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	<title>Dora Schaul - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dora_Schaul&amp;diff=1725084&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goesseln am 8. Dezember 2025 um 19:44 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-08T19:44:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dora Schaul.png|mini|Dora Schaul]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dora Schaul&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. September]] [[1913]] als &amp;#039;&amp;#039;Dora Davidsohn&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin]]; † [[8. August]] [[1999]] ebenda) war eine deutsche [[Antifaschismus|Antifaschistin]] und wirkte in der [[Résistance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dora Davidsohn war die Tochter eines [[Juden in Berlin|jüdischen]] Kaufmanns, sie besuchte die Handelsschule und arbeitete als kaufmännische Angestellte in Berlin. 1933 emigrierte sie vor den Verfolgungen des [[Nationalsozialismus|NS-Regimes]] nach [[Niederlande|Holland]], wo sie ihren späteren Ehemann [[Alfred Benjamin]] traf, und später nach [[Frankreich]]. Zu Kriegsbeginn lebte Dora Davidsohn ohne gültige Papiere in [[Paris]] und wurde bei dem Versuch, sich bei den französischen Behörden zu melden, im [[Gefängnisse von La Roquette|Gefängnis La Petite Roquette]] inhaftiert. Im Oktober 1939 wurde sie als feindliche Ausländerin in das [[Fraueninternierungslager Rieucros]] im südfranzösischen [[Mende]] verbracht und im Frühjahr 1942 in das [[Internierungslager Brens|Fraueninternierungslager Brens]] bei [[Gaillac]] überstellt. Während der [[Internierung]] heiratete sie Alfred Benjamin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1942 konnte sie – sechs Wochen vor der Deportation der Lagerinsassinnen in die [[Konzentrationslager]] – fliehen. Alfred Benjamin floh im August 1942 aus dem Arbeitslager [[Chanac]] und verunglückte tödlich bei dem Versuch, in die [[Schweiz]] zu entkommen. Dora Benjamin schloss sich der [[Résistance]] an und arbeitete mit falschen Papieren als Französin zunächst unter dem Namen Renée Gilbert, bis dieser Name zu unsicher wurde. Später war sie dann als Renée Fabre bei deutschen Dienststellen in [[Lyon]] tätig und kam dabei für die Résistance an wertvolle Informationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Elsässerin getarnt, beschaffte sie in der Feldpost nicht nur Informationen über Truppenbewegungen. Es gelang ihr auch, eine nahezu komplette Liste der Angehörigen der [[Gestapo]] von Lyon aufzustellen. Wenige Tage später wurde diese Liste am [[British Broadcasting Corporation|Londoner Rundfunk]] in der Sendung für Frankreich verlesen. Mehrmals im Radio wiederholt, sorgte diese Sendung für große Unruhe unter Gestapoleuten in Frankreich. In Dora Schauls Liste tauchte zum ersten Mal der Name von [[ Klaus Barbie]] auf, der viel später als Angeklagter im [[Kriegsverbrecherprozess]] in Lyon um die Welt gehen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Leo]]: {{Webarchiv|url=http://drafd.org/?DrafdInfo199908_Deutsche |wayback=20170120043832 |text=„Deutsche im französischen Widerstand – ein Weg nach Europa“   }}, DRAFD Information –&lt;br /&gt;
August 1999 [https://d-nb.info/017404657 DNB.]&amp;lt;/ref&amp;gt; An ihre Informationen knüpften die Nachkriegsermittlungen an, die 1983 zur Auslieferung Barbies von Bolivien führten.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Stolzenau: &amp;#039;&amp;#039;Jüdin enttarnt ,Schlächter von Lyon&amp;#039;&amp;#039;. In: Neues Deutschland vom 8. August 2019, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie nutzte ihre Kontakte zu deutschen Soldaten auch für die Verbreitung von Schriften und Flugblättern gegen den [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Schaul 03.jpg|thumb|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Dora Benjamin, deren Eltern und Schwester 1942 deportiert und im [[KZ Majdanek|Vernichtungslager Lublin-Majdanek]] ermordet wurden, erlebte das Kriegsende in Frankreich. 1946 kam sie nach Deutschland zurück und heiratete [[Hans Schaul]], der 1941 nach seiner Internierung in [[Le Vernet (Internierungslager)|Le Vernet]] nach [[Djelfa]] in [[Algerien]] verbracht worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dora Schaul publizierte 1973 über das Wirken deutscher Antifaschisten in der französischen Emigration und arbeitete intensiv an der Erforschung der Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime in Berlin-Treptow. Ein besonderes Anliegen war ihr immer wieder dem Kontakt mit Treptower Schulen, wo sie den Kindern antifaschistisches Erfahrungswissen vermittelte, das vor allem auch für die Auseinandersetzung mit Neonazis diente. Dank ihres persönlichen Engagements konnte 1995 die faktenreiche Wanderausstellung „Deutsche in der Résistance“ erarbeitet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://drafd.org/?Austellung_Resistance |wayback=20150614182409 |text=Wanderausstellung „Deutsche in der Résistance“   }} auf der Webseite des [[DRAFD]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihre Urne wurde in der [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage „Pergolenweg“]] der [[Gedenkstätte der Sozialisten]] auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Dammweg 73 (Plänt) Dora Schaul.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus, Dammweg 73, in [[Berlin-Plänterwald]]]]&lt;br /&gt;
Am 12. März 2006 wurde eine Straße in Brens nach ihr benannt. Die &amp;#039;&amp;#039;Route Dora Schaul&amp;#039;&amp;#039; führt am ehemaligen Fraueninternierungslager Brens vorbei, in dem Dora Schaul bis zu ihrer Flucht mehrere Monate zubringen musste. Peter Schaul, ihr Sohn, sagte bei diesem Anlass, es erfülle ihn mit Stolz und Genugtuung, dass es in einer Zeit, da die Vergangenheit in Vergessenheit zu geraten drohe und es Bestrebungen gebe, das Rad der Geschichte zurückzudrehen, „da eine Gemeinde in Frankreich gibt, in einem Land, das unter der Okkupation durch Deutsche gelitten hat, die eine Straße nach einer deutschen Antifaschistin benennt. Das finde ich ungewöhnlich und mutig, dafür bin ich dankbar und zusätzlich motiviert, auch meine Kräfte dafür einzusetzen, dass der faschistische Ungeist keine Chance erhält.“ Die Forscherin Sterenn Le Berre hielt bei diesem Anlass eine Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;Publikation: [http://apsicbr.free.fr/manifest/Brochure_Dora_Schaul_interieur.pdf &amp;#039;&amp;#039;Dora Schaul. Résistante allemande en France. Inauguration de la route Dora Schaul, 12 mars 2006, à Brens (Tarn).&amp;#039;&amp;#039;] (pdf; 4,6&amp;amp;nbsp;MB) Hg. auf Initiative von „L&amp;#039;Association pour Perpétuer le Souvenir des Internées des Camps de Brens et de [[:fr:Camp de Rieucros|Rieucros]]“ von La Mairie de Brens. 47 S., zweisprachig, Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. August 2009 wurde zum 10. Todestag eine Gedenktafel am letzten Wohnsitz von Dora Schaul in Berlin-Treptow-Köpenick eingeweiht. Die Inschrift der Gedenktafel lautet: „Hier wohnte die Antifaschistin DORA SCHAUL (1913–1999). Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] kämpfte sie in Frankreich unter dem Namen Renée Fabre in der Résistance gegen die Nazi-Okkupation. In Brens bei Toulouse erhielt 2006 eine Straße ihren Namen.“ Die Ehrung durch eine Gedenktafel geht zurück auf einen Beschluss der [[Bezirksverordnetenversammlung]] von [[Berlin]]-[[Treptow-Köpenick]] und das Engagement der lokalen Initiative von BdA – Bund der Antifaschisten Treptow e. V., Bürgerkomitee Plänterwald und ViVer – Vision und Verantwortung e. V. Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Treptow-Köpenick [[Siegfried Stock]] sowie die Bezirksverordneten Oliver Igel ([[SPD]]) und Dr. Hans Erxleben ([[Die Linke]]) hielten eine Rede. Sterenn Le Berre referierte wie bereits 2006 in Brens über das Leben und die Person Dora Schaul.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.drafd.de/?Gedenktafel_Schaul Bericht auf www.drafd.de.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Frauen in der Résistance]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karlheinz Pech]]: &amp;#039;&amp;#039;An der Seite der Resistance. Die Bewegung „Freies Deutschland“ für den Westen in Frankreich (1943–1945)&amp;#039;&amp;#039;. 2., überarb. u. erw. Auflage. Militärverlag der DDR, Berlin 1987, ISBN 3-327-00282-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dora Davidsohn&amp;#039;&amp;#039;, in: Georg Wiesing-Brandes: &amp;#039;&amp;#039;Walter Benjamin. Das Pariser Adressbuch. Eine Biographie des Exils im Spiegel&amp;#039;&amp;#039;. Wädenswil: Nimus, 2025, S. 130–132&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Résistance – Erinnerungen deutscher Angehöriger der französischen Résistance und der Bewegung »Freies Deutschland« für den Westen.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin 1973/Röderberg-Verlag, Frankfurt/M. 1975 [https://d-nb.info/770008119 DNB.]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeitersportler im antifaschistischen Widerstandskampf in Berlin-Treptow.&amp;#039;&amp;#039; Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR – Stadtbezirk Berlin-Treptow, Berlin 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|dora-schaul}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/c5e871e7-d941-4abe-b1fa-7a5d701d4f96/ Nachlass Bundesarchiv NY 4576]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121907139|VIAF=44346627}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schaul, Dora}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Résistancekämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Niederlanden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schaul, Dora&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Davidsohn, Dora; Fabre, Renée; Benjamin, Dora&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Antifaschistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. September 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. August 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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