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	<title>Dorfgeschichte - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dorfgeschichte&amp;diff=278424&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-06-06T05:39:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das literarische Genre. Für Dorfgeschichte im Sinne der Geschichtswissenschaft siehe [[Ortsgeschichte]].}}&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dorfgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet im engeren Sinne eine [[Erzählung]] bzw. [[Kalendergeschichte]], deren Handlung im dörflichen Milieu angesiedelt ist. Im weiteren Sinne bezeichnet er nicht nur erzählerische Kleinformen, sondern auch [[Novelle]]n und [[Roman]]e ([[Bauernroman]]e, [[Heimatroman]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Genre der Dorfgeschichte – als Kleinform, die in [[Kalendarium#Volkskalender|Volkskalendern]] und ähnlichen Periodika veröffentlicht wurde – sich nur im deutschsprachigen Raum entwickelt hat, wird der Ausdruck ausschließlich in Bezug auf [[deutschsprachige Literatur]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Genres ==&lt;br /&gt;
Als Bezeichnung für fiktionale Literatur, die das ländliche Leben beschreibt, lässt das Wort „Dorfgeschichte“ sich seit mindestens 1834 nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik und Literatur |Band=13 |Verlag=Friedrich Ludwig Herbig |Ort=Leipzig |Datum=1834 |Seiten=431 |Online={{Google Buch |BuchID=5oBPAQAAMAAJ |Seite=431}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weite Verbreitung erlangte der Terminus aber erst, als in der [[Zeitung für die elegante Welt]] von 1842 an [[Berthold Auerbach]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarzwälder Dorfgeschichten]]&amp;#039;&amp;#039; zu erscheinen begannen. Von da an folgten weitere Erzählungen mit den Untertiteln „Dorfgeschichte“ in großer Zahl, darunter&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der lahme Hans&amp;#039;&amp;#039; (1842) von [[Wilhelm von Pochhammer (Generalleutnant)|Wilhelm von Pochhammer]],&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Bälgentreter von Eilersrode&amp;#039;&amp;#039; (1845) von [[Georg Gottlieb Schirges]],&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Hahnpfalz&amp;#039;&amp;#039; (1845) von Sylvester Wagner,&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stefan der Kesselflicker&amp;#039;&amp;#039; (1846) von August Kleemann,&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Käthens Kopfhaare&amp;#039;&amp;#039; (1847) von Ludwig Scheyrer,&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Dukatenbauer&amp;#039;&amp;#039; (1849) von [[Friedrich Bruckbräu]],&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pfarre und Schule&amp;#039;&amp;#039; (1849) von [[Friedrich Gerstäcker]]&lt;br /&gt;
und &amp;#039;&amp;#039;Vater, Sohn und Enkel&amp;#039;&amp;#039; (1850) von [[Marie Nathusius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Friedrich Hebbel]], aus armem ländlichem Milieu herkommend, hat einige Geschichten in dörflicher Szenerie spielen lassen (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kuh (Hebbel)|Die Kuh]]&amp;#039;&amp;#039;, 1849), sich aber zugleich in scharfen Worten gegen die „Bauern-Verhimmlung unserer Tage“ ausgesprochen, so dass Jürgen Hein ihn als Begründer der „Anti-Dorfgeschichte“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Hein: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Hebbel und die Dorfgeschichte des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hebbel-Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1974, S. 102–125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853–1855 erschienen in der Schweiz [[Alfred Hartmann (Schriftsteller)|Alfred Hartmanns]] &amp;#039;&amp;#039;Kiltabendgeschichten&amp;#039;&amp;#039;; obwohl dieser Autor vor allem durch seinen Geschichtsroman &amp;#039;&amp;#039;Meister Putsch und seine Gesellen&amp;#039;&amp;#039; (1858) bekannt geworden ist, hat er selbst die Dorfgeschichte als sein eigentliches Genre bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch [[Karl May]] begann seine Publikationslaufbahn 1874 mit einer Dorfgeschichte, &amp;#039;&amp;#039;Die Rose von Ernstthal&amp;#039;&amp;#039;, die erstmals im August 1874 im Wiener literarischen Periodikum &amp;#039;&amp;#039;Novellen-Flora&amp;#039;&amp;#039; erschien und der er bald weitere &amp;#039;&amp;#039;[[Karl Mays Erzgebirgische Dorfgeschichten|Erzgebirgische Dorfgeschichten]]&amp;#039;&amp;#039; folgen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.projekt-gutenberg.org/may/rose/rose.html |titel=Die Rose von Ernstthal |abruf=2022-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer produktiver Autor von Dorfgeschichten war seit 1879 [[Ludwig Anzengruber]]. Zur Ausdehnung des Begriffs auch auf erzählerische Großformen trug Anzengruber bei, indem er seinem 1885 erschienenen Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sternsteinhof]]&amp;#039;&amp;#039; den Untertitel „Eine Dorfgeschichte“ gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu erwähnen ist [[Wilhelm Raabe]], der in seinen Werken oft die Schicksale der kleinen Leute auf dem Lande schilderte, deren Leben durch den technischen Fortschritt und die zunehmende [[Industrialisierung]] auf den Kopf gestellt werden, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Pfisters Mühle]] (1885).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marie von Ebner-Eschenbach]] publizierte 1881 einen Sammelband &amp;#039;&amp;#039;Dorf- und Schloßgeschichten&amp;#039;&amp;#039;, dem 1886 ein Band &amp;#039;&amp;#039;Neue Dorf- und Schloßgeschichten&amp;#039;&amp;#039; folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturwissenschaftliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
Bei den ursprünglichen Dorfgeschichten hatte es sich, wie schon der Name ausdrückt, stets um [[Kurzprosa]] (Kalendergeschichten, Erzählungen) gehandelt, was noch 1890 Hellmuth Mielke veranlasste, zwischen Dorfgeschichten einerseits und Novellen und Romanen andererseits, selbst wenn sie vom Genre der Dorfgeschichte inspiriert waren, deutlich zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hellmuth Mielke |Titel=Der deutsche Roman des 19. Jahrhunderts |Verlag=Schwetschke und Sohn |Ort=Braunschweig |Datum=1890|Seiten=297 |Online={{Google Buch |BuchID=zDZBAAAAYAAJ |Seite=297}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Literaturhistoriker dagegen haben nach dem [[Pars pro toto|Pars-pro-toto]]-Prinzip selbst Großformen als „Dorfgeschichten“ eingestuft, darunter etwa die Autoren des 1925/1926 von [[Paul Merker (Literaturhistoriker)|Paul Merker]] und [[Wolfgang Stammler]] herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Herausgeber=Paul Merker, Wolfgang Stammler |Titel=Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte |Band=1 |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin |Datum=1926 |Seiten=200 |Online={{Google Buch |BuchID=LgMwYT-VloEC |Seite=200}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein früher Germanist, der dem Genre der Dorfgeschichte auch Romane zugeordnet hat, war Gustav Brugier (&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen National-Literatur&amp;#039;&amp;#039;, erstmals 1865).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Geschichte der deutschen National-Literatur |Verlag=Herdersche Verlagsbuchhandlung |Ort=Freiburg |Auflage=3 |Datum=1871 |Kommentar=Seite LXVI |Online={{Google Buch |BuchID=pJdRAAAAcAAJ }}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst 2009 noch hat Bernhard Spiels in seinem &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der literarischen Gattungen&amp;#039;&amp;#039; die Bauern- und Heimatliteratur unter dem Stichwort „Dorfgeschichte“ behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Spiels: &amp;#039;&amp;#039;Dorfgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der literarischen Gattungen.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2009, ISBN 978-3-520-84101-8, S. 137–142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Philip Ajouri]] / Wolfert von Rahden / [[Andreas Urs Sommer]]: Das Dorf = Zeitschrift für Ideengeschichte, Heft IX/2, Sommer 2015. München: C. H. Beck, 2015 ({{ISSN|1863-8937}}, ISBN 978-3-406-67382-5)&lt;br /&gt;
* Friedrich Altvater: &amp;#039;&amp;#039;Wesen und Form der deutschen Dorfgeschichte im neunzehnten Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1930. (Nachdruck 1967)&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 231). 6., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1979, ISBN 3-520-23106-9.&lt;br /&gt;
* Jürgen Hein: &amp;#039;&amp;#039;Dorfgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1976, ISBN 3-476-10145-2.&lt;br /&gt;
* Uwe Baur: &amp;#039;&amp;#039;Dorfgeschichte. Zur Entstehung und gesellschaftlichen Funktion einer literarischen Gattung im Vormärz.&amp;#039;&amp;#039; München 1978, ISBN 3-7705-1544-7.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Seidenspinner: &amp;#039;&amp;#039;Oralisierte Schriftlichkeit als Stil. Das literarische Genre Dorfgeschichte und die Kategorie Mündlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 22 (1997), Heft 2, S. 36–51.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4113338-9}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/schneider/genres.htm Klaus Dautel: „Dorfgeschichte“ (Zentrale für Unterrichtsmedien)]&lt;br /&gt;
* [http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/JbKMG/1976/47.htm Jürgen Hein über den Erzähltyp „Dorfgeschichte“ im Frühwerk Karl Mays]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4113338-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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