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	<title>Dschenin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ruchhöft-Plau: /* UN-Flüchtlingslager Dschenin */Tp</title>
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		<updated>2026-04-30T11:28:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;UN-Flüchtlingslager Dschenin: &lt;/span&gt;Tp&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in den Palästinensischen Autonomiegebieten&lt;br /&gt;
|Name= Dschenin&lt;br /&gt;
|NameArabisch = {{ar|جنين&amp;amp;lrm;}}&lt;br /&gt;
|lat_deg = 32&lt;br /&gt;
|lat_min = 27&lt;br /&gt;
|lat_sec = 40&lt;br /&gt;
|lon_deg = 35&lt;br /&gt;
|lon_min = 18&lt;br /&gt;
|lon_sec = 00&lt;br /&gt;
|Gegründet= &amp;lt;!-- 2500 B. C. --&amp;gt;&amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Gouvernement = [[Gouvernement Dschenin|Dschenin]]&lt;br /&gt;
|Gemeindeart = Stadt&lt;br /&gt;
|Höhe = 200&lt;br /&gt;
|Bild = Jenin-new.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Panoramablick auf Dschenin&lt;br /&gt;
|Einwohner = 48479&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand = 2016&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dschenin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Jenin&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Djenin&amp;#039;&amp;#039;, {{arS|جنين&amp;amp;lrm;|Dschanin|DMG=Ǧanīn}} ({{Audio|ArJenin.ogg|anhören}}), {{heS|ג׳נין&amp;amp;lrm;}}, antik: &amp;#039;&amp;#039;Engannim&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Stadt im [[Westjordanland]] mit etwa 46.139 (2014) Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aufgrund vieler Wasserquellen war Dschenin schon früh besiedelt; der Ort wurde zum ersten Mal in [[Altes Ägypten|altägyptischen]] Schriften um [[2000 v. Chr.]] erwähnt. In der Zeit der Niederlassung der israelitischen Stämme nach dem Auszug aus Ägypten wurde hier die [[Leviten]]stadt „Ein Ganim“ ([[Hebräische Sprache|hebr.]] Gärtenquelle) gegründet (Josua 19, 21). [[Flavius Josephus]] erwähnt in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdischer Krieg (Flavius Josephus)|Geschichte des jüdischen Krieges]]&amp;#039;&amp;#039; die Stadt „Ganim“ als eine jüdische Stadt im Norden [[Samarien|Samarias]]. In der Vergangenheit konnte die Stadt außerdem eine wichtige von [[Jerusalem]] nach Norden in die [[Jesreelebene]] und nach [[Haifa]] führende Straße kontrollieren. Erst mit dem Bau der Küstenstraße über [[Chadera]] in den 1930er Jahren verlor diese Route an Bedeutung. Von 1913 bis 1948 wurde der [[Bahnhof]] Dschenin von der [[Bahnstrecke Afula–Nablus|Zweigstrecke Afula–Nablus]] der [[Hedschasbahn]] bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Israelisch-palästinensischer Konflikt ===&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt im Westjordanland, das –&amp;amp;nbsp;im [[UN-Teilungsplan]] von 1947 als Teil eines arabisch-palästinensischen Staates vorgesehen war. Nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg (bzw. [[Palästinakrieg]]) wurde Dschenin zunächst von [[Jordanien]] (damals [[Transjordanien]]) besetzt, ehe das Gebiet im [[Sechstagekrieg]] 1967 von Israel erobert und besetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge des [[Oslo-Friedensprozess]]es wurde Dschenin 1996 eine autonome palästinensische Stadt. Im gleichen Jahr wurde auf Initiative der USA in der Nähe der Stadt die [[Arab American University]] gegründet, die im September 2000 den Lehrbetrieb aufnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in anderen Palästinensergebieten hat sich die Lebenssituation der Bevölkerung seit Ausbruch der [[Al-Aqsa-Intifada]] im Jahr 2000 erheblich verschlechtert. Sie leidet unter der Abriegelung der Gebiete, viele Gebäude sind zerstört, die Arbeitslosigkeit ist hoch (etwa 80 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jenin01 Jusmine.JPG|mini|Blick auf Dschenin vom [[Gilboa]]]]&lt;br /&gt;
Dschenin galt lange als Hochburg der [[al-Aqsa-Märtyrerbrigaden|al-Aqsa-Brigaden]], die insbesondere während der Al-Aqsa-Intifada für eine Reihe von Terroranschlägen verantwortlich waren. In Reaktion darauf führte Israel 2002 eine umfassende Militäroperation in Dschenin durch, bei der das Militär große Teile des angrenzenden [[Flüchtlingslager#Lager für palästinensische Flüchtlinge|Flüchtlingslagers]] zerstörte (siehe Abschnitt [[#Militäroperation 2002]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Rückzug der [[Israelische Verteidigungsstreitkräfte|israelischen Armee]] kommt es noch zu vereinzelten nächtlichen Razzien israelischer Spezialeinheiten. Einer [[Süddeutsche Zeitung|SZ]]-Reportage von 2010 zufolge glich Dschenin einem „Laborversuch für einen zukünftigen Palästinenserstaat“. Die staatlichen [[Entwicklungszusammenarbeit#Staatliche Entwicklungszusammenarbeit|EZ-Ansätze]] [[Deutschland]]s, der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreiches]] unterstützen die Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheit und Zivilverwaltung zwischen Israel und der [[Palästinensische Autonomiebehörde|palästinensischen Autonomiebehörde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. Mai 2022 wurde die [[Al Jazeera|Al-Jazeera]]-Journalistin [[Shireen Abu Akleh]] während einer israelischen Razzia in Dschenin erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== UN-Flüchtlingslager Dschenin ==&lt;br /&gt;
Der Name Dschenin bezeichnet auch das angrenzende Flüchtlingslager Dschenin, das im Jahr 1953 für aus ihrer Heimat geflohene und vertriebene Palästinenser gegründet wurde, die während des Palästinakrieges 1948 vor den Kämpfen geflohen sind. In dem Flüchtlingslager, das seit damals zu einer Stadt ausgebaut wurde, lebten Stand Juni 2023 14.000 Menschen (oder 18.000&amp;lt;ref name=&amp;quot;dpa&amp;quot; /&amp;gt;) auf weniger als 500.000 m².&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion/[[Reuters]] |url=https://www.spiegel.de/ausland/jenin-israel-liefert-sich-weiter-gefechte-mit-palaestinensern-a-e579eedf-3c14-42a3-b3cd-f36c94dfda14 |titel=Israel kämpft mit Drohnen und Bodentruppen in Dschenin |werk=[[Der Spiegel]] |datum=2023-07-03 |abruf=2023-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Eskalation der israelisch-palästinensischen Gewalt im Frühjahr 2022 bleiben Dschenin und das Lager Dschenin ein Brennpunkt der Spannungen. Ein rund 350 Mann starkes Bataillon der [[Dschenin-Brigaden]], dessen Angehörige sich selbst als [[Märtyrer]] bezeichnen, schützt nach eigenen Angaben das Lager gegen israelische Razzien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=mSS51ZVhcA0 |titel=My life as a Palestinian fighter: Close Up |hrsg=[[YouTube]] |abruf=2023-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die IDF hingegen bezeichnet die Kämpfer als Terroristen, deren Infrastruktur es zu zerstören gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.idf.il/en/articles/hafatzot/07-2023/terrorist-infrastructures-struck-in-the-area-of-jenin/ idf.il]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühling 2023 gab es 50 Schießereien im Norden der Region [[Samarien]] und eine an einer Tankstelle bei [[Eli (Siedlung)|Eli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Juli 2023 rückten israelische Soldaten im Rahmen der zweitägigen &amp;#039;&amp;#039;Operation Home and Garden&amp;#039;&amp;#039; in das Lager ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bethan McKernan, Peter Beaumont |url=https://www.theguardian.com/world/2023/jul/03/palestinians-killed-israeli-strike-west-bank-jenin |titel=Israel attacks Jenin in biggest West Bank incursion in 20 years |werk=[[The Guardian]] |datum=2023-07-03 |abruf=2023-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verlauf des Einsatzes starben ein israelischer Soldat und mindestens zwölf Angehörige des Lagers; mehr als 100 wurden verletzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dpa&amp;quot;&amp;gt;[[Deutsche Presse-Agentur|DPA]]/[[Agence France-Presse|AFP]]: [https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/westjordanland-israelische-armee-zieht-truppen-aus-dschenin-ab-19011182.html &amp;#039;&amp;#039;Israelische Armee zieht Truppen aus Dschenin ab&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 5. Juli 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie der schottische Rundfunkjournalist Alan Fisher berichtet, ist die zivile Infrastruktur der Geflüchteten weitgehend zerstört. Israelische Scharfschützen arbeiteten sich durch die Wände von Wohnung zu Wohnung und benutzten menschliche Schutzschilde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=onTltxkwkOY |titel=Jenin refugees return to rubble and ruin |hrsg=YouTube |abruf=2023-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Generalsekretär der Vereinten Nationen|UN-Generalsekretär]] [[António Guterres]] kritisierte nicht nur den Angriff auf das Flüchtlingslager und die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen, sondern auch, dass die [[Israelische Verteidigungsstreitkräfte|israelische Armee]] den Zutritt von Rettungspersonal zur Versorgung der palästinensischen Opfer verhindert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://news.un.org/en/story/2023/07/1138332 |titel=Jenin: UN concerned over ongoing Israeli military operation |werk=UNO-Homepage |abruf=2024-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Medieneinschätzung wurden die Ziele des Militärangriffs – die Verhinderung weiterer Angriffe durch palästinensische Milizen – nicht erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/nachrichten/politik/israel-militaeroffensive-dschenin-westjordanland-100.html |titel=Israels Militäroffensive: Die 48 Stunden von Dschenin |werk=[[ZDF]] |datum=2023-07-14 |abruf=2024-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines IDF-Militäreinsatzes am 19. September 2023 seien in Dschenin vier Menschen getötet und etwa 30 weitere verletzt worden. Es kam zu einer Schießerei nach Drohnenangriffen auf das Haus des abwesenden Muhammad Abu al-Baha, einem Führer der [[al-Aqsa-Märtyrerbrigaden]], sowie auf Moscheen. Weitere Tote und Verletzte gab es an dem Tag in Jericho im Westjordanland sowie am Gaza-Grenzzaun.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Mink |url=https://www.tachles.ch/artikel/news/idf-attacke-jenin |titel=IDF-Attacke in Jenin |werk=[[tachles]] |hrsg=[[Yves Kugelmann]] (Hrsg.) |datum=2023-09-20 |abruf=2023-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion |url=https://www.tagesschau.de/ausland/asien/palestinenser-getoetet-100.html |titel=Mehrere Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen getötet |hrsg=[[ARD]] Tagesschau |datum=2023-09-20 |abruf=2023-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cinema Jenin ==&lt;br /&gt;
Auf kultureller Ebene entstand seit 2008 neben dem bereits etablierten &amp;#039;&amp;#039;Freedom Theatre&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung des (später in Dschenin ermordeten) arabisch-jüdischen Künstlers [[Juliano Mer-Khamis]] das Kulturprojekt &amp;#039;&amp;#039;[[Cinema Jenin]]&amp;#039;&amp;#039;, das sich dem Wiederaufbau des während der Ersten Intifada 1987 zerstörten städtischen Kinos widmet. &amp;#039;&amp;#039;Cinema Jenin&amp;#039;&amp;#039; wurde vom deutschen Regisseur [[Marcus Vetter]] und den beiden Palästinensern Fakhri Hamad und [[Ismail Khatib]] gegründet und wird lokal wie international unterstützt; zu den Unterstützern des Projekts zählen unter anderem das deutsche [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]], das Goethe-Institut Ramallah und Prominente wie der Pink-Floyd-Sänger [[Roger Waters]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cinemajenin.org/ cinemajenin.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ismail Khatib wurde in Israel und darüber hinaus bekannt, nachdem er 2005 die Organe seines durch einen israelischen Soldaten getöteten Sohnes Ahmed an israelische Kinder spendete. Seine Geschichte wurde in dem preisgekrönten, von [[Marcus Vetter]] und dem israelischen Regisseur Leon Geller gedrehten Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Das Herz von Jenin]]&amp;#039;&amp;#039; festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. August 2010 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Cinema Jenin&amp;#039;&amp;#039; mit einem dreitägigen Filmfestival wiedereröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Faigle: [http://www.zeit.de/kultur/film/2010-08/dschenin-kino-eroeffnung &amp;#039;&amp;#039;Die Hoffnung führt Regie&amp;#039;&amp;#039;.]In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. August 2010. (&amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. August 2010, S. 3; dort auch zur Aussöhnungsinitiative von Yaël Armanet-Chernobroda und Zakaria Tobassi.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militäroperation 2002 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:IDF-D9L003.jpg|mini|[[Israelische Streitkräfte|IDF]] Caterpillar D9L, eine gepanzerte Planierraupe]]&lt;br /&gt;
Nach einem Attentat der Hamas am jüdischen [[Pessach|Pessach-Fest]] in [[Netanja]] mit 30 Todesopfern und 140 Verletzten rückte die [[Israelische Streitkräfte|israelische Armee]] am 3. April 2002 in das Flüchtlingslager Dschenin ein, das ca. 30 km von Netanja entfernt ist. Israels Armee war zum Schluss gekommen, dass Dschenin als Basis für zahlreiche Terrorattentate und Selbsmordkommandos gegen israelisches Militär und gegen israelische Ortschaften und Bürger gedient hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mfa1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mfa.gov.il/MFA/MFAArchive/2000_2009/2002/4/Jenin-s%20Terrorist%20Infrastructure%20-%204-Apr-2002 |titel=Jenin’s Terrorist Infrastructure |werk=Israel Ministry of Foreign Affairs |datum=2024-01-31 |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101005071245/http://www.mfa.gov.il/MFA/MFAArchive/2000_2009/2002/4/Jenin-s%20Terrorist%20Infrastructure%20-%204-Apr-2002 |abruf=2008-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach tagelangen Kämpfen in der sogenannten „[[Operation Schutzschild]]“ zerstörten israelische Abrisskommandos mit Planierraupen Teile des Flüchtlingslagers. Bestätigt sind 23 Todesopfer auf Seiten der israelischen Armee und 52&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Samy Cohen |Titel=Tuer ou laisser vivre : Israël et la morale de la guerre |Verlag=Éditions Flammarion |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=978-2-08-046824-6 |Seiten=184 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Seiten der Palästinenser (darunter 22&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; unbeteiligte Zivilisten). Die Zahlen der palästinensischen Toten stammen von [[Human Rights Watch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorwurf eines Massakers gegen die Palästinenser von [[Amnesty International]] wurde zurückgewiesen. Amnesty International behauptet, die israelische Armee habe [[Kriegsverbrechen]] begangen, unter anderem ungesetzliche Tötungen, Folter und Misshandlungen von Gefangenen, mutwillige Zerstörung hunderter Häuser, deren Bewohner zum Teil die Gebäude noch nicht verlassen hätten, Behinderung von Krankenwagen und Verweigerung humanitärer Hilfe sowie der Missbrauch palästinensischer Zivilisten als „[[Menschlicher Schutzschild|Menschliche Schutzschilde]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amnesty.org/documents/mde15/143/2002/en &amp;#039;&amp;#039;Israel and the Occupied Territories: Shielded from scrutiny: IDF violations in Jenin and Nablus&amp;#039;&amp;#039;]. [[Amnesty International]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Human Rights Watch beschuldigt Israel der Verwendung von Gefangenen als „Menschliche Schutzschilde“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Einer Delegation der [[UN-Menschenrechtskommission]] unter Leitung von [[Mary Robinson]], der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, wurde zunächst die Einreise nach Israel nicht erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/pds-besuch-in-dschenin-israel-hat-nicht-als-demokratischer-staat-gehandelt-a-193447.html |titel=&amp;quot;Israel hat nicht als demokratischer Staat gehandelt&amp;quot; |werk=Der Spiegel |datum=2002-04-24 |abruf=2023-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Augenzeugenberichten schoss die israelische Armee auf unbewaffnete Menschen und verweigerte ihnen medizinische Versorgung, worauf diese starben. Human Rights Watch berichtete von zahlreichen illegalen Tötungen, darunter der eines 57-jährigen Mannes im Rollstuhl; die israelische Armee schoss auf ihn und überrollte ihn mit einem Panzer, obwohl eine weiße Fahne an seinem Rollstuhl befestigt war. Ein 37-jähriger Gelähmter wurde unter den Trümmern seines Hauses begraben; seiner Familie wurde nicht gestattet, die Leiche zu bergen. Ein 14-jähriger Junge wurde getötet, als er während einer vorübergehenden Aufhebung der Ausgangssperre, die von der israelischen Armee verhängt worden war, Lebensmittel einkaufen ging. Die israelische Armee schoss auf medizinisches Personal, das versuchte, Verletzte zu erreichen, obwohl es eindeutig uniformiert und mit dem Symbol des Roten Halbmondes gekennzeichnet war; ein Krankenpfleger wurde getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hrw.org/reports/2002/israel3/israel0502-05.htm#P234_38516 &amp;#039;&amp;#039;Civilian Casualties and Unlawful Killings in Jenin&amp;#039;&amp;#039;], [[Human Rights Watch]], 23. November 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Mai 2002 veröffentlichte &amp;#039;&amp;#039;[[Jedi’ot Acharonot|Yedioth Ahronoth]]&amp;#039;&amp;#039; ein Aufsehen erregendes Interview mit Moshe Nissim (genannt »Dubi Kurdi«), dem Fahrer einer gepanzerten Armeeplanierraupe, der berichtete, wie er während des israelischen Angriffes 75 Stunden lang wie in Trance Häuser mit 530 Wohnungen in dem Flüchtlingslager zerstörte, ohne Rücksicht darauf, ob sich in den Gebäuden noch Menschen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
* [[Awni Abd al-Hadi]] (1889–1970), Gründer der panarabischen Partei [[Hizb al-Istiqlal al-Arabi (Palästina)|Hizb al-Istiqlal al-Arabi]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Salim Tamari |Hrsg=Farouk Mardam-Bey |Titel=La Montagne contre la mer – Essais sur la société et la culture palestiniennes |Reihe=La bibliothèque arabe : Hommes et sociétés |Verlag=Éditions Sindbad (Actes Sud)/Institut des Etudes Palestiniennes |Ort=Arles/Beirut |Datum=2011 |ISBN=978-2-7427-9667-0 |Seiten=21 |Kommentar=übersetzt von Dima Al-Wadi}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Tarab Abdul Hadi]] (1910–1976), palästinensische Aktivistin und Feministin&lt;br /&gt;
* [[Belly (Rapper)|Belly]] (* 1984), palästinensisch-kanadischer Rapper und Songwriter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in den palästinensischen Autonomiegebieten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|V,2|2563||Engannim 2|[[Immanuel Benzinger]]|RE:Engannim 2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jenin}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jenin Refugee Camp}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.un.org/peace/jenin/index.html |text=UN-Bericht im Volltext |wayback=20121129050600}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.hrw.org/reports/2002/israel3/ Bericht über die Militäroperation in Dschenin.] Human Rights Watch (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.cinemajenin.org/ Projekt Cinema Jenin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Dschenin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4363108-3|LCCN=n98067283|VIAF=130365398}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Westjordanland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Dschenin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ruchhöft-Plau</name></author>
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