<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dsch%C3%B6tschi</id>
	<title>Dschötschi - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dsch%C3%B6tschi"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dsch%C3%B6tschi&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T02:00:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dsch%C3%B6tschi&amp;diff=39018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Justitia25: /* Gründung des „Ulus Dschötschi“ */ Bezug korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dsch%C3%B6tschi&amp;diff=39018&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-28T10:19:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gründung des „Ulus Dschötschi“: &lt;/span&gt; Bezug korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Juchi Khan.JPG|miniatur|hochkant|Statue Dschötschi Chans im Mongolenpalast von Gachuurt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dschötschi Chan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{mnS|ᠵᠥᠴᠢ}} / Зүчи, &amp;#039;&amp;#039;Dsütschi&amp;#039;&amp;#039;, * [[1183]]; † [[1227]]) war ein [[Mongolen|mongolischer]] Prinz aus dem Geschlecht der [[Dschingisiden]]. Er war der älteste Sohn [[Dschingis Khan]]s und dessen [[Hauptfrau (Polygamie)|Hauptfrau]] [[Börte]]. Dschötschi war Stammvater der [[Khan]]e der späteren [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] sowie der ersten Fürsten der [[Usbeken]] und [[Kasachen]]. Er war der Bruder [[Tschagatai Khan|Tschagatais]], [[Ögedei Khan|Ögedeis]] und [[Tolui Khan|Toluis]]. Dschötschi darf nicht mit [[Dschötschi Qasar]] bzw. mit Qasar oder Khasar verwechselt werden, da dieser ein Bruder Dschingis Khans und somit ein Onkel Dschötschis war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensvarianten ==&lt;br /&gt;
Dschötschi (englisch: &amp;#039;&amp;#039;Jochi&amp;#039;&amp;#039;) ist im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] auch unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Dschudschin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dschotschi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tschötschin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Tschutschin&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Diese lassen sich aus dem [[Arabische Sprache|Arabischen]] bzw. dem [[Persische Sprache|Persischen]] ableiten. In der [[Mongolische Sprache|mongolischen]] Sprache wird Dschötschi heute {{lang|mn|Зүчи хаан|Dsütschi}}, im Persischen {{fa|جوجی|w=Dschudschi|d=Ǧūǧī}} und im [[Türkische Sprache|Türkischen]] als &amp;#039;&amp;#039;Coci Han&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die [[Krimtataren]] kennen diesen Fürsten als &amp;#039;&amp;#039;Cuçi xan&amp;#039;&amp;#039; und die [[Kasachen]] als Жошы хан.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Die Herkunft Dschötschis ist umstritten. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Dschötschi&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „der Fremde“. Dschingis Khans Hauptfrau Börte wurde von den mit Dschingis Khan verfeindeten [[Merkiten]] gefangen genommen und eine Zeit lang als [[Geisel]] gehalten. Dschötschi wurde kurz nach deren Befreiung geboren, und so ist es nicht auszuschließen, dass nicht Dschingis Khan, sondern ein Merkit der leibliche Vater Dschötschis war. Dschingis Khan erkannte aber – ganz im Gegensatz zu seinen späteren Söhnen – Dschötschi rechtmäßig als seinen Erstgeborenen an, während der jüngere [[Tschagatai Khan|Tschagatai]] Dschötschi mehrmals öffentlich als „Merkit-Bastard“ beschimpfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Leicht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dschingis Khan. Eroberer, Stammesfürst, Vordenker.&amp;#039;&amp;#039; Albatros, Düsseldorf 2002, S.&amp;amp;nbsp;197&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regentschaft ==&lt;br /&gt;
Im Jahr des Hasen (1207) erhielt Dschötschi von seinem Vater Dschingis Khan den Auftrag, die „nördlichen Waldländer“ sowie die „West-Chanate“ zu unterwerfen. Viele Völkerschaften wie die [[Uiguren]] unterstellten sich freiwillig der mongolischen Oberherrschaft, andere wie die [[Kirgisen]], die am mittleren [[Irtysch]] ein Machtzentrum besaßen, mussten blutig unterworfen werden. 1209 kehrte Dschötschi als erfolgreicher [[Mongolische Kriegführung|Feldherr]] zu seinem Vater zurück. In der Folge nahmen er und seine Brüder an den verschiedenen Feldzügen ihres Vaters teil. So auch 1218/21, als Dschingis Khan gegen das Reich des [[Choresm-Schah]] vorging. Dschötschi brachte seinen Bruder Tschagatai bei seinem Vater in Verruf. 1221 kam es zwischen beiden zum offenen Streit: Bei der Belagerung der Stadt [[Urganch|Urgentsch]] beim heutigen Chiwa beschimpfte Tschagatai seinen älteren Bruder öffentlich wieder als „Bastard“ und Dschötschi vernachlässigte daraufhin seine ihm im [[Wolga]]raum zugeteilten Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Streit um die Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Bereits 1218 wurde auf Betreiben Börtes die Nachfolgefrage auf einer Fürstenversammlung geklärt. So beanspruchten sowohl Dschötschi als auch Tschagatai die Khanswürde. Schlussendlich einigten beide sich auf ihren Bruder [[Ögedei Khan|Ögedei]], den Lieblingssohn Dschingis Khans und mittleren der Brüder, als Nachfolger. Der jüngste Bruder, Tolui, wurde als „Bewahrer der Stammlande“ seinem Bruder Ögedei als Ratgeber zur Seite gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Nachfolgestreit konkurrierten später die [[Chanat]]e Dschötschis und [[Tschagatai-Khanat|Tschagatais]] um große Gebiete in [[Zentralasien]]. So beanspruchte Tschagatai Gebiete, die in den von Dschötschi eroberten Westgebieten lagen. So wurde schließlich beschlossen, diese umstrittenen Gebiete gemeinschaftlich zu verwalten, und es wurde aus jeder Familie ein Statthalter entsandt. Doch damit wies das mongolische Reich Dschingis Khans die ersten Risse auf, die noch bis 1240 andauern sollten. Im Osten des Reiches Tschagatais lag das Stammgebiet der [[Ögedei-Khanat|Ögedeiiden]], die ihrerseits Ansprüche auf den „Ulus Tschagatai“ erhoben. Im Jahr 1303 wurde dieses Chanat zwischen dem „Ulus Dschötschi“ und dem „Ulus Tschagatai“ aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des „Ulus Dschötschi“ ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederwerfung des Choresm-Schah-Reiches (1221) und weiteren Feldzügen wie beispielsweise der [[Schlacht an der Kalka]] (1223) kehrte Dschötschi 1224 nicht mit seinem Vater in die mongolische Stammheimat zurück. Er verblieb stattdessen im ihm verliehenen „Chanat der Westländer“ ([[Westsibirien]]) zurück und ließ sich wahrscheinlich am Irtysch nieder. Nach seinem Tod erwähnte der päpstliche Gesandte [[Johannes de Plano Carpini]] in dieser Region dessen Lager (in dem aber nur Dschötschis Frauen wohnten) und man vermutete dort auch lange Zeit dessen Grab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1226 verweigerte Dschötschi seinem Vater bei einem Feldzug gegen das [[Westliche Xia-Dynastie|Tangutenreich]] die Gefolgschaft, indem er eine Krankheit vorschob. Stattdessen regierte Dschötschi das ihm unterstehende Chanat autonom und war damit der Wegbereiter der späteren [[Goldene Horde|Goldenen Horde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dzhuchi khan mausoleum.jpg|miniatur|Mausoleum des Dschötschi [[Qaraghandy (Gebiet)|Qaraghandy]], [[Kasachstan]]. {{Coordinate|NS=48.155294|EW=67.817401|type=building|region=KZ-62|text=Lage|name=Mausoleum des Dschötschi}}]]&lt;br /&gt;
Bis heute ist es ungeklärt, wie Dschötschi im Februar 1227 zu Tode kam (sein Vater starb im August 1227). Aufgrund seiner Weigerung, sich am Tangutenfeldzug zu beteiligen, plante [[Dschingis Khan]] nun einen Feldzug gegen seinen ältesten Sohn. So gibt es heute mindestens drei Varianten seines Todes:&lt;br /&gt;
# Der Legende nach starb Dschötschi während eines Jagdausfluges auf [[Asiatischer Esel|Kulanen]],&lt;br /&gt;
# er wurde auf Befehl seines Vaters durch einen Giftanschlag ermordet und&lt;br /&gt;
# er starb auf dem Weg zur Versöhnung mit dem Vater unterwegs durch Krankheit.&lt;br /&gt;
Lange Zeit wusste man nicht, wo sich das Grab des Mongolenfürsten befand. Doch heute ist bekannt, dass sich sein Mausoleum 50&amp;amp;nbsp;km nördlich der Stadt [[Schesqasghan]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Männliche Nachfahren Dschötschis ==&lt;br /&gt;
* [[Orda Khan]]&lt;br /&gt;
* [[Batu Khan]]&lt;br /&gt;
* [[Berke Khan]]&lt;br /&gt;
* Berkejar&lt;br /&gt;
* [[Schibani Khan]]&lt;br /&gt;
* [[Tuqa Timur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Leicht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dschingis Khan. Eroberer, Stammesfürst, Vordenker.&amp;#039;&amp;#039; Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96050-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119478374|LCCN=no98095133|VIAF=37727445}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dschotschi}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Khan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Mongolisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dschingiside]]&amp;lt;!--Doppelkategorisierung als Angehöriger dieses Hauses und Begründer folgender Nebenlinie--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dschingiside (Dschötschi-Linie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mongole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mongolische Geschichte (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1183]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1227]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dschötschi&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dschudschin; Tschötschin; Dschudschi; Jochi; Dschotschi; Jöchi; Jochi, Dsütschi&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ältester Sohn von Dschingis Khan&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1183&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Februar 1227&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Justitia25</name></author>
	</entry>
</feed>