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	<title>Dorfkirche Proseken - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:06:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dorfkirche_Proseken&amp;diff=1486091&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freygangfreunde: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-10-30T09:44:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Proseken Kirche 1.jpg|mini|Dorfkirche Proseken von Südwesten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dorfkirche Proseken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine der zwei [[Kirchengebäude|Kirchen]] der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Proseken-Hohenkirchen. Die Kirchengemeinde gehört zur [[Liste der Kirchen in der Propstei Wismar|Propstei Wismar]] im Kirchenkreis Mecklenburg der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kirche-MV.de. (Hrsg.): [http://www.kirche-mv.de/Proseken-Hohenkirchen.1029.0.html Zugehörigkeit der Gemeinde.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort Proseken gehört zur Gemeinde [[Gägelow]] im [[Landkreis Nordwestmecklenburg]], die direkt westlich an die Hansestadt [[Wismar]] grenzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Mecklenburgisches Urkundenbuch|MUB]]&amp;#039;&amp;#039;, Band X, (1346–1350) – Nachträge zu Band I–X. Hrsg. Verein für Me(c)klenburgische Geschichte und Altert(h)umskunde, In Commission Stiller, Schwerin 1877, S. 486. ([https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=wXYKAAAAIAAJ&amp;amp;q=7191#v=snippet&amp;amp;q=7191&amp;amp;f=false 7191. (1274). Wismar.])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Proseken Kirche 9.jpg|mini|hochkant|Wappen Adelsgeschlechter [[Negendank (Adelsgeschlecht)|Negendanck]] und [[Bülow (Adelsgeschlecht)|Bülow]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf Proseken wurde bereits 1210 erstmals urkundlich erwähnt. In den Akten wurden auch die Namen &amp;#039;&amp;#039;Procek, Proceka&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Proceken&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Eine Herleitung führt [[Friedrich Schlie|Schlie]] vom slawischen &amp;#039;&amp;#039;preseca&amp;#039;&amp;#039; (Hag) an, wenngleich auch die Benennung nach dem Ort &amp;#039;&amp;#039;Breesen,&amp;#039;&amp;#039; der sich an dieser Stelle befand, wahrscheinlich ist. Die Kirche wurde erstmals 1222 urkundlich erwähnt, und tatsächlich liegt die Bauzeit der Kirche im 13. Jahrhundert. Die Gründung erfolgte durch den [[Ludolf I. (Ratzeburg)|Bischof von Ratzeburg]], der 1237 das Kirchspiel unter das [[Archidiakonat]] des [[Kloster Rehna|Klosters Rehna]] stellte. Nach der [[Reformation]] übernahm der Landesherr das [[Kirchenpatronat|Patronat]], später die Familie [[Negendank (Adelsgeschlecht)|Negendanck]]. Der äußere [[Rundbogenfries|Bogenfries]] zeigt die stilistische Herkunft aus der Übergangszeit von der [[Romanik]] zur [[Gotik]]. Der [[Chor (Architektur)|Chor]] und das [[Kirchenschiff]] entstanden gleichzeitig in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, der Turm in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Bauherr des Turms war wahrscheinlich ein Negendanck. Weitere Um- und Anbauten wurden im 15. Jahrhundert vorgenommen: Strebepfeiler wurden zur Verbesserung der Statik errichtet, das Ostfenster wurde vergrößert und der Ostgiebel neu gestaltet. Die [[Sakristei]] als südlicher Anbau an den Chor wurde neu errichtet. 1580 wurde eine Kapelle an die Südseite des Kirchenschiffs angebaut, sie diente im unteren Teil als Grabgewölbe. Im oberen, inneren Teil befand sich das Gestühl der Stifterfamilie. Das untere Turmgeschoss wurde 1668 zum Langhaus hin geöffnet. Der nördliche Portalvorraum am Chor ist [[Neogotik|neogotisch]], er wurde bei der Restaurierung im Jahr 1856 errichtet. 1991 bis 1992 wurden Renovierungsarbeiten an der Kirche durchgeführt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Proseken Kirche Grundriss.png|mini|Grundriss nach Schlie.]]&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Kirche ist einschiffig und aus Backstein errichtet. An den eingezogenen länglich rechteckigen Chor schließt das [[Joch (Architektur)|zweijochige]] Kirchenschiff an. Das Kirchenschiff ist etwas breiter angelegt. Die Trennung von Langhaus und Chor bildet ein [[Triumphbogen (Kirchenbau)|Triumphbogen]]. An Langhaus und Chor finden sich [[Lisene|Ecklisenen]]. Die paarweise angeordneten Lanzettfenster haben eingelegte Rundstäbe und glasierte Backsteine zur Zierde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chor und Kirchenschiff sowie die am Schiff angebaute Kapelle und das untere Turmgeschoss haben Kreuzrippengewölbe. Der Turm ist nahezu quadratisch und weist eine beachtliche Höhe auf. Bemerkenswert ist die Ähnlichkeit der Giebelgestaltung am Turm mit den Wismarschen Kirchen. Der Helm ist achteckig mit vier Schildgiebeln und bildet dadurch eine „Bischofsmütze“. Die Giebel sind jeweils verschieden in ihrem mit Rauten, Rosetten und Spitzbögen aufwändig gestalteten Blendenschmuck.&lt;br /&gt;
[[Datei:Proseken Kirche 3.jpg|mini|hochkant|Altar.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Proseken Biel 002.JPG|mini|Grabtafel Patronatsfamilie von Biel.]]&lt;br /&gt;
== Inneres ==&lt;br /&gt;
Die [[Taufstein|Tauffünte]] aus Kalkstein ist das älteste Ausstattungsstück, sie stammt aus der Bauzeit der Kirche. Die [[Kuppa]] ist mit Reliefs bärtiger Männerköpfe verziert. Der [[barock]]e [[Altar]]aufsatz ist zweigeschossig und wurde im Jahr 1733 von Barthold Dietrich von Negendanck gestiftet. In erster Ehe war dieser mit Catharina Elisabeth [[Bülow (Adelsgeschlecht)|von Bülow]] verheiratet, was das vorhandene Wappen beider Familien erklärt. Der Sockel des Altars zeigt die Abendmahlsszene, im Hauptfeld befindet sich ein plastisches Kruzifix vor einem Gemälde, flankiert von Säulen und [[Allegorie|allegorischen]] Figuren. Im Oberteil wird ein Himmelfahrtsgemälde von einem [[Auge der Vorsehung|Auge Gottes]] in einer [[Gloriole]] bekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kanzel]] stammt von 1656, der [[Schalldeckel]] wurde 1662 hinzugefügt. Ihr durch Schnitzereien im Ohrenstil geprägter Stil ist der [[Renaissance|Spätrenaissance]] zuzurechnen. Die Kanzeltür ziert ein Negendanck-Reventlowsches Allianzwappen. Ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammen die drei Kronleuchter und reich verzierte [[Epitaph]]e. Die Orgel ist ein Werk des Wismarer Orgelbauers [[Friedrich Wilhelm Winzer]] aus dem Jahr 1868 mit 19 [[Register (Orgel)|Registern]] auf zwei [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url= https://organindex.de/index.php?title=G%C3%A4gelow/Proseken,_Dorfkirche |titel=Informationen zur Orgel auf Organ index |zugriff=2024-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die farbigen Glasfenster mit der Darstellung der Evangelisten entstanden 1884. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kirche gibt es mehrere historisch bedeutende Grabplatten, die u. a. an die mit umfangreichen Begüterungen in der näheren Region ausgestattete briefadelige Familie [[Biel (mecklenburgisches Adelsgeschlecht)|von Biel]] erinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Landeskunde in den Grossherzogthümern Mecklenburg&amp;#039;&amp;#039;. Achtzehnter Jahrgang-1868, A. W. Sandmeyer, Schwerin 1868, [https://www.google.de/books/edition/Archiv_f%C3%BCr_Landeskunde_in_den_Grossherz/Z7ssAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Biel+Proseken&amp;amp;pg=PA296&amp;amp;printsec=frontcover S. 296.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/diekunstundgesch02schl/page/319/mode/1up &amp;#039;&amp;#039;Das Kirchdorf Proseken&amp;#039;&amp;#039;], In: [[Friedrich Schlie]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunst- und Geschichtsdenkmäler Mecklenburgs&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Großherzogl. Ministerium d. Innern-Commission zur Erhaltung der Denkmäler, II. Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin&amp;#039;&amp;#039;. Komm. K. F. Köhler-Leipzig, Bärensprung Schwerin 1898, S. 319 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dorf und Stadtkirchen im Kirchenkreis Wismar-Schwerin&amp;#039;&amp;#039;. [[Edition Temmen]], Bremen-Rostock, 2001.&lt;br /&gt;
* ZEBI e.&amp;amp;nbsp;V., START e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Dorf- und Stadtkirchen im Kirchenkreis Wismar-Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; Edition Temmen, Bremen-Rostock 2002, ISBN 3-86108-753-7, S. 263–264.&lt;br /&gt;
* [[Horst Ende (Kunsthistoriker)|Horst Ende]], C. Molzen, H. Stutz: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen in Nordwestmecklenburg&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=idn%3D990325458 &amp;#039;&amp;#039;Einblicke&amp;#039;&amp;#039;], Teil 11, Hrsg. Landkreis Nordwestmecklenburg, Grevesmühlen/Schwerin 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Church in Proseken|Dorfkirche Proseken}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|311269850}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kirchenkreis-wismar.de/Proseken-Hohenkirchen.72.0.html Kirchgemeinde/Kirchenkreis-Wismar.]&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53.903903|EW=11.369326|type=landmark|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Proseken #Dorfkirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Nordwestmecklenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Propstei Wismar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Gägelow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster Rehna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteinkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Gägelow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Proseken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freygangfreunde</name></author>
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