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	<title>Dreschflegel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:05:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dreschflegel&amp;diff=19874&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2025-07-07T11:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:dreschflegel.jpg|mini|Dreschflegel]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreschflegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im Süd-/Altdeutschen auch &amp;#039;&amp;#039;Dreschschlegel&amp;#039;&amp;#039;) ist ein altes [[Landwirt|bäuerliches]] [[Werkzeug]] zum [[Dreschen]] des [[Getreide]]s nach der [[Ernte]], um die Getreidekörner aus den [[Fruchtstand|Fruchtständen]] zu lösen und der Weiterverarbeitung zuführen zu können.&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Flegel&amp;#039;&amp;#039; ist ein romanisches Lehnwort (von latein. &amp;#039;&amp;#039;flagellum&amp;#039;&amp;#039; „Geißel“, „Peitsche“) und vermutlich aus dem [[Römisches Reich|Römischen Reich]] in den germanischen Sprachraum gelangt.&lt;br /&gt;
Im badischen und württembergischen Raum nannte man den Dreschflegel bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch „Dreschschwengel“ oder „Schwengel“. Daraus leiteten sich z.&amp;amp;nbsp;B. auch Grunddienstbarkeiten wie das „[[Schwengelrecht]]“ ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landwirtschaftliche Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhof-flegeldreschen.ogv|thumbtime=3|mini|Flegeldreschen im Freilichtmuseum  [[Roscheider Hof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
Der Dreschflegel besteht aus einem hölzernen, etwa eineinhalb Meter langen Stiel, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Handhabe&amp;#039;&amp;#039;, an dem, mittels eines beweglichen Bindeglieds (meist aus [[Leder]], in Norddeutschland auch aus [[Aalhaut (Tierprodukt)|Aalhaut]]&amp;lt;ref&amp;gt;Max Ebert: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Vorgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; 1879, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;), das &amp;#039;&amp;#039;Schlagholz&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Schlegel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Klöppel&amp;#039;&amp;#039; genannt, befestigt ist. Beim Letzteren handelt es sich um einen etwa 4–8 cm dicken Prügel aus Hartholz, meist [[Rotbuche|Buche]]. Während die Schlaghölzer früher häufig nur grob bearbeitet waren, waren in jüngerer Zeit deren Querschnitte klar geometrisch definiert, etwa als Rechteck bzw. Quadrat oder auch als Achteck bzw. Rundholz. Die häufigste Form war die rechteckige, wenngleich die runde Form als die für die Frucht schonendste galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dreschplatz ===&lt;br /&gt;
Gedroschen wurde auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Tenne]]&amp;#039;&amp;#039; genannten befestigten Boden einer [[Scheune]], der meist annähernd quadratisch war. In der Regel konnten die Scheunen mit einer Tenne auf zwei gegenüberliegenden Seiten geöffnet werden; dadurch konnte der Wind, speziell der kräftige Herbstwind, durch die Scheune „fegen“. Die Drusch wurde in der Regel in den Herbst- und Wintermonaten durchgeführt, lediglich das für die Wintersaat bestimmte Getreide wurde schon früher gedroschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dreschvorgang ===&lt;br /&gt;
Die Getreide[[Garbe (Landwirtschaft)|garben]] wurde auf der Tenne so im Kreis ausgelegt, dass die Ähren zur Mitte hin zeigten. Die Drusch wurde in der Regel von mehreren Männern – Bauern, Knechte und auch Lohndrescher – zugleich durchgeführt und erforderte einerseits erhebliche körperliche Kraft und Ausdauer und andererseits das korrekte Einhalten des Schlagrhythmus&amp;#039;: Die Drescher standen bzw. gingen langsam während ihrer Arbeit im Kreis um die Garben herum. Dabei wurde der Dreschflegel so bewegt, dass das vorne angebrachte Schlagholz mit großer Kraft auf die am Boden liegenden Getreidegarben aufschlug. Dies alles geschah abwechselnd nach einem festgelegten Rhythmus, der vielfach durch Merksprüche o. Ä. laut vorgegeben wurde, was insbesondere von Bedeutung war, solange sich die Drescher noch nicht aufeinander eingespielt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Schläge wurden die Getreidekörner aus den [[Ähre]]n herausgeschlagen (gedroschen). Die schweren Körner fielen zu Boden, während die leichtere [[Spreu]] (das ist die zusammenfassende Bezeichnung für [[Spelze]]n, [[Granne]]n, Hülsen usw.) vom Wind aus der die Tenne hinweggefegt oder auch aktiv entfernt wurde (vgl. auch Mt. 3, 12, „die Spreu vom Weizen trennen“.) Hierzu verwendete man gegebenenfalls auch eine [[Worfel]]: Um die Spreu von den Körnern zu trennen, legten die Bauern die Mischung in einen flachen Korb, die Worfel, und warfen den Inhalt hoch. Der Wind blies die leichtere Spreu weg und die Körner fielen in die Worfel zurück. Dies wurde mehrere Male wiederholt, bis sich nur noch Körner in der Worfel befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das übrigbleibende langhalmige [[Stroh]] konnte nicht nur zur Einstreu für das Vieh verwendet werden, sondern diente auch zur Fertigung von Seilen, Säcken usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Der Dreschflegel als Instrument zum Trennen der Frucht von der Spreu war bereits seit dem Altertum bekannt. Er ersetzte seinerzeit den Dreschstock. Auch in China setzen sich Dreschflegel seit der Han-Dynastie durch&amp;lt;ref&amp;gt;Jixiang Song, Zhijun Zhao, Dorian Q Fuller, The archaeobotanical significance of immature millet grains: an experimental case study of Chinese millet crop processing. &amp;#039;&amp;#039;Vegetation History and Archaeobotany&amp;#039;&amp;#039; 22/2, 2013, 145. Stable URL: https://www.jstor.org/stable/23419926&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen Landwirtschaft wurde der Dreschflegel in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die [[Dreschmaschine]] und dann, in den 1950er und 1960er Jahren, durch den [[Mähdrescher]] ersetzt. Ein praktischer Einsatz des Dreschflegels erfolgt noch in Pflanzenzucht- bzw. Samenbaubetrieben zum Ausdreschen kleiner Saatgutpartien, bei welchen die Reinigung auch einer kleinen Dreschmaschine zeitaufwendiger wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Sachweh (Herausgeber): Der Gärtner, Band 3, Baumschule, Obstbau, Samenbau, Gemüsebau. 2. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1986/1989, ISBN 3-8001-1148-9, S. 337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dreschflegel als Waffe ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Flegel (Waffe)}}&lt;br /&gt;
Da der Dreschflegel eine enorme Schlagkraft entwickeln kann, wurde er im [[Mittelalter]], wie auch die [[Kriegssense]], oft als [[Bauernwaffen|Bauernwaffe]] verwendet. Die meisten Bauern kämpften im [[Deutscher Bauernkrieg|deutschen Bauernkrieg]] mit diesen beiden Waffen; Dreschflegel gehörten auch zu den Waffen des [[Hussitenkriege|Hussitenheeres]]. Auch der aus dem japanischen Kampfsport bekannte [[Nunchaku]] ist ein Flegel zum Reis-Dreschen. Möglicherweise haben sich aus diesem Provisorium der [[Flegel (Waffe)|Streitflegel]] und/oder der [[Morgenstern (Waffe)|Morgenstern]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff Flegel im weiteren Sinne ==&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Flegel&amp;#039;&amp;#039; im auf eine Person übertragenen Sinn ist jemand, der rücksichtslos verbal leeres Stroh drischt oder sich nach Ansicht vieler anderer Personen den üblichen Verhaltensformen zuwider benimmt. Als Ausruf zeigt das Wort subjektive Betroffenheit aufgrund eines bestimmten Verhaltens. Die Herkunft des Begriffes Flegel als Bezeichnung für einen Menschen ist nicht gesichert, seine Verwendung in diesem Sinne dagegen eher nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel: [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts|DWS-Eintrag mit Zitaten aus der dt. Literatur]] .&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heraldik ==&lt;br /&gt;
Der [[Flegel (Heraldik)|Dreschflegel]] findet sich auch als heraldisches Symbol, u.&amp;amp;nbsp;a. im Wappen des bayerischen Marktes [[Bütthard]]. Die [[Blasonierung]] lautet &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;In Rot auf grünem Boden schreitend ein silbernes Lamm, das einen goldenen Dreschflegel schultert&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Das [[Flagellum (ägyptische Mythologie)|Flagellum]] („Dreschflegel“) war, neben dem [[Hirtenstab]], das wichtigste Attribut des [[Ägyptische Mythologie|ägyptischen]] Gottes [[Osiris]]. Auch der unterägyptische Gott [[Anedjti]] hatte diese Gerätschaft als Wahrzeichen. Die Interpretation des Gegenstandes ist unklar, Dreschflegel waren in Ägypten zu dieser Zeit unbekannt. Deutungen reichen von einer [[Peitsche|Geißel]] zum Schafehüten über [[Fliegenwedel]] zu einer Gerätschaft, um [[Ladanum]] zu sammeln&amp;lt;ref&amp;gt;Sylwia Gromadzka, Sławomir Rzepka, Two flails in the king&amp;#039;s hands: unusual royal iconography on a scarab from Tell el-Retaba. &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Altägyptischen Kultur&amp;#039;&amp;#039; 40, 2011, 107. Stable URL: https://www.jstor.org/stable/41812310; V. Wessetzky, Bemerkungen über das Flagellum&amp;#039;, den Fliegenwedel und das Zeichen ms. In: F. Pölöskei, Studia in Honorem L. Fóti. &amp;#039;&amp;#039;Studia Aegyptiaca&amp;#039;&amp;#039; 12, Budapest 1989, 425-429, pl. I-V.; Percy E. Newberry, The Shepherd&amp;#039;s Crook and the so-called &amp;#039;Flail&amp;#039; or &amp;#039;Scourge&amp;#039; of Osiris. &amp;#039;&amp;#039;Journal of Egyptian Archaeology&amp;#039;&amp;#039; 15, 1929, 84-94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ein im Raum [[Halver]] ab 1932 erscheinendes nationalsozialistisches Kampfblatt trug den Namen [[Halver#Vorabend des Nationalsozialismus 1925–1933|&amp;#039;&amp;#039;Dreschflegel&amp;#039;&amp;#039;]],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein komödiantisches Liederbuch von [[Martin Auer]] mit Reinhart Honold und Rudi Tinsobin trägt den Namen: &amp;#039;&amp;#039;Der Dreschflegel&amp;#039;&amp;#039; – Aufsässige Volkslieder aus Österreich („Die Komödianten“, Wien 1977)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfram Hennies, &amp;#039;&amp;#039;Vom Dreschflegel zur Dreschmaschine. Zur Geschichte des Perleberger Landmaschinenbaus im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Perleberger Hefte 1, Perleberg, Verlag Rat der Stadt Perleberg, 1989.&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver von Hlubek|Franz Xaver Hlubek]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Landwirthschaftslehre in ihrem ganzen Umfange nach den Erfahrungen und Erkenntnissen der letztverflossenen 100 Jahre Mit wissenschaftlicher Strenge dargestellt&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, Verlag Braumüller und Seidel, Wien 1846, S. 331, § 736, § 737&lt;br /&gt;
* Dag Trotzig: &amp;#039;&amp;#039;Slagan och andra tröskredskap: En etnologisk undersökning med utgangspunkt från svenskt material.&amp;#039;&amp;#039; Stockholm 1943 (= &amp;#039;&amp;#039;Nordiska Museets Handlingen&amp;#039;&amp;#039;, 17).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Cite web |last=Hentschel |first=Karl-Heinz |title=Von &amp;quot;Sammet&amp;quot; und &amp;quot;Dreschtaktsprüchen&amp;quot; |language=de |date=1987 |url=http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/d/dreschflegel/home.html |accessdate=2023-06-30 |website=brauchtumsseiten.de}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Dreschflegel}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Threshing flails|Dreschflegel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliches Gerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Getreideverarbeitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassieren (Verfahrenstechnik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stangenwaffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlag- und Stoßwaffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffe (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffe (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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