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	<title>Donskoi-Friedhof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pallaskatz1 am 22. Dezember 2025 um 11:26 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-22T11:26:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Donskoe entrance 01.jpg|mini|Friedhofseingang]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Donskoi-Friedhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Донское кладбище}}) ist ein gut zehn Hektar großer [[Friedhof]] in [[Moskau]]. Er ist nicht zu verwechseln mit dem in unmittelbarer Nähe gelegenen alten Friedhof des [[Donskoi-Kloster]]s, der oft als &amp;#039;&amp;#039;Alter Donskoi-Friedhof&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ru|Старое Донское кладбище}}) bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Donskoe mass graves 01.jpg|mini|Sammelgrab für Kriegsopfer 1941–1945]]&lt;br /&gt;
Der südlich des Moskauer Zentrums gelegene Donskoi-Friedhof entstand gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts als Erweiterung des (alten) Klosterfriedhofs, der in den Jahrhunderten zuvor eine begehrte Begräbnisstätte gewesen und deshalb voll belegt war. Auf dem Gelände des neuen Friedhofs wurde 1914 ein zum Donskoi-Kloster gehörendes Kirchengebäude errichtet, das ungewöhnlich große Kellerräume erhielt, in denen Platz für bis zu vierzig Familien[[gruft]]en war. Diese architektonische Besonderheit der Kirche war für ihre spätere Verwendung ausschlaggebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Donskoi-Kloster nach der [[Oktoberrevolution]] 1917 aufgelöst und dessen Sakralbauten für andere Zwecke genutzt wurden, wurde die Kirche auf dem neuen Donskoi-Friedhof Anfang der 1920er-Jahre zum ersten Moskauer [[Krematorium]] umgebaut, da ihr Keller genügend Platz für einen Verbrennungsofen bot. Dieses Krematorium wurde Anfang 1927 fertiggestellt und im Oktober 1927 zum zehnten Jahrestag der Oktoberrevolution eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Schlögel]]: &amp;#039;&amp;#039; Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt&amp;#039;&amp;#039;, Seite 533–542. C.H.Beck 2017, ISBN 978-3-406-71511-2, Seite 533–542: [https://elibrary.chbeck.de/10.17104/9783406715129-533/ein-tempel-der-moderne-das-krematorium &amp;#039;&amp;#039;Ein «Tempel der Moderne» – das Krematorium&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wurde bis Mitte der 1970er Jahre betrieben und war bis zu dieser Zeit das einzige Krematorium in Moskau. Hier wurden unter anderem sämtliche prominente Revolutionäre und Politiker, die in der [[Nekropole an der Kremlmauer]] ein Urnen-Ehrengrab erhielten, eingeäschert. Außerdem gibt es hier zahlreiche Urnen von Opfern der [[Stalinsche Säuberungen|stalinschen Säuberungen]] der 1930er Jahre, die allesamt hier eingeäschert wurden, und Massengräber mit der Asche von Opfern des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof selbst wurde bis in die 1970er Jahre vor allem als Urnenfriedhof genutzt; die meisten Urnen kamen nicht in Erdgräber, sondern in eines der zahlreichen [[Kolumbarium|Kolumbarien]] in den Friedhofsmauern oder im Krematoriumsgebäude.&lt;br /&gt;
Nach der [[Auflösung der Sowjetunion]] wurde das ehemalige Krematoriumsgebäude in den 1990er Jahren der [[Russisch-Orthodoxe Kirche|Russisch-Orthodoxen Kirche]] zurückgegeben und wieder zu einem Gotteshaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gräber prominenter Personen ==&lt;br /&gt;
=== Einzelgräber ===&lt;br /&gt;
Bekannte Personen, die hier in Einzelgräbern bestattet sind, sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Iwanowitsch Abel|Rudolf Abel]] (1903–1971), Spion&lt;br /&gt;
* [[Jewgeni Aronowitsch Dolmatowski|Jewgeni Dolmatowski]] (1915–1994), Dichter und Liedtexter&lt;br /&gt;
* [[Wladimir Alexejewitsch Fjodorow|Wladimir Fjodorow]] (1926–1992), Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Isabella Danilowna Jurjewa|Isabella Jurjewa]] (1899–2000), Sängerin&lt;br /&gt;
* [[Lew Sinowjewitsch Kopelew|Lew Kopelew]] (1912–1997), Germanist und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Alexander Semjonowitsch Kronrod|Alexander Kronrod]] (1921–1986), Mathematiker und Informatiker&lt;br /&gt;
* [[Solomon Michailowitsch Michoels|Solomon Michoels]] (1890–1948), Schauspieler und Regisseur&lt;br /&gt;
* [[Wera Wassiljewna Millionschtschikowa|Wera Millionschtschikowa]] (1942–2010) Mitbegründerin der Palliativmedizin in Russland sowie Gründerin und Chefärztin des Ersten Moskauer Hospizes&lt;br /&gt;
* [[Carolina Misiano]] (1913–1994), Historikerin und Hochschullehrerin&lt;br /&gt;
* [[Konon Trofimowitsch Molody|Konon Molody]] (1922–1970), Spion&lt;br /&gt;
* [[Sergei Andrejewitsch Muromzew|Sergei Muromzew]] (1850–1910), Vorsitzender der ersten Staats[[duma]]&lt;br /&gt;
* [[Raissa Dawydowna Orlowa-Kopelewa|Raissa Orlowa-Kopelewa]] (1918–1989), Schriftstellerin und Amerikanistin&lt;br /&gt;
* [[Faina Georgijewna Ranewskaja|Faina Ranewskaja]] (1896–1984), Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Margarita Iwanowna Rudomino|Margarita Rudomino]] (1900–1990),  Bibliothekarin&lt;br /&gt;
* [[Wera Wjatscheslawowna Saorskaja-Alexandrowa|Wera Saorskaja-Alexandrowa]] (1882–1972), Wirtschaftsgeographin und Hochschullehrerin&lt;br /&gt;
* [[Michail Romanowitsch Schura-Bura|Michail Schura-Bura]] (1918–2008), Mathematiker, Informatiker und Hochschullehrer (Urne im Kolumbarium)&lt;br /&gt;
* [[Pawel Anatoljewitsch Sudoplatow|Pawel Sudoplatow]] (1907–1996), Geheimdienstfunktionär&lt;br /&gt;
* [[Olga Petrowna Tajoschnaja|Olga Tajoschnaja]] (1911–2007), Bildhauerin&lt;br /&gt;
* [[Dmitri Filippowitsch Zaplin|Dmitri Zaplin]] (1890–1967), Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Michail Lwowitsch Zetlin|Michail Zetlin]] (1924–1966), Mathematiker, Biophysiker und Kybernetiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Massengräber ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Moscow. Common Grave Number 1 at Donskoye Cemetery.jpg|mini|Massengrab Nr. 1]]&lt;br /&gt;
Auf dem Donskoi-Friedhof finden sich zahlreiche anonyme Massengräber mit der Asche von Opfern des Zweiten Weltkriegs sowie der stalinschen Säuberungen der 1930er Jahre. Laut der russischen Menschenrechtsorganisation &amp;#039;&amp;#039;[[Memorial (Menschenrechtsorganisation)|Memorial]]&amp;#039;&amp;#039; wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu [[Stalin]]s Tod 1953 allein in der [[Butyrka]] ca. 7000 Menschen [[Erschießung|erschossen]], deren Asche eimerweise in Massengräber geschüttet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Massengrab Nr. 3 befindet sich nach Angaben von &amp;#039;&amp;#039;Memorial&amp;#039;&amp;#039; die Asche von 927 deutschen Staatsbürgern, die in den Jahren 1950 bis 1953 in der Sowjetunion als Opfer stalinistischer Gewalt hingerichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Massengräbern des Donskoi-Friedhofs wurde unter anderem die Asche folgender [[Hinrichtung|hingerichteter]] Personen bestattet:&lt;br /&gt;
* [[Herbert Belter]] (1929–1951), Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
* [[Lawrenti Beria]] (1899–1953), kommunistischer Politiker und ab 1938 Chef der [[Geheimdienst]]e der [[UdSSR]]&lt;br /&gt;
* [[Wassili Konstantinowitsch Blücher|Wassili Blücher]] (1889–1938), [[Marschall der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
* [[Arno Esch (Politiker)|Arno Esch]] (1928–1951), Politiker der [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD)]]&lt;br /&gt;
* [[Semjon Grigorjewitsch Firin]] (1898–1937), Leiter eines [[Gulag]] (Dmitlag)&lt;br /&gt;
* [[Alexander Iljitsch Jegorow|Alexander Jegorow]] (1883–1939), [[Marschall der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolai Iwanowitsch Jeschow|Nikolai Jeschow]] (1895–1940), Chef des [[NKWD]]&lt;br /&gt;
* [[Stanislaw Wikentjewitsch Kossior|Stanislaw Kossior]] (1889–1939), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Walter Linse]] (1903–1953), Jurist&lt;br /&gt;
* [[Günter Malkowski]] (1926–1952), Student und Widerstandsmitglied in der [[DDR]]&lt;br /&gt;
* [[Wsewolod Emiljewitsch Meyerhold|Wsewolod Meyerhold]] (1874–1940), Theaterregisseur&lt;br /&gt;
* [[Jewgeni Karlowitsch Miller|Jewgeni Miller]] (1867–1939), [[Armeegeneral]]&lt;br /&gt;
* [[Oleg Wladimirowitsch Penkowski|Oleg Penkowski]] (1919–1963), wegen Spionage für MI6 und CIA hingerichteter [[Oberst]]&lt;br /&gt;
* [[Bolesław Przybyszewski]] (1892–1937), [[Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
* [[Oswald Schneidratus (Architekt)|Oswald Schneidratus]] (1881–1937), deutscher Emigrant, importierte den [[Bauhaus]]stil in die Sowjetunion, hingerichtet durch Erschießung&lt;br /&gt;
* [[Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski|Michail Tuchatschewski]] (1893–1937), [[Marschall der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Friedhof Baumschulenweg]], der in der DDR eine ähnliche Funktion erfüllte wie der Donskoi-Friedhof in der Sowjetunion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jurij Rjabinin: &amp;#039;&amp;#039;Žizn&amp;#039; moskovskich kladbišč&amp;#039;&amp;#039;. RIPOL Klassik, Moskau 2006, ISBN 5-7905-4845-8, S.&amp;amp;nbsp;335–359&lt;br /&gt;
* [[Arseni Borissowitsch Roginski|Arsenij Roginskij]], Jörg Rudolph, Frank Drauschke, Anne Kaminsky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Erschossen in Moskau …“ Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953.&amp;#039;&amp;#039; 3. vollständig überarbeitete Auflage. Metropol Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-14-7. (Rechercheergebnisse eines gemeinsamen Forschungsprojektes von &amp;#039;&amp;#039;Memorial Internationale Gesellschaft für Historische Aufklärung, Menschenrechte und soziale Fürsorge&amp;#039;&amp;#039;, Moskau, &amp;#039;&amp;#039;[[Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur]]&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, und &amp;#039;&amp;#039;Facts &amp;amp; Files – Historisches Forschungsinstitut Berlin&amp;#039;&amp;#039;; siehe auch [https://web.archive.org/web/20190628165500/https://www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenreihe/mdb-lstu-schriftenreihe-heft_23_3.prn.pdf#page=79 berlin.de] (pdf, 3 MB))&lt;br /&gt;
* Jörg Rudolph, Frank Drauschke, Alexander Sachse (2007): &amp;#039;&amp;#039;Hingerichtet in Moskau. Opfer des Stalinismus aus Berlin 1950-1953&amp;#039;&amp;#039;, Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Band 23 ([https://web.archive.org/web/20190628165500/https://www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenreihe/mdb-lstu-schriftenreihe-heft_23_3.prn.pdf online] (pdf, 136 S.))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Donskoye Cemetery|Donskoi-Friedhof}}&lt;br /&gt;
* [http://www.genealogia.ru/gene/bpg/publication_view.asp?InfoID=146600&amp;amp;iabspos=6&amp;amp;vjob=vtype%2C16&amp;amp;vtkid= Eintrag auf &amp;#039;&amp;#039;genealogia.ru&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=55/42/44.255/N|EW=37/36/8.5752/E|type=landmark|region=RU-MOW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedhof in Moskau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedhof in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Massengrab in Russland|Moskau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pallaskatz1</name></author>
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