<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dorothea_Binz</id>
	<title>Dorothea Binz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dorothea_Binz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dorothea_Binz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T07:11:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dorothea_Binz&amp;diff=232131&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Commons hinzugefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dorothea_Binz&amp;diff=232131&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-01T20:13:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dorothea Binz.tiff|mini|Dorothea Binz (Verurteilung 1947)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dorothea Binz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (genannt „Theodora“; * [[16. März]] [[1920]] in [[Grunewald (Templin)|Düsterlake]], Kreis [[Templin]]; † [[2. Mai]] [[1947]] in [[Hameln]]) war eine deutsche [[SS-Gefolge|Aufseherin]] im [[KZ Ravensbrück|Konzentrationslager Ravensbrück]], zuletzt in Funktion der stellvertretenden Oberaufseherin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dorothea Binz wurde bei [[Groß Dölln|Groß-Dölln]] (Forsthaus Düsterlake) als zweite Tochter geboren. Ihr Vater war Revierförstergehilfe, die Mutter Tochter eines Gärtnereibesitzers. Die Familie zog am 1. Juli 1924 nach Friedrichsfelde bei [[Joachimsthal]], wo der Vater Walter Binz eine Försterei übernahm und eine dritte Tochter zur Welt kam. Nach der Pensionierung des Vaters zog die Familie am 1. Dezember 1933 nach [[Altglobsow|Alt-Globsow]] in die Nähe von [[Fürstenberg/Havel]]. Dorothea Binz besuchte die Volks- und Oberschule sowie das Oberlyzeum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus ihren Aussagen im Hamburger [[Ravensbrück-Prozesse|Ravensbrück-Prozess]] hervorgeht, machte sie danach eine Ausbildung zur Köchin. Am 26. August 1939 bewarb sie sich 19-jährig im [[KZ Ravensbrück]] um eine entsprechende Stelle als Küchenleiterin im KZ – angeblich, um damit einer Zwangsverpflichtung zur Fabrikarbeit zu entgehen. Da diese Stelle jedoch bereits vergeben gewesen war, sei sie als KZ-Aufseherin eingestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prozess sagte sie aus, „ein ganzes Jahr unter anderen Aufseherinnen in Außenkommandos“ gearbeitet zu haben. Dem Kontrollbuch der Torwache des KZ ist zu entnehmen, dass sie schon im Oktober und November 1939 alleine zehn weibliche Gefangene beim Holzsägen und -fahren bewachte. Bis Mai 1940 beaufsichtigte sie außerdem Gefangene beim Kokstragen, Ziegelabladen, Schuttfahren, Strohsäckeausladen, Bodenreinigen, bei Arbeiten in der Bauleitung, der Gärtnerei und im Personalbau. Im August oder September 1940 wurde sie zur stellvertretenden Leiterin des Zellenbaus befördert und war zusammen mit ihrer Vorgesetzten [[Maria Mandl]] für die Ausführung der Prügelstrafe zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binz beantragte am 7. März 1941 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. April desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 8.920.922).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3020100&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Lavern: &amp;#039;&amp;#039;KZ-Aufseherinnen-Parteigängerinnen der NSDAP?&amp;#039;&amp;#039; In: Simone Erpel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück. Begleitband zur Ausstellung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Beförderung von Mandl zur Oberaufseherin im April 1942 rückte Binz zur Leiterin des Zellenbaus auf. Im Februar 1944 wurde sie offiziell zur stellvertretenden Oberaufseherin ernannt. Tatsächlich übernahm sie jedoch schon am 3. Juli 1943 kommissarisch die Dienstgeschäfte der Oberaufseherin und leitete gemeinsam mit der Arbeitsdienstführerin [[Ida Schreiter]] das Frauenlager. Ab dem 20. Januar 1945 trat sie einen Urlaub an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde sie am 23. Mai 1945 vom US-amerikanischen Militär in [[Schweinfurt]] verhaftet und in [[Hersbruck]] interniert. Spätestens im August 1946 wurde sie in das britische [[Internierungslager Staumühle]] bei [[Paderborn]] überstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 5. Dezember 1946 bis zum 3. Februar 1947 musste sich Binz zusammen mit 15 weiteren Angeklagten im ersten britischen Ravensbrück-Prozess in Hamburg verantworten. Alle Angeklagte waren der gemeinschaftlichen Verantwortung für und der Mitwirkung an den im KZ Ravensbrück verübten Verbrechen, insbesondere die Tötung und Misshandlung alliierter Staatsangehöriger, beschuldigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Simone Erpel: &amp;#039;&amp;#039;Die britischen Ravensbrück-Prozesse 1946–1948&amp;#039;&amp;#039;. In: Simone Erpel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück. Begleitband zur Ausstellung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 117 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Binz gab zu, Häftlinge misshandelt zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Silke Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Zum Selbstverständnis von Frauen im Konzentrationslager. Das Lager Ravensbrück.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Urteil vom 3. Februar 1947 lautete auf „[[Todesstrafe|Tod]] durch den [[Hängen|Strang]]“. Ein [[Gnadenbefugnis|Gnadengesuch]] ihres Rechtsanwalts wurde abgelehnt und das Urteil am 31. März des Jahres bestätigt. Binz versuchte sich in der Folge selbst zu töten, was jedoch verhindert wurde. Ihre [[Hinrichtung]] wurde am 2. Mai 1947 morgens um 9:01 Uhr im [[Gefängnis Hameln|Zuchthaus Hameln]] durch den englischen [[Henker]] [[Albert Pierrepoint]] vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Schwartz: &amp;#039;&amp;#039;Handlungsräume einer KZ-Aufseherin. Dorothea Binz – Leiterin des Zellenbaus und Oberaufseherin&amp;#039;&amp;#039;. In: Simone Erpel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück&amp;#039;&amp;#039;, Redaktion: Jeanette Toussaint, Johannes Schwartz und Lavern Wolfram (Schriftenreihe der [[Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten]], Band 17). Metropol Verlag, Berlin 2007, S. 59–71.&lt;br /&gt;
* Julia Duesterberg: &amp;#039;&amp;#039;Von der „Umkehr aller Weiblichkeit“. Charakterbilder einer KZ-Aufseherin&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Insa Eschebach]], [[Sigrid Jacobeit]] und [[Silke Wenk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gedächtnis und Geschlecht. Deutungsmuster in Darstellungen des nationalsozialistischen Genozids&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/Main 2002, S. 227–243.&lt;br /&gt;
* Silke Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Zum Selbstverständnis von Frauen im Konzentrationslager. Das Lager Ravensbrück.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002 (Dissertation TU Berlin), {{URN|nbn:de:kobv:83-opus-4303}}, {{doi|10.14279/depositonce-528}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/kz-ravensbrueck-wie-aufseherinnen-gefangene-quaelten-a-1073122.html &amp;#039;&amp;#039;Prügeln, quälen, mit dem Hund kuscheln, Dorothea Binz: „die schöne Bestie“&amp;#039;&amp;#039;.] [[einestages]], 22. Januar 2016; kommentierte Fotostrecke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132794276|VIAF=6104453}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Binz, Dorothea}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Gefolge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Ravensbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Curiohaus-Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Binz, Dorothea&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Oberaufseherin im KZ Ravensbrück&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. März 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grunewald (Templin)|Düsterlake]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hameln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>