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	<title>Domkapitel Worms - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Domkapitel_Worms&amp;diff=1622122&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Dietrich: ergänzt</title>
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		<updated>2026-01-17T17:31:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Armoiries Eveche de Worms.svg|mini|Wappen des Bistums Worms]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Domkapitel Worms&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die zentrale geistliche Institution am [[Wormser Dom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Innerhalb des [[Bistum Worms|Bistums Worms]] hatte es in weltlichen und kirchlichen Angelegenheiten eine erhebliche Machtfülle und nahm, nach dem [[Bischof]], den ersten Platz ein. Dies war von besonderer Bedeutung, da der Bischof in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] meist nicht in der [[Diözese]] residierte und das Kapitel damit einen großen Einfluss auf die Landesverwaltung gewinnen konnte. Der [[Generalvikar]] für die geistliche und der [[Statthalter]] für die weltliche Verwaltung waren stets Mitglieder des Domkapitels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze des Domkapitels stand der [[Dompropst]]. Er war zugleich einer der vier [[Archidiakon]]e und für die Stadt [[Worms]] und das linksrheinische Hinterland zuständig. Weiter war er in [[Personalunion]] auch [[Propst]] des [[Liebfrauenstift (Worms)|Liebfrauenstifts]] in Worms.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Decker, [[Jürgen Keddigkeit]] und Tina Schöbel: &amp;#039;&amp;#039;Worms, St. Maria. Kollegiatstift Liebfrauen (Nebenstift des Doms)&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, [[Hans Ammerich]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;5 = &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur pfälzischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039; Band 26.5. [[Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde]], Kaiserslautern 2019. ISBN 978-3-927754-86-7, S. 853–893 (854).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Bischofswahl]] oblag dem Kapitel die Zustimmung zum Testament des Bischofs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Das Kapitel bestand seit dem 13. Jahrhundert in voller Selbständigkeit, war also dem Einfluss des Bischofs entzogen. Die Domherren entstammten alle dem Adel, vor allem aus der [[Kurpfalz|Pfalz]], da das Domkapitel schon seit 1281 keine bürgerlichen Mitglieder mehr aufnahm. Die adligen Domherren hielten sich nur sehr unregelmäßig an ihre [[Residenzpflicht (Kirchenrecht)|Residenzpflicht]] und ließen sich von [[Vikar#Römisch-katholische Kirche|Vikaren]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kapitel verfügte um 1270 über 50 [[Pfründe|Präbenden]], 1290 waren es 44 und 1475 noch 43. Kurz darauf wurde die Zahl auf 35 [[Kanoniker]] und 6 Präbendare festgelegt. Letztere mussten die [[Priester]]weihe besitzen, während bei Ersteren das [[Subdiakon]]at genügte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Da das Bistum Worms nach der [[Reformation]] zunächst bis auf nur noch 15 [[Pfarrei]]en zusammenschrumpfte und kaum noch Wirtschaftskraft besaß wurde die Zahl der [[Domherr]]en im 17. Jahrhundert auf 13 verringert und das Kapitel wählte nur noch Bischöfe, die bereits außerhalb der Diözese Worms bepfründet waren. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] verzichtete es dann ganz auf die Wahl eines Bischofs aus den eigenen Reihen und postulierte nur noch auswärtige geistliche Reichsfürsten. Hierdurch vergrößerte sich sein Einfluss auf die Verwaltung des Bistums noch einmal erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zugeordnete geistliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
Zum Domkapitel gehörten [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapellen]] im Gebiet der Stadt Worms, vor allem aber im [[Wormser Dom|Dom]] und in dessen unmittelbarer Umgebung:&lt;br /&gt;
* [[Ägidius (Heiliger)|St. Ägidius]] ist ein nördlicher Anbau an den Dom und heute Marienkapelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 477, 479.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Anna (Heilige)|St. Anna]] wurde an den Strebepfeiler des Südportals des Domes angebaut und trägt heute das [[Patrozinium]] [[Josef von Nazaret|St. Joseph]]&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 480.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bartholomäus (Apostel)|St. Bartholomäus]] lag auf dem Gelände der Dompropstei westlich des Doms und war an die [[Stadtbefestigung Worms|Stadtmauer]] angebaut. Die Kapelle ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 479f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Georg (Heiliger)|St. Georg]] wurde an die Ostwand der St. Anna-Kapelle angebaut und trägt heute das Patrozinium [[Heiligstes Herz Jesu|Herz-Jesu]].&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 480.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Katharina von Alexandrien|St. Katharina]] lag am Ostflügel des [[Kreuzgang]]s des Domes, südlich der Nikolauskapelle. Eventuell bildete sie das Obergeschoss der historischen Marienkapelle. Das Gebäude ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 480.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[St. Kilian (Worms)| St. Kilian]] lag in der Zwerchgasse (heute: Römerstraße) und ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmut Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Die Kapelle S. Kilian zu Worms&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Der Wormsgau]] 3, Heft 3 (1953), S. 131–135 (132).&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist nicht erhalten.&lt;br /&gt;
* [[Maria (Mutter Jesu)|St. Maria]] lag im Ostflügel des Kreuzgangs, südlich der Nikolauskapelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 481.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Mauritius (Heiliger)|St. Mauritius]] / [[Blasius von Sebaste|St. Blasius]] lag wahrscheinlich im Winkel zwischen nördlichem Kreuzgangflügel und Dom und ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 473.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wormser Dom#Nikolauskapelle|St. Nikolaus]] ist ein Anbau an der Südseite des Doms.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 474.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Thomas (Apostel)|St. Thomas]] stand nördlich des Domes.&amp;lt;ref&amp;gt;Keddigkeit / Hedtke / Untermann, S. 479.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Domherr (Worms)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Hersche]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Domkapitel im 17. und 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1984 (3 Bände); Band 1, S.&amp;amp;nbsp;187–191.&lt;br /&gt;
* Erich Schwan, [[Eckhart G. Franz]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Protokolle des Wormser Domkapitels 1544–1802 (Abt. C 1 B Nr. 132–164).&amp;#039;&amp;#039; Analytischer Index (Personen und Orte), Darmstadt 1992.&lt;br /&gt;
* [[Friedhelm Jürgensmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Worms. Von der Römerzeit bis zur Auflösung 1801.&amp;#039;&amp;#039; Echter Verlag, Würzburg 1997. ISBN 978-3-42901876-4&lt;br /&gt;
* Jürgen Keddigkeit, Britta Hedtke, [[Matthias Untermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Worms, St. Peter (und Paul). Domstift&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, [[Hans Ammerich]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;5 = &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur pfälzischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039; Band 26.5. [[Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde]], Kaiserslautern 2019. ISBN 978-3-927754-86-7, S. 409–504.&lt;br /&gt;
* Christian Kruse: &amp;#039;&amp;#039;Die Aufschwörurkunden des Domkapitels Worms aus den Jahren 1690 bis 1786&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 56 Jg. (2004) S.&amp;amp;nbsp;389–415.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://klosterdatenbank.adw-goe.de/gsn/3490 &amp;#039;&amp;#039;Domstift Worms&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Germania Sacra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4372659-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bistum Worms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Domkapitel|Worms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchliche römisch-katholische Organisation (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Worms)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Dietrich</name></author>
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