [[Salztonebene]]n. Inmitten der Dsungarei liegt die [[Wüste]] [[Gurbantünggüt]], mit knapp 50.000 km² eine der größten Sandwüsten der Welt. Sie ist das [[Pol_der_Unzugänglichkeit#Eurasischer_Pol_der_Unzugänglichkeit|meerfernste Gebiet der Welt]], die nächste Küste ist etwa 2500 km entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebiete am Fuß der Gebirge werden von Trockentälern und zahlreichen kleineren Flüssen durchzogen, die dann in der Wüste versickern. In den von Flüssen durchflossenen Randgebieten lebt der größte Teil der Bevölkerung, die hier [[Bewässerung]]slandwirtschaft betreibt. Der einzige größere Fluss in der Dsungarei ist der [[Irtysch]], der aus dem Mongolischen Altai kommend den Norden der Landschaft in Ost-West-Richtung durchfließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im 17.–19. Jahrhundert war das als Dsungarei bezeichnete Gebiet bedeutend größer als heute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte &amp;#039;&amp;#039;West-Dsungarei&amp;#039;&amp;#039; lag jenseits des [[Dsungarischer Alatau|Dsungarischen Alataus]] und umfasste die Gebiete östlich des [[Balchaschsee]]s. Sie lag also im [[Kasachen|kasachischen Volksgebiet]], dem so genannten [[Siebenstromland]]. Die frühere &amp;#039;&amp;#039;Ost-Dsungarei&amp;#039;&amp;#039; entspricht der heutigen Region. Als Grenzen der alten Dsungarei galten damals der [[Mongolischer Altai|Mongolische Altai]] im Norden, der Balchaschsee im Westen (bis an den [[Ili (Fluss)|Ili]]) und im Süden der [[Tianshan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 5. Jahrhundert beherrschten aus der Dsungarei nach Mittelasien vorgestoßene, als [[Hephthaliten]] oder „Weiße Hunnen“ bezeichnete Völkerschaften unter anderem [[Sogdien]], [[Baktrien]], den Westen des [[Tarimbecken]]s und Nordwest-[[Indien]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Wiesehöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Irans von den Achaimeniden bis in frühislamische Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, ISBN 3-85497-018-8, S. 55–74, hier: S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe der Geschichte hat diese Region viele Herrscher und Völker gesehen. Als Beispiele seien die [[Hunnen]], [[Awaren]], [[Rouran]], [[Göktürken]], [[Karluken]], [[Uiguren]], [[Tanguten]] und [[Mongolen]] genannt. Als Durchgangsland in Ost-West-Richtung war die Dsungarei für alle damaligen Staaten von großer Bedeutung: Chinesen, Araber und Türken stritten sich um sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert lebten auf dem Gebiet der Dsungarei die Volksstämme der [[Naimanen]], der [[Tanguten]] und vor allem der [[Uiguren]]. Das Gebiet wurde bis 1209 von den Truppen [[Dschingis Khan]]s unterworfen und gehörte damit zu seinen frühen Eroberungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1226 kam dieses Gebiet offiziell an das damalige [[Tschagatai-Khanat]]. Doch herrschten in diesem Gebiet lange Zeit die Nachfahren des Mongolenkhans [[Ögedei Khan|Ögedei]]. Im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das Gebiet der Dsungarei in einen West- und einen Ostteil geschieden. Der Westen kam an das [[Timuriden|Timur-Reich]], während der Ostteil selbständig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert kamen die mongolischen [[Oiraten]]- und [[Kalmücken]]stämme in der Dsungarei an die Macht, gründeten das [[Dsungarisches Khanat|Dsungarische Khanat]] und beide Landesteile waren wieder vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1759 eroberte China die Dsungarei nach erbarmungslosen Kriegen und siedelte schließlich Chinesen aus Innerchina in der Region an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1854 besetzte eine [[Kosaken]]-Truppe das Ili-Tal. Dadurch geriet die Dsungarei bis 1881 in den Bereich der russisch-chinesischen Grenzkonflikte. Im Vertrag von St. Petersburg vom {{JULGREGDATUM|24|2|1881}} wurde schließlich der Grenzverlauf festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Strupp: &amp;#039;&amp;#039;Chinas Grenzen mit Birma und mit der Sowjetunion. Völkerrechtliche Theorie und Praxis der Volksrepublik China&amp;#039;&amp;#039;, Institut für Asienkunde: Hamburg 1987, S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dsungarei verblieb unter chinesischer Herrschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Ploetz, Tim Szatkowski, Judith Michel (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;1. Juli bis 31. Dezember 1982&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg: München 2013, S. 1941, ISBN 978-3-486-71876-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch übten das [[Russisches Kaiserreich|Russische Kaiserreich]] (bis 1917) und die [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik]] (von 1917 bis 1922) bzw. die [[Sowjetunion]] (ab 1922) in der Dsungarei aufgrund der Schwäche der wechselnden chinesischen Regierungen bis 1949 einen starken Einfluss aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 marschierten die chinesischen [[Kommunismus|Kommunisten]] in der Dsungarei ein. 1951 wurde sie mit der benachbarten Provinz Ost-Turkestan zur heutigen Autonomen Region [[Xinjiang]]-Uyghur vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in China]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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