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	<title>Dreifachbindung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T23:40:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dreifachbindung&amp;diff=104987&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wassermaus: /* Orbitalmodell der Dreifachbindung */ Link</title>
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		<updated>2025-10-01T16:33:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Orbitalmodell der Dreifachbindung: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dreifachbindung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form der [[Chemische Bindung|chemischen Bindung]] zwischen zwei [[Atom]]en, die über [[Elektronenpaar]]e vermittelt wird (→ [[Elektronenpaarbindung]]). Zwischen den Atomen gewährleisten drei Paare von [[Bindungselektron]]en den Zusammenhalt des darauf aufbauenden [[Molekül]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktivität von Dreifachbindungen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Stoffe mit Dreifachbindungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Acetylene-CRC-IR-dimensions-2D.svg|150px]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Cyanogen-2D-dimensions.png|180px]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Carbon monoxide 2D.svg|80px]]&lt;br /&gt;
|[[Datei:Dinitrogen-2D-dimensions.png|70px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ethin]]&lt;br /&gt;
|[[Dicyan]]&lt;br /&gt;
|[[Kohlenstoffmonoxid]]&lt;br /&gt;
|[[Stickstoff]], N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Dreifachbindung hat eine sehr hohe [[Elektronendichte]] und sollte daher leicht [[elektrophil]]e [[Additionsreaktion]]en eingehen. Im Fall von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreifachbindungen trifft dies auch zu. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei, dass C-C-Dreifachbindungen (C≡C) energiereicher sind als C-C-Doppel- oder Einfachbindungen (Bei der Bildung einer Dreifachbindung werden durchschnittlich 811&amp;amp;nbsp;kJ·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; frei, für jede Doppelbindung 615&amp;amp;nbsp;kJ·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; und für jede Einfachbindung 345&amp;amp;nbsp;kJ·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holleman-Wiberg&amp;quot;&amp;gt;{{Holleman-Wiberg|Auflage=101.|Startseite=?}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch wird ersichtlich, dass die Energieabgabe bei der Entstehung von drei einzelnen Bindungen anstelle einer einzigen Dreifachbindung höher ist. Die Differenzen werden in den meisten Fällen leicht durch die neu entstehenden Bindungen aufgebracht, und es resultiert üblicherweise ein beträchtlicher Energiegewinn bei Additionen an C-C-Dreifachbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dinitrogen.svg|mini|hochkant=0.4|Molekularer Stickstoff]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carbon monoxide.svg|mini|hochkant=0.4|Kohlenstoff&amp;amp;shy;monoxid]]&lt;br /&gt;
Beim [[Stickstoff]] sind die Verhältnisse genau umgekehrt. Die Dreifachbindung im Stickstoffmolekül N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ist mit einer Bindungsenergie von 945&amp;amp;nbsp;kJ·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; relativ sehr viel energieärmer (= stabiler) als eine N-N-Doppelbindung (bei deren Bildung 466&amp;amp;nbsp;kJ·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;) oder gar eine Einfachbindung (bei deren Bildung nur 159&amp;amp;nbsp;kJ·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; frei wird).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holleman-Wiberg&amp;quot; /&amp;gt; Dadurch wird ersichtlich, dass die Energieabgabe bei der Entstehung von drei einzelnen Bindungen anstelle einer einzigen Dreifachbindung niedriger ist. Diese Energieunterschiede können normalerweise nicht über die Bildung zusätzlicher Bindungen mit den Reaktionspartnern aufgebracht werden, und daher ist molekularer Stickstoff ein bekanntes Beispiel für das Auftreten einer starken Dreifachbindung mit hoher Stabilität und trägem Reaktionsverhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Bindungsenergie (1077&amp;amp;nbsp;kJ·mol&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holleman-Wiberg&amp;quot; /&amp;gt; einer Dreifachbindung hat das Molekül [[Kohlenstoffmonoxid]] (Kohlenmonoxid, CO), da hier zusätzlich zur Dreifachbindung eine schwache ionische Bindung dazukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orbitalmodell der Dreifachbindung ==&lt;br /&gt;
Aus quantenchemischer Sicht kommen Bindungen durch Überlappung von [[Atomorbital]]en zu einem [[Molekülorbital]] zustande. Die geläufigste Beschreibung der Dreifachbindung in [[Alkine]]n ist über eine [[σ-Bindung]] aus sp-[[Hybridorbital]]en, die zwischen der Kernverbindungsachse liegt und zwei [[π-Bindung]]en, die untereinander einen Winkel von 90° bilden und beide außerhalb der Kernverbindungsachse liegen. Eine alternative, vollkommen äquivalente Beschreibung benutzt drei gleichwertige „Bananenbindungen“, die durch Überlappung von sp&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;-Hybridorbitalen gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bindungslänge nach Pauling ==&lt;br /&gt;
Kovalente [[Bindungslänge]]n können nach Pauling als Summe zweier Atomradien abgeschätzt werden. Auf der Grundlage von experimentellen und quantenchemischen Daten wurden additive Kovalenzradien für Atome in Dreifachbindungen für die Elemente [[Beryllium]] bis [[Copernicium]] veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Pekka Pyykkö, Sebastian Riedel, Michael Patzschke: &amp;#039;&amp;#039;Triple-Bond Covalent Radii.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemistry – A European Journal]].&amp;#039;&amp;#039; Band 11, Nr. 12, 2005, S. 3511–3520, [[doi:10.1002/chem.200401299]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der verwendete Datensatz ist selbstkonsistent und enthält nur einen Radius für alle Oxidationszustände und Koordinationszahlen der berücksichtigten Elemente. Durch einfaches Addieren der Atomradien kann eine Vorhersage über die Dreifachbindungslänge gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.psichem.de/triple-bond/index.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Radii of Covalent Triple-Bonds&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20201205150914 |archiv-bot=}} bei psychem.de, nach Pekka Pyykkö, Sebastian Riedel, Michael Patzschke: &amp;#039;&amp;#039;Triple-Bond Covalent Radii.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemistry – A European Journal]].&amp;#039;&amp;#039; Band 11, Nr. 12, 2005, S. 3511–3520, [[doi:10.1002/chem.200401299]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moleküle mit Dreifachbindungen ==&lt;br /&gt;
=== Alkine ===&lt;br /&gt;
Moleküle, die C-C-Dreifachbindungen enthalten, gehören der Stoffgruppe der [[Alkine]] an. Die Chemie der Alkine ist durch Additionen von Elektrophilen an diese Bindung gekennzeichnet. Ein an einer Dreifachbindung beteiligtes Kohlenstoffatom ist sp-hybridisiert, daher sind Alkinanionen entsprechend stabil und als Nukleophile einsetzbar. Die [[Bindungslänge]] einer C-C-Dreifachbindung in Alkinen beträgt 120&amp;amp;nbsp;[[Pikometer|pm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dreifachbindung mit Bor ===&lt;br /&gt;
2012 gelang es einer Arbeitsgruppe der Universität Würzburg erstmals eine Verbindung herzustellen, die eine bis etwa 200&amp;amp;nbsp;°C stabile Dreifachbindung zwischen zwei [[Bor]]-Atomen enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars Fischer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spektrum.de/artikel/1154760&amp;amp;_z=859070 Club der Dreifachbindungen bekommt neues Mitglied.]&amp;#039;&amp;#039; Meldung bei Spektrum.de vom 15. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dreifachbindung mit Schwefel ===&lt;br /&gt;
1984 gelang einer Arbeitsgruppe an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] zum ersten Mal eine Kohlenstoff-Schwefel-Dreifachbindung in Form des Trifluorethylidinschwefeltrifluorids zu synthetisieren. Es ist ein farbloses Gas, das schnell oligomerisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Pötter, Konrad Seppelt: &amp;#039;&amp;#039;Trifluorethylidinschwefeltrifluorid, F&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;C–C≡SF&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Angewandte Chemie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 96, Nr. 2, 1984, S. 138–138, [[doi:10.1002/ange.19840960207]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dreifachbindung mit Silicium ===&lt;br /&gt;
Verbindungen mit Silicium-Silicium-Dreifachbindungen werden [[Disiline]] genannt. Das erste stabile Disilin wurde 2004 von [[Akira Sekiguchi]] synthetisiert. Es handelte sich um 1,1,4,4-Tetrakis[bis(trimethylsilyl)methyl]-1,4-diisopropyl-2-tetrasilin.&amp;lt;ref&amp;gt;Akira Sekiguchi, Rei Kinjo, Masaaki Ichinohe: &amp;#039;&amp;#039;A Stable Compound Containing a Silicon-Silicon Triple Bond.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; 2004, Band 305, Nummer 5691, S.&amp;amp;nbsp;1755–1757 {{DOI|10.1126/science.1102209}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem gibt es auch [[Siline]], die eine Kohlenstoff-Silicium-Dreifachbindung besitzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;InorganicChemistry&amp;quot;&amp;gt;Shintaro Takahashi, Raphaël Nougué, Thibault Troadec, Antoine Baceiredo, Nathalie Saffon‐Merceron, Vicenç Branchadell, Tsuyoshi Kato: &amp;#039;&amp;#039;Base-Stabilized Cationic Silyne with a π-Accepting Phosphonio Substituent.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Inorganic Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; 2023, Band 62, Nummer 16, S.&amp;amp;nbsp;6488–6498 {{DOI|10.1021/acs.inorgchem.3c00513}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Mehrfachbindungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4150646-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Bindung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wassermaus</name></author>
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