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	<title>Drittes Lager - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Drittes_Lager&amp;diff=590889&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Braganza: /* In der 2. Republik */</title>
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		<updated>2025-04-09T14:48:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;In der 2. Republik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der österreichischen Politik. Siehe [[Dritter Weg]] zu Positionen während des Kalten Krieges, die sich als Alternative zu sowohl Kommunismus als auch Kapitalismus verstanden.}}&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drittes Lager&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in [[Österreich]] traditionell das Lager der [[Deutschnationalismus|deutschnationalen]], [[Deutschfreiheitlichkeit|deutschfreiheitlichen]] und [[Nationalliberalismus|nationalliberalen]] Wählerschaft. Vertreten wird es heute vor allem durch die [[Freiheitliche Partei Österreichs]] (FPÖ). Der Ausdruck ist zu verstehen als Abgrenzung zu den beiden hauptsächlichen politischen „Lagern“ Österreichs, dem [[Christdemokratie|christdemokratisch]]-[[Bürgertum|bürgerlichen]] Lager (hauptsächlich vertreten durch die [[Österreichische Volkspartei]], ÖVP) und dem [[Sozialismus|sozialistisch]]-[[Sozialdemokratie|sozialdemokratischen]] Lager (primär vertreten durch die [[Sozialdemokratische Partei Österreichs]], SPÖ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|2=Dieser Abschnitt|Grund=keine Erwähnung der KuK-Zeit, der wichtigen Parteien und Persönlichkeiten}}&lt;br /&gt;
Grundlage des Dritten Lagers ist die Auffassung, dass Österreich nach dem [[Zerfall der Doppelmonarchie]] und dem damit einhergehenden Verlust der nicht-[[Deutsche Sprache|deutschsprachigen]] Gebiete keine Existenzberechtigung als eigener [[Staat]] gegenüber dem [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] hätte. So wurde 1918 die [[Erste Republik (Österreich)|Erste Republik]] Österreich zunächst als [[Deutschösterreich]] gegründet, die langfristig an das Deutsche Reich angeschlossen werden sollte. Dies wurde breit unterstützt, auch von führenden Vertretern der Sozialdemokratie, aber von der  [[Triple Entente|Entente]] im Rahmen der [[Pariser Vorortverträge]] untersagt. Ideologischer Hauptgegner dieser Denkrichtung war in der 1. Republik die katholisch-konservative [[Christlichsoziale Partei (Österreich)|Christlichsoziale Partei]] sowie ab 1934 der [[Austrofaschismus|austrofaschistische]] [[Bundesstaat Österreich|Ständestaat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der 2. Republik ==&lt;br /&gt;
Von der [[Nationalratswahl in Österreich 1945]], die erste nach Kriegsende, wurden ca. 700.000 ehemalige österreichische [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Mitglieder und anders Belastete ausgeschlossen. Diese wurden zur [[Nationalratswahl in Österreich 1949|Nationalratswahl 1949]] wieder zugelassen. Zur selben Zeit gründete der nationalliberale Politiker [[Herbert Alois Kraus|Herbert Kraus]] den [[Verband der Unabhängigen]] (VdU). Bei der Wahl erhielt er 11,7 % der Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_wahlen/nationalrat/NRW_1949.aspx |titel=BM.I - Nationalratswahlen 1949 |datum=2017-07-09 |sprache=de-AT |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170709011339/http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_wahlen/nationalrat/NRW_1949.aspx |abruf=2023-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff „Drittes Lager“ wurde von da an für die Gruppe der deutschnationalen und nationalliberalen Wähler verwendet, analog zu den Lagern der [[Konservatismus|konservativen]] ÖVP und der [[Sozialismus|sozialistischen]] SPÖ. Nach der Unterzeichnung des [[Österreichischer Staatsvertrag|Staatsvertrages]] 1955 erfolgte dann die Gründung der [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]] als Nachfolgeorganisation des VdU, die seitdem diese Wählerschaft als Stammwähler an sich binden konnte. Diese Wählerklientel nimmt seit den frühen 1990ern allerdings stetig ab und macht laut [[Fritz Plasser]] heute nur noch 3–4 % der Bevölkerung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des [[Liberales Forum|LiF]] 1993 spaltete sich ein bedeutender Teil der liberalen Anhängerschaft der FPÖ während der zunehmenden Radikalisierung der Freiheitlichen unter [[Jörg Haider]] ab. Die Überreste dieser bis 1999 an Bedeutung verlierenden Partei vereinten sich 2013 mit [[NEOS]].&lt;br /&gt;
Spätestens allerdings mit Gründung des [[Bündnis Zukunft Österreich|BZÖ]] im Jahre 2005 durch den früheren FPÖ-Politiker und Landeshauptmann von Kärnten Jörg Haider und dem Austritt [[Ewald Stadler]]s aus der FPÖ war das Dritte Lager gespalten. Seit dem Tod Haiders 2008 und der Rückentwicklung des BZÖ zur Kleinstpartei ist die FPÖ wieder die Hauptvertreterin des Dritten Lagers. Zeitweise konnte auch das [[Team Stronach]] FPÖ-Wähler für sich gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://politikberatung.or.at/fileadmin/studien/rechtspopulismus/Die_Konjunkturen_des_Rechtspopulismus_in_%C3%96.pdf |titel=Die Konjunkturen des Rechtspopulismus in Österreich |datum=September 2015 |sprache=de-AT |abruf=2025-04-09|seiten=29|werk=ÖGPP}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Abspaltungen, die kurzzeitig regionale Bedeutung erlangten, waren das [[Bündnis Liste Burgenland]], die [[Freie Partei Salzburg]] und das [[Team HC Strache – Allianz für Österreich]] in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechten und separatistischen Parteien in Südtirol, die [[Union für Südtirol]], [[Die Freiheitlichen]], die [[Süd-Tiroler Freiheit]] und die [[Liste JWA]], werden als „Patriotisches Lager“ bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2018/10/tag-Landtagswahlen-Suedtirol-SVP-Team-Koellensperger-Freiheitliche-Suedtiroler-Freiheit-7d441b96-73b6-4313-af0e-e4bcf303d67a.html |titel=Politisches Erdbeben: Parteienlandschaft so stark verändert wie nie zuvor |datum=2018-10-22 |sprache=de-IT |abruf=2025-04-09|werk=[[Tagesschau (Rai Südtirol)|Tagesschau]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unsertirol24.com/2023/09/29/umfrage-debakel-fuer-svp-bei-landtagswahl/ |titel=Umfrage: Debakel für SVP bei Landtagswahl |datum=2023-09-29 |sprache=de-IT |abruf=2025-04-09|werk=unsertirol24.com}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und werden traditionell von der FPÖ unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.suedtirolnews.it/politik/suedtirol-wahl-kickl-mit-lob-video-fuer-spitzenkandidat-wirth-anderlan |titel=Kickl mit Lob-Video für Spitzenkandidat Wirth Anderlan |datum=2023-10-16 |sprache=de-IT |archiv-url=https://web.archive.org/web/20240721214400/https://www.suedtirolnews.it/politik/suedtirol-wahl-kickl-mit-lob-video-fuer-spitzenkandidat-wirth-anderlan |abruf=2025-04-09|werk=suedtirolnews.it}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Hinweistext}}Inzwischen wird der Begriff auch als Selbstbezeichnung verwendet. So machte Jörg Haider Wahlkampf mit dem Slogan „Warum wir mehr als das dritte Lager sind ...“, verkündete der FPÖ-Politiker [[Bernd Lindinger]] in einer Rede vor der [[Wiener akademische Burschenschaft Olympia|Burschenschaft Olympia]], dass „wir selbst das Dritte Lager sind“, und erklärte [[Andreas Mölzer]] in der Zeitschrift [[Zur Zeit]] „die Dritte Kraft, das Dritte Lager, war in Wirklichkeit in Österreich das erste politische Lager“. 1988 meinte der damalige FPÖ-Abgeordnete und Ex-Bundesverteidigungsminister [[Friedhelm Frischenschlager]]: „Die Verbindung zwischen Drittem Lager und dem Nationalsozialismus ist eine Tatsache. Weder der [[Verband der Unabhängigen|VDU]] noch die FPÖ sind Parteien, die vom Himmel gefallen sind.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Walter Sucher]] schrieb in den [[Burschenschaftliche Blätter|Burschenschaftlichen Blättern]] (BBl) 4/96 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Drittes Lager&amp;#039;&amp;#039;: „Seit 1986 entwickelte sich aus diesem Dritten Lager und aus der FPÖ heraus eine politische Bürgerbewegung, die heute als populäre Oppositionspartei über beträchtlichen Einfluss im Lande verfügt. Prägend für sie – und hier seien nur zwei Namen genannt: Jörg Haider und [[Rainer Pawkowicz]] – waren und bleiben Burschenschafter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien des Dritten Lagers ==&lt;br /&gt;
Eng verbunden mit dem Dritten Lager war die 2018 eingestellte Zeitschrift [[Die Aula (Zeitschrift)|Die Aula]]. In ihrer Selbstdarstellung hieß es 1994: „Hier soll VorDenkarbeit geleistet werden, müssen – [[larmoyant]] zwar, aber eben doch – jene strategisch-taktischen [[Axiom]]e formuliert werden, mit denen sich das &amp;#039;&amp;#039;Dritte Lager&amp;#039;&amp;#039; zum Beherrschen einer &amp;#039;&amp;#039;Dritten Republik&amp;#039;&amp;#039; aufschwingen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Perner/Schiedel/Zellhofer 1994, S. 59; Hervorhebung im Original.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterhin bestehendes Medium des dritten Lagers ist die Wochenzeitung [[Zur Zeit]], die sich selbst als „rechtskonservativ“ und „deutschnational“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039; (BBl) 4/96&lt;br /&gt;
* Reinhold Gärtner: &amp;#039;&amp;#039;Die Aula&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes|DÖW]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus&amp;#039;&amp;#039;. Deuticke, Wien 1993, ISBN 3-216-30053-6, S. 253–270.&lt;br /&gt;
* Reinhold Gärtner: &amp;#039;&amp;#039;Die „Aula“ und die Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Purtscheller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ordnung, die sie meinen. „Neue Rechte“ in Österreich&amp;#039;&amp;#039;. 2. verbesserte Auflage, Picus-Verlag, Wien 1995, ISBN 3-85452-256-8.&lt;br /&gt;
* Markus Perner, [[Heribert Schiedel]], Klaus Zellhofer: &amp;#039;&amp;#039;Haiders Denkfabriken. Die Avantgarde der Völkischen&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Purtscheller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ordnung, die sie meinen. „Neue Rechte“ in Österreich&amp;#039;&amp;#039;. 2. verbesserte Auflage, Picus-Verlag, Wien 1994, ISBN 3-85452-256-8.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Steininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Lager. Aufstieg nach dem Fall?&amp;#039;&amp;#039;. Edition Steinbauer, Wien 2007, ISBN 978-3-902494-20-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liberalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Braganza</name></author>
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