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	<title>Dorste - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T17:51:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dorste&amp;diff=935932&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wivoelke: Einw. update</title>
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		<updated>2025-09-27T10:20:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einw. update&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Dorste&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Osterode am Harz&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Dorste.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Ortswappen von Dorste&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/42/06/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/09/21/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 145&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1219&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landkreisgoettingen.de/PDF/Bev%C3%B6lkerungsfortschreibung.PDF?ObjSvrID=4093&amp;amp;ObjID=5565&amp;amp;ObjLa=1&amp;amp;Ext=PDF&amp;amp;WTR=1&amp;amp;_ts=1744889299 |titel=Statistisches Berichtsheft des Landkreises Göttingen – Ausgabe 2025 |hrsg=Landkreis Göttingen |format=PDF; 229 kB |abruf=2025-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1972-07-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 37520&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05552&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Bild:DorsteKirche.jpg|mini|St.-Cyriaci-Kirche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dorste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Dorf im [[Südwestliches Harzvorland|südwestlichen Harzvorland]] und Ortsteil der Stadt [[Osterode am Harz]] im [[Landkreis Göttingen]] in [[Südniedersachsen]], [[Deutschland]], und liegt am Rande des Kreisgebiets an der Grenze zum [[Landkreis Northeim]]. Dorste hat derzeit 1.240 Einwohner (Stand 31. Dezember 2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Dorste, das früher auch Dorstide, Dorstede und Dorstat genannt wurde, liegt ca. 10&amp;amp;nbsp;km entfernt von der Kreisstadt [[Osterode am Harz]] am Rand des [[Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] im Süden Niedersachsens. In der Umgebung des Dorfes befinden sich die Ortschaften [[Berka (Katlenburg-Lindau)|Berka]], Schwiegershausen, [[Förste]], Ührde, [[Wulften am Harz|Wulften]] und Marke. Nahe dem Ort fließt die [[Söse]]; eine seichte Hügellandschaft prägt das Umland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Dorste wurde zum ersten Mal im Jahr 1218 in einem Stiftungsbrief des Jakobiklosters zu Osterode erwähnt. Vorher schon waren die Hügel um den Ort von kleineren Dörfern besiedelt, die aber nach und nach in der Ortschaft Dorste aufgegangen sind (u. a. Thomashagen, Helmoldshagen, Altenhagen). So deuten noch heute einige Straßennamen auf diese alten Dörfer hin (z.&amp;amp;nbsp;B. Hagenstraße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Dorste führte die [[Nürnberg]]er Heer- und [[Handelsweg|Handelsstraße]], die sich von [[Lübeck]] bis Norditalien zog (→&amp;amp;nbsp;[[Reichsstraße (Mittelalter)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von der Zugehörigkeit zum Herrschaftsbereich der [[Welfen]] ist bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts nichts weiteres über den Ort bekannt. Im Jahr 1269 kam Dorste bei einer Teilung durch Otto „das Kind“ unter die Herrschaft von Ottos Sohn Albrecht. Bei einer nochmaligen Teilung fiel Dorste dann 1285 an [[Heinrich I. (Braunschweig-Grubenhagen)|Heinrich]] „den Wunderlichen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert wurde die Gegend um Dorste für einige Jahrzehnte besetzt. 1365 nahm Friedrich, Landgraf von [[Thüringen]], die zwischen Stauffenburg und Osterode gelegenen Schlösser und Burgen im Krieg gegen Herzog Albrecht I. ein, zu denen auch die Burg [[Burg Lichtenstein (Osterode am Harz)|Lichtenstein]] in der Nähe von Dorste gehörte.&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wechselte die Gewalt über den Ort öfter zwischen dem [[Geschichte des Bistums Mainz|Erzbistum Mainz]], dem Herzog Albrecht von Grubenhagen und den Städten Osterode und [[Herzberg am Harz]]. Auch die Familien von Dyke, von Hoyer, [[Herren von Leuthorst|von Leuthorst]] sowie die Klöster in Einbeck, Katlenburg und Hildesheim besaßen Land, Höfe und Steuerrechte in und um Dorste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl aus der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] (1618–1648) als auch der des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] (1757–1764) ist nichts Genaueres zum Dorfgeschehen überliefert. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort teilweise zerstört. Kurz danach findet sich die älteste Kirchenrechnung aus dem Jahr 1665, während die Kirchenbücher bereits 1627 geführt werden. Die St.-Cyriaci-Kirche wurde 1824 erbaut und besitzt eine Länge von 22 m und eine Breite von 14 m. Der untere Teil des älteren Kirchturms, in dem sich das Erbbegräbnis derer von Hedemanns befand, hat schlichte [[Bruchstein]]wände, spitzbogige Fenster und eine, ein Gewölbe bildende, Holzdecke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baurath Mithoff|Titel=Lutherische Kirchen und Capellen im Fürstenthum Grubenhagen und auf dem Harz |Sammelwerk=Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen|Jahr=1863|Seiten=358}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der französischen Besatzung durch [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] (1807–1815) gehörte Dorste zum neu gegründeten [[Königreich Westphalen]]. Genauer gesagt lag der Ort im [[Departement des Harzes|Harzdepartement]] des Königreiches im Distrikt Osterode, Kanton [[Lindau (Eichsfeld)|Lindau]].&lt;br /&gt;
Eine Kompanie des 95. französischen Regiments besetzte 1803 für ein paar Monate das Dorf, musste aber bald wieder abziehen. Allerdings zog die Kompanie 1807 wieder in die Gegend ein und blieb dort bis 1813. Am 27. Juli 1814 wurde zum endgültigen Ende der Besetzung das Friedensfest gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Befreiungskriege]]n und der [[Bauernbefreiung]] verschlechterte sich die Situation Dorstes. Durch schlechte Ernten und die [[Cholera]] gab es Hungersnöte, aufgrund derer einige Dorster Bürger nach [[Amerika]] auswanderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die wirtschaftliche Lage des Dorfes allerdings wieder aufgrund der hohen Produktivität seiner Bauernhöfe. Diese war u.&amp;amp;nbsp;a. Folge der Landverkopplung, durch die kleine Parzellen zusammengelegt, und bisherige Allmendeflächen einzelnen Höfen zugeteilt wurden. Die Gemeinde Dorste zählte deshalb ab diesem Zeitpunkt zu den reicheren innerhalb des Kreises Osterode. Im Jahre 1895 wurde eine Molkerei gegründet, ab 1910 gab es Elektrizität im Dorf und 1911 wurde das neue Schulhaus errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Weimarer Republik]] mit ihren wirtschaftlichen Krisen ging es dem Dorf aufgrund seiner landwirtschaftlich geprägten Struktur nach wie vor vergleichsweise gut. Die bürgerlichen Parteien erreichten bis 1930 die Stimmenmehrheit bei den Wahlen. Danach setzten sich die [[Nationalsozialisten]] immer mehr durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verändert sich die wirtschaftliche Struktur des Dorfes. Durch verbesserte Technik und geringere Profitabilität verringerte sich die Zahl der Arbeitsplätze im landwirtschaftlichen Bereich. Immer mehr Menschen fanden Arbeit in den in naheliegenden Städten ansässigen Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1972 wurde Dorste in die Stadt Osterode eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber = Statistisches Bundesamt | Titel = Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 | Jahr = 1983 | Verlag = W. Kohlhammer GmbH | Ort = Stuttgart und Mainz | ISBN = 3-17-003263-1 | Seiten = 215}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 1975–78 wurden die landwirtschaftlichen Flächen durch eine weitere Flurbereinigung erneut zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Edelhof ===&lt;br /&gt;
Der Edelhof wurde als Siedlerhof von Braun Gerlach erbaut, der später mit seiner Frau, der Adeligen Anna von Vetterott, dort einzog. Ihr Kind nannte sich „Hans von Dorste“.&lt;br /&gt;
Nach dessen Tod Anfang des 17. Jahrhunderts kaufte der Kanzler Johann Jagemann den Hof und bewohnte ihn mit seiner Familie.&lt;br /&gt;
Ab 1617 wohnten die [[Hedemann (Adelsgeschlecht)|Hedemanns]] auf dem Edelhof. Sie erhielten den Hof als Lehen für ihre Verdienste gegenüber Herzog Christian von Braunschweig und übten u.&amp;amp;nbsp;a. durch die Leibeigenschaft in den folgenden 250 Jahren einen starken Einfluss auf das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Dorster aus. Nach einigen Streitigkeiten um den Hof wurden auch sie Anfang des 18. Jahrhunderts in den Adelsstand erhoben. Durch die Vergrößerung ihrer Besitzungen nach dem Dreißigjährigen Krieg (Mitte des 18. Jahrhunderts besaßen sie zwei große und 27 kleine Höfe sowie die bereits 1619 erbaute Papiermühle) wurde die Familie zwischenzeitlich sehr reich und konnte sich einen heute nicht mehr vorhandenen Lustgarten und mehrere Erweiterungen des Edelhofs leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1708 und 1859 wurden insgesamt 25 Mitglieder der Familie in einer Gruft unter der Kirche beigesetzt. Mitte des 19. Jahrhunderts verarmten die Hedemanns allerdings und der Edelhof wurde an Friedrich Ohlmer verkauft. 1882 wurde der Hof dann an die Gemeinde weiterveräußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Lichtenstein ===&lt;br /&gt;
Ca. drei Kilometer entfernt von Dorste liegt auf dem bewaldeten [[Lichtenstein (Osterode am Harz)|Lichtenstein]] die Ruine der, einst den Herzögen [[Fürstentum Grubenhagen|von Grubenhagen]] gehörenden, [[Burg Lichtenstein (Osterode am Harz)|Burg Lichtenstein]]. Von dort aus haben Raubritter im Mittelalter die Nürnberger Heer- und Handelsstraße belagert. Zuerst wurde die Burg um das Jahr 1404 bezeugt, ihr Ursprung ist jedoch sicherlich älter. 1507 wurde das feste Haus, nachdem es bereits verpfändet war, an die [[Herren von Leuthorst]] verkauft. Da die Burg aus hellem Gips erbaut ist, wurde sie auch Silberburg genannt, heute zeugen nur noch ein größerer Mauerrest von dem einstigen festen Haus.&lt;br /&gt;
In letzter Zeit hat dieser Ort vor allem für Aufmerksamkeit gesorgt, weil nahe der Burgruine eine Höhle ([[Lichtensteinhöhle]]) mit gut erhaltenen Skeletten aus der Bronzezeit entdeckt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Der Großteil der Einwohner Dorstes ist evangelisch-lutherischer Konfession. Zur ansässigen [[St.-Cyriaci-Kirche (Dorste)|St.-Cyriaci-Gemeinde]] gehören die Kirche, das Gemeindehaus sowie ein Pfarrhaus. Andere Konfessionen, bzw. Religionen, sind nicht mit eigenen Gemeinden vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND         = DE&lt;br /&gt;
|TITEL        = Ortsratswahl 2021&amp;lt;ref&amp;gt;[https://votemanager.kdo.de/20210912/03159026/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_2746 &amp;#039;&amp;#039;Ortsratswahl 12.09.2021 - Stadt Osterode am Harz - Dorste.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;kdo.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 18. September 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|TITEL2       = &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wbt.:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 67,95 (+2,51 %p)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|JAHRNEU      = 2021&lt;br /&gt;
|JAHRALT      = 2016&lt;br /&gt;
|PARTEI1      = SPD&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1    = 69.23&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT1 = 62.57&lt;br /&gt;
|PARTEI2      = CDU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2    = 30.77&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT2 = 37.43&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsrat setzt sich seit der [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl am 12. September 2021]] wie folgt aus elf Ratsfrauen und Ratsherren zusammen (Veränderungen zu 2016):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]: 8 Sitze (+1)&lt;br /&gt;
* [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]: 3 Sitze (−1)&lt;br /&gt;
(Stand: [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl 2021]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Osterode am Harz#Dorste|titel1=Liste der Baudenkmale in Dorste}}&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
; Schüttenhoff&lt;br /&gt;
Schüttenhoff nennt man in Dorste und anderen Dörfern der Umgebung das alle vier Jahre an Pfingsten stattfindende Schützenfest.&lt;br /&gt;
Historisch gesehen entstammt das Fest der Notwendigkeit für die Dorfbewohner, sich früher gegen Ritterschaften und andere Feinde zu verteidigen. Die Landherren drängten darauf, dass in den Dörfern Schieß- und Exerzierübungen abgehalten wurden, um für den Fall einer Auseinandersetzung gewappnet zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste urkundlich erwähnte Schüttenhoff fand in Dorste im Jahr 1742 statt. Aus diesem Jahr stammt der erste Anhänger am sog. „Kleinod“, einer Vorrichtung an den zu jedem Schüttenhoff ein weiterer Anhänger mit dem Namen des Bestemann hinzugefügt wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- bitte KÜRZEN, hier geht es um Dorste und nicht um einen Schützenbrauch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor man den Ablauf des Schüttenhoffs beschreiben kann, müssen kurz die Würdenträger und ihre Funktionen vorgestellt werden. Das Schüttenhoffskomitee setzt sich aus acht Personen zusammen, zur einen Hälfte aus verheirateten Männern, zur anderen aus Junggesellen, die alle bei jedem Schüttenhoff durch das Ausschießen neu ermittelt werden und ihre Position für den nächsten Schüttenhoff einnehmen.&lt;br /&gt;
Bei den verheirateten Männern sind dieses nach absteigender Reihenfolge der Schießergebnisse: der Bestemann, der zweite Bestemann, der erste Schützenmeister und der zweite Schützenmeister.&lt;br /&gt;
Die Junggesellen schießen folgende Positionen aus: den Besteknecht, den zweiten Besteknecht, den ersten Schaffer und den zweiten Schaffer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bestemann ist die Hauptperson eines jeden Schüttenhoffs. Er trägt immer zu Pfingsten zwischen zwei Schüttenhöfen das Kleinod in der Kirche und muss die Schüttenhofffahne an seinem Hause hiessen. Auch bei den Umzügen trägt er die Fahne. Zudem sind die verheirateten Männer am ersten Festtag zu einem Umtrunk und am zweiten Festtag zu einem Frühstück bei ihm eingeladen.&lt;br /&gt;
Der zweite Bestemann trägt während der Umzüge die zweite Fahne und ist verpflichtet dem Bestemann zu helfen.&lt;br /&gt;
Der erste Schützenmeister ist der Organisator des Schüttenhoffes. Er bereitet die Feierlichkeiten vor, ist für Einnahmen und Ausgaben verantwortlich und achtet darauf, dass die Schützenordnung eingehalten wird. Dabei wird er vom zweiten Schützenmeister unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besteknecht hat, analog zu den Pflichten des Bestemanns, die Aufgabe die Jungesellenfahne bei den Umzügen zu tragen, sowie die Bewirtung der Junggesellen zu übernehmen. Der zweite Besteknecht unterstützt ihn dabei und trägt die zweite Junggesellenfahne.&lt;br /&gt;
Die beiden Schaffer unterstützen die Schützenmeiser bei ihrer organisatorischen Arbeit und begleiten die Kapellen an allen drei Festtagen bei den Weckrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 15:00 Uhr beginnt das Schießen. Nach dem Eröffnungsschuß des Bürgermeisters kann entweder auf die Bestemann- oder die Geldscheibe geschossen werden. Während dieses Prozederes dürfen die Verhaftungen nicht fehlen, durch die jeder bei schlechtem Betragen in dem Weinzelt der Arestzelle inhaftiert werden kann und sich dort freikaufen (bzw. freitrinken) muss. Nach dem Ende des Schießens wird die Fahne wieder in das Haus des Bestemanns gebracht. Später, ab 20:00 Uhr beginnt der erste Tanzabend, bei dem sich das ganze Dorf in der Festhalle trifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Pfingstmontag beginnt mit dem Wegruf und ab 10:00 Uhr treten wieder die Bataillone vor dem Schützenhaus an. Wie am Vortag gehen beide Bataillone nach der Inspektion zum Bestemann, bzw. zum Besteknecht, wo sie das Frühstück empfangen. Dieses gehört zu den Höhepunkten jedes Schüttenhoffs und stellt für Bestemann und Besteknecht und deren Familien und Freunde aufgrund der umfangreichen Bewirtung eine echte Herausforderung dar. Während dieser Zeit haben auch die Sanitäter alle Mühe die Truppe fit zu halten.&lt;br /&gt;
Nach ca. drei Stunden machen sich die Bataillone wieder auf und der Umzug geht weiter. An diesem Tag nehmen auch die Festwagen teil, die seit 1963 Bestandteil des Schüttenhoffs sind. Die Bewohner einer Straße und andere Gruppen haben schon Wochen vorher begonnen die aufwendigen Festwagen zu bauen, die meistens ein bestimmtes Thema behandeln. Die letzten Male nahmen über 20 Wagen teil. Ein weiteres wichtiges Ereignis sind die Barikadenkämpfe. Die Buren sorgen bei diesem Umzug dafür, dass die Zimmerleute es schwieriger haben als am Vortag und manchmal an den Hindernissen fast verzweifeln. Am Ende schaffen es die Zimmerleute aber doch immer, dass die Bataillone und die restlichen Teilnehmer des Umzugs wieder am Festplatz ankommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ankunft auf dem Festplatz wird wieder auf die Scheiben geschossen, die danach vom Schützenkomittee ausgewertet werden. Gegen 17:00 Uhr werden die neuen Würdenträger ausgerufen und ihnen werden das Kleinod und die Fahnen überreicht.&lt;br /&gt;
Am Abend findet in der Festhalle danach der zweite Tanzabend statt, bei dem die neuen und alten Würdenträger an einem extra Tisch sitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sonntag der kommenden Woche ist der letzte Schüttenhoffstag. Nach dem Weckruf treffen sich die neuen und alten Würdenträger zum gemeinsamen Frühstück. Eine Stunde später treffen sich die Bataillone um in die Kirche zu gehen und legen danach Kränze auf dem Kirchhof im Gedenken an die Gefallenen der beiden [[Weltkrieg]]e nieder. Bevor es in die Festhalle geht, werden alle Frauen vom neuen Komittee abgeholt, die seit dem letzten Schüttenhoff geheiratet haben, oder neu ins Dorf gezogen sind. Da die Frauen auf jeden Fall in die Arestzelle gehen müssen, sind die Männer verpflichtet sie später wieder freizukaufen.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Ein bedeutender Wirtschaftszweig in der Region ist die Gipsindustrie. Auch in der Dorster Feldmark, im Lichtenstein, gibt es reiche Vorkommen, die von drei Gipswerken (Südharzer Gipswerke, Rumpf und Salzmann, Rigips) ausgebeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Dorste liegt an der [[Bundesstraße 241]] zwischen Katlenburg und Osterode am Harz. Kreisstraßen führen außerdem nach Schwiegershausen, Wulften und Förste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Georg von Hedemann]] (1729–1782), Gutsbesitzer und Landrat&lt;br /&gt;
* [[Waldemar Ohlmer]] (1881–1971), Landwirt und Politiker (FDP)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Armbrecht]] (1898–1972), Politiker (SPD), Mitglied des Niedersächsischen Landtags&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Willi Ernst, Ulf Hoffmeister, Fred-Rainer Dunemann: &amp;#039;&amp;#039;250 Jahre Schüttenhoff Dorste.&amp;#039;&amp;#039; 1991.&lt;br /&gt;
* Willi Ernst: &amp;#039;&amp;#039;Dorste in alten Bildern.&amp;#039;&amp;#039; 1988.&lt;br /&gt;
* Bettina Steinmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Dorste.&amp;#039;&amp;#039; Schulische Ausarbeitung, 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4091177-9}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dorste.de www.dorste.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.karlo-vegelahn.de/ortsgeschichte_heimat-Osterode-Dorste.html &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie Dorste – Archiv-Vegelahn&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.hgv-dorste.de &amp;#039;&amp;#039;Heimat- und Geschichtsverein Dorste e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Osterode am Harz}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4091177-9|VIAF=242108310}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Osterode am Harz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1218]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wivoelke</name></author>
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