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	<title>Donk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T02:47:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Donk&amp;diff=90175&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Julian schoe: /* Verbreitung */ stil</title>
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		<updated>2025-11-12T21:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verbreitung: &lt;/span&gt; stil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Het Dorp Wenekendonk 1739.jpg|mini|Het Dorp Wenekendonk 1739. Stich von Paulus van Liender nach Jan de Beijer, 1761]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2019-11-23 Hike Wachtendonk and its surroundings. 43.jpg|mini|Burg Wachtendonk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Donk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine flache Erhebung im sumpfigen Gelände in Zusammenhang mit der Besiedlung ([[Moorbesiedelung]]). Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Donk&amp;#039;&amp;#039; kommt heute nur noch in alten [[Flurname]]n und anderen [[Ortsname#Grundwörter|Ortsbezeichnungen]] sowie in davon abgeleiteten [[Hausname|Hof-]] und [[Familienname]]n vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Die als Donk (oder auch Dunk) bezeichneten, meist sandigen Erdrücken, die sich kaum 2–3 Meter über die umgebende Bruchlandschaft erheben, waren vermutlich im frühen [[Mittelalter]] Ausgangspunkte für die Besiedlung des flachen und feuchten Tieflandes westlich des Niederrheins bis etwa in die Gegend östlich des heutigen [[Brügge]] in Belgien. Allerdings fällt auf, dass die Verbreitung von Orten mit dem Namensbestandteil „donk“ gut mit dem Siedlungsgebiet der [[Menapier]] zur Zeit des Einfalls der [[Römisches Reich|Römer]] in [[Gallien]] unter [[Gaius Iulius Caesar]] (um 58 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) übereinstimmt. Ein Zusammenhang ist aber nicht belegt. Namensbildungen mit der Endung &amp;#039;&amp;#039;-donk&amp;#039;&amp;#039; kommen auch im [[Hochmittelalter]] noch vor: [[Wachtendonk]], benannt nach einer ca. 1100 n.&amp;amp;nbsp;Chr. auf der Vogtendonk errichteten Burg, wobei der Siedlungskern Wachtendonks in der Tat auf einer wie oben beschriebenen flachen Erhebung (im [[Urstromtal]] des Rheins, heute zwischen [[Niers]] und Nette) liegt. Weitere Beispiele finden sich unter [[Hülsdonk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort Donk kommt aus dem Niederländischen. [[Altniederländische Sprache|Altniederländisch]] &amp;#039;&amp;#039;dunk&amp;#039;&amp;#039; geht auf das [[Urgermanische Sprache|urgermanische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;*dungaz&amp;#039;&amp;#039; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://etymologiebank.nl/trefwoord/donk2#berkelplaatsnamen |titel=etymologiebank.nl - donk (moeras, hoogte daarbij) |sprache=nl |abruf=2025-11-12}} &amp;lt;/ref&amp;gt; Selbigen Ursprungs ist das [[Frühneuhochdeutsche Sprache|frühneuhochdeutsche]] &amp;#039;&amp;#039;Tunk&amp;#039;&amp;#039; „mit Mist oder Erde zugedeckter Balkenkeller, unterirdische Weberwerkstatt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jacob Grimm, Wilhelm Grimm |url=https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&amp;amp;lemid=T14656 |titel=Deutsches Wörterbuch - Tunk |abruf=2025-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tacitus|P. Cornelius Tacitus]] schreibt in Kapitel 16 seines Werkes &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Solent et subterraneos specus aperire eosque multo insuper fimo onerant, suffugium hiemis et receptaculum frugibus, quia rigorem frigorum eius modi loci molliunt.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt heißt das etwa: „Auch pflegen sie die [[Germanen]] unterirdische Höhlen zu graben, die sie obendrauf mit viel Mist bedecken, als Zufluchtsort im Winter und Lagerraum für Feldfrüchte, da solche Orte die strenge Kälte mildern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Plinius der Ältere]] soll in seiner &amp;#039;&amp;#039;Historia Naturalis&amp;#039;&amp;#039; Ähnliches berichten. „Auch haben die Germanen schon unterirdische Vorratskammern, eine Art [[Keller]], in denen sie sich im Winter der Wärme halber aufhielten und wo nach Plinius die Weiber [[Weberei]] trieben“ (Engels). Vergleichbar steht dazu &amp;#039;&amp;#039;Dunk&amp;#039;&amp;#039; „Webkeller“ (Plural: Dunker); noch bis ins 20. Jahrhundert von Haus[[weber]]n benutzte, über eine Falltür erreichbare Weber-Werkstätte im Keller unter der Wohnstube. Diese Bedeutungsebene findet sich in [[Altisländische Sprache|altisländisch]] &amp;#039;&amp;#039;dyngja&amp;#039;&amp;#039; „Frauengemach“ und [[altenglisch]] &amp;#039;&amp;#039;dung&amp;#039;&amp;#039; „Gefängnis“ sowie englisch &amp;#039;&amp;#039;dungeon&amp;#039;&amp;#039; „[[Verlies]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese von Plinius und Tacitus erwähnten Winterquartiere hießen nach dem, was sie bedeckte: [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;tung&amp;#039;&amp;#039; und [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;tunc&amp;#039;&amp;#039;, „das Bedeckende“ - wohl aus indogermanisch &amp;#039;&amp;#039;*dʰéngʰ-&amp;#039;&amp;#039;. Das verwandte Wort &amp;#039;&amp;#039;Dung&amp;#039;&amp;#039; aus urgermanisch &amp;#039;&amp;#039;*dungō&amp;#039;&amp;#039; steht für [[Kot]] oder &amp;#039;&amp;#039;[[Mist]]&amp;#039;&amp;#039;, wie auch englisch &amp;#039;&amp;#039;dung&amp;#039;&amp;#039;, schwedisch &amp;#039;&amp;#039;dynga&amp;#039;&amp;#039;, der auf dem Misthaufen zum &amp;#039;&amp;#039;[[Dünger]]&amp;#039;&amp;#039; veredelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den feuchten Niederungen des Tieflandes mit seinen zahlreichen [[Sumpf|Sümpfen]] werden diese halb eingegrabenen Behausungen nur auf etwas höher gelegenen Flächen errichtet worden sein, da sie nicht nur gegen Kälte, sondern auch gegen [[Überschwemmung]]en und aufsteigendes [[Grundwasser]] schützen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später ging der Name für die Wohnstätte auf die Erhebung und die zugehörige Fläche über. Heute findet er sich meist nur mehr als [[Suffix]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
In der Abfolge entwickelten sich im Niederländischen &amp;#039;&amp;#039;dung, dong, dunc, donc, donck&amp;#039;&amp;#039; und schließlich &amp;#039;&amp;#039;donk&amp;#039;&amp;#039;; im Hochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;tung,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;tunc&amp;#039;&amp;#039; und schließlich &amp;#039;&amp;#039;tunk&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnungen mit ähnlicher Bedeutung:&lt;br /&gt;
* [[Werder (Landschaft)|Werder, Werth, Wörth]] im ganzen deutschen Sprachgebiet verbreitet&lt;br /&gt;
* [[Horst (Geomorphologie)|Horst]], ostmitteldeutsch&lt;br /&gt;
* [[Bulte]], niederdeutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Donk ist vorwiegend im niederfränkischen Sprachraum ([[kleverländisch]], [[Niederländische Sprache|niederländisch]]) zu finden. Zahlreiche Ortsbezeichnungen im östlichen Teil der belgischen Region [[Flandern]] (Provinzen [[Provinz Antwerpen|Antwerpen]], [[Provinz Flämisch-Brabant|Flämisch-Brabant]], [[Provinz Limburg (Belgien)|Limburg]], [[Ost-Flandern]]), im südlich des [[Rhein-Maas-Delta]]s gelegenen Teil der [[Niederlande]] (Provinzen [[Provinz Limburg (Niederlande)|Limburg]], [[Provinz Noord-Brabant|Noord-Brabant]]) und am linken [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] (Kreise Kleve, Wesel, Viersen, Neuss, Städte Mönchengladbach und Krefeld) enthalten bzw. enden auf -donk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]] westlich von [[Baden-Baden]] finden sich einige Orte, die auf &amp;#039;&amp;#039;-(t)ung&amp;#039;&amp;#039; enden, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kartung]], [[Schiftung (Sinzheim)|Schiftung]] und [[Weitenung]]. Diese wurden möglicherweise während der fränkischen Landnahme im 8./9. Jahrhundert gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolf-Dieter Sick |Titel=Siedlungsgeographische Fragen in der Ortenau |Sammelwerk=Alemannisches Jahrbuch |Ort=Freiburg |Jahr=1970 |Seiten=199-208 |Sprache=de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Haus Donk]]&lt;br /&gt;
* [[Kaupe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Maurits Gysseling: &amp;quot;Toponymisch Woordenboek van België, Nederland, Luxemburg, Noord-Frankrijk en West-Duitsland (vóór 1226)&amp;quot;, Tongeren 1960 &lt;br /&gt;
* Leopold Henrichs: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Landes Wachtendonk&amp;#039;&amp;#039;, KR-Hüls 1910/Nachdruck 3. Aufl. Geldern 1977, ISBN 3-921760-02-X&lt;br /&gt;
* [[Albert Steeger]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur niederrheinischen Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;, Kevelaer 1981, ISBN 3-7666-9239-9&lt;br /&gt;
* Gudrun Loewe: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3 Düsseldorf 1971, ISBN 3-7927-0141-3&lt;br /&gt;
* Friedrich Engels: &amp;#039;&amp;#039;Zur Urgeschichte der Deutschen, Fränkische Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Karl Marx/Friedrich Engels - Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 19, 4. Auflage 1973, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin/DDR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flurname]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oronym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hügel|-]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Julian schoe</name></author>
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