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	<title>Dreschschlitten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T09:20:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dreschschlitten&amp;diff=873444&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Verbreitung */</title>
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		<updated>2025-08-29T04:16:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verbreitung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Trillo-11 vista general.png|mini|Dreschschlitten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dreschschlitten 2.jpg|mini|Unterseite eines Dreschschlittens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Trillo-5.JPG|mini|Unterseite eines Dreschschlittens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreschschlitten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein mindestens seit dem 4. Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;andersoninizan1994&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patricia C. Anderson &amp;amp; Marie-Louise Inizan |Titel=Utilisation du Tribulum au début du IIIe millénaire: des lames „Cananéennes“ lustrées à Kutan (Ninive V) dans la région de Mossoul, Iraq |Reihe=Paléorient |BandReihe=2 |NummerReihe=20 |Datum=1994 |Umfang=85–103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;gibaja2012&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Juan Francisco Gibaja et al. |Titel=El uso de trillos durante la Edad del Cobre en la Meseta espanola. Análisis traceológico de una colección de denticulados de silex procedentes del &amp;#039;recinto de fosos&amp;#039; de El Casetón de la Era (Villalba de los Alcores, Valladolid) |Reihe=Trabajos de Prehistoria |BandReihe=69 |NummerReihe=1 |Datum=2012 |Umfang=133–148}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eingesetztes Instrument zum [[Dreschen]] von [[Getreide]] ([[Gerste]], [[Weizen]]) und [[Hülsenfrucht|Hülsenfrüchten]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Kichererbsen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Er wurde ausschließlich im Freien auf Dreschplätzen eingesetzt. Deshalb ist er nahezu exklusiv aus heißen, trockenen Regionen von den ostatlantischen Inseln (Azoren, Madeira, Porto-Santo und den Kanaren) im Westen, den meisten [[Mittelmeerraum#Abgrenzung und Ausdehnung|zirkummediterranen Ländern]] ([[Ägypten]] und dem [[Maghreb]]) einschließlich mediterraner Inseln über den Vorderen Orient bis in den Iran im äußersten Osten&amp;lt;ref name=&amp;quot;luquetrivet1933&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=D.-H. Luquet &amp;amp; Paul Rivet |Titel=Sur le Tribulum |Sammelwerk=Mélanges offerts à M. Nicolas Iorga par ses amis de France et des Pays de Langue Française |Ort=Paris |Datum=1933 |Umfang=613–638}}&amp;lt;/ref&amp;gt; unter diversen Namen bekannt (spanisch &amp;#039;&amp;#039;trillo&amp;#039;&amp;#039;; französisch &amp;#039;&amp;#039;traineau à dépiquer&amp;#039;&amp;#039;; lateinisch &amp;#039;&amp;#039;tribulum&amp;#039;&amp;#039;; italienisch &amp;#039;&amp;#039;slitta da trebbiare/trebbiatrice&amp;#039;&amp;#039;; bulgarisch &amp;#039;&amp;#039;dikania&amp;#039;&amp;#039;; griechisch &amp;#039;&amp;#039;doukhani&amp;#039;&amp;#039;; türkisch &amp;#039;&amp;#039;döven/düven&amp;#039;&amp;#039;; hebräisch &amp;#039;&amp;#039;morag&amp;#039;&amp;#039;; persisch &amp;#039;&amp;#039;randeh&amp;#039;&amp;#039; (erweitert nach &amp;lt;ref name=&amp;quot;weiner2012&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Weiner |Hrsg=Harald Floss |Titel=Dreschschlitten |Sammelwerk=Steinartefakte vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit |Reihe=Tübingen Publications in Prehistory |Ort=Tübingen |Datum=2012 |Umfang=973–980}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)). Im kalten und feuchten Klima Mittel-, Nord- und Osteuropas (mit Ausnahme von Bulgarien, wo Dreschschlitten bekannt sind, vgl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gurova2014&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maria Gurova |Hrsg=A. van Gijn, J. Whittaker, P. C. Anderson |Titel=Ethnographic Threshing Sledge Use in Eastern Europe: Evidence from Bulgaria |Sammelwerk=Explaining and Exploring Diversity in Agricultural Technology |Verlag=Oxbow Books |Ort=Oxford &amp;amp; Philadelphia |Datum=2014 |Umfang=147–148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) wurde dagegen auf der Tenne im Haus oder einer Scheune mit dem [[Dreschflegel]], schließlich der [[Dreschmaschine]] gedroschen. Aus Spanien ist der zeitgleiche Einsatz von Dreschflegeln und Dreschschlitten bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mingotecalderon2014&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=José Luis Mingote Calderón |Hrsg=A. van Gijn, J. Whittaker, P. C. Anderson |Titel=The Use of Flails for Threshing Cereals |Sammelwerk=Explaining and Exploring Diversity in Agricultural Technology |Verlag=Oxbow Books |Ort=Oxford &amp;amp; Philadelphia |Datum=2014 |Umfang=171–173}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Dreschschlitten bestehen in aller Regel aus mehreren rechteckigen, dicken Holzbohlen, zumeist der [[Mittelmeerkiefer]], die durch bis zu vier Querhölzer (Balken oder Bretter) miteinander verbunden sind. Ihr Vorderteil wurde mittels Querbeil (Dechsel) oder Säge aus dem massiven Holzstück unterschiedlich stark kufenartig nach oben gewölbt herausgearbeitet, um so das [[Dreschen#Druschfrüchte|Druschgut]] unter den [[Schlitten]] zu leiten. Auf dem horizontal verlaufenden Teil der Unterseite wurden klingenförmige [[Abschlag (Archäologie)|Abschläge]] aus [[Feuerstein]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;weiner1980&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Weiner |Hrsg=[[Gerd Weisgerber]], [[Rainer Slotta]], Jürgen Weiner |Titel=Die Flintminen von Çakmak – Eine im Aussterben begriffene heute noch produzierende Feuersteinindustrie in Nordwestanatolien |Sammelwerk=5000 Jahre Feuersteinbergbau. Die Suche nach dem Stahl der Steinzeit |Reihe=Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum |NummerReihe=22 |Ort=Bochum |Datum=1980 |Umfang=383–395}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder anderem harten und scharfkantigen Kieselgestein mit Kanten parallel zur Längsrichtung der Holzbohlen in ein geometrisches Muster zuvor angebrachter Schlitze eingeschlagen und fest verkeilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;weiner2012&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;weiner1980&amp;quot; /&amp;gt; Bei den in unmittelbarer Nähe zu Dörfern gelegenen Dreschplätzen handelt es sich um runde [[Tenne]]n mit Durchmessern bis zu 25&amp;amp;nbsp;m. Ihr Boden besteht in aller Regel aus sonnengehärtetem Stampflehm, fallweise aber auch aus einem Steinpflaster.&amp;lt;ref name=&amp;quot;whittaker2014&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=John C. Whittaker |Hrsg=A. van Gijn, J. Whittaker, P. C. Anderson |Titel=Threshing Floors in Cyprus |Sammelwerk=Explaining and Exploring Diversity in Agricultural Technology |Verlag=Oxbow Books |Ort=Oxford &amp;amp; Philadelphia |Datum=2014 |Umfang=138–139}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem von Rindern, Maultieren, Eseln oder Pferden gezogenen Schlitten fuhr der Landmann mit, um mit seinem Gewicht den Druck auf das Druschgut zu erhöhen. Gelegentlich wurden zusätzlich Steine als Gewicht aufgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die frühesten Vorrichtungen zum Dreschen in [[Mesopotamien]] waren &amp;#039;&amp;#039;Dreschschlitten&amp;#039;&amp;#039;. Den Hinweis darauf geben zwei Illustrationen aus dem Tempelbezirk von [[Uruk]] (etwa 3.500–3.370 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) Belege finden sich auch in [[Keilschrift]]texten aus dem 3. Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. Die Reste eines von zwei Rindern gezogenen Schlittens fanden sich im Grab der Königin [[Puabi]] ([[Frühdynastische Zeit (Mesopotamien)|frühdynastische Zeit]], twa 2600–2350 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) auf dem [[Königsfriedhof von Ur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den älteren Darstellungen scheinen die Schlitten von einem einzelnen [[Hausrind|Rind]] gezogen zu werden, das mit Seilen angespannt ist, die von den Kufen zu den Hörnern des Tieres verlaufen. Vom dritten Jahrtausend an wurden Rinder und [[Equiden]] paarweise unter ein [[Geschirr (Zugtier)|Joch]] gespannt, das an einer zentralen [[Deichsel]] befestigt war. Die [[Zugtier]]e der Dreschschlitten und der nur wenig später aus ihnen entwickelten [[Schlitten]] wurden mittels einer Leine geführt, die am Nasenring befestigt war. Die traditionelle Art Rinder zu führen ist seit dem 3. Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. auch für Equiden belegt. Bis in geschichtliche Zeit gelangte der Dreschschlitten jedoch nicht nach Mittel- und Nordeuropa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Verwendung ===&lt;br /&gt;
Spätestens mit dem Aufkommen der [[Mähdrescher]] kamen Dreschschlitten und Dreschflegel außer Gebrauch. Erstaunlicherweise konnte noch in den frühesten 2000er Jahren im spanisch-portugiesischen Grenzgebiet nahe der portugiesischen Stadt [[Miranda do Douro]] die praktische Verwendung von Dreschschlitten beobachtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schippers2014&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas K. Schippers |Hrsg=A. van Gijn, J. Whittaker, P. C. Anderson |Titel=The Contemporary Use of Iberian Threshing Sledges: some Ethnographic Observations about an Obsolete Choice |Sammelwerk=Explaining and Exploring Diversity in Agricultural Technology |Verlag=Oxbow Books |Ort=Oxford &amp;amp; Philadelphia |Datum=2014 |Umfang=154–156}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unbeschadet dieser die Regel bestätigenden Ausnahme ist davon auszugehen, dass spätestens im Verlauf der 1980er Jahre die rund 5000-jährige Geschichte der Verwendung von Dreschschlitten auch in abgelegenen Regionen des Verbreitungsgebietes ihr Ende fand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;weiner2012&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;whittakeretal2009&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Whittaker, Kathryn Kamp, Emek Yılmaz |Titel=Çakmak revisited: Turkish flintknappers today |Sammelwerk=Lithic Technology |Band=34 |Nummer=2 |Datum=2009 |ISSN=0197-7261 |Seiten=93–110 |Online=http://web.grinnell.edu/anthropology/faculty/JohnWhittaker/Articles/WhittakerKampYilmaz_CakmakRevisted.pdf |Format=PDF |KBytes=3400 |Abruf=2010-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibeltext ===&lt;br /&gt;
* [[2. Buch Samuel]] 24,22: &amp;#039;&amp;#039;Arauna sprach zu [[David]]: Mein Herr, der König nehme und opfere wie es ihm gefällt. Siehe, da sind die Rinder zum Brandopfer und auch die Dreschschlitten und das Geschirr der Rinder als Brennholz.&amp;#039;&amp;#039; {{Bibel|2 Sam|24|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jesaja]] 41,15: Sieh, ich mache dich zum Dreschschlitten, schneidend scharf, neu, mit Klingen, Berge wirst du dreschen und zermalmen, und Hügel wirst du machen wie Spreu. {{Bibel|Jes|41|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Redewendung ==&lt;br /&gt;
Auf den Dreschschlitten geht die Redewendung „…mit jemandem Schlitten fahren“ zurück. Sie bezieht sich auf den grausamen Brauch, Gefangene oder Straftäter mit Dreschschlitten zu überfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Brentjes: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung des Haustieres&amp;#039;&amp;#039;. Urania-Verlag Leipzig Jena Berlin, 1986, 128 S., S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Vere Gordon Childe]] |Titel=The first waggons and carts – from Tigris to the Severn |Sammelwerk=Proceedings of the Prehistoric Society |Reihe=Neue Serie |Band=17 |Datum=1951 |Sprache=en |Umfang=177 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J. Crouwel |Hrsg=M. Fansa, St. Burmeister |Titel=Der alte Orient und seine Rolle in der Entwicklung von Fahrzeugen |Sammelwerk=Rad und Wagen: Der Ursprung einer Innovation. Wagen im Vorderen Orient und Europa |Reihe=Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland |BandReihe=Beiheft 40 |Verlag=Philipp von Zabern |Ort=Mainz |Datum=2004 |ISBN=3-8053-3322-6 |Seiten=69–86}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=P. Steinkeller |Titel=Threshing implements in ancient Mesopotamian: Cuneiform sources |Reihe=Iraq |NummerReihe=52 |Datum=1990 |Sprache=en |Umfang=19–23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Threshing boards|Dreschschlitten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landmaschine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Maschine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Getreideverarbeitung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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