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	<title>Domschule - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Domschule&amp;diff=506214&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phil Buchenrauch: /* Mittelalter */ Link auf &quot;Schule von Chartres&quot; statt &quot;Kathedrale ...</title>
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		<updated>2025-03-17T10:18:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mittelalter: &lt;/span&gt; Link auf &amp;quot;Schule von Chartres&amp;quot; statt &amp;quot;Kathedrale ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|bezieht sich auf die Domschule im Allgemeinen. Für spezielle Schulen dieses Namens siehe [[Domschule (Begriffsklärung)]] oder [[Kathedralschule (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Trondheim_Katedralskole.jpg|mini|Beispiel einer Domschule: Trondheim Katedralskole (2006)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Domschulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kathedralschulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Bildungseinrichtungen der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] und entstanden an katholischen [[Bischofssitz]]en in Westeuropa seit dem [[8. Jahrhundert]]. Sie überflügelten langsam die älteren [[Klosterschule]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Nachdem seit dem 8. Jahrhundert Klosterschulen und Domschulen zusammen oder nebeneinander bestanden, verloren erstere besonders ab dem [[11. Jahrhundert]] an Bedeutung wegen der [[Cluniazensische Reform|Cluniazensischen Reform]], die sich gegen die Verweltlichung und Außenkontakte der Mönche und Nonnen richteten. An städtischen Domschulen konnten mehr Jungen am Unterricht teilnehmen, die nicht [[Kleriker]] werden sollten. Klerikerausbildung blieb aber ihr Hauptzweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl der Große]] erließ eine Vorschrift, nach der bei [[Bischofskirche]]n eine Schule zu eröffnen war ([[Admonitio generalis]] von 789). Als Lehrinhalt bestimmte er Singen, Lesen, Schreiben, Berechnen des [[Ostertermin]]s, lateinische Grammatik. In den höheren Stufen wurden wie in der Antike die [[Sieben Freie Künste|Sieben freien Künste]] gelehrt aufgeteilt in das [[Trivium]] (sprachliche Fächer [[Grammatik]], [[Dialektik]] und [[Rhetorik]]) sowie das [[Quadrivium]] (mathematische Fächer [[Arithmetik]], [[Geometrie]], [[Astronomie]] und [[Musik]]). Das wesentliche Lehrbuch dazu war (trotz des Namens) &amp;#039;&amp;#039;De nuptiis Mercurii et Philologiae&amp;#039;&amp;#039; von [[Martianus Capella]], das vielfach kommentiert worden ist. Dazu kamen Einfühungsschriften von [[Boethius]]. Die Realität blieb dahinter weit zurück, etwa in Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geschichtsbuch.hamburg.de/epochen/hohes-mittelalter/schule-im-mittelalter/ |titel=Schule im Mittelalter |abruf=2022-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Domschulen ging die geistige Elite der hochmittelalterlichen Reiche hervor. Bedeutende fränkische oder später deutsche Domschulen befanden sich zum Beispiel in [[Utrechter Dom|Utrecht]], [[Domschule von Lüttich|Lüttich]], [[Kölner Dom|Köln]], [[Speyerer Dom|Speyer]], [[Domschule Würzburg|Würzburg]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.dom-wuerzburg.de/geschichte/domschule/ | wayback=20160401155416 | text=Die mittelalterliche Würzburger Domschule}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer Leng]]: &amp;#039;&amp;#039;Als der Kaiser in Würzburg Hof hielt: Der Würzburger Hoftag Friedrich Barbarossas von 1152.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburg heute.&amp;#039;&amp;#039; Band 73, 2002, S. 52–55, hier: S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Bamberger Dom|Bamberg]], [[Domgymnasium Magdeburg|Magdeburg]], [[Hildesheimer Domschule|Hildesheim]] und [[Dom-Gymnasium Freising|Freising]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Friedrich Prinz]] |Titel=Grundlagen und Anfänge : Deutschland bis 1056 |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1993 |ISBN=3-7632-2991-4 |Seiten=323f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Salier|salischer]] und [[staufisch]]er Zeit entwickelte sich die [[Geschichte der Stadt Speyer#Bischöfe als Stadtherren|Domschule zu Speyer]], gegründet von Bischof [[Balderich (Speyer)|Balderich]] (970–986) nach dem Vorbild von [[Fürstabtei St. Gallen|St. Gallen]], zu einer Ausbildungsstätte für Diplomaten und Statthalter bzw. Funktionäre des Reiches.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Geschichte der Stadt Speyer Bd. 1 |Ort=Stuttgart |Datum=1982 |ISBN=978-3-17-008037-9 |Seiten=209f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus den Schulen von Bamberg und Hildesheim ging der Nachwuchs der Bischöfe hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hartmut Boockmann |Titel=Wissen und Widerstand: Geschichte der deutschen Universität|Verlag=Siedler |Ort=Berlin |Datum=1999 |ISBN=3-88680-617-0 |Seiten=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Domschulen in Frankreich waren in [[Kathedrale von Orléans|Orléans]], [[Kathedrale von Reims|Reims]], [[Universität Paris#Die alte Universität|Paris]], [[Kathedrale von Laon|Laon]], [[Kathedrale von Tours|Tours]], [[Kathedrale von Tournai|Tournai]] und [[Schule von Chartres|Chartres]]. In Frankreich lehrten die ersten freien Lehrer die Domschüler das Fach [[Philosophie]] gegen Lohn, so Petrus [[Abaelard]], der „Erfinder“ der [[Scholastik]], womit zunächst nur der geordnete Vortrag der Meinungen zu einem Thema gemeint war. Zu seiner Zeit begann auch die Zuwanderung frei wandernder Schüler nach Paris.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Paré, A. Brunet, P. Tremblay |Titel=La renaissance du XIIe siècle: Les écoles et l&amp;#039;enseignement. Refonte complète de l&amp;#039;ouvrage de G. Robert (1909) |Sammelwerk=L&amp;#039;Institut d&amp;#039;études médiévales d&amp;#039;Ottawa, III |Verlag=J. Vrin. 1933 |Ort=Paris |Datum=1933 |ISSN=1937-5239 |DOI=10.1086/ahr/40.2.311}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  [[Hugo von St. Viktor]] beschreibt ein Bild der vielen studierenden und übenden Grüppchen. [[Johannes von Salisbury|Johann von Salisbury]] gibt den Tagesverlauf eines Studenten wieder, die sich über ihrer Lektüre in der Dialektik üben müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Régine Pernaud |Titel=Heloise und Abaelard ein Frauenschicksal im Mittelalter |Auflage= |Ort=München |Datum=1994 |ISBN=978-3-423-30394-1 |Seiten=17-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1179 benötigten die Lehrer eine [[Licentia Docendi]] (Lehrerlaubnis) des [[Scholastikus]], des für den Unterricht verantwortlichen Klerikers im [[Domkapitel]]. Aus einigen Domschulen in Italien entstanden ab dem 12. Jahrhundert erste Universitäten in [[Universität Bologna|Bologna]], [[Universität Padua|Padua]] und [[Universität Siena|Siena]], in Frankreich in [[Sorbonne|Paris]] und [[Universität Toulouse|Toulouse]]. Sie entstanden als teilautonome [[Genossenschaft]]en der Lehrenden und Studierenden, die Lehre wurde an ein bestandenes [[Prüfung#Examen|Examen]] gebunden. Lehrende benötigten ab 1233 die so genannte &amp;#039;&amp;#039;facultas hic et ubique docendi&amp;#039;&amp;#039; des Papstes („Lehrbefugnis hier und überall“), um [[Ketzerei]] zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Hochmittelalter entstanden neben den Domschulen kleinere [[Lateinschule]]n an den städtischen Pfarreien, die zunehmend unter die Verwaltung der Kommunen kamen („Kommunalisierung“). Im Spätmittelalter wurden daneben noch private deutsche [[Schreibschule]]n für bürgerlich-kaufmännische Bildungsinteressen geschaffen, die häufig als [[Winkelschule]]n bestanden. Diese besuchten auch Mädchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Geschichte der Mädchen- und Frauenbildung |Verlag=Campus |Datum=1996 |ISBN=978-3-593-35412-5 |Online=https://books.google.com/books?id=FERLAAAAYAAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=isbn:9783593354125&amp;amp;q=isbn:9783593354125&amp;amp;hl=de |Abruf=2022-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Viele Domschulen gingen im Spätmittelalter und Reformation ein, so in Köln und Bamberg. Einige behielten den Namen, wurden aber protestantische, fürstliche oder staatliche Schulen (z. B. Magdeburg, [[Domschule Güstrow]], [[Domschule Schleswig]]). Wieder andere wurden [[Jesuitenschule]]n (im katholischen Westfalen, in [[Hildesheimer Domschule|Hildesheim]], [[Gymnasium Theodorianum|Paderborn]], [[Gymnasium Paulinum (Münster)|Münster]] und [[Gymnasium Carolinum (Osnabrück)|Osnabrück]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Domschulen wurden erst im 18. und 19. Jahrhundert gegründet und blieben weniger bekannt und elitär. So hat die aus Frankreich geflüchtete [[Hugenotten in Berlin|Hugenottengemeinde]] in [[Berlin]] in den Räumen des [[Französischer Dom|Französischen Doms]] auf dem [[Gendarmenmarkt]] eine [[Französische Domschule Berlin|Domschule]] als jeweils sechsklassige Knaben- und Mädchenschule (Elementar- bzw. „Mittelschule“) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Fuhrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Latein und Europa, (Die fremdgewordenen Fundamente unserer Bildung). Geschichte des gelehrten Unterrichts in Deutschland von Karl dem Großen bis Wilhelm II.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. DuMont, Köln 2001, ISBN 3-8321-5605-4.&lt;br /&gt;
* Bernhard Gallistl: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek und Schule am Dom.&amp;#039;&amp;#039; In: Monika E. Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schätze im Himmel – Bücher auf Erden. Mittelalterliche Handschriften aus Hildesheim.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 2010 (= &amp;#039;&amp;#039;Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Band 93), ISBN 978-3-447-06381-4, S. 55–68.&lt;br /&gt;
* Sonja Ulrike Klug: &amp;#039;&amp;#039;Kathedrale des Kosmos. Die heilige Geometrie von Chartres.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kluges, Bad Honnef 2005, ISBN 3-9810245-1-6 (darin längeres Kapitel über die Kathedralschule von Chartres inkl. der antiken Philosophen, auf denen sie basiert, sowie die sieben freien Künste).&lt;br /&gt;
* Johannes E. S. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Französische Domschule und das Französische Gymnasium zu Berlin. Schülererinnerungen 1848–1861.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und kommentiert von Rüdiger R. E. Fock. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2008 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6), ISBN 978-3-8300-3478-0.&lt;br /&gt;
* John R. Williams: &amp;#039;&amp;#039;The Cathedral School of Reims in the Time of Master Alberic, 1118–1136.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Traditio.&amp;#039;&amp;#039; Band 20, 1964, S. 93–114.&lt;br /&gt;
* [[Claudia Opitz-Belakhal|Claudia Opitz]] und [[Elke Kleinau]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Mädchen- und Frauenbildung&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Vom Mittelalter bis zur Aufklärung,&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt/M.-New York 1996. ISBN 978-3-593-35412-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4150411-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Schultyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfessionelle Schule| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Neuzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phil Buchenrauch</name></author>
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