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	<title>Donnerkreuz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Donnerkreuz&amp;diff=1426360&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Quellennachweis nachgetragen</title>
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		<updated>2025-08-14T08:50:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quellennachweis nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Perkonkrusta karogs.svg|mini|Flagge der Donnerkreuz-Bewegung]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Donnerkreuz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lvS|&amp;#039;&amp;#039;Pērkonkrusts&amp;#039;&amp;#039;}}) war eine radikal-[[Nationalismus|nationalistische]] [[Lettland|lettische]] [[politische Partei]] der 1930er Jahre. Das Donnerkreuz war die Nachfolgeorganisation der 1932 von [[Gustavs Celmiņš]] gegründeten [[Faschismus|faschistischen]] Bewegung „[[Feuerkreuz]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Ugunskrusts&amp;#039;&amp;#039;), die von der lettischen Regierung [[Parteiverbot|verboten]] worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Norman Ridley: &amp;#039;&amp;#039;The horror of Himmler’s death squads. The Einsatzgruppen and the Holocaust in the Baltics&amp;#039;&amp;#039;. Frontline Books, Barnsley 2024, ISBN 978-1-0361-0670-6, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Mit seinem Wahlspruch „Lettland den Letten“ forderte das Donnerkreuz, die gesamte politische und ökonomische Kontrolle ihres Landes nur noch von gebürtigen Letten ausüben zu lassen und die verfassungsmäßig festgeschriebene kulturelle Eigenständigkeit [[Nationale Minderheit|nationaler Minderheiten]] aufzuheben. Das Donnerkreuz schlug in seiner Verherrlichung Lettlands und seiner nationalen und ethnischen Reinheitsideologie sogar die Einführung einer eigenen lettischen [[Religion]] vor. Trotz ihrer agrarischen Orientierung erhielt die Partei in städtischen Gebieten die größte Unterstützung, besonders von Studenten. Die &amp;#039;&amp;#039;Perkonkrusts&amp;#039;&amp;#039;-Propaganda richtete sich sowohl gegen gesellschaftliche Randgruppen, denen die [[feindliche Übernahme]] der lettischen Wirtschaft unterstellt wurde, als auch gegen die Politiker im [[Saeima|lettischen Parlament]], die allesamt pauschal der [[Korruption]] beschuldigt wurden. Bis 1934 zählte das Donnerkreuz schätzungsweise zwischen 5.000 und 6.000 Mitglieder. Das Donnerkreuz war nicht nur minderheitenfeindlich und radikal [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitisch]], sondern auch deutschfeindlich ausgerichtet. Die Bewegung verwendete eine Abwandlung des [[Hitlergruß]]es mit der lettischen Parole &amp;#039;&amp;#039;Cinai sveiks&amp;#039;&amp;#039; („Kampf Heil“). Das [[Swastika|Hakenkreuz]] war Parteisymbol, die Parteiuniform bestand aus einem grauen Hemd mit schwarzem Barett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der lettische Ministerpräsident und Vorsitzende der Bauernpartei [[Kārlis Ulmanis]] regte im Oktober 1933 eine Verfassungsreform an mit der Absicht, die [[politische Linke]] zu schwächen. Tatsächlich wurden im November sieben kommunistische Abgeordnete festgenommen, während Donnerkreuz-Politiker unbehelligt blieben. Ulmanis nutzte die politischen Unruhen, die aufgrund des wachsenden Einflusses des Faschismus und der vorherrschenden Wirtschaftskrise ausgebrochen waren und inszenierte im Mai 1934 einen [[Staatsstreich vom 15. Mai 1934 in Lettland|unblutigen Staatsstreich]], dem ein Verbot nicht nur der Kommunistischen Partei und des Donnerkreuzes, sondern gleich aller Parteien in der [[Saeima]] folgte. Ulmanis’ [[Autoritarismus|autoritärer]] Staat stützte sich im Wesentlichen auf die Bürokratie, das [[Militär]] und die [[paramilitär]]ische Schutzwehr [[Aizsargi]]. Nach dem Staatsstreich wurde der Donnerkreuz-Führer Celmiņš zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt und anschließend aus Lettland verbannt. Obwohl das Donnerkreuz nach 1934 formal nicht mehr existierte, brach die Partei nicht vollständig auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem geheimen Zusatzprotokoll des [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes]] geriet Lettland 1939 in die Interessensphäre der [[Sowjetunion]]. Als im Zuge des sowjetisch-lettischen Beistandsabkommens sowjetische Militärstützpunkte in Lettland eingerichtet wurden, beteiligten sich ehemalige Donnerkreuzler an deutschen [[Spionage]]aktionen gegen die [[Rote Armee]]. Als Lettland im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] 1941 durch die deutsche [[Wehrmacht]] besetzt wurde, strebte &amp;#039;&amp;#039;Pērkonkrusts&amp;#039;&amp;#039; eine Neugründung an, jedoch hegten die neuen deutschen Okkupanten gegenüber den radikalen lettischen Nationalisten ein ebenso starkes Misstrauen wie einst Ulmanis und bestätigten bald darauf das Parteiverbot. Einige frühere Donnerkreuz-Mitglieder blieben ihrer deutschfeindlichen Haltung treu und unterstützten Widerstandsgruppen gegen die deutschen Besatzer. Etliche andere kollaborierten mit den Deutschen. Gemeinsam mit ehemaligen Einheiten der Aissargen, der lettischen Polizei und der Armee bildeten sie „Heimwehren“ für die Besatzungsmacht, um in deren Auftrag die Bevölkerung zu terrorisieren und Juden und Sowjet-Sympathisanten aufzuspüren, festzunehmen und zu ermorden. 1941 forderte der zum NS-Schergen gewandelte Gustavs Celmiņš dazu auf, einer „Sicherheitstruppe“ unter der Führung von [[Victors Arājs]] beizutreten. Allein in ihrer ersten Woche brannte die berüchtigte Miliz, die später als „[[Kommando Arājs]]“ bekannt wurde, in Riga die [[Große Choral-Synagoge (Riga)|Choral-Synagoge]] samt ihren Insassen nieder und ermordete über 2.000 Juden, [[Roma]] und [[Kommunismus|Kommunisten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiedergründung ==&lt;br /&gt;
Das Donnerkreuz wurde in den [[1990er]] Jahren als [[Rechtsextremismus|rechtsextreme]] politische Bewegung wiedergegründet mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen und ein „lettisches Lettland“ zu errichten. Seither gab es insgesamt drei Bombenanschläge auf das Siegesdenkmal der Roten Armee in Riga, getroffen wurde aber nur eine Wasserleitung. Zwar wurden im Jahre 2000 die führenden Köpfe der Donnerkreuz-Organisation festgenommen, jedoch sprachen die Gerichte – wenn überhaupt – nur milde Urteile gegen sie aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Faschismus in Europa bis 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=R.J. Crampton&lt;br /&gt;
   |Titel=Eastern Europe and the Twentieth Century – and After&lt;br /&gt;
   |Verlag=Routledge Taylor and Francis Group&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=1994}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Pabriks, Artis &amp;amp; Aldis Purs&lt;br /&gt;
   |Titel=Latvia: The Challenges of Change&lt;br /&gt;
   |Verlag=Routledge Taylor and Francis Group&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=2001}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Georg von Rauch&lt;br /&gt;
   |Titel=The Baltic States: The Years of Independence, Estonia, Latvia, Lithuania, 1917–1940&lt;br /&gt;
   |Verlag=C. Hurst &amp;amp; Company&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=1974}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Armands Paeglis&lt;br /&gt;
   |Titel=Pērkonkrusts pār Latviju 1932–1944&lt;br /&gt;
   |Verlag=Zvaigzne ABC&lt;br /&gt;
   |Ort=Riga&lt;br /&gt;
   |Datum=1994}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partei (Lettische Republik 1918–1940)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Faschistische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaust in Lettland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteigründung 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1944]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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