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	<title>Donald Winnicott - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T17:24:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Donald_Winnicott&amp;diff=389188&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:908:2812:2A00:EC51:ED73:967:DE75: Link repariert, gemeint ist SH Foulkes, der auch Michael Foulkes genannt wurde, s. meinen Nachweis in der Diskussion</title>
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		<updated>2025-01-09T16:14:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link repariert, gemeint ist SH Foulkes, der auch Michael Foulkes genannt wurde, s. meinen Nachweis in der Diskussion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Donald Woods Winnicott.jpg|mini|hochkant|Donald Winnicott, 1952]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Donald Woods Winnicott&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. April]] [[1896]] in [[Plymouth]]; † [[25. Januar|25.]] oder [[28. Januar]] [[1971]] in [[London]]) war ein [[England|englischer]] [[Kinderarzt]] und [[Psychoanalyse|Psychoanalytiker]]. Er kam durch Vermittlung seines [[Lehranalyse|Lehranalytikers]] [[James Strachey]] unter dem Einfluss [[Melanie Klein]]s von der [[Pädiatrie]] zur Psychoanalyse, ohne sich als Kleinianer zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;D. W. Winnicott: &amp;#039;&amp;#039;Reifungsprozesse und fördernde Umwelt. Studien zur Theorie der emotionalen Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Psychosozial-Verlag, Gießen 2002, ISBN 3-89806-091-8. (Übersetzung von: &amp;#039;&amp;#039;The Maturational Processes and the Faciliating Environment. Studies in the Theory of Emotional Development.&amp;#039;&amp;#039; International Universities Press, New York 1965)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte stattdessen – neben z.&amp;amp;nbsp;B. [[Michael Balint]] und [[S. H. Foulkes|Michael Foulkes]] – der sogenannten B-Gruppe, der Gruppe der Unabhängigen bzw. der Middle-Group der [[British Psychoanalytical Society|britischen psychoanalytischen Gesellschaft]] an, und er gilt (daher) als einer der wichtigsten Vertreter der britischen [[Objektbeziehungstheorie]], außerhalb der Objektbeziehungstheorie der Kleinianischen Schule.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Caldwell: &amp;#039;&amp;#039;Winnicott and the Psychoanalytic Tradition.&amp;#039;&amp;#039; Karnac Books, London 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders breit rezipiert wurden seine Konzepte vom [[Übergangsobjekt]] und vom [[Übergangsraum]]. Große Bekanntheit erlangte sein Bonmot „There is no such thing as a baby“, mit dem er zum Ausdruck bringen wollte, dass man ein Baby ohne seine Mutter nicht adäquat erforschen und therapieren kann, da die beiden eine unzertrennliche [[Zweierbeziehung|Dyade]] bilden. Darüber hinaus prägte Winnicott den Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Falsches Selbst|Das falsche Selbst]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=40349792 |Titel=Suche nach dem verlorenen Selbst |Jahr=1979 |Nr=29 |Seiten=}} „Wer der Stolz seiner Eltern sein muß, weiß nie wirklich, ob er geliebt wird: es bleiben immer Bedingungen, oder, im schlimmeren Fall, eine schleichende Erpressung. Was dabei zustande kommt, nannte Winnicott ein ‚[[falsches Selbst]]‘, das die oft unbewußten Erwartungen der Eltern zu seiner eigenen Substanz gemacht hat.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winnicott zählt zu den bedeutendsten Wegbereitern der Kinderpsychotherapie. &amp;lt;!-- Dabei konnte er sich auf über 60.000 Fälle stützen, die er in seiner vierzigjährigen Arbeit am Kinderkrankenhaus [[Paddington (London)|Paddington]] und in seiner eigenen Praxis behandelt hat. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterscheidung zu anderen psychoanalytischen Schulen wie Melanie Klein, [[Anna Freud]], C. G. Jung und Alfred Adler etc. werden Analytiker dieser Richtung &amp;#039;&amp;#039;Winnicottianer&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.oxfordreference.com/display/10.1093/oi/authority.20110803124206751 |titel=Winnicottian |werk=Oxford Reference |sprache=en |abruf=2023-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:87 Chester Square London.jpg|mini|hochkant|Winnicotts Zuhause in London]]&lt;br /&gt;
In den ersten Monaten ist ein Neugeborenes mit seiner Mutter zu einer Einheit verschmolzen; das Baby nimmt die Mutter als Teil von sich selbst wahr. Dabei geht Winnicott nicht von einer idealisierten Mutter aus, die durch Abweichungen vom Ideal psychoanalytischer Theorien ihr Kind schädigt, sondern führt den Begriff der ausreichend guten Mutter in die Terminologie der Psychoanalyse ein. Die „ausreichend gute Mutter“ („good enough mother“)&amp;lt;ref&amp;gt;D. Winnicott: &amp;#039;&amp;#039;Transitional objects and transitional phenomena.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Psychoanalysis.&amp;#039;&amp;#039; 34, 1953, S. 89–97.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist in der Lage, auf die Bedürfnisse des Babys einzugehen, zumindest so weit, dass sich das Baby nie komplett verlassen fühlt. Mit der Zeit löst sich die Mutter aus dieser engen Verbindung, so dass das Kind lernen kann, dass die Mutter nicht Teil von ihm ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Prozess spielt das [[Übergangsobjekt]] eine wichtige Rolle. Das kann zum Beispiel der Zipfel einer Decke sein, den das Baby benutzt, um sich in Abwesenheit der Mutter zu trösten. Es gehört für das Kind sowohl zur Mutter als auch zur realen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Mutter nicht ausreichend gut, kommt es zur [[Deprivation#Emotionale Deprivation|emotionalen Deprivation]], was bedeutet, dass das Bild der Mutter im Baby stirbt. Die Deprivation ist eine wichtige Voraussetzung für antisoziales Verhalten, beispielsweise Stehlen, von Kindern. Durch dieses Verhalten versucht das Kind seinen Mangel auszugleichen. Es ist jedoch für den Betreuer wichtig zu wissen, dass dieses antisoziale Verhalten ein Zeichen der Hoffnung des Kindes ist. Ein depriviertes Kind, das keine Hoffnung hat, wird sich scheinbar angepasst verhalten und erst, wenn es wieder Hoffnung hat, wird es antisoziales Verhalten zeigen, also versuchen, seinen Mangel auszugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Falsches Selbst#Winnicott und der Fall Masud Khan|Winnicott und der Fall Masud Khan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschsprachige Werkauswahl ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reifungsprozesse und fördernde Umwelt. Studien zur Theorie der emotionalen Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Psychosozial-Verlag, Gießen 2002, ISBN 3-89806-091-8 (Übersetzung von: &amp;#039;&amp;#039;The Maturational Processes and the Faciliating Environment. Studies in the Theory of Emotional Development&amp;#039;&amp;#039;, International Universities Press, New York 1965.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die menschliche Natur.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1994, ISBN 3-608-91800-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Spiel zur Kreativität.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2006, ISBN 3-608-95376-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blick in die analytische Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1996, ISBN 3-608-91787-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Familie und individuelle Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; (18 Vorträge). Kindler, München 1978, ISBN 3-463-00732-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kind, Familie und Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; Reinhardt, München / Basel 1992, ISBN 3-497-00944-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Babys und ihre Mütter.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1990, ISBN 3-608-95647-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aggression: Versagen der Umwelt und antisoziale Tendenz.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1992, ISBN 3-608-95337-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die spontane Geste. Ausgewählte Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von F. Robert Rodman. Klett-Cotta, Stuttgart 1995, ISBN 3-608-95760-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Übergangsobjekte und Übergangsphänomene. Eine Studie über den ersten, nicht zum Selbst gehörenden Besitz.&amp;#039;&amp;#039; Zuerst als Vortrag 1951, dann engl. 1953; dt. in: &amp;#039;&amp;#039;Psyche&amp;#039;&amp;#039; Nr. 23, 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von der Kinderheilkunde zur Psychoanalyse.&amp;#039;&amp;#039; Psychosozial-Verlag, Gießen 2008, ISBN 978-3-89806-702-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva Busch: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in das Werk von D. W. Winnicott.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main / Berlin 1992, ISBN 3-631-45495-3.&lt;br /&gt;
* Madeleine Davis: &amp;#039;&amp;#039;Eine Einführung in das Werk von D. W. Winnicott.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 1995, ISBN 3-608-95105-9.&lt;br /&gt;
* Werner Sesink: &amp;#039;&amp;#039;Vermittlungen des Selbst. Eine pädagogische Einführung in die psychoanalytische Entwicklungstheorie D. W. Winnicotts.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster 2002, ISBN 3-8258-5832-4.&lt;br /&gt;
* Denys Ribas: &amp;#039;&amp;#039;Donald Woods Winnicott.&amp;#039;&amp;#039; PUF, Paris 2000, ISBN 2-13-050761-1.&lt;br /&gt;
* Edward R. Shapiro: &amp;#039;&amp;#039;Images in Psychiatry: Donald W. Winnicott, 1896–1971.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Psychiatry.&amp;#039;&amp;#039; Band 155, H. 3, März 1998, S. 421, [[doi:10.1176/ajp.155.3.421]] (Kurzporträt mit Abbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118769383}}&lt;br /&gt;
* [http://www.winnicott-institut.de/ Website des Winnicott-Instituts in Hannover]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Valerie von Kittlitz |url=https://media.neuland.br.de/file/1820973/c/website/donald-winnicott-vom-vertrauen-in-die-faehigkeit-der-eltern.mp3 |titel=Donald Winnicott – Vom Vertrauen in die Fähigkeit der Eltern |werk=[[Bayern 2|Bayern-2]]-Sendung „radioWissen“ |datum=2021-03-24 |format=mp3-Audio; 21&amp;amp;nbsp;MB; 22:52&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2023-05-15 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118769383|LCCN=n/50/15907|NDL=00461187|VIAF=51697424}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Winnicott, Donald}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der University of Cambridge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinderanalytiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neopsychoanalytiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Pädagogik und Psychologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engländer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Winnicott, Donald&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Winnicott, Donald Woods (vollständiger Name); Winnicott, Donald W.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=englischer Kinderarzt und Psychoanalytiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. April 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plymouth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 1971 oder 28. Januar 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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