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	<title>Dominikanerinsel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME= Dominikanerinsel&lt;br /&gt;
|BILD1= Aerial image of Dominicans Island (view from the east).jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT= Dominikanerinsel&lt;br /&gt;
|GEWAESSER= [[Konstanzer Trichter]], [[Obersee (Bodensee)]]&lt;br /&gt;
|GRUPPE= &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 47/39/51/N&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD= 09/10/42/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= DE-BW&lt;br /&gt;
|KARTE= &lt;br /&gt;
|POSKARTE= &lt;br /&gt;
|LAENGE= 0.246&lt;br /&gt;
|BREITE= 0.100&lt;br /&gt;
|FLAECHE= 0.018318&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG= &lt;br /&gt;
|HOEHE= &lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG= &lt;br /&gt;
|EINWOHNER= 21&lt;br /&gt;
|ZENSUS= 2022-05-15&lt;br /&gt;
|HAUPTORT= Steigenberger Inselhotel&lt;br /&gt;
|BILD2= D-BW-Konstanz - Dominikanerinsel - Kreuzgang.JPG&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT= Im Kreuzgang des ehemaligen Dominikanerklosters&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz Bodensee Inselhotel.jpg|mini|Links im Bild die Dominikanerinsel mit dem [[Steigenberger Hotels|Steigenberger]] Inselhotel, dahinter die [[Rheinbrücke Konstanz|Alte Rheinbrücke]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dominikanerinsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konstanzer Insel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;u. a.: Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Bodensee. Zustand – Fakten – Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. IGKB, Bregenz 2004, ISBN 3-902290-04-8, S. 9, Tab. 1.2-1: Kenndaten zum Bodensee ({{Webarchiv |url=http://www.hydra-institute.com/igkb/inhalt.html |text=Online-Ausgabe |wayback=20120330235735}})&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Insel]] im [[Bodensee]] unmittelbar östlich der (festländischen) Altstadt von [[Konstanz]]. Mit einer Fläche von 1,8 [[Hektar]] ist sie eine der kleineren [[Bodensee#Inseln|Bodenseeinseln]]. Die Insel ist durch den nur sechs Meter breiten Stadtgraben von der Altstadt getrennt und mit ihr durch eine Brücke verbunden. Sie wird vom [[Steigenberger Hotels|Steigenberger]] Insel[[hotel]] dominiert, das in einem früheren [[Dominikaner]]kloster untergebracht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und nähere Umgebung ==&lt;br /&gt;
Die Dominikanerinsel ist von Norden nach Süden 246 Meter lang und bis zu 100 Meter breit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen trennt der 210 Meter lange, sechs Meter breite Stadtgraben die Insel vom Altstadt-Bezirk [[Niederburg (Konstanz)|Niederburg]]. Der flache Stadtgraben, über den eine Brücke führt, war früher viel breiter&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Feger: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Stadt Konstanz.&amp;#039;&amp;#039; 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde für den Bau der Bahnlinie teilweise zugeschüttet. Die Insel ist als solche kaum zu erkennen, da der schmale Stadtgraben nur für Spaziergänger sichtbar ist, die auf dem &amp;#039;&amp;#039;Susosteig&amp;#039;&amp;#039; an der Seefront der Altstadt unterwegs sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Finke: &amp;#039;&amp;#039;Inselspaziergänge. Werd Liebesinsel Reichenau Mainau Dominikanerinsel Lindau.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 1990, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Bahnhof Konstanz]] sowie der auf gleicher Höhe befindliche Hafen befinden sich gut 600 Meter südlich der Brücke. Der Weg dorthin führt am Stadtgarten vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Süden liegt der Schwanenteich zwischen der Insel und dem 1880 aufgeschütteten Stadtpark (Stadtgarten). Der Schwanenteich ist auch nach dem Auffüllen des Stadtgartengeländes kein abgeschlossener [[Teich]], sondern geht im Nordwesten in den Stadtgraben über, und hat über eine 15 Meter breite Engstelle im Südosten (zwischen Insel und Stadtgarten) Verbindung mit dem offenen Bodensee. Diese Verbindung fällt bei Niedrigwasser trocken. Der Schwanenteich ist knapp 90 Meter lang und bis zu 30 Meter breit, er nimmt eine Fläche von rund 1800&amp;amp;nbsp;Quadratmetern ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordspitze der Insel liegt 30 Meter vor der [[Rheinbrücke Konstanz|Alten Rheinbrücke]], wo der [[Seerhein]] den [[Obersee (Bodensee)|Obersee]] des Bodensees Richtung [[Untersee (Bodensee)|Untersee]] verlässt. Im Norden des Hauptgebäudes steht das [[Kapitelhaus]], das seit Jahrzehnten als Unterkunft für das Hotelpersonal dient. Der Hotelparkplatz liegt zwischen beiden Gebäuden. Nördlich und östlich davon liegen die beiden Heizhäuser, die in den 1960er oder 1970er Jahren für das Hotel errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osten befindet sich der offene Bodensee ([[Konstanzer Trichter]]). Hier befinden sich die Seeterrasse des Hotelrestaurants sowie südlich davon das hoteleigene Strandbad mit Liegewiese. An der Südspitze befindet sich ein [[Pavillon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zentral gelegenen Hotelgebäude befindet sich das Grab von [[Manuel Chrysoloras]], der während des [[Konzil von Konstanz|Konzils von Konstanz]] dort verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch|BuchID=TQ8gAAAAMAAJ|Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Geographie und Statistik des Großherzogtums Baden&amp;lt;small&amp;gt; nach den neuesten Bestimmungen bis zum 1. März 1820&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;}}, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insel gehört zum Konstanzer [[Ortsteil|Stadtteil]] Altstadt.&amp;lt;!--Am 31. Dezember 2008 waren 21 Personen mit Hauptwohnsitz auf der Dominikanerinsel gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Auskunft aus dem Melderegister der Stadt Konstanz vom 4. Mai 2009 zur Straßenadresse &amp;#039;&amp;#039;Auf der Insel 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;  Zum Stichtag des Zensus am 15. Mai 2022 wies sie rund 6 ständige Einwohner auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://atlas.zensus2022.de/ Interaktiver Atlas des Zensus 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Am südwestlichen Bodensee und im Bereich der heutigen Stadt Konstanz wurden in einigem Abstand zum Ufer die Reste [[Neolithikum|neolithischer]] Dörfer gefunden, darunter auch im Schwanenteich, der zwischen dem Südufer der Dominikanerinsel sowie dem 1880 aufgefüllten Stadtgarten liegt. Aufgefundene Holzfragmente sowie ganze [[Pfahlbauten|Pfahlbau-Konstruktionen]] wurden auf das fünfte und auf das dritte Jahrtausend [[v. Chr.]] datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-09 |url=http://www.labhard.de/files/leseproben/eng_insel_probe1_pdf.pdf |text=Die ersten Siedler}}, labhard.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Ufersiedlungen in der [[Konstanzer Trichter|Konstanzer Bucht]], ebenfalls Pfahlbauten, wurden auf die jüngere Steinzeit um 2200 bis 1800 v. Chr. datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt-Konstanz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.alt-konstanz.de/Ereignisse/Chronik.html Chronik], Alt-Konstanz.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. lebten [[Kelten]] in Fischersiedlungen im Gebiet des heutigen Konstanz und der Dominikanerinsel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt-Konstanz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Geschichte ===&lt;br /&gt;
Die [[Römisches Reich|römische Herrschaft]] im Gebiet um den Bodensee begann um das Jahr 15 v. Chr. mit der Verschiebung der Reichsgrenzen an den Rhein unter [[Augustus|Kaiser Augustus]]. Auf dem Stadtgebiet befand sich vorher ein keltisches [[Oppidum (Kelten)|Oppidum]]. Im 1. Jahrhundert wurde auf dem Gebiet des [[Konstanzer Münster|Münsterhügels]] eine römische Befestigungsanlage errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.konstanz.de/tourismus/01915/01921/index.html |wayback=20140327221338 |text=Stadt mit Geschichte }} Kurzer Überblick auf der offiziellen Internetpräsenz der Stadt Konstanz (www.konstanz.de)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebiet südlich des Bodensees gehörte danach bis zum Ende der römischen Herrschaft um das Jahr 400 zur [[Römische Provinz|Provinz]] [[Raetia]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Eroberung des [[Dekumatland]]es durch die Alemannen im 3. Jahrhundert wurde die Reichsgrenze an den [[Donau-Iller-Rhein-Limes]] zurückverlegt. Im Zuge dessen wurden die Befestigungen in Konstanz, das seitdem zur Grenzstadt wurde, ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühmittelalter ===&lt;br /&gt;
Aus diesem Zeitabschnitt ist nur wenig bekannt. Der Legende nach soll die Insel eine Burg der [[Merowinger]] beherbergt haben. Im Jahr 780 war [[Karl der Große]] auf der Durchreise zu Gast auf der Insel. 1100 suchte Bischof [[Gebhard III. von Zähringen]] während des [[Investiturstreit]]s hier Zuflucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gasthäuser&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.historische-gasthaeuser.de/de/gasthaus/details.php?id=12 |wayback=20090905041427 |text=Steigenberger (Konstanz) }}, Historische Gasthäuser in Baden&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dominikanerkloster ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Merian Sueviae 078.jpg|mini|Auf dem Kupferstich von [[Matthäus Merian]] von 1633 ist die Dominikanerinsel rechts im Vordergrund mit dem Klostergebäude gut zu erkennen. Von der Insel mit damals annähernd quadratischem Grundriss führt eine schmale Brücke zu einem Turm der Stadtmauer.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz Vermessung 1807 retouched.jpg|mini|Stadtplan Konstanz von&lt;br /&gt;
1807,&amp;lt;br /&amp;gt;mit Dominikanerinsel unten rechts&amp;lt;br /&amp;gt;(Norden ist rechts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dominikanerinsel Kapitelhaus.JPG|mini|Kapitelhaus]]&lt;br /&gt;
Nach verschiedenen Quellen wurde die Insel im Jahre 1220 den Dominikanern übergeben und 1234 durch eine Verfügung des Konstanzer Fürstbischofs [[Heinrich von Tanne]] als Ort zur Errichtung eines Klosters zugewiesen, das schließlich im Jahr 1236 gegründet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.historische-gasthaeuser.de/de/gasthaus/details_rolle_geschichte.php?id=12 |wayback=20120425051211 |text=Steigenberger (Konstanz) – Rolle in der Geschichte }},&lt;br /&gt;
Historische Gasthäuser in Baden&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Marmor: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Topographie der Stadt Konstanz und ihrer nächsten Umgebung: mit besonderer Berücksichtigung der Sitten- und Kulturgeschichte derselben.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Konstanz 1860, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alt-Konstanz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Kapitelhaus]] 25 Meter nördlich des Klostergebäudes wurde bereits lange vor der Gründung des Klosters errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Finke: &amp;#039;&amp;#039;Inselspaziergänge. Werd Liebesinsel Reichenau Maina Dominikanerinsel Lindau.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 1990, S. 109.&amp;lt;br /&amp;gt; Das erste Kapitelhaus überhaupt entstand 1110 in [[Worcester]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1300 wurde der Mystiker und Dichter [[Heinrich Suso]] in Konstanz geboren, der später Mönch im Dominikanerkloster auf der Insel war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Konzil von Konstanz|Konzils von Konstanz]], vom 6. Dezember 1414 bis zum 24. März 1415, wurde [[Jan Hus]] im [[Kerker]] des Klosters gefangen gehalten. Dieser war im Keller des Rundturms an der östlichen Seefassade neben dem Speisesaal der Dominikaner untergebracht. Während des Konzils war die [[Delegation (Abordnung)|Delegation]] der [[Frankreich|französischen]] Nation im Kapitelhaus untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 hielt [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] während des [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstages zu Konstanz]] Feste im Inselgarten ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gasthäuser&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1528 bis 1549, in der Zeit der [[Reformation]], diente das Klostergebäude vorübergehend als Hospital der Stadt Konstanz, wurde dann aber den Mönchen wieder zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1633, während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], griff die schwedische Flotte die Dominikanerinsel an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gasthäuser&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1785 wurden die Mönche durch [[Joseph II. (HRR)|Kaiser Joseph II.]], dem florierendes Gewerbe mehr am Herzen lag als die Bettelmönche, von der Insel vertrieben. Am 26. Juli 1785 wurde in der Kirche auf der Insel die letzte [[Heilige Messe|Messe]] gelesen, und das Kloster tags darauf geschlossen. Weitere Klöster in der Umgebung, außer dem [[Kloster Zoffingen]], wurden ebenso geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Marmor: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Topographie der Stadt Konstanz und ihrer nächsten Umgebung: mit besonderer Berücksichtigung der Sitten- und Kulturgeschichte derselben.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Konstanz 1860, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerbe ===&lt;br /&gt;
Bereits am 30. Juni 1785, noch vor Schließung des Klosters, überließ Kaiser Joseph II. die Insel dem [[Genf]]er Fabrikanten und Bankier [[Macaire (Unternehmerfamilie)|Jacques Louis (Jakob Ludwig) Macaire de L’Or]] (1740–1824), mit den Gebäuden, gegen Zahlung einer geringen jährlichen Pacht von 25 [[Gulden#Reichswährungen ab 1559|Gulden]], zur Einrichtung einer [[Indienne]]-Fabrik mit [[Indigo]]-Färberei. Zusätzlich betrieb dieser im damaligen Konstanz als erster Bankgeschäfte. Zu seinen Kunden zählte unter anderen [[Hortense de Beauharnais]], [[Königreich Holland|Königin von Holland]] und Mutter des Kaisers [[Napoleon III.]], und [[Stéphanie de Beauharnais]], [[Großherzogtum Baden|Großherzogin von Baden]]. Jacques Louis Macaire war einer von 270 Genfer Emigranten, die wegen der politischen Wirren im ausgehenden 18. Jahrhundert aus [[Genf#Geschichte|Genf]] nach Konstanz geflohen waren. Daher wurde die Dominikanerinsel auch „Genferinsel“ oder „Macair’sche Insel“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva-Maria Bast: &amp;#039;&amp;#039;Fresken im Inselhotel. Graf Zeppelin und die Genfer Kolonie.&amp;#039;&amp;#039; In: Eva-Maria Bast, Heike Thissen: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisse der Heimat. 50 spannende Geschichten aus Konstanz.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. ISBN 978-3-9815564-6-9, S. 144–146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Söhne des Firmengründers, [[Macaire (Unternehmerfamilie)|David und Kaspar Macaire]], erwarben die Insel am 29. August 1813 für 6500 [[Gulden#Reichswährungen ab 1559|Gulden]]. Sie betrieben das Geschäft des Vaters unter dem Namen „Macaires frères“ weiter. Mit der Erfindung der [[Anilinfarbe]]n begann die Ertragskraft der Fabrik zu leiden; diese wurde nach dem Tod von Moritz Macaire (1815–1867), dem Enkel des Firmengründers, von dessen Erben [[Liquidation|liquidiert]]. Mit dem Tod des unverheirateten Moritz erlosch die Familie Macaire im [[Mannesstamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von [[Macaire (Unternehmerfamilie)|Moritz Macaire]] 1836 auf der Dominikanerinsel gegründete Bankhaus „Macaire &amp;amp; Compagnie“ bestand noch bis 1921, als es von der „Süddeutschen Discontogesellschaft“, einem Ableger der „[[Disconto-Gesellschaft|Deutschen Disconto-Gesellschaft]]“, übernommen wurde. „Macaire &amp;amp; Co.“ hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Sitz von der Dominikanerinsel in die Konstanzer Bahnhofstraße 1 verlegt. Daneben bestanden Niederlassungen in [[Radolfzell]], [[Überlingen]] und [[Pfullendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Ortslexikon von 1868 wird die „Genferinsel“ mit einer Einwohnerzahl von 18 gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch|BuchID=0J4YAAAAIAAJ|Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Dominikanerinsel Vollständigstes geographisch-topographische-statistisches Orts-lexikon&amp;#039;&amp;#039;}}, (1868) S. 378.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätere, [[Amtliche Statistik|amtliche]] Ortsverzeichnisse wiesen die Insel nicht mehr als eigenen Ortsteil nach.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Statistik des Großherzogthums Baden: Die Volkszählung vom 1. Dezember 1885.&amp;#039;&amp;#039; II. Theil &amp;#039;&amp;#039;(Ortsverzeichniß)&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hotelbetrieb ==&lt;br /&gt;
=== Entwicklung bis heute ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dominikanerinsel Hotel Steigenberger.jpg|mini|Steigenberger Inselhotel, gesehen von der Seestraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz 2012-09-08 Batch (125).JPG|mini|Erinnerungstafel an den Geburtsort von Ferdinand von Zeppelin auf der Dominikanerinsel in Konstanz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Abschnitt der Inselgeschichte, das Hotelgewerbe, wurde durch [[Eberhard von Zeppelin]] eingeleitet, den Bruder des bekannteren [[Ferdinand Graf von Zeppelin]]. Er war zunächst als Diplomat tätig und arbeitete nach seiner Rückkehr auf die Insel in der familieneigenen Macaire-Bank. Seine Mutter Amélie war eine geborene Macaire d’Hogguèr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferdinand Zeppelin wurde am 8. Juli 1838 auf der Dominikanerinsel in Konstanz im heutigen Inselhotel geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Luftschiffe. Die Geschichte der deutschen Zeppeline.&amp;#039;&amp;#039; Wehr&amp;amp;Wissen, Koblenz/Bonn 1980, ISBN 3-8033-0302-8, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits wegen der abnehmenden Rentabilität der Fabrik, andererseits wegen des mit dem Eisenbahnbau (1863 Anschluss von Konstanz) einsetzenden [[Sommerfrische]]-Tourismus (vorwiegend des europäischen Hochadels) und den in der Folge nachgefragten Unterkunftsmöglichkeiten, hatte Eberhard von Zeppelin die Idee, das Fabrikgebäude bzw. frühere Dominikanerkloster zu einem Hotel umzubauen. Ab Dezember 1874 diente der heutige Festsaal, das ehemalige [[Kirchenschiff]], als Konzertsaal. Das sogenannte „Diemer Insel-Hotel“ wurde am 15. April 1875 offiziell eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1871 fasste die Stadt Konstanz, initiiert vom damaligen Oberbürgermeister [[Max Stromeyer]], den Beschluss, östlich der Bahnlinie in großem Stil Land aufzuschütten. Ziel war eine durchgehende Uferlinie vom Hafen bis zur Rheinbrücke. Die so gewonnene Landfläche war zur Bebauung mit Villen für wohlhabende (Neu-)Bürger vorgesehen. Durch die Landaufschüttung sollte zugleich auch die Dominikanerinsel verschwinden. Deren Eigentümer wehrten sich aber gegen diesen Plan 1875–1876 erfolgreich vor Gericht. Die daraufhin erfolgte Landaufschüttung ließ die Dominikanerinsel aus, weswegen die neue Uferlinie durch den „Gondelhafen“ und den „Schwanenteich“ unterbrochen ist. Die neu gewonnene Fläche wurde mit Bäumen und Wiesenflächen bepflanzt und war bald als „Stadtgarten“ ein beliebter Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1903 betraute Eberhard von Zeppelin das Ehepaar Rosaly und Matthys Brunner aus [[Glarus]] mit der Leitung des Hotels. Die Brunners erwarben 1907 das gesamte Aktienpaket der Hotel-Aktiengesellschaft. Matthys Brunner verstarb im März 1933, seine Witwe führte das Hotel allein weiter, bis es 1945 Verwaltungssitz der französischen Besatzungsmacht wurde. Diese vertäute an einem eigens dafür errichteten Steg das provisorisch instand gesetzte Dreideckschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Baden (Schiff, 1935)|Baden]]&amp;#039;&amp;#039; bis 1948 als schwimmendes [[Offizierskasino|Kasino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 übernahm Rosaly Brunners Tochter mit ihrem Gatten, einem Herrn Voss, das Hotel. Herr Voss, früher Direktor des Hotels „Esplanade“ in Berlin, leitete das Insel-Hotel bis 1963. Für die anstehenden, dringenden Renovierungen fehlte den Besitzern das Geld. Oberbürgermeister [[Bruno Helmle]] betrieb den Kauf der Insel durch das Land Baden-Württemberg, um die Zukunft des Hotels zu sichern. Das Land kaufte die Insel 1963 und verpachtete sie an die [[Steigenberger Hotels|Steigenberger Hotelgesellschaft]]. Das Hotel wurde drei Jahre lang grundrenoviert und am 6. Juni 1966 als „Steigenberger Inselhotel“ wiedereröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 verkaufte das Land Baden-Württemberg die Insel an die [[Badische Staatsbrauerei Rothaus]] AG, die bis heute Eigentümerin ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 2018 renovierte „Steigenberger Inselhotel“ in Konstanz bietet heute 100 Hotelzimmer und zwei [[Suite (Zimmerflucht)|Suiten]], zwei [[Restaurant]]s, eine Hotelbar, einen Wellnessbereich mit [[Sauna]], [[Dampfbad]] und [[Fitnessraum]], diverse Veranstaltungsräume bis 400 Personen und eine Seeterrasse. Der Hotelgarten hat einen eigenen Zugang zum [[Bodensee]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.steigenberger.com/hotels/alle-hotels/deutschland/konstanz/steigenberger-inselhotel Steigenberger Inselhotel] Website, abgerufen am 10. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird von [[HRS Group#Bereiche|HRS]] und [[Hotel.de]] mit [[Hotelstern|5-Sternen]] klassifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreuzgang ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz 2012-09-08 Batch (155).JPG|mini|Wandgemälde [[Carl von Häberlin]]s:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Jan Hus|Hus]] im Inselthurm 1414&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der Stuttgarter Maler und Kunstprofessor [[Carl von Häberlin]] erhielt von der Familie von Zeppelin den Auftrag, den mittelalterlichen [[Kreuzgang]] des Klostergebäudes mit großformatigen Wandbildern aus der Geschichte der Insel zu gestalten und dabei die vorhandenen [[Bibel|biblischen]] [[Fresko|Fresken]] zu ersetzen. Häberlin arbeitete vom Frühjahr 1878 bis 1894, unterbrochen von den kalten Wintermonaten, an insgesamt 26 Bildern, die in chronologischer Reihenfolge Motive der Inselgeschichte von den Pfahlbauten der Frühgeschichte bis zu den ersten Hotelgästen zeigen. Einige der Bilder stellen historische Persönlichkeiten wie [[Karl der Große|Karl den Großen]], [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] und [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm II.]] bei Besuchen in Konstanz dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Finke: &amp;#039;&amp;#039;Inselspaziergänge. Werd Liebesinsel Reichenau Maina Dominikanerinsel Lindau.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Konstanz 1990, S. 20–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehemalige Kirche ===&lt;br /&gt;
Die ehemalige Kirche wird als Festsaal des Hotels genutzt. Die Märtyrer-Fresken sind noch erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Landratsamt Konstanz, Hegau Geschichtsverein: &amp;#039;&amp;#039;Tag des offenen Denkmals im Landkreis Konstanz, 13. September 2009.&amp;#039;&amp;#039; Faltblatt 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Vorhalle, die an den Westflügel des Kreuzgangs angebaut war, befand sich ein etwa 6 m langes Wandgemälde mit einem [[Totentanz]]. Die vorhandenen Reste wurden 1965 beim Umbau des Hotels hinter der Rückwand der Empfangshalle zugemauert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. „Muos ich doch dran – und weis nit wan“.&amp;#039;&amp;#039; Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
Anfang August 1914 wurde im Insel-Hotel der [[Weltbund für Freundschaftsarbeit der Kirchen]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Universität Konstanz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nahm in ihrem Gründungsjahr 1966 im südlichen Seitentrakt des Klosterbaus ihren Betrieb auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-konstanz.de/universitaet/?cont=portrait&amp;amp;subcont=gesch&amp;amp;lang=de Geschichte der Universität Konstanz], uni-konstanz.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gebäudeteil war vorübergehend Sitz der neu gegründeten Universität,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.uni-konstanz.de/europakolloquium/2008//index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=29&amp;amp;Itemid=64 |text=5. Konstanzer Europakolloquim |wayback=20120610135222}}, uni-konstanz.de&amp;lt;/ref&amp;gt; bis die provisorischen Gebäude im Stadtteil Königsbau bezogen wurden, später der Neubau auf dem Gießberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute noch wird das Hotel regelmäßig für Vorträge und Tagungen der Universität&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.uni-konstanz.de/FuF/Bio/fachbereich/13-0-vortraege.html |text=Vorträge |wayback=20100710073948}}, uni-konstanz.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.uni-konstanz.de/news/mittshow.php?nr=35&amp;amp;jj=2006 |text=Internationale Tagung des Fachbereichs Medienwissenschaft |wayback=20120209192252}}, uni-konstanz.de&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie für das [[Konstanzer Europakolloquium]] (2002–2012) genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.steigenberger.com/hotels/alle-hotels/deutschland/konstanz/steigenberger-inselhotel Steigenberger Inselhotel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Inseln im Bodensee}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Binneninsel (Bodensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Konstanz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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