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	<title>Dosis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dosis&amp;diff=19823&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Kommasetzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dosis&amp;diff=19823&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-05T22:32:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kommasetzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur Dosis in der Oberflächenchemie siehe [[Dosis (Oberflächenchemie)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dosis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural &amp;#039;&amp;#039;Dosen&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;D&amp;#039;&amp;#039;; von {{grcS|δόσις}} &amp;#039;&amp;#039;dósis&amp;#039;&amp;#039; „Gabe“; entsprechende, zugemessene [[Arznei]]menge&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Duden]] – Deutsches Universal[[wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;. 6., überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007 ([https://www.duden.de/rechtschreibung/Dosis duden.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet in der [[Biologie]], [[Medizin]] und [[Pharmazie]] die (meist kleine) Menge eines Stoffes ([[Pharmakologie]], [[Toxikologie]]), eines [[Pathogen]]s ([[Infektiologie]]) oder einer [[Strahlung]] ([[Radiologie]], [[Nuklearmedizin]], [[Strahlentherapie]]), die einem [[Organismus]] zugeführt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Biologie&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier Verlag, Band 4: Cit–Elef, S. 361.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologie ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dosierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die Dosis eines [[Medikament]]s, die im Rahmen einer [[Therapie]] zu verabreichen ist. Die [[Effektivdosis]] (ED), auch &amp;#039;&amp;#039;Wirkdosis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Therapeutische Dosis&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist diejenige Dosis eines Wirkstoffs, die bei einem [[Individuum]] die erwünschte [[therapeutische Wirksamkeit]] zeigt. In einer [[Dosis-Wirkungs-Kurve]] zeigt sich deren Zusammenhang. Untersucht man die therapeutische Wirksamkeit an vielen Individuen, so kann die Dosis ermittelt werden, die bei 50 % der Individuen den erwünschten Effekt (z.&amp;amp;nbsp;B. eine Senkung des arteriellen [[Blutdruck]]s auf Normalwerte) erzeugt. Diese Dosis wird dann ED&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt; genannt. Entsprechend ist die ED&amp;lt;sub&amp;gt;95&amp;lt;/sub&amp;gt; die Dosis, die bei 95 % der Individuen den erwünschte Wirkung erzielt. Der [[NOEL]] zeigt die höchste Dosis ohne einen Effekt an. Der [[NOAEL]] ist die höchste Dosis ohne [[Nebenwirkung]]en. Darüber beginnt der Bereich der [[Toxische Dosis|toxischen Dosis]]. Der Quotient aus [[Letaldosis]] und Effektivdosis bestimmt die [[therapeutische Breite]] eines [[Wirkstoff|Pharmakons]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Äquivalenzdosis&amp;#039;&amp;#039; ist jene Dosis eines Medikaments, die einer bestimmten Dosis eines ähnlichen Medikaments in der Wirkung entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abhängig von den [[Pharmakokinetik|pharmakokinetischen]] Eigenschaften eines [[Arzneimittel]]s verteilt sich die verabreichte &amp;#039;&amp;#039;Initialdosis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Aufsättigungsdosis]]&amp;#039;&amp;#039; in den verschiedenen Kompartimenten des Organismus ([[Blut]], Gewebe, [[Liquor cerebrospinalis|Liquor]] etc.). Mit der Verabreichung beginnt auch die [[Elimination (Pharmakokinetik)|Elimination]] des Arzneistoffs. Um eine therapeutische [[Konzentration (Chemie)|Konzentration]] aufrechtzuerhalten, muss man daher fortlaufend oder in regelmäßigen errechneten Abständen eine &amp;#039;&amp;#039;Erhaltungsdosis&amp;#039;&amp;#039; applizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei fortdauernden Therapien wird in der [[Rezept (Medizin)|Verschreibungspraxis]] die Menge auf ein zeitliches Intervall angegeben (Beispiel: 1500&amp;amp;nbsp;mg [[Amoxicillin]] täglich in drei Einzeldosen zur Behandlung einer [[Angina tonsillaris]]). In manchen Situationen (etwa bei [[Zytostatikum|Zytostatika]] oder in der [[Pädiatrie]]) wird die Dosis auf das [[Körpergewicht]] oder auf die [[Körperoberfläche]] bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Dosisanpassung oder eine Veränderung der Zeit zwischen der Gabe von Einzeldosen ([[Dosierungsintervall]]) kann erforderlich sein, wenn ein Patient Störungen in der [[Organ (Biologie)|Organfunktion]] hat, welche erforderlich ist, um das Medikament abzubauen oder auszuscheiden. Gelegentlich ist eine [[Einschleichung]] und eine [[Ausschleichung]] notwendig, um die Effekte der Zugabe eines Stoffes oder deren Absetzung zu mildern. Eine Dosisanpassung ist auch notwendig, um die erforderliche Dosis bis zum gewünschten Effekt zu finden. Eine solche &amp;#039;&amp;#039;Einstellung&amp;#039;&amp;#039; ist beispielsweise bei der [[Insulintherapie]] oder bei der Behandlung eines [[Arterielle Hypertonie|Bluthochdrucks]] notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechtzeitige Einnahme eines einzeldosierten Arzneimittels (z. B. Tablette, Kapsel)  kann eine [[Pillenbox]] unterstützen. Eine [[Dosierhilfe]] ermöglicht das Abmessen der benötigten Dosis aus Mehrdosisbehältnissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toxikologie ==&lt;br /&gt;
In der Toxikologie sowie der [[Ökotoxikologie]] wird die [[Toxizität]] von Stoffen im Zuge einer [[Toxizitätsbestimmung]] ermittelt. Eine toxische Wirkung kann prinzipiell jedes [[Organsystem]] betreffen und ist im Fall eines [[Pharmakologie|pharmakologischen]] Wirkstoffes von der erwünschten Wirkung abzugrenzen. Die [[toxische Dosis]] (TD) ist die Dosis, bei der eine oder mehrere toxische Wirkungen erzeugt werden. Da nicht alle Individuen gleich empfindlich auf toxische Substanzen reagieren, wird in der Regel die TD mit einer Ziffer verknüpft, die die Prozentzahl der von einer toxischen Wirkung betroffenen Individuen benennt. So ist die TD&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt; die Dosis, die bei 10 % der behandelten Individuen einen (aber nicht unbedingt bei allen Individuen denselben) toxischen Effekt auslöst. Bei TD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt; sind die Hälfte der behandelten Individuen betroffen. Als &amp;#039;&amp;#039;[[Letale Dosis|dosis letalis]]&amp;#039;&amp;#039; (LD oder DL) versteht man die [[Stoffmenge]], die zum [[Tod]] eines [[Lebewesen]]s führt. Die übliche verwendete Größe ist die &amp;#039;&amp;#039;dosis letalis 50 %&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;mittlere letale Dosis&amp;#039;&amp;#039; (LD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt; oder DL&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt;) bei der die Hälfte einer [[Grundgesamtheit|Population]] von [[Versuchstier|Versuchsorganismen]] sterben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdB&amp;quot; /&amp;gt; Die [[geringste bekannte toxische Dosis]] liegt unterhalb der TD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt; und die [[geringste bekannte letale Dosis]] liegt unterhalb der LD&amp;lt;sub&amp;gt;50&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Toxizität ist in der Regel abhängig von der [[Stoffmenge|Menge]] bzw. der [[Stoffmengenkonzentration|Konzentration]] eines Stoffes und Stoffe entfalten ihre schädliche Wirkung erst, wenn sie das biologische System in einer genügend hohen Menge erreichen. Populär wurde für diese Erkenntnis das Zitat von [[Paracelsus]]: {{&amp;quot;|Alle Ding’ sind [[Gift]] und nichts ist ohn’ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://learn.caim.yale.edu/chemsafe/references/dose.html |wayback=20141010191820 |text=The Dose Makes the Poison, Chemsafe Yale}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}} So ist z.&amp;amp;nbsp;B. [[Spinat]] nicht gefährlich, könnte aber, falls man davon in kurzer Zeit 5&amp;amp;nbsp;kg bzw. mehr isst, zu [[Niere]]nschäden führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trautmann&amp;quot; /&amp;gt; Dieses Prinzip bietet auch die Basis für öffentliche Gesundheitsstandards, die maximal zulässige Konzentrationen von Kontaminationen im [[Nahrung|Essen]], [[Wasser]] und [[Umwelt]] festlegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trautmann&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings kann dieses Prinzip versimpelt angewendet auch Irreführungen verursachen (so wird der Ausdruck etwa auch sehr oft in der PR verwendet, um die Wirkung von [[Schadstoff]]en in [[Produkt (Wirtschaft)|Produkten]] als möglichst gering darzustellen). Das Verhältnis von Dosis und Wirkung ist nicht linear (ein Fünftel der Dosis hat nicht unbedingt nur ein Fünftel der Wirkung) und unterscheidet sich je nach [[Chemikalie]]. Einige Stoffe haben bei deutlich geringer Dosis auch eine deutlich geringere Wirkung (etwa beim Spinat-Beispiel), während einige Gemische auch bei deutlich geringer Dosis noch ähnlich starke toxische Wirkungen aufweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trautmann&amp;quot; /&amp;gt; Daneben gibt es auch einige Stoffe für die das Prinzip nicht gilt und sich die Wirkung je nach Dosis gänzlich unterscheidet (nicht nur schwächer oder stärker wird).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trautmann&amp;quot;&amp;gt;Nancy Trautmann: [http://www.actionbioscience.org/environment/trautmann.html &amp;#039;&amp;#039;The Dose Makes the Poison – Or Does It?&amp;#039;&amp;#039;] Bioscience, 2005, American Institute of Biological Sciences.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Höhe hängt die Wirkung der Dosis zudem davon ab, ob die entsprechende Dosis einmal oder langfristig aufgenommen wird (so dass z.&amp;amp;nbsp;B. geringe [[Umweltverschmutzung|Verunreinigungen]] in [[Gewässer]]n und [[Lebensmittel]]n größere [[chronisch]]e Wirkungen haben können).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trautmann&amp;quot; /&amp;gt; Diese Umstände erschweren im [[Umweltschutz|Umwelt-]] und Gesundheitsschutz die richtige Einsetzung von [[Grenzwert (Chemie)|Grenzwerten]], da oft nur Wirkungswerte von einigen Dosierungen vorliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Edward J. Calabrese: &amp;#039;&amp;#039;Hormesis: a revolution in toxicology, risk assessment and medicine.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;EMBO reports.&amp;#039;&amp;#039; 5, 2004, S.&amp;amp;nbsp;S37–S40, [[doi:10.1038/sj.embor.7400222]], {{PMC|1299203}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strahlenschutz ==&lt;br /&gt;
Im [[Strahlenschutz]] beschreibt man mit der [[Strahlendosis]] die Aufnahmemenge [[Ionisierende Strahlung|ionisierender Strahlung]]. &amp;#039;&amp;#039;Dosisleistung&amp;#039;&amp;#039; ist die Dosis pro [[Zeiteinheit]] (Sekunde, Minute). Die Strahlendosis wird in [[Ionendosis]], [[Energiedosis]] und [[Kerma (Physik)|Kerma]] unterschieden. Die [[Toleranzdosis]] ist die höchste Dosis ohne irreparable Schäden. Mit [[Kollektivdosis]] wird die Dosis eines an einem bestimmten Ort oder in einer bestimmten Region kontaminierten Personen-[[Kollektiv]]s bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[BAG]]: &amp;#039;&amp;#039;Umweltradioaktivität und Strahlenschutz in der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, diverse Jahresberichte&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infektiologie ==&lt;br /&gt;
Bei [[Pathogen]]en beschreibt die [[Infektionsdosis]] die bei einer [[Infektion]] zugeführte Dosis an Krankheitserregern, sie kann über der minimalen Infektionsdosis liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Aktories]], Ulrich Förstermann, Franz Hofmann, [[Klaus Starke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; (Begründet von W. Forth, D.Hentschler und W. Rummel). 9. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, München/Jena 2005, ISBN 3-437-42521-8.&lt;br /&gt;
* [[Curt Hunnius]], [[Hermann Ammon|H.P.T. Ammon]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Hunnius (Buch)|Hunnius – Pharmazeutisches Wörterbuch]].&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2004, ISBN 978-3-11-017475-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4150489-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlenschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Messgröße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physikalische Größe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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