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	<title>Drost - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)</title>
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		<updated>2026-02-19T09:17:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:275Truchseß-Kartenspiel.jpg|mini|Truchsess/Drost in einem mittelalterlichen Kartenspiel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drost(e)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[mittelniederdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;drossete&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drossart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete im [[Hochmittelalter]] das vornehmste [[Hofamt]], den Vorsteher einer königlichen oder fürstlichen Tafel, dann seit dem [[Spätmittelalter|späten Mittelalter]] vor allem in [[Nordwestdeutschland]] (am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]], in [[Westfalen]], in [[Ostfriesland]]), aber auch in [[Mecklenburg]], [[Schleswig-Holstein]] und in den [[Niederlande]]n einen Beamten, der für einen definierten Verwaltungsbezirk in militärischer, jurisdiktioneller und polizeilicher Beziehung die Stelle des [[Landesherr]]n vertrat. Die Funktion ist in etwa mit dem [[Amtmann]], [[Amtshauptmann]], [[Amtmann#Geschichte|Ammann]], [[Vogt]], [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] oder [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] vergleichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortursprung ==&lt;br /&gt;
Bezüge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück: mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;truh(t)säze&amp;#039;&amp;#039; bzw. althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;truh(t)sazo, truh(t)sezzo&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Truchsess (Hofamt)|Truchsess]]) und Mittelniederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;droste, drotsete&amp;#039;&amp;#039;. Das Wort ist zusammengesetzt aus &amp;#039;&amp;#039;druhti&amp;#039;&amp;#039; „Schar (hauptsächlich das Gefolge eines Fürsten)“ bzw. &amp;#039;&amp;#039;truht/druht&amp;#039;&amp;#039; „Gefolgschaft leisten“ und &amp;#039;&amp;#039;säze&amp;#039;&amp;#039; „sitzen“ (vgl. „Sasse“ wie etwa in [[Freisasse]]). Bedeutung: „jemand, der in der Gefolgschaft sitzt“ – möglicherweise schon ursprünglich „derjenige, der der Gefolgschaft vorsteht“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen ==&lt;br /&gt;
Das Drostenamt war ein [[Synonym]] des [[Hofamt]]s des [[Truchsess (Hofamt)|Truchsesses]]. Im [[Hochstift Münster]] wurde das Erbamt des Drostes des [[Domkapitel Münster|Domkapitels Münster]] 1147 durch Everwinus Droste aus der Familie [[Droste zu Hülshoff]] bekleidet, wo es spätestens 1266 erblich wurde. Das Amt des fürstbischöflich Münsterschen Erbdrostes dagegen wurde seit 1170 jahrhundertelang von der Familie [[Droste zu Vischering]] ausgeübt. Auch das Amt des Erblanddrostes im [[Bistum Osnabrück]] war ein ständisches [[Erbamt]], das seit 1366 von der [[Bar (Adelsgeschlecht)|Familie von Bar]] auf [[Wasserburg Alt Barenaue]] ausgeübt wurde. Der Erblanddrost war erblicher Vorsitzender und Sprecher der [[Osnabrück]]er [[Ritterschaft]]; er hatte die Aufgabe, das [[Siegel]] der Ritterschaft zu verwahren, in deren Versammlungen den Vorsitz zu führen und sie am Hof des Bischofs sowie später auf den Landtagen zu vertreten. Seine Amtsfunktionen waren vergleichbar mit denen eines [[Marschall (Adelstitel)|Erbmarschalls]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf vom Bruch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück&amp;#039;&amp;#039;, F. Schöningh, Osnabrück 1930. Nachdrucke: Wenner, Osnabrück 1965, S. 13 ([http://ds.ub.uni-bielefeld.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0070-disa-8704370 online UB Bielefeld]); Wenner, Osnabrück 1982; Wenner, Osnabrück 2004, ISBN 3-87898-384-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in der [[Grafschaft Mark]] waren die Droste in der Mitte des 14. Jahrhunderts [[ritter]]bürtig.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut der &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Grafen von der Mark&amp;#039;&amp;#039; des [[Levold von Northof]], wiedergegeben in: [[Arno Borst]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebensformen im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 14. Auflage. Ullstein, Frankfurt am Main / Berlin 1995, ISBN 3-548-34004-0, S. 441–446.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Amt des Landdrostes im [[kurköln]]ischen [[Herzogtum Westfalen]], wo die gesamte, in [[Arnsberg]] residierende Regierung die gleiche Bezeichnung führte, bekleideten ausschließlich Adelige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drostei hieß sowohl der Verwaltungsbezirk selbst wie auch der Wohn- und Amtssitz des Drostes. Historische Amtssitze der Droste, auch Drostenhöfe oder -häuser genannt, waren z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Drostei (Pinneberg)|Drostei in Pinneberg]] und die Drostenhöfe in [[Drostenhof (Wolbeck)|Wolbeck]], [[Feldberg (Feldberger Seenlandschaft)]] und [[Drostenhof (Neheim)|Neheim]]; Gebäude mit dieser Bezeichnung gab bzw. gibt es auch z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Balve]], [[Bad Iburg]], [[Bad Driburg]], [[Essen]], [[Extertal]], [[Hagen]], [[Haldern]], [[Rheda]],  [[Plettenberg]] (Drostehaus der [[Burg Schwarzenberg (Plettenberg)|Burg Schwarzenberg]]) und das Drostehaus in [[Ootmarsum]] (Twente/Niederlande), während der [[Erbdrostenhof]] in Münster das [[Stadtpalais]] der Familie [[Droste zu Vischering]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der Neuzeit ist die Bezeichnung Drost auch ein Titel des mit polizeilichen und militärischen Befugnissen ausgestatteten [[Adel|Adligen]]. In [[Provinz Hannover|Hannover]] hießen die [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] noch bis 1885 Landdroste. In [[Mecklenburg]] war &amp;#039;&amp;#039;Landdrost&amp;#039;&amp;#039; noch in der Weimarer Republik eine Amtsbezeichnung für die Leiter kleinteiliger Bezirke, vergleichbar einem [[Landrat (Deutschland)|Landrat]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Artikel zu [[Hermann Schmidt zur Nedden]], [[Carl-August von Bülow]] und [[Emil Lemcke]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„[[Hans Leuss|[Hans] Leuß]] war inzwischen Landdrost für den Bezirk [[Burg Stargard|Stargard]] geworden&amp;amp;nbsp;[…]“ Roderich Hustaedt: &amp;#039;&amp;#039;Die Lebenserinnerungen eines mecklenburg-strelitzschen Staatsministers&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Veröff. d. Hist. Komm. f. Meckl., Reihe C, Band 12). Hrsg. v. Michael Buddrus. Rostock 2014, S. 155 (Kapitel 16: „Wahlkampf 1920 […]“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Amt des Drostes leitet sich der in Norddeutschland und den Niederlanden häufige Familienname [[Droste]] ab, der insbesondere durch die Dichterin [[Annette von Droste-Hülshoff]] bekannt ist. Weiterhin leitet sich der selten vorkommende Familienname Drossard aus dieser Amtsbezeichnung ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Winfried Breidbach |url=https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/342335/der-droste-organisierte-das-leben-am-hofe |titel=Ursprünglich hatte er das hohe Amt des Truchsesses inne: Der Droste organisierte das Leben am Hofe |abruf=2019-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drost in Dänemark und Schweden ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Oberlanddrost&amp;#039;&amp;#039; war der Titel, den die meisten königlich dänischen [[Statthalter]] in den [[Grafschaft Oldenburg|Grafschaften Oldenburg]] und [[Grafschaft Delmenhorst|Delmenhorst]] während der Zeit der [[Personalunion]] mit dem [[Königreich Dänemark]] (1667–1773) führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich-Wilhelm Schaer: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst vom späten 16. Jahrhundert bis zum Ende der Dänenzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Albrecht Eckhardt, Heinrich Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Landes Oldenburg.&amp;#039;&amp;#039; Oldenburg 1987, ISBN 3-87358-285-6, S. 173–228, hier S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Holstein]], dem südlichen Landesteil von Schleswig-Holstein, war der (Ober)Landdrost der höchste königlich-dänische Beamte, der für die Erhaltung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit zuständig war. Er war auch zuständig für Rechtsprechung und beaufsichtigte alle Amtssachen. Sein direkter Vertreter in Abwesenheit war der Haus-, Wald- bzw. Amtsvogt als Lokalbeamter mit Status eines [[Amtmann]]s, der ebenfalls sämtliche Aufgaben übernahm. Auch der Präsident der dänischen Regierung für das mit Dänemark von 1815 bis 1864 in Personalunion verbundene [[Herzogtum Sachsen-Lauenburg]] mit Sitz in [[Ratzeburg]] trug den Titel „Landdrost“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Schweden gab es (Reichs)droste &amp;#039;&amp;#039;(drots, riksdrots)&amp;#039;&amp;#039;. Die ersten schriftlichen Belege datieren aus dem Jahr 1276 und beziehen sich auf einen königlichen Amtsträger. Im 14. Jahrhundert war der Drost Stellvertreter des Königs bei dessen Abwesenheit oder wenn der König noch unmündig war. Einer der mächtigsten Droste dieser Zeit war [[Bo Jonsson Grip|Bo Jonsson]]. Im 15. Jahrhundert war das Amt nur zwischen 1435 und 1442 besetzt und wurde durch den Reichsvorsteher &amp;#039;&amp;#039;(riksföreståndare)&amp;#039;&amp;#039; abgelöst. Als Ehrentitel tauchte der Drost Ende des 16. Jahrhunderts wieder kurz auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter König [[Gustav II. Adolf|Gustav&amp;amp;nbsp;II. Adolf]] wurde 1612 das Amt des Reichsdrostes geschaffen: Magnus Brahe hatte 1612–1633 das Amt inne. Zuerst Präsident des höchsten Gerichts wurde der Reichsdrost in der Verfassung von 1634 mit der Aufsicht über das Justizwesen im Reich beauftragt – Amtsinhaber Gabriel Gustafsson Oxenstierna 1634–1640, ein Bruder [[Axel Oxenstierna]]s. Sein Nachfolger wurde [[Per Brahe der Jüngere]] (Per Brahe den yngre), der von [[Magnus Gabriel de la Gardie]] als Reichsdrost &amp;#039;&amp;#039;(riksdrots)&amp;#039;&amp;#039; bis 1684 abgelöst wurde. Zwischen 1686 und 1720 war das Amt nicht besetzt, und am Beginn der Freiheitszeit wurde es abgeschafft. 1787 wurde der Titel „Drost“ wieder aufgegriffen und dem [[Justizkanzler]] Carl Axel Wachtmeister, der Chef über das gesamte Rechtswesen war, verliehen. Mit der neuen Verfassung von 1809 wurde der Titel jedoch wieder abgeschafft. Carl Axel Wachtmeister war bis zu seinem Tod 1810 im Amt als Schwedens erster Justizstaatsminister (neuer Titel für den Chef des Rechtswesens, 1876 in Justizminister umgewandelt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Drost |Band=2 |Sp=1437 |lemid=D05068}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/d/kd01393.htm &amp;#039;&amp;#039;Drost/Drossat&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Johann Georg Krünitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Oeconomische Encyclopädie&amp;#039;&amp;#039;, Band 9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drost.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste.&amp;#039;&amp;#039; Theil 27, Dominus – Drury, Band 1, Gleditsch, 1836, S. 60. [http://books.google.de/books?id=z3dBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA460&amp;amp;lpg=PA460 (Google-Books)]&lt;br /&gt;
* {{NordFamilje |Lemma=Drots |Auflage=2 |Band=6 |Spalte=882 |SpalteBis=883}}&lt;br /&gt;
* Mattias Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Drost.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Albrecht Cordes]], [[Heiner Lück]], [[Dieter Werkmüller]], [[Ruth Schmidt-Wiegand]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band I. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-503-07912-4, Sp. 1161–1162.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4307427-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschertitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Schweden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer juristischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landdrost| !]]&lt;/div&gt;</summary>
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