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	<title>Dschalal Talabani - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dschalal_Talabani&amp;diff=128679&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-01-21T18:17:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Meetings of Presidents participated in Nowruz with Ali Khamenei - Tehran, Iran (Cropped on Talabani).jpg|mini|hochkant|Dschalal Talabani (2010)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dschalal Talabani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|جلال طلباني|d=Ǧalāl Ṭalabānī}}, {{KuS|جه‌لال تاڵه‌بانی|Celal Talebanî}}; * [[November]] [[1933]] in [[Kelkan]], [[Irak]]; † [[3. Oktober]] [[2017]] in [[Berlin]], [[Deutschland]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dw.com/de/iraks-ex-pr%C3%A4sident-talabani-gestorben/a-40792149 |titel=Onkel Dschalal ist tot |werk=DW |datum=2017-10-03 |sprache=de |abruf=2024-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein irakischer Politiker. Er war von 2005 bis 2014 [[Liste der Staatsoberhäupter des Irak|Staatspräsident des Irak]] und Vorsitzender der [[Patriotische Union Kurdistans|Patriotischen Union Kurdistans]] (PUK) im Irak, neben der [[Demokratische Partei Kurdistans|Demokratischen Partei Kurdistans]] (KDP) eine der beiden großen Parteien im kurdischen Teil des Irak. Er war der erste Präsident des Iraks, der nicht arabischer Herkunft war. Unter den Kurden im Irak war er als &amp;#039;&amp;#039;Mam Jalal&amp;#039;&amp;#039; („Onkel Jalal“ auf [[Sorani|Kurdisch]]) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Dritter Golfkrieg|Irakkrieg]] und dem Sturz [[Saddam Hussein]]s war er Mitglied des [[Irakischer Regierungsrat|Irakischen Regierungsrats]], der sich am 1. Juni 2004 auflöste. Bei den Wahlen am 30. Januar 2005 erhielt die [[Demokratische Patriotische Allianz Kurdistans]], der sich die PUK angeschlossen hatte, 25,7 % der Stimmen und sicherte sich damit 71 Sitze im [[Repräsentantenrat des Irak|Irakischen Parlament]]. In der neuen [[Irakische Regierung 2005|irakischen Regierung]] stellte die &amp;#039;&amp;#039;Patriotische Union Kurdistans&amp;#039;&amp;#039; fünf von insgesamt 32 Ministern, die &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Patriotische Allianz Kurdistans&amp;#039;&amp;#039; insgesamt stellte acht Minister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talabanis Vizepräsidenten waren der [[Sunniten|Sunnit]] [[Tarek al-Haschemi]] und der [[Schia|Schiit]] [[Khodair al-Khozaei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und politische Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Talabani entstammt einer Familie von [[Qādirīya]]-[[Scheich]]s aus [[Koya (Irak)|Koya]], die in der Region großen Einfluss hatte; sein politischer Aufstieg wird neben seinen persönlichen Qualitäten auch auf den Einfluss seiner Familie zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin van Bruinessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Agha, Scheich und Staat - Politik und Gesellschaft Kurdistans&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., Berlin 2003, ISBN 3-88402-259-8, S. 414 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits in den 1950er Jahren engagierte sich Talabani in der kurdischen Politik. Er war früh Mitglied der KDP sowie Führer der Studentenorganisation der KDP. Talabani studierte an der Universität [[Bagdad]] [[Rechtswissenschaft]]en. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums 1959 wurde er zum Militärdienst bei den [[Irakische Streitkräfte|Irakischen Streitkräfte]] berufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aljazeera.com/news/2010/3/4/profile-jalal-talabani |titel=Profile: Jalal Talabani |zugriff=2021-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1961 beteiligte sich Dschalal Talabani an einer kurdischen Revolte gegen die Regierung von [[Abd al-Karim Qasim]]. Wegen Unstimmigkeiten mit dem KDP-Vorsitzenden [[Mustafa Barzani]] verließ Talabani die Partei und trat 1965 einer Splittergruppe der KDP bei. 1966 verbündete sich diese Gruppierung mit der Zentralregierung in Bagdad, um mit militärischen Mitteln gegen die KDP vorzugehen. Im Kabinett Saddam Husseins hoffte er auf das Amt des Vizepräsidenten, das er dann aber doch seinem Stellvertreter [[Taha Muhi ad-Din Maʿruf]] überließ, weil er Angst hatte, in Bagdad von seiner kurdischen Bevölkerung getrennt zu sein. Im Jahr 1975 gründete Talabani, zusammen mit anderen kurdischen Politikern, in [[West-Berlin]] die PUK.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ard2017&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=tagesschau.de |url=https://www.tagesschau.de/ausland/dschalal-talabani-101.html |titel=Iraks Ex-Präsident Talabani gestorben |zugriff=2018-08-29 |sprache=de-DE |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171003173304/https://www.tagesschau.de/ausland/dschalal-talabani-101.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Maʿruf bis 2003 tatsächlich Vizepräsident blieb, verbündete sich Talabani zunächst mit der [[Iran|Islamischen Republik Iran]] und den [[Syrien|syrischen]] Baathisten gegen deren irakische Konkurrenten. Nachdem der irakischen Zentralregierung zugeschriebenen Einsatz von chemischen Waffen gegen die kurdische Bevölkerung im Norden des Irak 1988 floh Talabani aus dem Nordirak und erbat Asyl in Iran.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1991 beteiligte er sich an einem erneuten Aufstand gegen Bagdad und kämpfte mit Barzanis Sohn [[Masud Barzani]] einen jahrelangen [[DPK-PUK-Konflikt|Bürgerkrieg]] im kurdischen Teil des Irak.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Cousin war [[Ghazi Talabani]], der bei einem Attentat im Juni 2004 getötet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talabani wurde am 6. April 2005 vom irakischen Parlament mit 227 Stimmen zum [[Liste der Staatsoberhäupter des Irak|Staatspräsidenten]] des Landes gewählt. In der Nationalversammlung saßen 275 Abgeordnete. Das Parlament wählte den [[Schiit]]en und ehemaligen Finanzminister [[Adil Abd al-Mahdi]] und den [[sunnit]]ischen Übergangspräsidenten [[Ghazi al-Yawar]] zu Stellvertretern des Präsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wechselnde Bündnispartner ==&lt;br /&gt;
Zunächst hatte sich Talabani den KDP-Gründern Barzani und [[Taha Muhi ad-Din Maʿruf|Maʿruf]] angeschlossen. Nach internen Machtkämpfen war er zusammen mit Generalsekretär [[Ibrahim Ahmed]] 1964 in den Iran geflohen, dann verbündete er sich 1966 mit dem Regime in [[Bagdad]] gegen Barzani. Als Bagdad aber 1970–74 die Aussöhnung mit Barzani suchte, wurde Talabani vorübergehend fallengelassen und kehrte 1971–75 wieder in Barzanis KDP zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt der beiden wurde 1974 Marʿuf Vizepräsident, während sich Talabani 1975 mit dem anti-irakischen Regime der syrischen [[Baath-Partei]] gegen Bagdad verbündete. Während des [[Erster Golfkrieg|Irakisch-Iranischen Krieges]] kämpfte er noch 1984 mit der [[Türkei]] und Saddam Hussein gegen die proiranischen Kurden Barzanis. 1988 aber unterlag er Saddam Husseins Truppen. 1991 schloss er sich daher dem kurdischen Aufstand von Barzani an, der aber 1992 den Ausgleich mit Bagdad und die Vernichtung Talabanis suchte, während Talabani sich 1996 nur dank iranischer Militärhilfe in [[Sulaimaniyya]] halten konnte. Im Jahre 1998 unterzeichneten Barzani und Talabani ein Friedensabkommen in Washington.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Who’s Who in Iraq: Jalal Talabani |Datum=2005-04-06 |Online=http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/4415531.stm |Abruf=2018-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erneutes Umschwenken 2003 auf die [[Vereinigte Staaten|USA]] brachte ihm schließlich am 5. April 2005 die erwähnte Präsidentschaft ein; seitdem vertrat Talabani eine gegen seinen einstigen Bündnispartner Syrien gerichtete pro-amerikanische Politik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeit als Staatspräsident des Irak weigerte er sich mit dem Verweis darauf, als Sozialdemokrat gegen die Todesstrafe zu sein, Todesurteile, so gegen [[Saddam Hussein]] oder [[Tariq Aziz]], zu unterschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheit ==&lt;br /&gt;
In der Zeit als Präsident hatte Talabani immer wieder gesundheitliche Probleme. 2007 ging er wegen Erschöpfung nach Jordanien und im August 2008 wurde er in den USA am Herzen operiert. Im Sommer 2012 ließ er sich in Deutschland behandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel = Im Krankenhaus Irakischer Präsident Talabani erleidet Schlaganfall|werk = Frankfurter Allgemeine Zeitung|datum= 2012-12-18|url = https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/im-krankenhaus-irakischer-praesident-talabani-erleidet-schlaganfall-11997969.html |zugriff = 2015-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel = Irakischer Präsident soll in Deutschland behandelt werden|url = https://www.orf.at/stories/2157271/|datum = 2012-12-19|zugriff = 2015-12-21|sprache =|werk = news.ORF.at}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Dezember 2012 erlitt er einen Schlaganfall und wurde in ein Krankenhaus in Bagdad eingeliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlag&amp;quot;&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/im-krankenhaus-irakischer-praesident-talabani-erleidet-schlaganfall-11997969.html &amp;#039;&amp;#039;Irakischer Präsident Talabani erleidet Schlaganfall&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;faz.net&amp;#039;&amp;#039;. 18. Dezember 2012, abgerufen am 4. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 20. Dezember wurde er zur Behandlung in die [[Charité]] (Berlin) gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlag2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.orf.at/stories/2157271/ &amp;#039;&amp;#039;Irakischer Präsident soll in Deutschland behandelt werden&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;orf.at&amp;#039;&amp;#039;. 19. Dezember 2012, abgerufen am 4. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anderthalb Jahre später kehrte er in den Irak zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Gudrun Harrer: [https://derstandard.at/2000065253744/Frueherer-irakischer-Praesident-Jalal-Talabani-verstorben &amp;#039;&amp;#039;Früherer irakischer Präsident Jalal Talabani gestorben&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Standard&amp;#039;&amp;#039;. 3. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den darauffolgenden Jahren reiste er immer wieder zur Behandlung nach Berlin, wo er am 3. Oktober 2017 starb.&amp;lt;ref&amp;gt;Inga Rogg: [https://www.nzz.ch/international/nahost-und-afrika/iraks-ex-praesident-talabani-ist-gestorben-ld.1319907 &amp;#039;&amp;#039;Der Irak verliert einen Brückenbauer&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. 3. Oktober 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Talabani war Träger des &amp;#039;&amp;#039;Wisam Al Rafidain&amp;#039;&amp;#039;-Ordens, der höchsten Auszeichnung des irakischen Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Jalal Talabani|Dschalal Talabani}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iraqipresidency.net Offizielle Seite des Präsidenten (arab.)]&lt;br /&gt;
* [https://www.nzz.ch/articleECAER-1.49896 «Mit Terroristen und Saddam-Anhängern gibt es keine Verständigung» – Interview mit dem irakischen Staatspräsidenten Jalal Talabani] (NZZ, 29. Juli 2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Staatsoberhäupter des Irak}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142894168|LCCN=n88657194|VIAF=84234655}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Talabani, Dschalal}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatspräsident (Irak)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Kurdistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Irak)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender einer sozialdemokratischen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bruno-Kreisky-Preises für Verdienste um die Menschenrechte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PUK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iraker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2017]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Talabani, Dschalal&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=جلال طلباني (arabisch); جه لال تاڵه بانی (kurdisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=irakisch-kurdischer Politiker und irakischer Staatspräsident&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=November 1933&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kelkan]], [[Irak]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Oktober 2017&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]], Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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