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	<title>Dompeter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T09:28:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dompeter&amp;diff=2705327&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:8071:5621:FE00:CD49:74B3:5746:2AB3: /* Bauwerk */ Kirch -&gt; Kirche</title>
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		<updated>2025-05-15T07:31:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bauwerk: &lt;/span&gt; Kirch -&amp;gt; Kirche&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dompeter von Südwesten.jpg|mini|Dompeter von Südwesten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dompeter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine dem [[Apostel]] [[Simon Petrus|Petrus]] [[Weihe (Religion)|geweihte]] [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]], [[Romanik|romanische]] Kirche zwischen [[Avolsheim]] und [[Molsheim]] im [[Elsass]] in [[Frankreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung der Kirche leitet sich von dem [[Lateinische Sprache|lateinischen]] &amp;#039;&amp;#039;domus Petri&amp;#039;&amp;#039; (Haus des Petrus) ab, das volkssprachlich verballhornt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dompeter.JPG|mini|Dompeter auf freier Feldflur, 2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude liegt südlich von Avolsheim im freien Feld und dort schon in der [[Gemarkung]] von Molsheim. Auf dem Gelände befand sich in der [[Spätantike]] eine [[gallorömische Kultur|gallorömische]] Siedlung&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch während des [[Mittelalter]]s und bis zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anlage ist heute von einem Friedhof umgeben. Kirchlich ist sie der Gemeinde in Avolsheim zugeordnet, die auch den Friedhof nutzt und unterhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründungslegenden ===&lt;br /&gt;
Die Gründung von Dompeter ist mit einer Reihe von [[Legende]]n verbunden, die alle auf eine [[Alte Kirche|frühchristliche]] Entstehung der Kirche abzielen, so dass Dompeter in der [[Populärkultur]] noch heute als älteste Kirche im Elsass bezeichnet wird&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, Untertitel.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Nach der zeitlich am weitesten in die Vergangenheit ausgreifenden Legende soll die Kirche von einem legendären &amp;#039;&amp;#039;Maternus&amp;#039;&amp;#039; im 1. Jahrhundert gegründet worden sein. Er sei der [[Jüngling von Naïn]] gewesen, den [[Jesus]] von den Toten erweckt hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ({{B|Lk|7,11–17}}).&lt;br /&gt;
* Nach einer anderen Legende soll der Bischof [[Maternus|Maternus von Köln]], der an der Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert lebte, Dompeter gegründet haben. Die Quelle dazu stammt allerdings erst aus dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im [[Mittelalter]] wurde hier ein antiker [[Sarkophag]] ausgegraben und der Heiligen [[Petronilla]], legendäre Tochter des Apostels Petrus, zugeordnet. Der Sarkophag entwickelte sich zum [[Pilger]]ziel, bis er im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vom [[Bistum Straßburg|Straßburger Bischof]] nach [[Straßburg]] gebracht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archäologie und Baugeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Avolsheim, Dompeter7.JPG|mini|Blick durch das Langhaus (2015)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 fanden [[Archäologie|archäologische]] [[Ausgrabung]]en durch [[Georg Weise (Kunsthistoriker)|Georg Weise]] statt, bei denen er drei nacheinander erfolgte romanische Bauphasen feststellte. Die älteste, eine [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] „syrischen Typs“, hatte einen [[Chor (Architektur)|Chor]] mit halbrundem Abschluss, der beidseitig von je einer [[Sakristei]] begleitet war. Weise datierte den Fund ins 5. oder 6. Jahrhundert. Heute geht man davon aus, dass diese Kirche frühestens aus dem 7. Jahrhundert stammt.&amp;lt;ref&amp;gt;Will, S. 25; Specht, S. 3; Hotz: „karolingisch oder vorkarolingisch“, also eher 8. Jahrhundert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Chorbereich und östlicher Teil des [[Langhaus (Kirche)|Langhauses]] stammen aus dem 11. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hotz; Specht will den Bau ins 9. oder 10. Jahrhundert zurückdatieren.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1049 ist der Besuch durch Papst [[Leo IX.]] belegt, der eine Weihe vollzog&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; – ohne dass genau bekannt ist, was er weihte. Um 1065/70 entstanden die westlichen Joche des Langschiffes und der Turm.&amp;lt;ref&amp;gt;Hotz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1337 wurde Dompeter als regionale Hauptkirche für das Gebiet um Molsheim genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ausgehenden 16. und im 17. Jahrhundert war Molsheim ein Zentrum der [[Gegenreformation]] mit einem großen [[Jesuitenkirche (Molsheim)#Geschichte|Jesuitenkolleg]]. Dessen Mitglieder versahen auch die Seelsorge in Dompeter. In dieser Zeit entstand ein [[Kreuzweg]], der sich über vier Kilometer entlang der historischen [[Römerstraße]] zum [[Wallfahrt]]sheiligtum „Unserer lieben Frauen“ in [[Kloster Altbronn|Altbronn]] erstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dompeter bis dahin umgebende Siedlung fiel im Dreißigjährigen Krieg [[Wüstung|wüst]].&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm der Kirche wurde 1746&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4; Will, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1762&amp;lt;ref&amp;gt;Hotz.&amp;lt;/ref&amp;gt; von einem Blitzschlag getroffen und bis 1750&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1767&amp;lt;ref&amp;gt;Hotz; Will, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; wiederhergestellt. Aus dieser Bauphase stammen auch das achteckige Obergeschoss des Turms und die Flachdecke der Vorhalle.&amp;lt;ref&amp;gt;Hotz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die romanische Apsis wurde 1829 abgebrochen, durch den heutigen Chorraum ersetzt und die Fenster der Seitenschiffe vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4, 10; Will, S. 27; nach Hotz wurden die Fenster in den Seitenschiffen bereits in der Bauphase vor 1767 vergrößert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dompeter diente damals als [[Pfarrkirche]] von Avolsheim. Diese Funktion verlor sie erst, als 1911 die [[Neuromanik|neuromanische]] Kirche [[St. Maternus (Avolsheim)|St. Maternus]] in der Ortsmitte geweiht wurde. Dompeter hatte nun keine rechte Funktion mehr. 1933 setzten [[Pfadfinder]] Dompeter instand.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 und 1994 fanden Restaurierungen statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 erhielt der Turm zwei neue Glocken, die aus dem [[Straßburger Münster]] übernommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dompeter Eingang außen.jpg|mini|Blick aus dem Narthex auf den Haupteingang, darüber Figur des Hl.&amp;amp;nbsp;Petrus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche misst 25&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;13&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chor aus dem 19. Jahrhundert weist einen [[Fünfachtelschluss]] auf. Südlich davon befindet sich die Sakristei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist [[Kirchenschiff|dreischiffig]], ohne [[Querschiff]], und flach gedeckt. Sie weist sechs [[Joch (Architektur)|Joche]] auf. Die Schiffe trennen gemauerte [[Pfeiler]], deren [[Basis (Architektur)|Basen]] heute im Boden stecken. Die [[Kapitell]]e sind sehr flach und wenig ausgeprägt. Die Fenster des [[Obergaden]] haben noch die Originalgröße, während die der Seitenschiffe später vergrößert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 4, 10; Hotz.&amp;lt;/ref&amp;gt; Je eine Tür führt von außen seitlich in das nördliche und das südliche Seitenschiff, deren historische Türstürze erhalten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Hotz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm ist westlich vorgestellt, exakt so breit wie das Mittelschiff und sein Erdgeschoss als [[Narthex]] für den Haupteingang gestaltet. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss besitzt er einen quadratischen Grundriss. Darauf aufgesetzt ist ein achteckiges Glockengeschoss und ein spitzer Turmhelm. In der [[Gotik]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hotz.&amp;lt;/ref&amp;gt;, durch den Brand des Turms im 18. Jahrhundert sowie seine anschließende Sanierung ist der romanische Bestand hier überarbeitet. Die Beschläge der Eingangstüren stammen aus der Gotik. Der Haupteingang wird durch einen Mittelpfeiler geteilt, so dass zwei Türen in die Kirche führen. Überdeckt ist die Tür mit einem flach gewölbten Deckstein. Die [[Kapitell]]e der flankierenden [[Säule]]n sind mit Masken dekoriert. Über dem Portal thront eine Figur des Heiligen Petrus.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Hotz datiert die Figur ins 15. Jahrhundert; Specht, S. 6, datiert sie ins 10. Jahrhundert, was stilistisch aber ausgeschlossen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstattung der Kirche ist heute stark reduziert: Nach zwei Diebstählen 1972 und 1978 wurde die restliche Ausstattung weitgehend in Sicherheit gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Specht, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenswert ==&lt;br /&gt;
Die benachbarte [[Lourdesgrotte]] entstand 1946 als Dank der Gemeinde Avolsheim dafür, dass ihr Ort im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] von Zerstörungen verschont blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Hinweistafel am Objekt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Haug, Robert Will: &amp;#039;&amp;#039;Alsace romane&amp;#039;&amp;#039;. Éditions Zodiaque = La nuit des temps 22. 2. Auflage, [[Abbaye de la Pierre-Qui-Vire|La Pierre-qui-Vire]] 1970, S. 26. [nicht ausgewertet]&lt;br /&gt;
* [[Walter Hotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kunstdenkmäler im Elsass und in Lothringen&amp;#039;&amp;#039;. [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft]], Darmstadt 1965, S. 12.&lt;br /&gt;
* Albert Specht: &amp;#039;&amp;#039;Dompeter Avolsheim. Älteste Kirche im Elsass&amp;#039;&amp;#039;. Molsheim o. J. [nach 2002]. [Führungsheft]&lt;br /&gt;
* Robert Will: &amp;#039;&amp;#039;Romanisches Elsaß&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Zodaique – echter, Würzburg 1982. ISBN 3-429-00765-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://lesamisdudompeter.weebly.com/ Les Amis du Dompeter]&lt;br /&gt;
* [http://www.petit-patrimoine.com/fiche-petit-patrimoine.php?id_pp=67300_7 Dompeter] auf www.petit-patrimoine.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48.556701 |EW=7.505443 |type=landmark |dim=100 |region=FR-67}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Avolsheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Département Bas-Rhin|Molsheim #Dompeter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Romanik im Elsass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peterskirche|Molsheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Kirche|Molsheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique in Molsheim|Dompeter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique seit 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique (Kirche)|Molsheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1050er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
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