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	<title>Druidin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Druidin&amp;diff=2541379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-20T07:38:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Druidin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die weibliche Form des Wortes [[Druide]] und bezeichnet eine [[Kelten|keltische]] [[Priesterin]], [[Seherin]] oder [[Zauberin]] als Kultoffiziantin der [[Keltische Religion|Keltischen Religion]]. Das Wort ist vermutlich vom [[Keltische Sprachen|keltischen]] &amp;#039;&amp;#039;*dru-ṷid-es&amp;#039;&amp;#039; („Eichenkundige[r]“ ?) hergeleitet. Sowohl bei den [[antike]]n griechischen und römischen Autoren als auch in späteren [[Religionsgeschichte|religionsgeschichtlichen]] Werken ist der Stand und die Funktion der Druidinnen beschrieben. Auch im [[Neuheidentum]] und in der modernen [[Fantasy]]-Literatur nehmen sie einen festen Platz ein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexandre Cabanel 004.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Druidin&amp;#039;&amp;#039; (Ölgemälde von [[Alexandre Cabanel]], 19.&amp;amp;nbsp;Jh.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Druidinnen bei den Kelten der Antike ==&lt;br /&gt;
Schon in der Antike werden Druidinnen beschrieben, die in der [[Römische Kaiserzeit|Römischen Kaiserzeit]] – offenbar irrtümlich unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;dryadae&amp;#039;&amp;#039;, was eigentlich eine Bezeichnung von [[Nymphe|Baumnymphen]] ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;SUR&amp;quot;&amp;gt;S. Sievers, O. H. Urban, P. C. Ramsl: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Keltischen Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; 2012, S.&amp;amp;nbsp;451&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; – vor allem als Seherinnen genannt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S.&amp;amp;nbsp;896&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[spätantike]]n &amp;#039;&amp;#039;[[Historia Augusta]]&amp;#039;&amp;#039; werden diese Druidinnen (auch &amp;#039;&amp;#039;druidas&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) ebenfalls als allgemeine Bezeichnung gallischer Wahrsagerinnen verwendet. In diesem historisch unzuverlässigen Geschichtswerk sind auch Prophezeiungen solcher Druidinnen für die römischen Kaiser [[Severus Alexander]] (222–235), [[Aurelian]] (270–275) und [[Diokletian]] (284–305) überliefert. Severus Alexander sei von einer Seherin in [[Gallische Sprache|gallischer Sprache]] vor einer Niederlage gewarnt worden, Diokletian und Aurelian hätten Prophezeiungen über ihre künftige Kaiserwürde und deren Dauer von Druidinnen empfangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Maier: &amp;#039;&amp;#039;Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;158&amp;amp;nbsp;f.; Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S.&amp;amp;nbsp;907&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Geschichte ist außerdem eine Seherin namens [[Veleda]] bekannt, die um 70&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr., zur Zeit [[Vespasian]]s, zwar bei den germanischen [[Brukterer]]n wirkte, deren Name jedoch vom keltischen &amp;#039;&amp;#039;banfili&amp;#039;&amp;#039; abzuleiten ist ([[Keltische Sprachen|altkeltisch]] &amp;#039;&amp;#039;*ṷelī-s&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;[[Filid|fili]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Kymrische Sprache|kymrisch]] &amp;#039;&amp;#039;gweled&amp;#039;&amp;#039;, „sehen“, [[Lateinische Sprache|lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;vultus&amp;#039;&amp;#039;, „Angesicht“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBna&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S. 487&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot; /&amp;gt; Von einigen Keltologen wird sie deshalb als Druidin gesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hoops: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der germanischen Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Walter de Gruyter, 2006, S.&amp;amp;nbsp;111. [https://books.google.at/books?id=Z2LBNDlYgRoC&amp;amp;pg=PA111&amp;amp;dq=Druidin&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=BQA1T4bQIsro-gaA57yXAg#v=onepage&amp;amp;q=Druidin&amp;amp;f=false (books.google.at)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Siebdeckel des [[Krater (Gefäß)|Kraters]] (Kessels) im [[Fürstliche Grabstätte von Vix|Fürstengrab von Vix]] (bei [[Châtillon-sur-Seine]], [[Burgund]]) ist die Bronzeplastik einer (vermuteten) Druidin angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S.&amp;amp;nbsp;811.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Rozentals Nave.jpg|mini|hochkant|Janis Rozentals: &amp;#039;&amp;#039;Nāve&amp;#039;&amp;#039; – „Tod“ (1897)]]&lt;br /&gt;
In [[Irland (Insel)|Irland]] wurden die Druidinnen als &amp;#039;&amp;#039;bandrúid&amp;#039;&amp;#039; („weibliche Druiden“) und die Seherinnen als &amp;#039;&amp;#039;banfáith&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;banfilid&amp;#039;&amp;#039; („weibliche Seher/Dichter“) bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SUR&amp;quot; /&amp;gt; Trotz ihrer im Vergleich zu den männlichen Druiden und [[Filid]] eher selteneren Nennung in den Überlieferungen kann ihre Existenz aus den überlieferten Texten entnommen werden. Ein Beispiel ist die zauberkräftige Druidin [[Tlachtga]], die Tochter des Druiden [[Mog Ruith]], nach der ein Hügel im [[County Meath]] benannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ingeborg Clarus]] beschreibt in ihrem Buch &amp;#039;&amp;#039;Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt&amp;#039;&amp;#039; die weiblichen Kultfunktionäre der Kelten aus der Sicht des Spannungsfeldes zwischen [[Matriarchat]] und [[Patriarchat (Soziologie)|Patriarchat]]. Zwar wird in ihrem Kapitel über das Kultpersonal die Druidin oder Seherin nicht explizit erwähnt, doch schildert sie [[Fedelm]] in ihrer Kontroverse mit der [[Connacht]]er Königin [[Medb]] als Seherin, gekleidet in ein rotes [[Cucullus|Kapuzenkleid]] mit einem goldenen [[Handspindel|Webstab]] in der Hand, als Zeichen ihrer Macht über das Schicksal. Ihre dreimal wiederholte Prophezeiung, dass die Connachter Krieger im Kampf gegen den [[Ulter]] [[Cú Chulainn]] fallen würden – „Ich sehe die Krieger alle in rot, in Scharlachrot!“ – findet, ähnlich der [[troja]]nischen [[Kassandra (Mythologie)|Kassandra]], kein Gehör bei der Königin.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Clarus: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike Autoren ==&lt;br /&gt;
=== Strabon ===&lt;br /&gt;
Eine auf [[Poseidonios]] zurückgehende Nachricht, die [[Strabon]] in seiner „Geographie“ (&amp;#039;&amp;#039;Γεωγραφικά, Geôgraphiká&amp;#039;&amp;#039;, 4,4,6) überliefert, lautet:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Nicht weit vom Land entfernt, gegenüber der Ligara-([[Loire]])-Mündung, ist eine kleine Insel. Sie ist bewohnt von den Frauen der [[Samniten]]&amp;#039;&amp;#039; [sic!], &amp;#039;&amp;#039;die von [[Dionysos]] besessen sind. Sie machen sich diesen Gott durch Einweihungszeremonien und andere Kulthandlungen geneigt. Kein Mann betritt diese Insel; die Frauen aber segeln zum Festland, verbinden sich dort mit Männern und kehren wieder zurück. Einmal im Jahr ist es üblich, das Dach des Tempels abzutragen und am gleichen Tag vor Sonnenuntergang wieder neu zu decken. Zu diesem Zweck muss jede Frau eine Last von Baumaterial herbeibringen. Aber jene Frau, der die Last aus den Armen fällt, wird von den anderen in Stücke gerissen, und sie tragen die Leichenteile mit dem Ruf „Evah!“&amp;lt;ref&amp;gt;„Evoë“ (ευοι) ist ein Jubelruf der [[Bacchant]]innen bei den [[Bacchus]]feiern.&amp;lt;/ref&amp;gt; um den Tempel und hören erst dann auf, wenn ihr Wahnsinn nachläßt. Und es ist üblich, dass eine der Frauen diejenige, die dazu auserwählt ist, den Tod zu erleiden, stößt&amp;#039;&amp;#039; [offenbar damit sie stolpert, wobei ihr das Baumaterial aus der Hand fällt, so dass sie dann geopfert werden kann].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB1&amp;quot;&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S.&amp;amp;nbsp;920&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses hier geschilderte jährliche Bauopfer könnte mit dem unter den antiken Autoren weit verbreiteten literarischen Klischee über den archaischen Charakter der Barbaren und ihre rauen Sitten erklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pomponius Mela ===&lt;br /&gt;
[[Pomponius Mela]] (Mitte 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.) berichtet in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;De situ orbis&amp;#039;&amp;#039; („Über die Lage der Welt“) von einem keltischen weiblichen Kultverband. Die Insel Sena ([[Île-de-Sein]] vor [[Pointe du Raz]], [[Département Finistère]]) war eine Orakelstätte, deren Priesteramt neun durch „ewige Jungfräulichkeit heilige“ Frauen versahen, „die die Gallier &amp;#039;&amp;#039;senas&amp;#039;&amp;#039; nannten“ (&amp;#039;&amp;#039;…Galli zenas vocant&amp;#039;&amp;#039;) – andere Übersetzungsvariation: „…die sie &amp;#039;&amp;#039;Gallizenas&amp;#039;&amp;#039; nannten“ (&amp;#039;&amp;#039;…Gallizenas vocant&amp;#039;&amp;#039;). Angeblich konnten diese Jungfrauen Meer und Winde mit ihren Zauberliedern beeinflussen, sich in jedes beliebige Tier verwandeln, die Zukunft vorhersehen und jedes Leiden heilen. Der Kultname &amp;#039;&amp;#039;sena&amp;#039;&amp;#039; dieser gallischen [[Vestalin]]nen könnte sich von [[Altirische Sprache|air.]] &amp;#039;&amp;#039;sen&amp;#039;&amp;#039;, [[Kymrische Sprache|kymr.]], [[Bretonische Sprache|bret.]] &amp;#039;&amp;#039;hen&amp;#039;&amp;#039; ableiten, alle mit der Bedeutung „alt“ (vergleiche [[Lateinische Sprache|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;senex&amp;#039;&amp;#039; „Greis“), womit die Bedeutung „die Alte“ möglich wäre. Der Inselname dürfte sich von den Bewohnerinnen herleiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Karl Barth: &amp;#039;&amp;#039;Teutschlands Urgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Palm und Enke, 1846, §&amp;amp;nbsp;117, S.&amp;amp;nbsp;319. [https://books.google.at/books?id=zjkAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA319&amp;amp;dq=Druidinnen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=TQE1T9OeK8mq0QXb8pTBAg#v=onepage&amp;amp;q=Druidinnen&amp;amp;f=false (books.google.at)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tacitus ===&lt;br /&gt;
[[Tacitus]] beschreibt in seinem Bericht (&amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; 14,30) über die Eroberung der Insel &amp;#039;&amp;#039;Mona&amp;#039;&amp;#039; ([[Anglesey]]) durch [[Gaius Suetonius Paulinus]] im Jahre 61&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. eine Szene bei der Anlandung der [[Römisches Heer|römischen Truppen]]:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Am Ufer stand die gegnerische Armee in einer dichten Masse von bewaffneten Männern, zwischen denen Frauen wie Furien in Leichentücher gekleidet, mit zerzaustem Haar, Fackeln schwenkend, herumliefen, […]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Annales&amp;#039;&amp;#039; 14,30: &amp;#039;&amp;#039;Stabat pro litore diversa acies, densa armis virisque intercursantibus feminis; in modum furiarum veste ferali, crinibus deiectis faces praeferebant,[…]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob diese Frauen, vor denen das römische Heer anfangs Grauen bis zur Bewegungsunfähigkeit empfand (&amp;#039;&amp;#039;… quasi haerentibus membris immobile corpus …&amp;#039;&amp;#039;), Druidinnen waren, kann nicht sicher gesagt werden, obwohl sie gemeinsam mit männlichen Druiden die Krieger von Mona anfeuerten.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S.&amp;amp;nbsp;659&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Maier: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abhandlungen aus dem 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Bei [[Franz Xaver Schönwerth]] ist 1857 zu lesen:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Daß unter der Drud&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch [[Drude]], [[Trud]] (Mythologie), [[Thrud]]&amp;lt;/ref&amp;gt; aber auch ein höheres Wesen, eine [[Walküre|Walkyre]], zuletzt die [[Freya]] zu verstehen sey, habe ich oben angedeutet. Eine weitere Frage wäre, ob und inwieweit die keltische Druidin an dieser Benennung Antheil habe? Ich möchte beyde strenge sondern, und für die Druidin das ganze Amt der Hexe in Anspruch nehmen; dieses würde die Gleichstellung von Drud mit Druidin und Hexe im Westen erläutern. Dort kommen die Druidensteine, Druidenbäume, Druidenwasser vor, im Osten nicht. Die Druidin ist allgemein Priesterin, Drud dagegen Priesterin einer bestimmten Gottheit, wahrscheinlich der Freya.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Xaver von Schönwerth: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Oberpfalz: Sitten und Sagen, Band&amp;amp;nbsp;1.&amp;#039;&amp;#039; §&amp;amp;nbsp;11: &amp;#039;&amp;#039;Die Drud&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel&amp;amp;nbsp;V: &amp;#039;&amp;#039;Deutung der Drud&amp;#039;&amp;#039;, Matth.Rieger’sche Buchhandlung, Augsburg 1857, S.&amp;amp;nbsp;232.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch in den Werken von [[Franz Anton Mayer|Mayer]] „Abhandlung über einen im Fürstenthume Eichstädt entdeckten Grabhügel einer altteutschen Druidin“ (1825)&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Anton Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlung über einen im Fürstenthume Eichstädt entdeckten Grabhügel einer altteutschen Druidin.&amp;#039;&amp;#039; J.M. Beyer, 1825, S.&amp;amp;nbsp;69. [https://books.google.at/books?id=f28RAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA69&amp;amp;dq=Druidin&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=bXI0T9OKJujU0QWr25SkAg#v=onepage&amp;amp;q=Druidin&amp;amp;f=false (books.google.at)]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Christian Karl Barth|Barth]]: „Ueber die Druiden der Kelten …“ 1826.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Karl Barth: [https://books.google.at/books?id=xFwAAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA111&amp;amp;dq=Druidinnen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=TQE1T9OeK8mq0QXb8pTBAg#v=onepage&amp;amp;q=Druidinnen&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Druiden der Kelten …&amp;#039;&amp;#039;] VII.&amp;amp;nbsp;Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Von den Druidinnen.&amp;#039;&amp;#039; J.J. Valm und Ernst Ente, 1826, S.&amp;amp;nbsp;112.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden die keltischen Druidinnen beschrieben. Als Druidengrab wird von Mayer, Stadtpfarrer von [[Eichstätt]], der Fundort deshalb angesprochen, weil trotz reicher Grabbeigaben alle kriegerischen Artefakte fehlten. Der Begriff „altteutsch“ bezieht sich auf den Fundort, nicht auf eine vermutete germanische Volkszugehörigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;788.&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Rezeption in Roman, Drama und Oper ==&lt;br /&gt;
[[François-René de Chateaubriand]] (1768–1848) lieferte mit einem Abschnitt seines Romanes &amp;#039;&amp;#039;Les martyrs ou le Triomphe de la religion chrétienne&amp;#039;&amp;#039; (1804) eine Vorlage für den Librettisten [[Felice Romani]], der den Text zur Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Norma (Oper)|Norma]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Vincenzo Bellini]] schrieb. Bei Chateaubriand liebt der römische Oberbefehlshaber der [[Aremorica]] die keltische Druidin Velléda (als Vorbild diente die Veleda der Brukterer, oben), die sich wegen der ausweglosen Liebe tötet. Die dieses Thema behandelnde Tragödie &amp;#039;&amp;#039;Norma&amp;#039;&amp;#039; von [[Alexandre Soumet]] war dann die Grundlage für Romani und Bellini. Aus dem [[Sachsen (Volk)|altsächsischen]] Heiligtum [[Irminsul]] wird in diesen Werken bedenkenlos eine keltische Göttin und Norma ihre Priesterin (&amp;#039;&amp;#039;La sacerdotessa d&amp;#039;Irminsul&amp;#039;&amp;#039; war der Titel eines weiteren Librettos von Romani).&amp;lt;ref name=&amp;quot;HBna&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Drama &amp;#039;&amp;#039;La Druidesse&amp;#039;&amp;#039; beschreibt [[Édouard Schuré]] (1841–1929) den mystischen Aspekt der keltischen Seele am Beispiel einer keltischen Druidin (&amp;#039;&amp;#039;[…] ses mouvements incalculables, ses soubresauts les plus terribles comme ses plus sublimes inspirations.&amp;#039;&amp;#039; – „[…] ihre unabsehbaren Bewegungen, ihre schrecklichen Krämpfe ebenso wie ihre erhabenen Inspirationen.“).&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S. 474&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im humoristischen Roman &amp;#039;&amp;#039;Auch einer&amp;#039;&amp;#039; (1878) von [[Friedrich Theodor Vischer]] werden im Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Der Besuch&amp;#039;&amp;#039;, das in einem Pfahldorf in Helvetien spielt, Druidinnen genannt, die hier den Titel &amp;#039;&amp;#039;Gwyllion&amp;#039;&amp;#039; („Gwyonkind“, „Gwyonchen“), nach dem Jugendnamen Gwion Bach des Dichters [[Taliesin]] tragen. Damit will der Autor ausdrücken, dass die Druidinnen nicht ganz so weise wie der große Taliesin sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;497, Fußnote&amp;amp;nbsp;1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Theodor Vischer: &amp;#039;&amp;#039;Auch Einer: Eine Reisebekanntschaft.&amp;#039;&amp;#039; tredition, 2011, ISBN 978-3-8424-2143-1. [https://books.google.at/books?id=6EKhzh6TddMC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Auch+einer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Fsm3T6n7GYTs0gWRqd3nBw#v=onepage&amp;amp;q=Auch%20einer&amp;amp;f=false (books.google.at)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Druidinnen im Neopaganismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Three female druids.jpg|mini|hochkant|Moderne Druidinnen vor [[Stonehenge]]]]&lt;br /&gt;
Die Druidinnen sind im [[Neuzeitliche Druiden|neuzeitlichen Druidentum]] des [[Keltischer Neopaganismus|keltischen Neopaganismus]] (Neuheidentum) ein wichtiger Faktor als Träger des Zeremoniales und der [[Mantik]]. Auch im [[Orden der Barden, Ovaten und Druiden]] und im feministischen [[Wicca]]-Kult, der „Religion der Hexen“, stellen sie eine erhebliche Anzahl des Kultpersonals, im letztgenannten Kult werden sie &amp;#039;&amp;#039;Wicca&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie richten sich fast alle nach dem Kalender des [[Keltischer Jahreskreis|Keltischen Jahreskreises]] und den Mythen des [[Keltischer Baumkreis|Keltischen Baumkreises]], beides [[Neopaganismus|neopagane]] Konstruktionen ohne historischen keltisch-mythischen Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerald Brosseau Gardner]], einer der Begründer der Wicca-Bewegung, hat die oben zitierte Stelle bei Pomponius Mela angeblich in [[Gaius Iulius Caesar]]s &amp;#039;&amp;#039;[[De bello Gallico]]&amp;#039;&amp;#039; gefunden (wo sie in Wahrheit nicht vorkommt!) und ausgeschmückt:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;There was also a class of diviners called Druidesses and mentioned by Caesar in his „De bello Gallico“, who were looked on as even more ancient than the Druids; they were shape-changers and seem to have had all the characteristics of witches. They made rain by sprinkling water over or beside nude virgins […]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Auch gab es eine Klasse von Wahrsagern, Druidinnen genannt, die bei Caesar in seinem „Gallischen Krieg“ erwähnt werden, die für älter als die Druiden angesehen werden; sie waren Gestaltwechsler und schienen alle Eigenschaften von Hexen besessen zu haben. Sie machten Regen, indem sie Wasser über oder neben nackte Jungfrauen versprengten […]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;767.&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen vom dominierenden Aspekt der [[Keltische Mythologie|Keltischen Mythologie]] finden sich im Gedankengut der neuzeitlichen Druidinnen auch [[Germanische Mythologie]], [[Schamanismus]] (siehe auch [[Neoschamanismus]]) und zum Teil [[Indianische Mythologie und Literatur Nordamerikas|Indianische Mythologie]] (siehe auch [[White Buffalo Woman]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fantasy-Figuren ==&lt;br /&gt;
Einige Wesen aus den Fantasy-Romanen von [[J. R. R. Tolkien]], [[Marion Zimmer Bradley]], [[Joanne K. Rowling]] und anderen Autoren sind den keltischen Druidinnen, Seherinnen und Heilerinnen nachempfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Keltische Frauen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.&lt;br /&gt;
* Helmut Birkhan: &amp;#039;&amp;#039;Nachantike Keltenrezeption.&amp;#039;&amp;#039; Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1.&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Clarus]]: &amp;#039;&amp;#039;Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt.&amp;#039;&amp;#039; Walter Verlag, Olten / Freiburg im Breisgau 1991, ISBN 3-530-13513-5. (Patmos Verlag, Düsseldorf 2000, ISBN 3-491-69109-5)&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5.&lt;br /&gt;
* Bernhard Maier: &amp;#039;&amp;#039;Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2001, ISBN 3-406-48234-1.&lt;br /&gt;
* [[Susanne Sievers]], [[Otto Helmut Urban]], Peter C. Ramsl: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Keltischen Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4774305-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Keltische Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rolle (Magie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen und Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauengeschichte (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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