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	<title>Drachenstil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:36:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Drachenstil&amp;diff=2880810&amp;oldid=prev</id>
		<title>46.114.141.65: Präteritum Passiv</title>
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		<updated>2022-06-28T09:11:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Präteritum Passiv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Holmenkollens Turisthotel.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Holmenkollen Turisthotell&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- Name! --&amp;gt; in Christiania (1895 durch einen Brand zerstört)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Villabalderslund.jpg|miniatur|Villa Balderslund in Balestrand, 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frognerseteren.jpg|miniatur|Restaurant Frognerseteren in Oslo, 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dalen Hotel-2011.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Dalen Hotell&amp;#039;&amp;#039; in der Telemark, 2011]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drachenstil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Architekturstil]], der vorwiegend in [[Norwegen]] Verwendung fand. Er entstand 1870 in [[Schweden]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;fornnordisme&amp;#039;&amp;#039; und verbreitete sich von 1880 bis 1910 in Norwegen. Er ist mit der [[Norwegische Nationalromantik|nationalromantischen]] Strömung verknüpft, in dem Bestreben, eine nationale architektonische Formensprache zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Drachenstils fällt in die Zeit der nationalromantischen Strömung Norwegens, in der das Bestreben nach einer eigenständigen Identität in der Kunst und Kultur groß war. Norwegen befand sich in einer [[Geschichte Norwegens#Union mit Schweden (1814–1905)|Union]] mit Schweden, die 1905 von Norwegen aufgekündigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die archäologische Literatur berichtete über die Ausgrabungen der [[Wikingerschiff]]e [[Tuneschiff|Tuneskip]], [[Gokstad-Schiff|Gokstadskip]] und [[Oseberg-Schiff|Osebergskip]]. Des Weiteren veröffentlichte [[Lorentz Dietrichson]] 1892 ein Buch über die [[Stabkirche]]n und [[Johan Christian Clausen Dahl|J. C. Dahl]] setzte sich stark für deren Erhalt ein. Somit rückte die Holzarchitektur der Stabkirchen und deren mittelalterliche [[Ornament]]ik sowie die Ornamentik der [[Wikingerzeit]] in den Blickpunkt. Architekten unternahmen Studienreisen, um die Werke zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilphasen ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Drachenstils unter Holm Hansen Munthe ===&lt;br /&gt;
Der Architekt [[Holm Hansen Munthe]], der 1878 in [[Deutschland]] unter [[Conrad Wilhelm Hase]] studierte, prägte den Drachenstil als architektonischen Stilbegriff. Er brachte den Stil durch seine bewusste Haltung zur Holzarchitektur voran.&lt;br /&gt;
Zwei seiner frühesten Werke, aus dem Jahr 1883, sind die Wartehalle (Ventehallen) für die Dampfschiffpassagiere im Stadtteil Pipervika ([[Oslo]]) sowie das Saugbrugs-Vereins-Portal (heute Oskar II. Portal) zur Norwegischen Industrie- und Kunstausstellung. Die Wartehalle wurde abgerissen und das Portal für das [[Norsk Folkemuseum]] nach [[Bygdøy]] versetzt. Seine bedeutendsten Werke im Drachenstil, das Holmenkollen Turisthotell und das Sanatorium, schuf er für die Holmenkollen–Voksenkollen-Gesellschaft. Des Weiteren entstanden das Restaurant Frognerseteren und das Restaurant Hasselbakken im Stadtteil [[St. Hanshaugen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1890 stattete der deutsche Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] Norwegen einen Staatsbesuch ab. Er war so von Munthes Bauten begeistert, dass er ihn beauftragte, für sich das [[Jagdschloss Rominten]] zu bauen. Es folgten weitere Aufträge für eine Kapelle und die [[Matrosenstation Kongsnæs|Königliche Matrosenstation]] in Potsdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Drachenstil kam in Mode und wurde über den Tod Munthes im Jahr 1908 hinaus weitergeführt. Der Ausbau des [[Holmenkollen]] wurde unter anderem von seinen Assistenten Henning Klouman, Balthazar Lange und Ole Sverre weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Phase des Drachenstils ===&lt;br /&gt;
Die Stabkirchen [[Stabkirche Urnes|Urnes]] und [[Stabkirche Borgund|Borgund]] waren wichtige Vorbilder für den Drachenstil. Anfänglich wurden Motive von Ranken oder der Drachenschlange (&amp;#039;&amp;#039;drageslyng&amp;#039;&amp;#039;) kopiert. Im Laufe der Zeit entwickelten sich freiere Formen. Diese Phase dauerte bis 1905 und war phantasievoll und nationalistisch geprägt. Ein Beispiel dieser Phase ist das &amp;#039;&amp;#039;Dalen Hotell&amp;#039;&amp;#039; des Architekten Haldor Larsen Børve aus dem Jahr 1894.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Phase des Drachenstils ===&lt;br /&gt;
Die zweite Phase des Stils dauerte von 1900 bis 1915 und war weniger phantasievoll als die erste. Sie stellt eine Verbindung zum [[Jugendstil]] her. Architekten des Jugendstils übernahmen Elemente des Drachenstils und integrierten diese. Der Architekt [[Henrik Bull]] fügte die Drachenstilornamentik in das Regierungsgebäude von 1904 ein. Anfang des 20. Jahrhunderts kam eine Reaktion gegen den Drachenstil unter den führenden Architekten auf, die sich von ihm abwandten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konstruktion und Stilmerkmale ==&lt;br /&gt;
=== Bauform ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Telemarkstunet Norsk Folkemuseum 0.jpg|miniatur|Beispiel eines mittelalterlichen Lofts]]&lt;br /&gt;
Die Bauform orientiert sich an typischen Hausformen aus dem Inland Norwegens. Dabei ist der Haustypus von [[Laubengang]]häusern aus dem 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts oder Loft- und Speichergebäuden (&amp;#039;&amp;#039;[[Stabbur]]&amp;#039;&amp;#039;) des Mittelalters entlehnt. Das Gebäude ist auf einem Sockel platziert, der an das Gelände angepasst werden kann. Vermutlich wurde das Element des Sockels aus dem [[Schweizerstil]], einer nordeuropäischen Stilepoche der Holzarchitektur zwischen 1840 und 1920, übernommen. Der asymmetrische [[Grundriss]] ist charakteristisch für den Drachenstil. Die oberen Etagen [[Auskragung|kragen]] an einer oder an allen Seiten über den Grundriss des Erdgeschosses hinaus. Ein weiteres Stilelement sind [[Arkaden]] oder Laubengänge. Diese können als Rundbögen oder Zwergarkaden ausgeführt sein. Die oft weit auskragenden [[Satteldach|Satteldächer]] sind im Gegensatz zum Schweizerstil flach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konstruktion ===&lt;br /&gt;
Die Konstruktion der Gebäude ist eine Mischform aus der [[Blockbau]]weise und der Stabkonstruktion, wie sie bei Stabkirchen üblich war. Die Wände sind unvertäfelt und wurden außen geteert. Innen wurden sie mit einem [[Firnis]] behandelt, um die natürliche Holzstruktur zu erhalten. Die Sockel bestehen überwiegend aus Natursteinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ornamentik ===&lt;br /&gt;
Die Ornamentik ist hauptsächlich der altnordischen Kunst entlehnt, wie sie auf Gegenständen der Wikingerzeit oder in der Baukunst der [[Stabkirche]]n zu finden ist. Ranken, Knoten und die Drachenschlange sind häufige Verzierungen. Das auffälligste Merkmal, welches dem Stil seinen Namen gab, ist der Drachenkopf. Er wurde auf der Giebelspitze und oft auch am unteren Ende des [[Ortgang]]s platziert. Des Weiteren wurden die [[Giebel]] auch mit [[Neugotik|neugotischen]] Elementen oder Ornamenten im Schweizerstil verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stephan Tschudi-Madsen: &amp;#039;&amp;#039;Veien hjem, Norsk arkitektur 1870–1914.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Norges kunsthistorie.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, S. 7–108, Oslo 1981, ISBN 82-05-12269-5.&lt;br /&gt;
* Stephan Tschudi-Madsen: &amp;#039;&amp;#039;Dragestilen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Honnør til en hånet stil&amp;#039;&amp;#039;. Oslo 1993, S. 19–45, ISBN 82-03-22009-6.&lt;br /&gt;
* Stephan Tschudi-Madsen: &amp;#039;&amp;#039;Vandringer på en utstilling og i en jaktvilla.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Honnør til en hånet stil&amp;#039;&amp;#039;. Oslo 1993, S. 99–110, ISBN 82-03-22009-6.&lt;br /&gt;
* [[Lorentz Dietrichson]], Holm Hansen Munthe: &amp;#039;&amp;#039;Die Holzbaukunst Norwegens in Vergangenheit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1893.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dragestil of Norway|Drachenstil in Norwegen}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nrk.no/osloogviken/dragestil-pa-st.-hanshaugen-1.349851 Drachenstil in St. Hanshaugen], NRK (norwegisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.allkunne.no/framside/fylkesleksikon-sogn-og-fjordane/historie-i-sogn-og-fjordane/historie/drakestilen-som-nasjonalsymbol//1901/77780/ Drachenstil als Nationalsymbol], Allkunne (norwegisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.allkunne.no/framside/fylkesleksikon-sogn-og-fjordane/historie-i-sogn-og-fjordane/historie/villa-balderslund/1901/77662/ Villa Balderslund], Allkunne (norwegisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform aus Holz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Norwegen)]]&lt;/div&gt;</summary>
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