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	<title>Double Irish With a Dutch Sandwich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T00:46:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Double_Irish_With_a_Dutch_Sandwich&amp;diff=2830100&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: sprachliche Korrekturen</title>
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		<updated>2026-04-27T14:43:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;sprachliche Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Double Irish with a Dutch Sandwich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|zwei irische Gesellschaften mit einer dazwischengeschalteten niederländischen Gesellschaft}}) war bis 2020 eine [[Strategie (Wirtschaft)|Strategie]] zur [[Steuervermeidung]] [[Multinationales Unternehmen|multinationaler Konzerne]], durch die auf [[Gewinn]]e kaum oder keine [[Steuer]]n gezahlt werden müssen. Die Legalität der Methode war umstritten, 2020 wurde sie abgeschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor= | url=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/eu-irlands-steuerregeln-fuer-apple-wohl-nicht-rechtens-13181829.html | titel=EU: Irlands Steuerregeln für Apple wohl nicht rechtens | werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung#FAZ.NET|FAZ.net]] | datum=2014-09-30 |abruf=2022-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrich Schäfer, Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/google-in-irland-ein-riesiges-steuerschlupfloch-schliesst-sich-1.4741802 |titel=Google in Irland : Ein riesiges Steuerschlupfloch schließt sich |datum=1.1.2020 |abruf=2022-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Unter Ausnutzung nationaler Besonderheiten des [[Steuerrecht]]s wurden dabei Gewinne in Länder mit niedrigen [[Effektivsteuersatz|effektiven Steuersätzen]] ([[Niedrigsteuerland|Niedrigsteuerländer]]) verlagert. Dazu wurden [[Briefkastengesellschaft|Briefkastenunternehmen]] in [[Steueroase]]n gegründet. Unter den verschiedenen Strategien der Steuervermeidung gilt dieses Konzept als besonders umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Marlies Uken | url=https://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/steuertricks-technologiekonzerne | titel=Steuertricks: Die Jagd nach den staatenlosen Milliarden | werk=[[Die Zeit#Zeit Online|zeit.de]] | datum=2012-11-28 |abruf=2022-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 2015 konnten multinationale Unternehmen nicht mehr in [[Irland]] registriert sein, ohne dort Steuern zu zahlen. Wer bereits profitierte, bekam allerdings eine Übergangsfrist bis 2020. Alle in Irland registrierten Unternehmen müssen ab 2015 auch ihren Steuersitz in Irland haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=   | url=https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/irland-steuern | titel=Steuerpolitik: Irland schließt Steuerschlupfloch für Unternehmen | werk=[[Die Zeit#Zeit Online|zeit.de]] | datum=2014-10-14 |abruf=2022-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Die Grundidee ist es, innerhalb eines Konzerns Gewinne von Ländern mit hohen effektiven Steuersätzen in Länder mit niedrigen effektiven Steuersätzen zu transferieren. Besonders [[Technologieunternehmen]] verwenden diese Strategie, um mit Hilfe von [[Lizenz]]zahlungen Gewinne in die jeweils gewünschten Steuerjurisdiktionen zu verlagern. So vermied zum Beispiel [[Google Inc.|Google]] im Jahr 2011 Steuerzahlungen in Höhe von 2 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url = https://www.welt.de/newsticker/bloomberg/article111963449/Google-leitet-Umsaetze-ins-Steuerparadies-und-spart-Milliarden.html | titel = Google leitet Umsätze ins Steuerparadies und spart Milliarden | autor = Jesse Drucker |  werk = [[Die Welt]] | datum = 2012-12-12 | abruf=2012-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Double-Irish-Prinzip nutzt zwei irische Unternehmen, woraus ein Teil des Namens resultiert. Nach irischem Steuerrecht werden [[Kapitalgesellschaft]]en in Irland nur dann besteuert, wenn diese neben der [[Handelsregister]]eintragung auch ihren [[Geschäftssitz|Unternehmenssitz]] in Irland haben. Unter dieser Voraussetzung wird das erste irische Unternehmen als Eigentümer von Lizenzrechten mit Unternehmenssitz in einem Steuerparadies (wie den [[Cayman Islands|Kaimaninseln]] oder den [[Bermuda]]s) gegründet. Das zweite, als [[Tochtergesellschaft]] gegründete irische Unternehmen führt nun Lizenzzahlungen an die [[Muttergesellschaft]] ab und verbucht gleichzeitig alle unternehmensweit anfallenden Erträge aus der Nutzung dieser Lizenzrechte. Die Verrechenbarkeit der Lizenzzahlungen an das Mutterunternehmen mit den Erträgen von Lizenznehmern führt zu einem niedrigen Gewinn und damit zu niedrigen Steuerzahlungen in den Ländern, in denen steuerpflichtige Gewinne vermieden werden sollen. Der in Irland resultierende Gewinn wird nach irischem Unternehmenssteuersatz von 12,5 % versteuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die direkte Überweisung aus Irland an ein Unternehmen in einem Steuerparadies würde in Irland allerdings eine [[Quellensteuer]] anfallen. Dies lässt sich wie folgt vermeiden: Zwischen Irland und den [[Niederlande]]n besteht ein Abkommen, das Lizenzgebühren von der Steuerpflicht ausnimmt. Indem das Geld nun zunächst in die Niederlande überwiesen wird und erst nach der Rücküberweisung weitergeleitet wird, fallen keine Steuern an ({{enS|Dutch Sandwich}}).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url = http://www.nytimes.com/interactive/2012/04/28/business/Double-Irish-With-A-Dutch-Sandwich.html?_r=0| titel = Double Irish With a Dutch Sandwich |  werk = [[New York Times]] | datum = 2012-04-28 | abruf=2012-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Unternehmen, deren letztendliches Eigentum in den USA liegt, sind die Zahlungen zwischen den zwei irischen Unternehmen ggf. nicht steuerabzugsfähig, wenn die Konstruktion nicht sauber aufgesetzt wird. Dies wird erst dadurch erreicht, dass das irische Unternehmen, welches seinen Unternehmenssitz im Steuerparadies hat, die Muttergesellschaft des anderen irischen Unternehmens ist. Dadurch werden die Zahlungen zwischen den zwei Unternehmen nicht beachtet, da diese, was US-[[Steuer]]n betrifft, dann als Einheit betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.irishtimes.com/business/economy/ireland/cantillon-imf-bites-double-irish-dutch-sandwich-1.1555462 | titel=Cantillon: IMF bites ‘Double Irish Dutch Sandwich’ | werk= The Irish Times | datum=2013-10-10 | abruf=2013-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Praxisbeispiel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Double Irish with a Dutch Sandwich.svg|gerahmt|Grafik mit dem Ablauf des „Double Irish With a Dutch Sandwich“.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Ein amerikanisches Unternehmen aus New York nimmt in Deutschland Geld ein.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Würde dadurch ein [[Gewinn]] erwirtschaftet, müsste dieser versteuert werden.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Ein Teil der Einnahmen wird von Deutschland als [[Lizenz|Lizenzgebühr]] an ein Tochterunternehmen in Irland gezahlt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Der zu versteuernde Gewinn in Deutschland wird dadurch reduziert und der im Vergleich zu Deutschland günstigere irische Steuersatz würde anfallen.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Das irische Tochterunternehmen zahlt das Geld als [[Tantieme|Tantiemen]] an ein weiteres Tochterunternehmen in den Niederlanden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Der zu versteuernde Gewinn in Irland wird dadurch reduziert und durch eine zusätzliche [[Steuersubvention|Steuervergünstigung]] die irischen Steuerabgaben von 12,5 % reduziert.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Das [[Königreich der Niederlande|niederländische]] Tochterunternehmen zahlt das Geld an ein zweites irisches Tochterunternehmen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Da es eine innereuropäische Transaktion ist, fallen dadurch keine Abzugssteuern an. Das zweite irische Tochterunternehmen zahlt keine Steuern, da es nur eine Niederlassung eines Unternehmens mit Hauptsitz auf den Bermudas ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit zahlt das Unternehmen weniger als 12,5 % Steuern. Sowohl in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], wo es seinen Hauptsitz hat, als auch in Deutschland, wo die Einnahmen erwirtschaftet wurden, müssten höhere Steuern gezahlt werden; in den Vereinigten Staaten im [[New York (Bundesstaat)|Bundesstaat New York]] wären 39,6 % und in Deutschland 29,8 % fällig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2012/06/Bilder/abb3-unternehmensbesteuerung.jpg?__blob=poster&amp;amp;v=4 | titel=Unternehmensbesteuerung 2011 im internationalen Vergleich | hrsg=[[Bundesministerium der Finanzen]] | werk=Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich | datum=2012-06-21 | abruf=2013-07-04 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20140227235809/http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2012/06/Bilder/abb3-unternehmensbesteuerung.jpg?__blob=poster&amp;amp;v=4 | archiv-datum=2014-02-27 | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Größere [[Unternehmen]], die nach dem Double-Irish-With-a-Dutch-Sandwich-Prinzip arbeiten, sind u.&amp;amp;nbsp;a. (alphabetische Sortierung):&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://greenlining.org/wp-content/uploads/2013/02/TechUntaxedReport.pdf |titel=Tax Avoidance in Silicon Valley, and How America’s Richest Company Pays a Lower Tax Rate than You Do |autor=Samuel S. Kang and Tuan Ngo |abruf=2016-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.abendblatt.de/hamburg/article111490419/Die-Steuertricks-von-Apple-und-Amazon.html |titel=Die Steuertricks von Apple und Amazon |werk=[[Hamburger Abendblatt]] |datum=2012-11-26 |abruf=2012-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Adobe Inc.]]&lt;br /&gt;
* [[Amazon.com#Steuervermeidung|Amazon]]&lt;br /&gt;
* [[Apple#Steuervermeidung|Apple]]&lt;br /&gt;
* [[Facebook_Inc.#Facebook_Ireland_Limited|Facebook]]&lt;br /&gt;
* [[Google_Inc.#Steuerflucht|Google]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/google-schleust-20-milliarden-euro-auf-die-bermudas-a-1246379.html|titel=Google schleust 20 Milliarden Euro aus Europa auf die Bermudas|werk=Spiegel Online|datum=2019-01-04|abruf=2019-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[IBM]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Cyrus Farivar |url=https://arstechnica.com/information-technology/2014/02/report-ibm-gooses-its-sales-numbers-thanks-to-overseas-tax-tricks/ |titel=Report: IBM gooses its sales numbers thanks to overseas tax tricks |werk=arstechnica.com | sprache=en |datum=2014-02-02 |abruf=2022-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[IKEA#Kritik|IKEA]] durch Lizenzierung der Markenrechte am Namen IKEA&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Hannes Gamillscheg | url=https://www.fr.de/wirtschaft/milliarden-steuerparadies-11433794.html | titel=Milliarden im Steuerparadies | werk=[[Frankfurter Rundschau|fr.de]] | datum=2011-01-27 |abruf=2022-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Sibylle Haas, Gunnar Herrmann | url=http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ikea-steuerflucht-und-leiharbeit-billig-abkassiert-1.987281 | titel=Billig abkassiert | werk=[[Süddeutsche Zeitung|sueddeutsche.de]] | datum=2010-08-12 |abruf=2022-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Merlin Entertainments Group]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-wo-der-spass-aufhoert-100.html | titel=Wo der Spaß aufhört - Die dunkle Seite von LEGOLAND, SEA LIFE und Co | werk=ZDFzoom | datum=2014-08-20 | abruf=2014-09-24 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20161203180528/https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-wo-der-spass-aufhoert-100.html | archiv-datum=2016-12-03 | offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Microsoft#Kritik|Microsoft]]&lt;br /&gt;
* [[Oracle]]&lt;br /&gt;
* [[Starbucks#Steuervermeidung|Starbucks]]&lt;br /&gt;
* [[Altaba#Unternehmensgeschichte|Yahoo]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.finfacts.ie/irishfinancenews/article_1027216.shtml Corporate Tax 2014: Yahoo! joins “Double Irish Dutch Sandwich” club; IDA Ireland wants more members], auf finfacts.ie&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Double-Irish-With-a-Dutch-Sandwich-Prinzip und anderen Methoden der Steueroptimierung können internationale Unternehmen ihre Steuerlast in Europa sehr gering halten, selbst wenn dort ein Großteil ihres Gewinns erzielt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |autor=Sven Böll, Markus Dettmer, Frank Dohmen, Christoph Pauly, Christian Reiermann |url=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-89571132.html |titel=Sandwich aus Holland |hrsg=Der Spiegel |datum=2013-11-12 |abruf=2013-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationales Steuerrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Irland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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