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	<title>Drusus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Drusus&amp;diff=37097&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MarcoMA8: BKH angepasst</title>
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		<updated>2024-04-01T23:38:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKH angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit Nero Claudius Drusus; zu weiteren Trägern des Namens Drusus siehe [[Drusus (Cognomen)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Drusus the elder bust.jpg|mini|Büste des Drusus im [[Königliche Museen für Kunst und Geschichte (Brüssel)|Museum für Kunst und Geschichte]] (Jubelparkmuseum) in [[Brüssel]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nero Claudius Drusus Germanicus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Januar]] [[38 v. Chr.]]; † [[14. September]] [[9 v. Chr.]]), auch der „ältere Drusus“ ([[Latein|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;Drusus maior&amp;#039;&amp;#039;) oder nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drusus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, war ein römischer Politiker und Heerführer sowie Stiefsohn des Kaisers [[Augustus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Nero Claudius Drusus war ein Sohn der [[Livia Drusilla|Livia]], der Frau des Augustus, aus ihrer ersten Ehe mit [[Tiberius Claudius Nero (Prätor 42 v. Chr.)|Tiberius Claudius Nero]]. Sein älterer Bruder war der spätere Kaiser [[Tiberius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drusus war verheiratet mit [[Antonia Minor]], einer Tochter von [[Marcus Antonius]] und Augustus’ Schwester [[Octavia Minor|Octavia]]. Seine Kinder waren [[Germanicus]], [[Livilla]] und der spätere Kaiser [[Claudius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drusus wuchs im Haus des Augustus (den ein sicher unzutreffendes Gerücht zu seinem Vater machte) auf und begann wie sein Bruder schon in jungen Jahren eine politische und militärische Karriere. Im Jahr 15 v. Chr. führten die beiden Brüder einen Feldzug in [[Raetia]], das zur [[Römische Provinz|römischen Provinz]] wurde. Ab 13 v. Chr. war Drusus Statthalter der drei [[Gallien|gallischen]] Provinzen, wo er in Lugdunum, dem heutigen [[Lyon]], 12 v. Chr. einen Altar für [[Roma (Mythologie)|Roma]] und Augustus weihte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Sueton führte er ursprünglich das [[Praenomen]] &amp;#039;&amp;#039;Decimus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Sueton, Claudius 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wurde aber aus unbekannten Gründen später zu &amp;#039;&amp;#039;Nero&amp;#039;&amp;#039; geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feldzüge gegen die Germanen (12 bis 9&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Drusus-Feldzüge}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Druso in Germania per Wikipedia.JPG|mini|Feldzüge des Drusus in Germanien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn der augusteischen [[Germanen]]kriege war zunächst auf einzelne, räumlich eng begrenzte Konflikte beschränkt, aus denen sich allmählich eine Folge schwerer Auseinandersetzungen entwickelte. Der erste der Drusus-Feldzüge (12–9 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) diente auch der Erforschung der rechtsrheinischen Gebiete und der Beruhigung des Nordabschnitts der Grenze. Dabei stieß Drusus 12&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis zur Nordseeküste vor und legte einen Kanal vom [[Rhein]] zum [[IJsselmeer]] an, die &amp;#039;&amp;#039;[[fossa Drusiana]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden Jahr (in dem er &amp;#039;&amp;#039;[[Praetur|praetor]] urbanus&amp;#039;&amp;#039; war) kämpfte Drusus gegen die an der [[Lippe (Fluss)|Lippe]] (&amp;#039;&amp;#039;Lupia&amp;#039;&amp;#039;) siedelnden [[Sugambrer]] und weitere Stämme. Er legte nach Aussage der Quellen zwei Lager im Inneren Germaniens an, von denen eins vermutlich mit dem archäologisch erforschten [[Römische Militärlager#Legionslager|Legionslager]] von [[Römerlager Oberaden|Bergkamen-Oberaden]] zu identifizieren ist. Auch am Rhein errichtete Drusus zahlreiche Lager, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Neuss]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Novaesium]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Geschichte der Stadt Bonn#Römerzeit|Bonn]] und [[Mainz]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Mogontiacum]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase wurde der Schutz Galliens und des römischen Reichsgebietes mittels militärischer und politischer Sicherung des rechtsrheinischen Raumes bis zur [[Elbe]] (&amp;#039;&amp;#039;Albis&amp;#039;&amp;#039;) angestrebt. Nachdem aber die westgermanischen [[Volksstamm|Stämme]] befriedet worden waren, zogen sich die Römer weitgehend aus dem rechtsrheinischen Germanien wieder zurück, waren aber jederzeit wieder zur Offensive imstande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. bekämpfte Drusus die [[Chatten]] und kehrte zeitweilig nach [[Rom]] zurück, wo er 9&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. das [[Consulat|Konsulat]] übernahm. Auch als Konsul setzte er den Krieg in Germanien fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Heer erreichte im Gebiet der [[Cherusker]] ungefähr in der Gegend des späteren [[Magdeburg]] die Elbe, wo am Flussufer ein Monument errichtet wurde. Hier hatte der Konsul angeblich die Erscheinung einer riesenhaften Frau, die ihn durch eine unheilvolle Prophezeiung vom weiteren Vorrücken abbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Cassius Dio [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Cassius_Dio/54*.html#35 54, 35]: „Kehre um, unersättlicher Drusus, denn das Ende Deiner Tage und Deiner Taten ist da!“&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Rückmarsch brach sich Drusus beim Sturz vom Pferd ein Bein und starb an den Folgen. Nach anderen Quellen erlitt er beim Sturz einen [[Schenkelbruch]] oder [[Beckenbruch]]. Tiberius eilte von Italien aus nach Germanien in jenes Sommerlager, das hinterher &amp;#039;&amp;#039;Castra Scelerata&amp;#039;&amp;#039; („Unglückslager“ bzw. „verfluchtes Lager“) genannt wurde, und brachte die Leiche seines Bruders nach Rom.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus-Peter Johne]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2014, ISBN 978-3-05-007739-0, S.&amp;amp;nbsp;98–102 ([http://www.degruyter.com/view/product/230628?rskey=jWa3D0&amp;amp;result=3 online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Eroberungszüge des Drusus berichten die römischen Geschichtsschreiber [[Cassius Dio]], [[Florus]] und [[Velleius Paterculus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Drusus’ Tod ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Elogium Nero Claudius Drusus.jpg|mini|Fragmente einer Ehreninschrift des Nero Claudius Drusus, die zu einer Statuenbasis um das Jahr 2. v. Chr. gehörten (CIL 06, 40330)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zitadelle Mainz Drususstein.jpg|mini|Der Drususstein als [[Kenotaph]] auf einer Bastion in der [[Zitadelle Mainz|Mainzer Zitadelle]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tote Drusus wurde mit zahlreichen Ehrungen versehen, unter anderem mit Leichenreden von Augustus und Tiberius, Lobdichtungen und Monumenten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|6|40330}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der „[[Drususstein]]“ in [[Mainz]] (damals: [[Mogontiacum]]) könnte der Überrest eines [[Kenotaph]]s für Drusus sein. Der ihm postum verliehene Ehrenname &amp;#039;&amp;#039;Germanicus&amp;#039;&amp;#039; vererbte sich auf seine Söhne [[Germanicus]] und [[Claudius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Straßenstation nahe dem heutigen [[Bozen]], die Drusus passiert haben soll, wurde nach ihm &amp;#039;&amp;#039;[[Pons Drusi]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Unterwerfung der Sugambrer und der Abwanderung der [[Markomannen]] waren 8 v. Chr. die Hauptgegner Roms aus dem Kräftespiel der germanischen Stämme zwischen Rhein und Elbe ausgeschieden. Die Markomannen bestanden zwar als Machtfaktor fort, aber nicht mehr im nahegelegenen Mainfranken, sondern im weiter entfernten [[Böhmen]].&lt;br /&gt;
Trotz der Feldzüge des Drusus gerieten die wenigsten Germanenstämme wirklich unter dauerhafte Abhängigkeit von Rom. Nur selten und zumeist in direktem Zusammenhang mit den Kriegshandlungen wirkten sich diese Unterwerfungen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die römische [[Strategie (Militär)|Strategie]] war zugleich von Gallien und von [[Illyrien]] her angelegt, nicht – wie fälschlich angenommen – vom Alpenvorland. Es ging den Römern um die Sicherung des nordöstlichen Grenzsaumes gegen die kriegerischen Volksstämme Germaniens und [[Pannonien]]s, nicht aber um eine strategisch sinnvolle Verkürzung der Reichsgrenze. Erst 5 n. Chr. begann der Plan einer zu schaffenden Provinz Germanien Gestalt anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Drusus schwankte die römische Germanienpolitik zwischen dem defensiven Ziel der Sicherung Galliens und dem offensiven Ziel der Durchdringung und festen Kontrolle des germanischen Vorfeldes. Da sich nur auf letztgenannte Weise militärischer Ruhm und politisches Prestige erlangen ließen, bot sie sich als die attraktivere Variante an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andrik Abramenko: &amp;#039;&amp;#039;Drusus’ Umkehr an der Elbe und die angebliche Opposition gegen seine germanischen Feldzüge. Zum literarischen Vorbild für Cass. Dio 55, 1, 1–4 und Suet. Claud. 1, 2.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Athenaeum.&amp;#039;&amp;#039; Band 82, 1994, S. 371–383.&lt;br /&gt;
* [[Karl Christ]]: &amp;#039;&amp;#039;Drusus und Germanicus. Der Eintritt der Römer in Germanien.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 1956.&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Peter Johne]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewusstsein der griechisch-römischen Antike.&amp;#039;&amp;#039; Akademie Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-05-003445-9.&lt;br /&gt;
* {{RGA|6|204|215|Drusus (maior)|Peter Moeller}}&lt;br /&gt;
* Lindsay Powell: &amp;#039;&amp;#039;Eager for Glory. The Untold Story of Drusus the Elder, Conqueror of Germania.&amp;#039;&amp;#039; Pen and Sword, Barnsley 2011, ISBN 978-1848843332.&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 8|385|390|Drusus|[[Wolfgang Strobl]]}}&lt;br /&gt;
* [[Dieter Timpe]]: &amp;#039;&amp;#039;Drusus’ Umkehr an der Elbe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinisches Museum für Philologie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 110, 1967, S. 289–306 ([http://www.rhm.uni-koeln.de/110/Timpe.pdf PDF; 4,2 MB]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Nero Claudius Drusus|Drusus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119241811|LCCN=n/91/11284|VIAF=52494701}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augustus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsul (Römische Kaiserzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Römische Kaiserzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mogontiacum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Claudier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 38 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 9 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Statthalter (Germania inferior)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Claudius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Drusus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Drusus, Nero Claudius; Drusus maior; Drusus der Ältere; Claudius Drusus, Nero&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Politiker und Heerführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Januar 38 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. September 9 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MarcoMA8</name></author>
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