<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Doppelniere</id>
	<title>Doppelniere - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Doppelniere"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Doppelniere&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T09:24:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Doppelniere&amp;diff=1288190&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knowledge2need: /* Embryologie */ Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Doppelniere&amp;diff=1288190&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-05-27T06:36:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Embryologie: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = Q63.1&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Gelappte Niere, verschmolzene Niere und Hufeisenniere&lt;br /&gt;
| 02-CODE = Q63.0&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Doppelniere mit doppeltem Nierenbecken&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Doppelniere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Langniere&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]], [[Günter Thiele (Mediziner)|Günter Thiele]] (Hrsg.): [[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]], Loseblattsammlung, Band 2 (Carg–Ez), Verlag [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], München / Berlin / Wien 1967, ISBN 3-541-84000-5, S. D 204.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird in der Medizin die Doppelanlage einer [[Niere]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um die häufigste [[Entwicklungsstörung]] des [[Harntrakt]]es, bei der Teile einer Nierenanlage unvollständig verschmolzen sind, mit Aufspaltung der Ureterknospe,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Willibald Pschyrembel: &amp;#039;&amp;#039;Klinisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;]], 268. Auflage. Verlag [[Walter de Gruyter]], Berlin / Boston 2020, ISBN 978-3-11-068325-7, S. 393.&amp;lt;/ref&amp;gt; also eigentlich um eine Doppelanlage des Hohlsystemes, siehe [[Nierenbecken]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel Bettex, N. Genton, M. Stockmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kinderchirurgie. Diagnostik, Indikation, Therapie, Prognose.&amp;#039;&amp;#039; [[Georg Thieme Verlag]], Stuttgart / New York 1982, 2. Auflage, ISBN 3-13-338102-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann zwischen ein- und beidseitiger Doppelniere unterscheiden, abhängig davon, ob nur eine oder ob beide Nieren in doppelter Anlage vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie ==&lt;br /&gt;
Die [[Relevanz]] einer Doppelanlage ergibt sich daraus, wie der Urin aus diesem zusätzlichen Nierenbecken abfließen kann.&lt;br /&gt;
Infrage kommen:&lt;br /&gt;
* Vereinigung beider Nierenbecken außerhalb der Niere „extrarenal“ zu einem gemeinsamen Becken mit einem gemeinsamen [[Harnleiter]] („tiefe Teilung des Nierenbeckens“).&lt;br /&gt;
* Zwei Harnleiter mit Vereinigung im Verlauf zu einer gemeinsamen Endstrecke („[[Ureter fissus]]“, auch: Ureter bifidus).&lt;br /&gt;
* Zwei Harnleiter mit zwei getrennten Einmündungen in die Harnblase (doppelte [[ipsilateral]]e Harnleiteranlage: „[[Ureter duplex]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Springer Klinisches Wörterbuch 2007 | 2008&amp;#039;&amp;#039;; Springer-Verlag, 1. Auflage, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 437 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Der Harnleiter der unteren Anlage mündet an der üblichen Stelle „orthotop“ in die Harnblase, derjenige der oberen Anlage „dystop“ weiter kaudal.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Weigert]]: &amp;#039;&amp;#039;Über einige Bildungsfehler der Ureteren.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Virchows Archiv]] pathologischer Anatomie, Jahrgang 70 (1877).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem &amp;#039;&amp;#039;[[Carl Weigert|Weigert]]-Meyer-Gesetz&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Weigertsche Regel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Rodeck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Urologische Erkrankungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Allgemeinmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 18). Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore 1987, ISBN 3-541-13121-7, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Orthographie|orthographisch]] falsch auch: &amp;#039;&amp;#039;Meyer-Wegert-Regel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Meyer-Weigart-Regel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Riccabona: &amp;#039;&amp;#039;Trainer Kinderradiologie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-13-241509-6, [[DOI: 10.1055/b-0037-144168]], Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Uroradiologie des Kindesalters&amp;#039;&amp;#039;, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Meier-Weigert-Regel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike John, [[Hans-Joachim Mentzel]], Maximilian Stehr: &amp;#039;&amp;#039;Harntransportstörungen und Harnwegsinfektionen.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Dötsch, Lutz T. Weber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nierenerkrankungen im Kindes- und Jugendalter.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-48788-4, S. 3–68, Zitat S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[name]]ntlich falsch: &amp;#039;&amp;#039;Müller-Weigert-Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Sarre|Hans Joachim Sarre]]: &amp;#039;&amp;#039;Nierenkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-392804-X, S. 550.&amp;lt;/ref&amp;gt;) mündet der Harnleiter des kleineren oberen, kappenartig aufsitzenden Nierenabschnitts in der Regel tiefer und medial von dem des unteren Nierenabschnitts.&amp;lt;ref&amp;gt;Man spricht auch vom Meyer-Weigert-Gesetz; benannt nach Carl oder [[Karl Weigert]] und R. Meyer. Meyer beschrieb diese Zusammenhänge erst 1907, also nach Weigerts Tod. Quelle: [[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]], [[Günter Thiele (Mediziner)|Günter Thiele]] (Hrsg.): [[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]], Loseblattsammlung, Band 5 (Mem–Rz), Verlag [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], München / Berlin / Wien 1973, ISBN 3-541-84005-6, S. M 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man unterscheidet drei Varianten der Dystopie:&lt;br /&gt;
** Der dystope Ureter bildet eine [[Ureterozele]] mit stenotischem Ureterostium.&lt;br /&gt;
** Der dystope Ureter bildet eine [[Stenose]] (distale [[Ureterstenose|Harnleiterstenose]], [[Ureterstenose]], &amp;#039;&amp;#039;Ureterstriktur&amp;#039;&amp;#039;, Uretermündungsstenose oder &amp;#039;&amp;#039;Mündungsstenose&amp;#039;&amp;#039;) mit [[Hydronephrose]] und [[Megaureter]].&lt;br /&gt;
** Der dystope Ureter mündet distal des [[Musculus urethralis|Blasensphinkters]], siehe [[Harnleiterektopie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lediglich in den ersten beiden Fällen (tiefe Teilung und Ureter fissus) bleiben Doppelnieren symptomlos und sind daher häufig [[Zufallsbefund]]e einer [[Sonographie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In allen anderen Fällen kommt es zu einem [[Vesikorenaler Reflux|Reflux]] oder zu einer distalen Harnleiterstenose jeweils mit [[Harnwegsinfekt]]. Im letzten Fall der Aufzählung kommt es zum Harnträufeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Harnleiter dystop außerhalb des Schließmuskels ([[Musculus detrusor vesicae]]) distal in die [[Harnröhre]], in den Darm oder in die [[Vagina des Menschen|Scheide]] mündet, kommt es zur [[Harninkontinenz]]. Auch die dystope Mündung in eine [[Samenblase]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maxim Zetkin]], [[Herbert Schaldach]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wörterbuch der Medizin|Lexikon der Medizin]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Auflage, Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-86126-126-1, S. 457.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in den [[Scheidenvorhof]] ist möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Doppelniere ist [[Mehrdeutigkeit|doppeldeutig]]. Einmal meint man eine Niere von annähernd doppelter Normalgröße und andererseits wirklich zwei verschiedene Nieren. In beiden Fällen werden auch die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;überzählige Niere&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Duplex-Bildung&amp;#039;&amp;#039; nicht konsequent unterschieden. Ebenso sind die [[Oberbegriff]]e &amp;#039;&amp;#039;Anomalien nach Anzahl der Nieren&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zahlenanomalie&amp;#039;&amp;#039; („Abweichungen der Zahl“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Suter (Mediziner)|Friedrich Suter]]: &amp;#039;&amp;#039;Angeborene Anomalien der Niere, des Nierenbeckens und des Harnleiters.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Handbuch der inneren Medizin]], Springer-Verlag, 2. Auflage, 6. Band, 2. Teil, Berlin / Heidelberg 1931. Nachdruck ISBN 978-3-662-42701-9, S. 1851–1863, Zitat S. 1852.&amp;lt;/ref&amp;gt;) nicht einheitlich anzutreffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans W. Asbach, Uwe Ikinger: &amp;#039;&amp;#039;Der Nieren- und Harnwegskranke.&amp;#039;&amp;#039; [[Hippokrates Verlag]], Stuttgart 1985, ISBN 3-7773-0662-2, S. 204 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Sarre|Hans Joachim Sarre]]: &amp;#039;&amp;#039;Nierenkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-392804-X, S. 549 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesen [[Anomalie]]n muss man also zwischen den relativ häufigen übergroßen Langnieren und den seltenen tatsächlich in Überzahl vorhandenen vollständigen Nieren streng unterscheiden. Unklar bleibt der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;atypischen Doppelniere&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sogenannte Doppelnieren ===&lt;br /&gt;
Bei der typischen sogenannten Doppelniere handelt es sich [[Anatomie|anatomisch]] und funktionell um &amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039; Niere; man nennt sie auch Langniere oder Fusionsniere. Lediglich Nierenbecken und Harnleiter sind gedoppelt; man spricht von der &amp;#039;&amp;#039;Duplikatur des Nierenbeckens und des Ureters&amp;#039;&amp;#039; oder vom &amp;#039;&amp;#039;doppelten Nierenhohlraumsystem&amp;#039;&amp;#039;. Im Vergleich zu einer Einzelniere mit acht oder neun [[Nierenkelch|Kelchen]] besitzt die Doppelniere elf oder zwölf Kelche. Die Doppelung bezieht sich auf die zweifache genetische Anlage und auf die nahezu verdoppelte Nierengröße, aber üblicherweise eben nicht auf die [[Anzahl]] vollständiger Nieren in einer Körperhälfte (null oder eine oder zwei vollständige [[ipsilateral]]e Nieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wird die &amp;#039;&amp;#039;inkomplette Duplikatur&amp;#039;&amp;#039; als Vereinigung beider Nierenanlagen am &amp;#039;&amp;#039;Hilum renale&amp;#039;&amp;#039; (Nierenhilus) mit einem &amp;#039;&amp;#039;Ureter fissus&amp;#039;&amp;#039; und mit einem &amp;#039;&amp;#039;[[Dichotomie|dichotom]] septierten Nierenbecken&amp;#039;&amp;#039; unterschieden von der &amp;#039;&amp;#039;kompletten Duplikatur&amp;#039;&amp;#039; mit Mündung beider Harnleiter in die Blase (&amp;#039;&amp;#039;Ureter duplex&amp;#039;&amp;#039;). Beim &amp;#039;&amp;#039;Pelvis bifidus&amp;#039;&amp;#039; ist das Nierenbecken zweigeteilt in Form von zwei Nierenbecken, die sich erst am Anfang des gemeinsamen Harnleiters vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tatsächliche Doppelnieren ===&lt;br /&gt;
Tatsächlich überzählige Nieren, also zwei vollständige [[Unilateralität|unilaterale]] Einzelnieren mit jeweils eigener [[Blutversorgung]] und mit eigenen Nierenbecken statt nur einer Niere, sind dagegen sehr selten. In der medizinischen Fachliteratur werden nur Einzelfälle beschrieben, oft in Verbindung mit anderen [[Erbkrankheit]]en. Sie können sowohl einseitig als auch beidseitig vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei heterotopen Nieren nach einer [[Nierentransplantation]] handelt es sich nicht um Doppelnieren, obwohl der Empfänger über zwei Nieren auf derselben Körperhälfte verfügt. Ebenso spricht man nicht von einer Doppelniere, wenn sich eine [[Wanderniere]] zur Gegenseite statt nach distal bewegt, also lageabhängig die Symmetrieebene kreuzt (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;gekreuzte Dystopie&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenteil ===&lt;br /&gt;
Das [[Gegenwort|Gegenteil]] der Doppelniere ist die einseitige &amp;#039;&amp;#039;[[Nierenagenesie]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nierenaplasie&amp;#039;&amp;#039;. Das Individuum hat dann nur die Einzelniere, auch Solitärniere oder Restniere genannt. Sie ist ebenfalls [[angeboren]], aber auch nach einer [[Nephrektomie]] anzutreffen. Eine doppelseitige Nierenagenesie ist eine [[Hemmungsfehlbildung]], die ebenso wie eine Anephrie (Nierenlosigkeit) anderer Ursache ohne ein [[Nierenersatzverfahren]] mit dem Leben nicht vereinbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gustav-Adolf von Harnack]] (Hrsg.); &amp;#039;&amp;#039;Kinderheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1974, ISBN 3-540-06453-2, S. 357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hufeisenniere]] ist ein Spezialfall der Einzelniere. Es handelt sich um eine &amp;#039;&amp;#039;Verschmelzungsanomalie&amp;#039;&amp;#039; der unteren Nierenpole von rechter und linker Niere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urologie und Nephrologie ===&lt;br /&gt;
Die [[Urologie]] steht „zum Teil in [[Rivalität|Konkurrenz]] mit der [[Nephrologie]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Thiele (Mediziner)|Günter Thiele]], [[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]].&amp;#039;&amp;#039; [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], Loseblattsammlung 1966–1977, 6. Ordner (&amp;#039;&amp;#039;S–Zz&amp;#039;&amp;#039;), München / Berlin / Wien 1974, ISBN 3-541-84006-4, S. U 41 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; genauso steht die Nephrologie in Konkurrenz zur Urologie. Die [[Schnittstelle]] beider [[Fachgebiet]]e ist das Nierenbecken. In manchen [[Lehrbuch|Lehrbüchern]] der Nephrologie fehlen deswegen alle Hinweise zur Doppelniere. Patienten mit Doppelnieren haben mehr [[Nephron]]e als Nichtbetroffene. Im Zweifel haben sie eine überdurchschnittlich gute [[glomeruläre Filtrationsrate]]. Deswegen haben sie auch seltener eine prärenale oder eine intrarenale [[Niereninsuffizienz]]; und für die postrenale Niereninsuffizienz sind die Urologen und nicht die Nephrologen zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Sprachen ===&lt;br /&gt;
In anderen Sprachen scheint es den Begriff der Doppelniere nicht zu geben. Dort legt die medizinische [[Terminologie]] den Schwerpunkt auf die anatomischen Verhältnisse. So findet man in der [[englisch]]en Fachliteratur statt &amp;#039;&amp;#039;renal duplication&amp;#039;&amp;#039; die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;duplicated ureter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;duplex collecting system&amp;#039;&amp;#039;. Im Französischen findet man die &amp;#039;&amp;#039;duplication urétérale&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls ohne Bezugnahme auf eine &amp;#039;&amp;#039;Nierenfusion&amp;#039;&amp;#039; mit entsprechender Nierenvergrößerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei vollständig voneinander getrennte Nieren in einer Körperhälfte werden in einem britischen Standard-Lehrbuch als &amp;#039;&amp;#039;crossed renal ectopia&amp;#039;&amp;#039; beschrieben. Meistens besteht hierbei jedoch eine Fusion von orthotoper und ektoper Niere. Auf der Gegenseite findet sich dann keine Niere. Überzählige Nieren (&amp;#039;&amp;#039;duplex kidneys&amp;#039;&amp;#039;, in der Überschrift) werden nicht erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michiel F. Schreuder: &amp;#039;&amp;#039;Duplex, ectopic, and horseshoe kidneys.&amp;#039;&amp;#039; In: Neil Turner, Norbert Lameire, David J. Goldsmith, Christopher G. Winearls, Jonathan Himmelfarb, Giuseppe Remuzzi: &amp;#039;&amp;#039;Oxford Textbook of Clinical Nephrology.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, 3. Band, [[Oxford University Press]], Oxford 2016, ISBN 978-0-19-870860-5, Kapitel 352, S. 2838 f. Abbildung 352.1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Embryologie ==&lt;br /&gt;
Diese Anomalie ist hereditär; wahrscheinlich liegt ein [[autosomal-dominant]]er Erbgang mit unterschiedlicher [[Penetranz (Genetik)|Penetranz]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike John, [[Hans-Joachim Mentzel]], Maximilian Stehr: &amp;#039;&amp;#039;Harntransportstörungen und Harnwegsinfektionen.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Dötsch, Lutz T. Weber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nierenerkrankungen im Kindes- und Jugendalter.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-48788-4, S. 45–49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor dem Eintritt in das nephrogene Gewebe kommt es zu einer Aufspaltung der [[Ureterknospe]]n aus dem [[Wolffscher Gang|Wolffschen Gang]]. „Erreichen zwei Ureterknospen das metanephrogene [[Blastem]], wird die Entstehung zweier Nierenhohlsysteme induziert.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Jones, [[Wolf-Dietrich Beecken]], Wolfgang Kramer: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Anomalien der Nierenanzahl.&amp;#039;&amp;#039; In: Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nierenerkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; [[Schattauer Verlag]], Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 442–444.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es entsteht eine zweigeteilte Niere als [[Fehlbildung]] infolge einer inkompletten Verschmelzung von Teilen der Nierenanlage. Solche &amp;#039;&amp;#039;Fusionsnieren&amp;#039;&amp;#039; haben meistens ein doppeltes Nierenbecken und getrennte Harnleiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Linus S. Geisler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Medizin. Das Nachschlagewerk für Ärzte, Apotheker, Patienten.&amp;#039;&amp;#039; 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Lexikon-Redaktion [[Elsevier]] GmbH München, &amp;#039;&amp;#039;Sonderausgabe&amp;#039;&amp;#039;, Naumann &amp;amp; Göbel Verlagsgesellschaft, Köln ohne Jahr [2005], ISBN 3-625-10768-6, S. 398.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Nierenentwicklung spielt das [[Renin-Angiotensin-System]] eine entscheidende Rolle. Die Doppelnierenanlage ist überdurchschnittlich häufig mit weiteren &amp;#039;&amp;#039;Fehlbildungen&amp;#039;&amp;#039; vergesellschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit ==&lt;br /&gt;
Die Verdoppelung von Nierenbecken und Harnleiter ist die häufigste [[Missbildung]] des [[Harnsystem]]s. Der [[Pathologe]] Zschoch fand 1962 in Leipzig bei 34.247 [[Obduktion|Sektionen]] 381-mal ein- oder beidseitige Doppelbildungen der [[Ableitende Harnwege|ableitenden Harnwege]], entsprechend einer [[Häufigkeit]] von 1,1 Prozent.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Zchoch [oder Zschoch?]: &amp;#039;&amp;#039;Die Häufigkeit und Lokalisation von Doppelbildungen im Bereich der Harnwege.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitschrift für Urologie, 55. Jahrgang, 1962, S. 655.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen fanden P. Guizzetti und Fabio Pariset 1911 &amp;#039;&amp;#039;Verschmelzungen der Nieren&amp;#039;&amp;#039; bei nur 1,55 ‰ ihrer Sektionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Suter (Mediziner)|Friedrich Suter]]: &amp;#039;&amp;#039;Angeborene Anomalien der Niere, des Nierenbeckens und des Harnleiters.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Handbuch der inneren Medizin]], Springer-Verlag, 2. Auflage, 6. Band, 2. Teil, Berlin / Heidelberg 1931. Nachdruck ISBN 978-3-662-42701-9, S. 1851–1863.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. Guizzetti, Fabio Pariset: &amp;#039;&amp;#039;Beziehungen zwischen Mißbildungen der Nieren und der Geschlechtsorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Virchows Archiv]] der pathologischen Anatomie. Band 204, S. 372–392 (1911). [[doi:10.1007/BF02027130]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Weibliches Geschlecht|weibliche Geschlecht]] war relativ häufiger (1,42 %) als das männliche (0,83 %) betroffen. Man spricht von einer „erheblichen [[Gynäkotropie]]“. Eine einseitige Fehlbildung lag häufiger links (184-mal) als rechts (146-mal) vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Arnholt: &amp;#039;&amp;#039;Mißbildungen der Nieren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der inneren Medizin]].&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1968, 5. Auflage, 8. Band, 3. Teil, ISBN 3-540-04152-4, S. 504–535, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Verdoppelung von Nierenbecken und Harnleiter&amp;#039;&amp;#039;, S. 525 f. Zitat S. 525.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mildere inkomplette Formen der Doppelung sind weitaus häufiger. Man schätzt, dass etwa 10 % der Bevölkerung ein bifides [lateinisch: bifidus = zweigeteilt] Nierenbecken aufweisen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike John, [[Hans-Joachim Mentzel]], Maximilian Stehr: &amp;#039;&amp;#039;Harntransportstörungen und Harnwegsinfektionen.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Dötsch, Lutz T. Weber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nierenerkrankungen im Kindes- und Jugendalter.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-48788-4, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Doppelbildungen und assoziierte Anomalien&amp;#039;&amp;#039;, S. 45–49, Zitat S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dreigeteilte Nierenbecken sind wohl nur [[Einzelfall]]beschreibungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Suter (Mediziner)|Friedrich Suter]]: &amp;#039;&amp;#039;Angeborene Anomalien der Niere, des Nierenbeckens und des Harnleiters.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Handbuch der inneren Medizin]], Springer-Verlag, 2. Auflage, 6. Band, 2. Teil, Berlin / Heidelberg 1931. Nachdruck ISBN 978-3-662-42701-9, S. 1851–1863, Abbildung 8 auf S. 1861.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Kinderradiologie-Buch finden sich (ohne Hinweise auf die Häufigkeit) sogar die Begriffe Trippelniere [orthographisch korrekt: Tripelniere] und Quadrippelniere [korrekt: Quadrupelniere].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Riccabona: &amp;#039;&amp;#039;Trainer Kinderradiologie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-13-241509-6, [[DOI: 10.1055/b-0037-144168]], Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Uroradiologie des Kindesalters&amp;#039;&amp;#039;, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eindeutig überzählige Nieren müssen als [[Rarität]]en angesehen werden. Es wurde weltweit bis 1931 insgesamt nur über „ungefähr 30 Fälle“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Suter (Mediziner)|Friedrich Suter]]: &amp;#039;&amp;#039;Angeborene Anomalien der Niere, des Nierenbeckens und des Harnleiters.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Handbuch der inneren Medizin]], Springer-Verlag, 2. Auflage, 6. Band, 2. Teil, Berlin / Heidelberg 1931. Nachdruck ISBN 978-3-662-42701-9, S. 1855.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bis 1950 über insgesamt 51 Fälle echter überzähliger Nieren berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;H. E. Carson: &amp;#039;&amp;#039;Supernumerary Kidney: A Summary of Fifty-one Reported Cases.&amp;#039;&amp;#039; In: Journal of Urology, Baltimore, 64. Jahrgang, 1950, S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus errechnet sich eine historische [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenz]] von einem Fall pro Jahr. „Ungemein selten ist die Verdoppelung einer Niere, wie sie zum Beispiel [[David Paul von Hansemann|von Hansemann]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Paul von Hansemann]], [[Berliner Klinische Wochenschrift]], 1897, Nummer 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Senator]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Erkrankungen der Nieren.&amp;#039;&amp;#039; 2. umgearbeitete Auflage, Verlag [[Alfred Hölder]], Wien 1902, in: [[Hermann Nothnagel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Pathologie und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; Band XIX, 1. Hälfte. Wien 1906, [[Nachdruck]], S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptomatik ==&lt;br /&gt;
Bei den meisten Formen der Nierenmissbildungen und Dystopien besteht eine normale [[Physiologie|physiologische]] Organfunktion.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Sökeland]]: &amp;#039;&amp;#039;Urologie.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1987, ISBN 3-13-300610-X, S. 158 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Veränderungen an der Einmündungsstelle der Harnleiter in die Harnblase wird der Ventilmechanismus insuffizient. Das kann zum [[Vesikorenaler Reflux|vesikouretralen Reflux]] und beim Ureter fissus auch zum ureteroureteralen Rückfluss (&amp;#039;&amp;#039;Pendelurin&amp;#039;&amp;#039;) führen. Deswegen sind rezidivierende [[Harnwegsinfektion]]en häufige [[Symptom]]e von Doppelnieren. Beschrieben werden außerdem [[Pyurie]]n, [[Nierenstein]]e und [[Nierenkolik]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl-Friedrich Rothauge, H. D. Nöske: &amp;#039;&amp;#039;Fehlbildungen der Niere und des Nierenbeckens.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl Vossschulte]], [[Hanns Gotthard Lasch]], F. Heinrich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin und Chirurgie&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1981, ISBN 3-13-562602-4, S. 791.&amp;lt;/ref&amp;gt; In schweren Fällen kann es zur [[Blaseninkontinenz]] kommen. Beim sehr seltenen Befall einer [[Bläschendrüse]] oder des [[Dickdarm]]s ist mit entsprechenden Beschwerden zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung von Doppelnieren stehen heute zahlreiche [[Bildgebendes Verfahren (Medizin)|bildgebende Verfahren]] zur Verfügung. Besonders geeignet sind auch in der [[Pädiatrie]] die dynamische Renographie und die magnetresonanztomographische [[Urographie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Fotter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pediatric Uroradiology.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-33004-2, S. 42 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[retrograde Pyelografie]] wird heute weit gehend durch [[Ultraschall|sonographische]], [[Computertomographie|computertomographische]] und [[Magnetresonanztomographie|kernspintomographische]] Verfahren abgelöst. So kann man Doppelnieren schon bei der [[Pränataldiagnostik]] wegen der Hydronephrose erkennen. Gelegentlich werden Infusionsurogramme oder Isotopennephrogramme angefertigt. Der intravesikale Ventilmechanismus kann bei einer [[Zystoskopie]] untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Doppelniere (Inzidenz 0,5 bis 10 Prozent) zeigt im [[Sonografie|B-Bild]] eine [[Parenchym]]brücke, die unteren und oberen Pol komplett trennt, und ist vergrößert. Beweisend ist aber nur der Nachweis von zwei ableitenden Ureteren (intravenöses Urogramm, [[Computertomographie]], [[Magnetresonanztomographie]]).“&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Radermacher: &amp;#039;&amp;#039;Nierensonografie.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Mark Dominik Alscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Referenz Nephrologie.&amp;#039;&amp;#039; [[Georg Thieme Verlag]], Stuttgart 2019, ISBN 978-3-13-240001-6, [[DOI:10.1055/b-0039-171076]], S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Bei glatten Abflussverhältnissen und fehlendem Reflux sind spezielle therapeutische Maßnahmen nicht erforderlich. Urogenitalinfektionen werden gegebenenfalls mit einem [[Antibiotikum]] behandelt. Manchmal werden auch jenseits der [[Säuglingspflege]] [[Windel|Inkontinenzhilfsmittel]] erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Chirurgie|chirurgisches]] Vorgehen ist nur dann [[Indikation|angezeigt]], wenn ein Teil der Doppelniere irreversibel [[Hydronephrose|hydronephrotisch]] oder &amp;#039;&amp;#039;pyonephrotisch&amp;#039;&amp;#039; geschädigt ist oder wenn es in einem Teil der Doppelniere zu einer &amp;#039;&amp;#039;Ausgusssteinbildung&amp;#039;&amp;#039; gekommen ist. In diesen Fällen bietet sich die &amp;#039;&amp;#039;Heminephr[[ektomie]]&amp;#039;&amp;#039; (Heminephrektoureterektomie, Heminephroureterektomie) an. Außerdem können die [[Urologe]]n bei ektopen Ureteren eine &amp;#039;&amp;#039;Harnleiterneueinpflanzung&amp;#039;&amp;#039; durchführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differenzialdiagnose ==&lt;br /&gt;
Eine gekreuzte Dystopie mit Fusion (L-Niere) kann sonographisch das Bild einer Doppelniere imitieren. Hier fehlt dann allerdings die Niere der Gegenseite.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Medizin. e.Medpedia.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Differenzialdiagnose|Differenzialdiagnostisch]] muss bei einer (einseitigen) Nierenvergrößerung neben der Möglichkeit einer Doppelniere auch an eine [[Kompensation (Medizin)|kompensatorische]] [[Hypertrophie]], an [[Malignom]]e, an [[Zystennieren]] und an [[Nierenzyste]]n gedacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tiermedizin ==&lt;br /&gt;
In der [[Tierheilkunde]] kommt es bei [[Wirbeltier]]en ebenfalls zu Doppelnieren. [[Prävalenz]] und [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenz]] sind je nach [[Tierart]] unterschiedlich. Es gibt kaum Informationen zum [[Sexualdimorphismus]] bei Duplexnieren in der Tierwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Doppelfehlbildung]]&lt;br /&gt;
* [[Harnröhrenstriktur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Volker Hofmann, Karl-Heinz Deeg, Peter F. Hoyer: &amp;#039;&amp;#039;Ultraschalldiagnostik in Pädiatrie und Kinderchirurgie. Lehrbuch und Atlas.&amp;#039;&amp;#039; Thieme 2005, ISBN 3-13-100953-5.&lt;br /&gt;
* W. Schuster, D. Färber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kinderradiologie. Bildgebende Diagnostik.&amp;#039;&amp;#039; Springer 1996, ISBN 3-540-60224-0&lt;br /&gt;
* Friedrich Carl Sitzmann: &amp;#039;&amp;#039;Kinderheilkunde. Diagnostik – Therapie – Prophylaxe.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, Hippokrates  1988, ISBN 3-7773-0827-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Nephrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Urologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fehlbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niere]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Knowledge2need</name></author>
	</entry>
</feed>