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	<title>Dreikaiserbund - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:26:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dreikaiserbund&amp;diff=558025&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Historischer Völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland) umbenannt in Kategorie:Historischer völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland): laut Diskussion</title>
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		<updated>2025-09-26T05:24:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Historischer_V%C3%B6lkerrechtlicher_Vertrag_(Deutschland)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Historischer Völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Historischer Völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Historischer_v%C3%B6lkerrechtlicher_Vertrag_(Deutschland)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Historischer völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Historischer völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland)&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2025/September/18&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2025/September/18 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreikaiserbund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein am 18. Juni [[1881]] abgeschlossenes geheimes Neutralitätsabkommen zwischen dem [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reich]], [[Österreich-Ungarn]] und [[Russisches Kaiserreich|Russland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Scheitern des Dreikaiserabkommens auf dem Berliner Kongress ==&lt;br /&gt;
Der Dreikaiserbund setzte das zwischenzeitlich auseinandergebrochene [[Dreikaiserabkommen]] von 1873 fort und war Teil von [[Otto von Bismarck|Bismarcks]] Neuaufbau seines Bündnissystems nach dem [[Berliner Kongress]] von 1878. Dieser Neuaufbau war nötig geworden, als der russische Kanzler [[Alexander Michailowitsch Gortschakow|Gortschakow]] das &amp;#039;&amp;#039;Dreikaiserabkommen&amp;#039;&amp;#039; aufkündigte. Er war enttäuscht, dass das Deutsche Reich auf dem Berliner Kongress nicht Partei für die russischen Forderungen ergriffen hatte und der [[Frieden von San Stefano]] (machtpolitisch vor allem zugunsten Österreich-Ungarns) weitgehend revidiert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich war das russische Verhältnis zu [[Britisches Weltreich|Großbritannien]] und [[Dritte Französische Republik|Frankreich]] wegen der erzwungenen Revision von San Stefano erheblich belastet und als einzige Alternative schien sich ein erneutes Zusammengehen mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn anzubieten. Gortschakow hatte auf dem Berliner Kongress einen Fehler gemacht, als er seine Zusammenarbeit mit dem britischen Premier [[Benjamin Disraeli]] fortsetzte. Seitens Großbritannien gab es keine Gegenleistung für die Beendigung des Dreikaiserabkommens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Revision von San Stefano vollständig durchzusetzen, griffen die [[British Army|britischen Truppen]] auf Disraelis Befehl im November 1878 das [[Emirat Afghanistan]] an. Als Gegenleistung dafür bekam Großbritannien auf dem Berliner Kongress vom [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] die Insel [[Zypern]]. Von Afghanistan aus sollten die britischen Truppen das unter russischem Protektorat stehende [[Emirat Buchara]] „bedrohen“, wenn Russland das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] erneut angreift oder den Vertrag von San Stefano durchsetzen möchte. Allerdings brauchten die britischen Truppen im [[Zweiter Anglo-Afghanischer Krieg|2. Anglo-Afghanischen Krieg]] zwei Jahre, um Afghanistan unter Kontrolle zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt des Dreikaiserbundes ==&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 1881 schlossen Russland, das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn den Dreikaiserbund. Die Vertragspartner verpflichteten sich auf drei Jahre zu wohlwollender [[Neutralität (Internationale Politik)|Neutralität]] in einem potentiellen Krieg mit einer vierten Partei und vereinbarten eine Konsultationspflicht für ihre Aktivitäten auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]]. Das Deutsche Reich konnte sich so der russischen Neutralität in einem etwaigen französisch-deutschen Krieg sicher sein, während Russland mit der reichsdeutschen und österreichisch-ungarischen Neutralität im Falle eines Krieges gegen Großbritannien wegen der Meerengenfrage oder gegen das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] auf dem Balkan abgesichert war ([[Orientalische Frage]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen des Dreikaiserbundes ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dreikaisertreffen in Skierniewice am 17.September 1884.jpg|mini|Auf dem Dreikaisertreffen am 17. September 1884 in [[Skierniewice]] bestätigten die drei Kaiser die Verlängerung des Dreikaiserbundes. Von links nach rechts auf dem Balkon: Der österreichisch-ungarische Kaiser [[Franz Joseph I.]], der deutsche Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]], der russische Zar [[Alexander III. (Russland)|Alexander III.]] und die russische Zarin [[Dagmar von Dänemark (1847–1928)|Maria Fjodorowna]].]]&lt;br /&gt;
Durch den Dreikaiserbund bekam Russland freie Hand in Zentralasien. Als Reaktion auf die Besetzung Afghanistans durch britische Truppen begann die [[Kaiserlich Russische Armee|russische Armee]] mit der Besetzung der südtranskaspischen Region im Jahre 1881, die auf dem Gebiet des heutigen [[Turkmenistan]] liegt. Dieser Prozess dauerte bis zum Jahre 1885, der in einem [[Panjdeh-Zwischenfall|militärischen Zwischenfall]] zwischen russischen und anglo-afghanischen Truppen in der Nähe der Stadt [[Serhetabat|Kuschka]] gipfelte. Das Ziel der russischen Diplomatie nach der Besetzung Südtranskaspiens lag darin, Afghanistan als Pufferzone zwischen dem Russischen Kaiserreich und [[Britisch-Indien]] durchzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen April 1884 und Januar 1885 erwarb das Deutsche Reich [[Deutsche Kolonien|Kolonien]] in Afrika. Im Falle eines militärischen Konfliktes mit Großbritannien dort war durch den Dreikaiserbund die Neutralität Russlands und Österreich-Ungarns garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlängerung und Bruch des Dreikaiserbundes ==&lt;br /&gt;
Der belastende Balkangegensatz zwischen Russland und Österreich-Ungarn konnte jedoch auch durch den Dreikaiserbund nicht überbrückt werden. Zwar wurde er trotz Spannungen zwischen [[Wien]] und [[Sankt Petersburg]] am 27. März 1884 noch einmal verlängert. Durch den erneut offenen Ausbruch der Rivalität beider Staaten auf dem Balkan in der [[Bulgarische Krise|Bulgarischen Krise]] 1885/86 zerbrach der Dreikaiserbund. Bismarck versuchte, [[Bündnispolitik Otto von Bismarcks|seine Bündnispolitik]] mit dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;System der Aushilfen&amp;#039;&amp;#039; zu retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Bismarck selbst kam sich“ – laut [[Rudolf Augstein]] – beim Dreikaiserbund „wie ein Mann vor, der zwei Kettenhunde an der Leine hielt, die er ständig hindern mußte, einander an die Kehle zu fahren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Augstein: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510734.html Auf die schiefe Ebene zur Republik.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Der Spiegel]] 2/1985, 7. Januar 1985. Vgl. auch [[Robert Lucius von Ballhausen]]s „Bismarck-Erinnerungen“, in denen er ein Gespräch mit Bismarck vom 13. Dezember 1886 über die [[Bulgarische Krise]] wie folgt wiedergibt: „Die Österreicher machten törichte Politik und er [d. i. Bismarck] stehe zwischen ihnen und den Russen, [sic] wie zwischen zwei bissigen Hunden, welche aufeinanderstürzen würden, wenn er das Halsband loslasse.“ Bismarck-Erinnerungen des Freiherrn Lucius von Ballhausen, Berlin, Stuttgart 1920, S. 359.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ende des Dreikaiserbundes und seine Folgen ==&lt;br /&gt;
Vorrangiges Ziel Bismarcks nach dem Ende des Dreikaiserbundes war es, der sich mit der Entfremdung Russlands abzeichnenden Gefährdung der Sicherheit des Deutschen Reiches durch ein erneutes Vertragsverhältnis zu begegnen. In der Folge übte Bismarck enormen politischen und wirtschaftlichen Druck auf Russland aus, um es wieder in ein Vertragsverhältnis zurückzuführen und ihm eine drohende Isolation im europäischen Mächtesystem vor Augen zu führen. Direkte Folge des Scheiterns des Dreikaiserbundes war der Abschluss des [[Rückversicherungsvertrag]]s und der [[Mittelmeerentente]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Rose: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Außenpolitik in der Ära Bismarck (1862–1890).&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte kompakt.&amp;#039;&amp;#039;) Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-534-15188-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer völkerrechtlicher Vertrag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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