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	<title>Dsanabadsar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dsanabadsar&amp;diff=460001&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-10-22T10:09:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Museum of Ethnology Vienna 003.JPG|mini|Statue von Öndör Gegeen Dsanabadsar]]&lt;br /&gt;
Öndör Gegeen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dsanabadsar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{MnS|өндөр гэгээн Занабазар}}, {{MongolUnicode|ᠥᠨᠳᠦᠷ&amp;lt;br /&amp;gt;ᠬᠡᠬᠡᠨ&amp;lt;br /&amp;gt; ᠵᠠᠨᠠᠪᠠᠵᠠᠷ}}; geb. [[1635]]; gest. [[1723]] in [[Peking]]) war der erste [[Jebtsundamba Khutukhtu]] ({{MnS|Жавзандамба хутагт}}), das religiöse Oberhaupt des [[Lamaismus]] in der [[Äußere Mongolei|Äußeren Mongolei]]. Er ist damit eine der großen Figuren im [[Mongolei|mongolischen]] [[Buddhismus]]. Als enger Angehöriger des Tüsheet Khans spielte er auch eine wichtige Rolle in den Vorgängen rund um die Unterwerfung der Chalcha-Mongolen unter die [[Mandschu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dsanabadsar wurde 1635 als Sohn des [[Tüsiyetü Khan Gombodorz|Tüsheet Khans Gombodorji]] (1594–1655), einem von drei territorialen Khans der [[Chalcha]]-Mongolen, geboren. Schon vor seiner Geburt hatte ihm der [[Chechen Khan Soloj|Setsen Khan Sholoi]] (einer der anderen beiden Chalcha-Khane) prophezeit, dass er einmal über alle Mongolen herrschen werde. Wohl nicht ganz zufällig wurde dann auch bereits die frühe Kindheit Dsanabadsars angeblich von wundersamen Begebenheiten begleitet, und so gab man ihm im Alter von fünf Jahren den Namen „Öndör Gegeen“, was „Großer Erleuchteter“ bedeutet. Nachdem er von einem Wahrsager untersucht worden war, befand man, dass sein Körper alle Merkmale eines Buddha aufweise. Dsanabadsar wurde daraufhin während eines großen Treffens der Sieben Banner der Chalcha als Lebendiger [[Buddha]] und religiöses Oberhaupt der [[Gelug]]-Tradition inthronisiert. Nachdem er bis 1649 in der [[Mongolei]] erzogen worden war, sandte man ihn nach [[Lhasa]], um ihm dort eine tibetische Erziehung sowohl unter dem Dalai als auch dem [[Penchen Lama]] zu ermöglichen; dazu gehörten auch höhere Ordinationen durch den [[Dalai Lama]], der ihm im Alter von 15 Jahren den Titel „Jebtsundamba“ verlieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gelehrter und Bildhauer ==&lt;br /&gt;
Dsanabadsar wurde nach seiner Rückkehr aus [[Tibet]] als herausragender Gelehrter und [[Bildhauer]] bekannt, und man sagte ihm nach, er verfüge in Ergänzung zu seinem feinen Intellekt über magische Kräfte. Zahlreiche Klöster und Schulen wurden nach seiner Rückkehr aus Tibet gegründet. Mit Dsanabadsars religiösen Werken, Lehren und Gebetsliedern hielt der [[Lamaismus]] Einzug in die Mongolei. Viele seiner Werke sind noch heute in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist vor allem auch durch seine herausragende Bildhauerkunst bekannt geworden, darunter die Porträts der fünf [[Dhyana]]-Buddhas und die Skulpturen der 21 [[Tara (Bodhisattvi)|Taras]]. Er gilt als der größte buddhistische Bildhauer seiner Zeit. Im Westen nennt man ihn wegen der außergewöhnlichen Schönheit seiner Werke auch den „Michelangelo des Ostens“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste und größte göttliche [[Inkarnation]] in der äußeren Mongolei wurde Dsanabadsar auch selbst zum Gegenstand zahlreicher Porträts in den Medien seiner Zeit, von demütigen Holzschnitten bis hin zu luxuriös vergoldeten Bronzen, deren bekannteste im Bogd Khan Museum in der mongolischen Hauptstadt [[Ulan&amp;amp;nbsp;Bator]] zu bestaunen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sojombo-Schrift und Symbol ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Soyombo symbol.png|mini|Zwei Varianten des [[Sojombo-Symbol]]s, dem Anfangszeichen des [[Sojombo-Schrift|Sojombo-Alphabets]]]]&lt;br /&gt;
1686 entwickelte Dsanabadsar die [[Sojombo-Schrift]], eines aus einer ganzen Reihe von Schriftsystemen für die [[Mongolische Sprache]]. Sie basiert auf dem Lantsa-Devanagari und kann sowohl mongolisch, [[Tibetische Sprache|tibetisch]] als auch [[Sanskrit]] repräsentieren. Da das Sojombo-Alphabet eher umständlich zu schreiben und gerade durch seine Exaktheit nicht optimal für die Wiedergabe der unterschiedlichen mongolischen Dialekte geeignet ist, setzte es sich nicht als alltägliche Schrift durch. Sein Anfangssymbol ziert jedoch noch heute die [[Flagge der Mongolei|Nationalflagge der Mongolei]]. Das [[Sojombo-Symbol]] repräsentiert die Geschichte, Tradition und Unabhängigkeit der Mongolen. Dsanabadsar verwendete es auch, um seine einfache Lehre zum Ausdruck zu bringen. Diese besagt, dass Ereignisse, die einer Person oder vielen widerfahren, immer ein direkter Effekt eigener Handlungen seien. Gemeint ist damit aber kein [[Determinismus]], sondern das Gesetz des [[Karma]] bzw. das Gesetz von Ursache und Wirkung, womit das verantwortungsbewusste Handeln jedes einzelnen im Hinblick auf das Ganze und umgekehrt in den Fokus gerückt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ereignisse der Zeit ==&lt;br /&gt;
In Dsanabadsars Zeit fällt der Konflikt der Chalcha mit den [[Dsungaren]] unter [[Khungtaidschi Galdan|Galdan Boshigt Khan]], der schließlich 1688 zur Unterwerfung der Chalcha-Fürsten unter die [[Mandschu]] und deren Kaiser [[Kangxi]] führte. Daher wird er gelegentlich mitverantwortlich gemacht für den Verlust der mongolischen Unabhängigkeit. 1688 hatten die Chalcha-Fürsten allerdings die Gebiete nördlich der Gobi schon verloren und objektiv keine andere Wahl mehr, als entweder bei den Mandschu Hilfe gegen die Oiraten zu suchen und damit die mandschurische Oberhoheit zu akzeptieren, oder sich mit dem Verlust ihrer Macht und ihrer Weidegebiete abzufinden. Andererseits waren der [[Tüsiyetü Khan Cachundorz|Tüsheet Khan Caqundorji]] (sein Bruder) – und wenigstens indirekt auch Dsanabadsar – an der Eskalation des Konflikts mit Galdan auch nicht unschuldig gewesen. Dsanabadsar soll z.&amp;amp;nbsp;B. bei einer Fürstenversammlung 1686 ranggleich mit dem Vertreter des Dalai Lama gesessen haben, worüber sich Galdan beim Kaiser beschwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dsanabadsars Gemahlin ==&lt;br /&gt;
Dsanabadsar hatte der Legende nach eine Gemahlin, die als „Mädchenprinz“ bekannt ist und eine ebenso geschickte Bildhauerin wie er gewesen sein soll. Sie starb im Alter von 18 Jahren und ihre Asche wurde zum Druck von heiligen Büchern verwendet. Dsanabadsar soll seine Taras nach ihrem Vorbild angefertigt haben. Die [[weiße Tara]] zeigt sie als jugendliche Jungfrau, die [[grüne Tara]] als körperlich reife und sinnliche Frau in ihrem letzten Lebensjahr. Eine berühmte Legende berichtet darüber, wie sie durch eine eindrucksvolle Demonstration ihrer eigenen wundersamen Kräfte die Chalcha-Edelleute sprachlos machte, nachdem diese Dsanabadsar gescholten hatten, dass er als religiöses Oberhaupt mit einer Frau zusammenlebe: Der Überlieferung nach trat sie daraufhin vor diese hin und formte vor deren Augen mit bloßen Händen einen Klumpen heißer geschmolzener Bronze zu einer Buddha-Figur, ohne sich dabei zu verbrennen. Als sie starb, so sagt die Legende, überstand ihre rechte Hand die Kremation unversehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
Dsanabadsar reiste 1723 auf Einladung von [[Yongzheng]], dem damaligen Herrscher der [[Qing-Dynastie]], nach [[Peking]] und starb dort im „Gelben Kloster“. Manchen Gerüchten zufolge soll er auf Betreiben Yongzhengs ermordet worden sein. Seine sterblichen Überreste wurden zunächst nach [[Ulan&amp;amp;nbsp;Bator#Geschichte|Ich-Churee]] gebracht, danach wurde er in einem Mausoleum im [[Kloster Amarbajasgalant]] bestattet. Dieses befindet sich am Fuße des Berges [[Burenchan]] in der Provinz [[Selenge-Aimag|Selenge]] und war noch zu dessen Lebzeiten von [[Kangxi]] zu Ehren Dsanabadsars gestiftet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
* Das [[Zanabazar Kunstmuseum]] in Ulaanbaatar ist nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Zanabazar}}&lt;br /&gt;
* [http://amarbayasgalant.org/zanabazar.shtml Kloster Amarbajasgalant] – Dsanabadsars letzte Ruhestätte&lt;br /&gt;
* [https://www.omniglot.com/writing/soyombo.htm Soyombo] – Mongolisches Alphabet&lt;br /&gt;
* [http://www.tbrc.org/?rid=P5779#!rid=P5779 tbrc.org: blo bzang bstan pa&amp;#039;i rgyal mtshan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Jebtsundamba Khutukhtu}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118856480|LCCN=n/88/265855|VIAF=50022948}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dsanabadsar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Mongolei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jebtsundamba Khutukhtu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1635]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1723]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dsanabadsar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Öndör Gegeen, Zanabazar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=mongolischer Geistlicher, religiöses Oberhaupt des Lamaismus in der Äußeren Mongolei&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1635&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1723&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Peking]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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