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	<title>Dom zu Visby - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:24:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dom_zu_Visby&amp;diff=1069605&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Große Kapelle */</title>
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		<updated>2026-01-03T17:44:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Große Kapelle&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Visby domkyrka July 2019 03.jpg|mini|Westturm und zweischiffiger Südanbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Domkirche zu Visby&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{svS|Visby domkyrka}}) oder der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dom zu Visby&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch unter dem ursprünglichen Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sankt-Maria-Kirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, ist die einzige verbliebene [[mittelalter]]liche Hauptkirche der alten Hansestadt [[Visby]] auf der [[Schweden|schwedischen]] Insel [[Gotland]]. Sie ist seit 1572 Bischofskirche des [[Bistum Visby|Bistums Visby]] der [[Schwedische Kirche|Schwedischen Kirche]]. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Visby Domkyrka, Sankta Maria - KMB - 16000200029280.jpg|mini|hochkant|links|Basilikales Langhaus nach Westen bei Ausgrabungen, 1913]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotland-Visby-domkyrka 06.jpg|mini|Südlicher Ostturm, Ober&amp;amp;shy;gaden des Lang&amp;amp;shy;hauses, westlicher Südanbau und Westturm]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der Marienkirche in Visby auf Gotland wurde im 12. Jahrhundert, zunächst als dreischiffige [[Romanik|romanische]] [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] mit einem [[Querschiff]] als östlichem Abschluss begonnen. Auch der Westturm stammt im unteren Bereich aus dieser Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Marita Jonsson, Sven-Olof Lindquist: &amp;#039;&amp;#039;Kulturführer Gotland.&amp;#039;&amp;#039; Almqvist &amp;amp; Wiksell, Uppsala 1993, ISBN 91-88036-09-X, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Bau wurde [[Haustein]] aus dem auf der Insel heimischen [[Kalkstein]] verwendet. Bauherren waren die [[Gotländische Genossenschaft|Gotlandfahrer]], deutsche Seeleute und Kaufleute, die Visby im Mittelalter als Handelsmetropole der östlichen Ostsee und  Zwischenstation im Handel der [[Hansestadt|Hansestädte]] an der südlichen Ostseeküste mit Russland und dem Baltikum aufsuchten. Sie war also anfangs eine reine Gästekirche und wurde erst später, als sich dauerhaft deutsche Kaufleute in der Stadt ansiedelten, Gemeindekirche der deutschen Bevölkerung Visbys. Das Geld für den Bau wurde zumeist auf den [[Kogge]]n in der Gotlandfahrt gesammelt. Am 27. Juli 1225 wurde die Kirche der Jungfrau [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] geweiht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Das [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] wurde vergrößert. Das Querschiff wurde verdoppelt und bildet zusammen mit dem östlich anschließenden romanischen [[Chor (Architektur)|Chor]], der um zwei [[Joch (Architektur)|Seitenjoche]] erweitert wurde, einen [[Hallenchor]]. Dem Stirnseiten des östlichen Querhauses wurden zwei Osttürme angefügt. Die Hansekaufleute dachten praktisch und zogen in das Kirchenschiff ein weiteres Stockwerk als Lagerboden ein, so dass auch Handelswaren in der Kirche sicher verwahrt werden konnten. Von außen kann man das heute noch an den [[Winde (Mechanik)|Windenhaken]] erkennen, an denen die [[Talje]]n eingehängt wurden, um die Waren auf die Lagerböden zu heben. Auch die gemeinsame Kasse des [[Kontor|Hansekontors]] in [[Nowgorod]], dem [[Peterhof (Nowgorod)|Peterhof]], wurde nach den Bestimmungen der [[Nowgoroder Schra]] in den Zeiten, in denen sich die Nowgorodfahrer nicht im Kontor aufhielten, in St. Marien in Visby verwahrt. Damit handelte es sich bei Sankt Maria aufgrund der Doppelnutzung um eine [[Faktoreikirche]], wie sie auch am Peterhof von Nowgorod bestand.&lt;br /&gt;
[[Datei:Visby Dom n O.JPG|mini|Hallen&amp;amp;shy;chor, Hochaltar vor roma&amp;amp;shy;nischer Drei&amp;amp;shy;fenster&amp;amp;shy;gruppe, Fenster der Seiten&amp;amp;shy;wände gotisch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gotland-Visby-domkyrka 21.jpg|mini|Barocke Helme der Osttürme, Dachreiter, verzierte spitze Fialen]]&lt;br /&gt;
Um 1300 folgte ein erneuter großer Um- und Anbau. Angebaut wurde eine große Kapelle auf der Südseite der Kirche. Das Langhaus wurde optisch von außen wieder zur Basilika. Der Westturm erhielt im Jahr 1423 seine heutige Höhe. Die heutigen [[Turmhelm|Turmhauben]] sind allerdings eine Formgebung des 18. Jahrhunderts; früher waren sie hoch und spitz, wie es alte Stiche von Visby aus dem 16. Jahrhundert zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Ansicht von [[Georg Braun|Braun]]/[[Frans Hogenberg|Hogenberg]] gibt indessen ein reines Phantasiebild der Stadt Visby und zeigt den Dom unzutreffend mit zwei Westtürmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;110&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Visby Domkyrka, Sankta Maria - KMB - 16000200029173.jpg|Romanisches Portal&lt;br /&gt;
Portal sur catedral de Visby.jpg|Gotisches Portal&lt;br /&gt;
Gotland-Visby-domkyrka 04.jpg|Winde vor dem Lagerboden&lt;br /&gt;
Sweden 2018-08-03 (30015745537).jpg|[[Wasserspeier]] an der Süd-Kapelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen des ausgehenden Mittelalters fielen im Jahr 1525 alle übrigen mittelalterlichen Kirchen Visbys einem Sturmangriff der mit [[Gustav I. Wasa|Gustaf Wasa]] verbündeten [[Lübeck]]er auf die von dem [[Dänemark|dänischen]] Gefolgsmann [[Severin Norby]] besetzte Stadt zum Opfer und brannten aus. Sie werden seither als Ruinen erhalten und prägen das Stadtbild in einem ganz besonderen Maße, die Kirche des Franziskanerklosters [[St. Karin (Visby)|St. Karin]] gilt als schönste von ihnen. Seither ist die ehemals deutsche Kirche Sankt Maria auch die einzige Kirche in Visby, in der Gottesdienst gehalten werden kann. 1572 wurde die Marienkirche zur Bischofskirche der Diözese Visby und damit zum [[Kathedrale#Kathedralkirchen und Bischofssitz|Dom]]. Im schwedischen Sprachgebrauch verschmolzen alter Name und neue Funktion zu &amp;#039;&amp;#039;Visby Sankt Maria Domkyrka&amp;#039;&amp;#039;. Seit 2003 ist die Marienkirche zugleich die Kathedrale der [[Schwedische Kirche im Ausland|Schwedischen Kirche im Ausland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
=== Altar, Kanzel und anderes ===&lt;br /&gt;
Die Kirche verfügt über eine sehr reichhaltige Ausstattung. Auffallend sind die [[Bleiglasfenster]] aus jüngster Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem [[Barock]]- und dem [[Neogotik|neugotischen]] Hochaltar&amp;lt;ref&amp;gt;Der aus einer Lübecker Werkstatt stammende spätgotische Altaraufsatz wurde bereits 1684 an die [[Landkirche (Gotland)|Landkirche]] in &amp;#039;&amp;#039;Källunge&amp;#039;&amp;#039; verkauft. (vgl. Quack 1991, S. 204)&amp;lt;/ref&amp;gt; verfügt die Marienkirche über eine bedeutende [[Fünte]] aus Kalkstein aus dem 12. Jahrhundert. Die der Gemeinde 1684 geschenkte [[Kanzel]], geschnitzt aus [[Echte Walnuss|Walnuss]], ist eine norddeutsche Arbeit, die aus Lübeck importiert wurde. Das Thema der [[Triumphkreuz]]e nimmt eine triumphale Christusfigur des 13. Jahrhunderts auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche verfügt über eine Vielzahl von [[Epitaph]]en aus der Zeit vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Ein Epitaph des Malers [[Jost de Laval]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://magotland.se/1076 |text=Epitaph Tinnappel |wayback=20101220201247 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; erinnert beispielsweise an den [[Lübecker Bürgermeister]] [[Bartholomeus Tinnappel]], der im [[Dreikronenkrieg]] 1566 als Admiral der Lübecker Kriegsflotte nach einem Seegefecht bei Gotland mit seinem Flaggschiff und großen Teilen der Flotte unterging, weil seine Flotte ungünstig ankerte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emil Ferdinand Fehling]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Ratslinie&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1925 Nr. 657; Lübeckische Geschichte, S. 422.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sturm soll 6.000 Seeleute und Soldaten das Leben gekostet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Kirchenausstattung&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Altarraum Dom zu Visby-20240612.JPG|Altarraum&lt;br /&gt;
Gotland-Visby-domkyrka 12.jpg|Taufstein&lt;br /&gt;
Gotland-Visby-domkyrka 15.jpg|Kanzel mit Treppe; romanische und gotische Fenster&lt;br /&gt;
Visby Sankta Maria Christ Icon01.jpg|Triumphierender Christus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgeln ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptorgel Dom zu Visby-20240612.JPG|mini|hochkant|Große Orgel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chororgel Dom zu Visby-20240612.JPG|mini|hochkant|Chororgel]]&lt;br /&gt;
Die Domkirche verfügt über diverse [[Orgel]]n: Die Hauptorgel; eine kleine Chororgel (auch &amp;#039;&amp;#039;Marienorgel&amp;#039;&amp;#039; genannt, aus dem Jahr 1984), sowie diverse kleinere Orgeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptorgel stammt aus der Werkstatt des schwedischen [[Orgelbauer]]s &amp;#039;&amp;#039;Åckerman &amp;amp; Lund&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1892. Sie ist in ihrem Bestand weitgehend original erhalten. Das Instrument hat 25 [[Register (Orgel)|Register]] auf zwei Manualen und [[Pedal (Orgel)|Pedal]]. Die Spiel- und [[Registertraktur]]en sind mechanisch. Das Instrument ist mit Bakermaschinen ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.orgelanders.se/Gotlandskyrkor/Visby_Dom.htm |titel=Orglarna i S:ta Maria Domkyrka |werk=Orgelanders hemsida |hrsg=Anders Söderlund |sprache=sv |abruf=2023-04-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;24&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;18&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. ||Borduna ||16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. ||Principal ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. ||Flute harmonique ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. ||Dubbelfleut ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. ||Gamba ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. ||Octava ||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. ||Octava ||2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. ||Mixtur III || || &amp;lt;small&amp;gt;(neu)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. ||Cornet III&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. ||Trumpet ||8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Schwellwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. ||Basssetflöjt ||2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. ||Rörfleut ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. ||Salicional ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. ||Voix Céleste ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. ||Flute octaviante ||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. ||Waldthorn ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. ||Euphon ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18. ||Corna ||8′ || &amp;lt;small&amp;gt;(neu)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19. ||Clairon ||4′ || &amp;lt;small&amp;gt;(neu)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;16&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedalwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20. ||Violon ||16′ || &amp;lt;small&amp;gt;(neu)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21. ||Subbas ||16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22. ||Quinte ||12′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23. ||Violoncelle ||8′|| &amp;lt;small&amp;gt;(neu)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24. ||Octava ||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25. ||Basun ||16′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; I/I (Superoktavkoppel), II/I (auch als Suboktavkoppel), I/P, II/P&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapellen ==&lt;br /&gt;
=== Svertingkapelle ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Swertingkapelle&amp;#039;&amp;#039; wurde als [[Sühne]]-[[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] für den aus einer [[Rostock]]er Familie stammenden Bürgermeister der Stadt Visby, [[Hermann Swerting]], errichtet. Er wurde 1342  hingerichtet, weil er als Bürgermeister eine Zahlung an den schwedischen König geleistet hatte. Seine Söhne – einer davon, [[Simon Swerting]], war später Bürgermeister in Lübeck – stifteten die Kapelle. „Die Summe, die als Sühne für die Ermordung seines Vaters gezahlt wurde, verwandte er gemeinsam mit seinem Bruder zum Ankauf des Gutes Ovendorf,&amp;lt;ref&amp;gt;Anm.: bei [[Travemünde]]&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Einkünfte einer [[Vikarie]] überwiesen wurden, die zu Ehren seines Vaters in einer zu Wisby erbauten Sühnekapelle errichtet ward“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat nach Emil Ferdinand Fehling: &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Ratslinie&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1925 Nr. 657; Lübeckische Geschichte, Nr. 387&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kapelle ist heute eine Erinnerungsstätte für alle auf See Gebliebenen, auch für die Opfer des &amp;#039;&amp;#039;[[Estonia (Schiff, 1980)|Estonia]]&amp;#039;&amp;#039;-Untergangs 1994 und des durch das [[Seebeben im Indischen Ozean 2004]] ausgelösten [[Tsunami]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Große Kapelle ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Visby - Domkyrka 20190820-21.jpg|mini|hochkant|Neue Marienskulptur]]&lt;br /&gt;
An der Südseite des Kirchengebäudes befindet sich eine Vorhalle, die &amp;#039;&amp;#039;Große Kapelle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Marienkapelle&amp;#039;&amp;#039;, erbaut um 1300. Bei der Renovierung des Domes in den 1970er Jahren wurde die Große Kapelle zu einem eigenständigen Gottesdienstraum für „kleinere Formate“ umfunktioniert und durch eine Glaswand mit opakem Glas zwischen dem südlichen Seitenschiff und dem Hauptkirchenraum abgetrennt. Im Dezember 1984, wurde diese so gewonnene Kapelle nach dem Einbau einer Glastür mit einem Gottesdienst feierlich eingeweiht. Die neue „Kirche in der Kirche“ erhielt einen gesonderten Altar mit Aufsatz und einen [[Ambo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurden die Kirchenfenster aus klarem Glas durch Glasmalereien ersetzt. Man orientierte sich an anderen Kirchen mit gut erhaltenen Glasbildern und an Fragmenten mittelalterlicher Glasmalereien in einem der nördlichen Fenster dieses Domes. Der schwedische Glaskünstler [[Pär Andersson]] erhielt den Auftrag für  sieben Fensterbilder rund um das Thema „[[Neues Jerusalem|das himmlische Jerusalem]]“ in moderner Formensprache, die in die Große Kapelle eingebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes der neuen Fenster hat die Abmessungen 9 × 3 Meter; sie stellen Folgendes dar: 1985 – Wächter der Wahrheit (oberhalb des Ambo‘), 1986 – Der [[Baum des Lebens]] (in Form eines Weinstocks mit Trauben), 1987 – Das himmlische Jerusalem (eine Stadt mit 12 Toren, symbolisch der Stadt Visby nachempfunden), 1999 – die [[Apokalypse]] (der brennende See, [[apokalyptische Reiter]], die Stadt Babylon, sieben Posaunenengel, zwölf Lämmer, der Menschensohn), 1990 – Auferstehung (‚Örtagardsmästaren‘); [[Maria Magdalena]], Garten der Erkenntnis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Visby Domkyrkoförsamling |Titel=&amp;#039;&amp;#039;De vackra glasmalningarna i Stora kapellet. Svenska kyrkan&amp;#039;&amp;#039; |Datum=2000 |Sprache=sv}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den gotischen Spitzbögen dieser fünf Fenster sind Blumenornamente, stilisierte Früchte, Gott als Sonne, das Lamm und die Taube, Segmente aus biblischen Szenen sowie Fruchtbarkeitssymbole dargestellt.&amp;lt;!-- (Die restlichen zwei Fenster sind inzwischen sicherlich vervollständigt, in dem Flyer aber nicht enthalten.) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Großen oder Marienkapelle fand auch die Kopie einer [[Marienskulptur]] ihren Platz. Das Original stammte aus dem 13. Jahrhundert und befindet sich seit etlichen Jahren im Museum (Gotland Fornsal). Die Kopie entstand 1998 auf Initiative der Kirchengemeinde, die für die Marienprozession eine neue, dem Originalbild möglichst nahekommende Skulptur wünschte. Nach Skizzen des Restaurators Carl-Henrik Eliason gestaltete der Bildhauer [[Fred Flemming]] eine neue Marienfigur aus Holz. Diese wurde von Eliason mit Blattgold belegt und nach Vorbild der Originalstatue auf weißem Farbgrund mit frischen Farben bemalt. Maria sitzt auf einem Thron, hält das Jesuskind im linken Arm, trägt eine Königinkrone auf dem Kopf und stützt ihre Füße auf zwei wilde Phantasietiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Visby Domkyrkoförsamling, Svenska kyrkan |Titel=Die Maria-Skulptur |Datum=2000 |Sprache=sv}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Bohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Wisby – Die Keimzelle des hansischen Ostseehandels.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jörgen Bracker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Hanse. Lebenswirklichkeit und Mythos.&amp;#039;&amp;#039; 4., bibliographisch aktualisierte Auflage des Textbandes zur Hamburger Hanse-Ausstellung von 1989. Schmidt-Römhild, Lübeck 2006, ISBN 3-7950-1275-9, S. 269–282.&lt;br /&gt;
* [[Antjekathrin Graßmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lübeckische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete Auflage. Schmidt-Römhild, Lübeck 1989, ISBN 3-7950-3203-2.&lt;br /&gt;
* Marita Jonsson, Sven-Olof Lindquist: &amp;#039;&amp;#039;Kulturführer Gotland.&amp;#039;&amp;#039; Almqvist &amp;amp; Wiksell, Uppsala 1993, ISBN 91-88036-09-X.&lt;br /&gt;
* Ulrich Quack: &amp;#039;&amp;#039;Gotland. Die größte Insel der Ostsee. Eine schwedische Provinz von besonderem Reiz. Kultur, Geschichte, Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1991, ISBN 3-7701-2415-4.&lt;br /&gt;
* [https://www.bokorder.se/en/books-3826 &amp;#039;&amp;#039;Der Dom zu Visby&amp;#039;&amp;#039;], reich bebilderte Veröffentlichung, ISBN 978-91-88929-10-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Visby domkyrka|Dom zu Visby}}&lt;br /&gt;
* [http://www.svenskakyrkan.se/default.aspx?id=657283 Visby domkyrka]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=57.6417549|EW=18.2980729|type=landmark |dim=800 |region=SE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kathedrale in Schweden|Visby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienkirche|Visby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Visby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude auf Gotland|Visby, Dom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Visby|Visby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Schweden|Visby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Visby, Dom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Visby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Basilika (Bautyp)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hallenkirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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