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	<title>Downburst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:54:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Microburst - NOAA.jpg|mini|Trockener Microburst, sichtbar durch am Boden aufgewirbelten Staub]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Downburst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine schwere &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fallböe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die meist bei [[Gewitter]]n auftritt, aber auch bei [[Schauer]]n vorkommen kann. Hierfür sind zwei verschiedene Mechanismen verantwortlich, die aber auch kombiniert auftreten können. Im Fall der eigentlich &amp;#039;&amp;#039;thermischen Downbursts&amp;#039;&amp;#039; wird der [[Abwind]] so stark beschleunigt, dass eine konzentrierte [[Bö|Böe]] wie ein „Sack“ aus dem Niederschlagsbereich ausfällt und am Boden auseinanderläuft, wobei die [[Windgeschwindigkeit]] mit zunehmender Entfernung vom Auftreffpunkt wieder abnimmt. Ursache für die Beschleunigung ist hier meist eine trockene [[Luftschicht]] im mittleren Wolkenniveau, in welcher einfallender [[Niederschlag]] verdunstet und die Luft durch [[Verdunstungskälte]] abkühlt und somit den Abwind beschleunigt. Zur Kühlung trägt ferner schmelzender kleiner Hagel bei. Der zweite Mechanismus führt zu &amp;#039;&amp;#039;dynamischen Downbursts&amp;#039;&amp;#039;, indem durch [[Konvektion|konvektive]] Umlagerung ein [[Starkwindfeld]] in größerer Höhe bis in Bodennähe heruntergemischt wird. Dieser sogenannte Impulstransport tritt vor allem auf der Rückseite winterlicher Sturmtiefs im Bereich hochreichend labil geschichteter Kaltluftmasse auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Microburst_crosssection_(vectored).svg|mini|Schematische Darstellung eines nassen Microbursts]]&lt;br /&gt;
Downbursts sind häufig für schwere Schäden verantwortlich, die lokal jene von mäßig starken [[Tornado]]s erreichen können, aber in ihrer Summe diese noch übertreffen, da die geschädigte Fläche größer ist. Eine besondere Gefahr stellen Downbursts für den [[Luftverkehr]] dar, wenn das Flugzeug in den Downburst gerät. Die Auswirkungen sind denen einer [[Wirbelschleppe]] sehr ähnlich, die Ursache jedoch eine andere. Nach einer Reihe schwerer Unglücksfälle in den 1970er und 1980er Jahren wurden Downbursts intensiv erforscht und entsprechende Detektions- und Warnsysteme in Flugzeugen und auf Flughäfen installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Beschreibung von Downbursts geht auf [[Tetsuya Theodore Fujita]] zurück, der sie 1974 entdeckte und 1978 nachweisen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Microburstnasa.JPG|mini|Zeichnerische Darstellung eines Microbursts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Es wird in erster Linie zwischen nassen und trockenen Downbursts unterschieden. &amp;#039;&amp;#039;Nasse Downbursts&amp;#039;&amp;#039; sind plötzlich auftretende und sehr starke Abwinde im Bereich einer [[Gewitterzelle]], die in kurzer Zeit äußerst viel Regen bringen und deren Winde auch zerstörerische Kräfte entwickeln können. Liegt die Wolkenuntergrenze hoch und ist die Luftschicht darunter hinreichend trocken, kann der Niederschlag auf dem Weg zum Boden komplett verdunsten und es tritt dann ein &amp;#039;&amp;#039;trockener Downburst&amp;#039;&amp;#039; auf. Diese Bedingungen sind vor allem in [[Steppe]]nklimaten (z. B. High Plains der USA) gegeben, in Europa hingegen vergleichsweise selten, dort treten sie am ehesten in Südeuropa (Zentralspanien) auf. Aufgrund des geringen Niederschlags sind trockene Downbursts oft fast unsichtbar, was ihre rechtzeitige Erkennung (Gefahr für Luftverkehr, s. o.) erschwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Downbursts sind zusätzlich je nach Wirkungsbereich und Dauer unterteilt in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Microbursts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (0,4 bis 4 km, 5 bis 15 min) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Macrobursts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (mehr als 4 km, bis 60 min). Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Starburst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellt eine Spezialform dar, bei der die absackende Luft nahezu senkrecht auftrifft und ein radiales Schadensmuster erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:On the fringe of a downburst - NOAA.jpg|thumb|hochkant|Nasser Downburst in Gestalt eines Niederschlagsvorhangs mit Ausfließen am Boden]]&lt;br /&gt;
== Schäden ==&lt;br /&gt;
[[File:Downburst damage.jpg | thumb | 220x124px | right | Schaden an Bäumen]]&lt;br /&gt;
Downbursts zeigen sich im Schadensbild oft durch flächenhafte Schäden, in Wäldern oft Bruch-, Wurf- und Druckschäden. Letztere überwiegen am Ende einer Schadensstelle, die auch schneisenförmig sein kann. Der Mehrzahl von Downburstschäden sind die einheitlichen Fallrichtungen (Wald) gemeinsam, wobei Abweichungen von Fallrichtungen meist geländebedingt sind und auf [[Verwirbelung]] beruhen. Eine gängige Theorie geht von den stärksten Schäden zu Beginn einer Schadensstelle aus, die sich als so genanntes „Ausfließen“ abschwächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweifelsfall einer Schadensanalyse ohne Augenzeugen ist der Fall eines Downbursts eher anzunehmen als der eines [[Tornado]]s, da sie weitaus häufiger vorkommen. Downbursts und Tornados werden jedoch häufig verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung von Downbursts erfolgt nach der [[Fujita-Skala]]; in Europa ist daneben auch die doppelt so feine [[TORRO-Skala]] gebräuchlich. Laut [[TorDACH]] zählt eine schwere Fallbö ab 119 km/h, also [[Beaufort-Skala|Beaufort]] 12 (F1 bzw. T2) als Downburst. Schwächere Fälle kommen zu häufig vor und verweichen daher die Statistik, weshalb man sie nach dieser Definition nicht mit einschließt. Für die wesentlich selteneren Tornados gilt dagegen als Untergrenze 65 km/h (Beaufort 8), also F0 bzw. T0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftreten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Downbursts können überall auftreten, wo hochreichende Feuchtekonvektion auftritt. In den mittleren Breiten findet man einen Tagesgang, welcher dem der Gewittertätigkeit folgt, also mit einem Maximum am frühen Abend. Im Jahresgang ist für Mitteleuropa ein Hauptmaximum in den Sommermonaten zu verzeichnen, das vermutlich von thermischen Downbursts dominiert ist. Im Winterhalbjahr findet sich ein zweites schwächeres Maximum, welches mit den dann verstärkt auftretenden Sturmzyklonen in Verbindung gebracht werden kann und vorzugsweise dynamischer [[Entstehung|Genese]] (Impulstransport) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Downburst.jpg | thumb | hochkant=1.9 |Ein &amp;#039;&amp;#039;Downburst&amp;#039;&amp;#039; in [[Arizona]]]]&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Scherwind]]&lt;br /&gt;
* [[Weiße Bö]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David Blatner: &amp;#039;&amp;#039;So kommen Sie rauf und wieder runter: Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37314-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Downburst}}&lt;br /&gt;
* [http://www.tordach.org/topics/tornadodef_de.htm Informationen bei TorDACH]&lt;br /&gt;
* [http://www.cimms.ou.edu/~doswell/barcelona/Barcelona_Wind.html Extreme Convective Windstorms (engl.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewitter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flugmeteorologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wind]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rosenfalter</name></author>
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