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	<title>Dolisqana - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-15T08:21:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Bauwerk&lt;br /&gt;
| NAME=Dolisqana&amp;lt;br /&amp;gt;დოლისყანა&lt;br /&gt;
| BILD=Doliskana-southeast.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG=Ansicht von Südosten. Oben am Tambour stark beschädigte Stifterfigur von König Sumbat mit Kirchenmodell&lt;br /&gt;
| ORT=[[Tao-Klardschetien]], [[Türkei]]&lt;br /&gt;
| BAUMEISTER=&lt;br /&gt;
| BAUJAHR=um 940&lt;br /&gt;
| HÖHE= &lt;br /&gt;
| GRUNDFLÄCHE= &lt;br /&gt;
| BREITENGRAD= 41/09/57/N&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD= 41/57/08/E&lt;br /&gt;
| REGION-ISO= TR-08&lt;br /&gt;
| KARTE= ja&lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dolisqana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{KaS|დოლისყანა}}), auch &amp;#039;&amp;#039;Doliskana, Dolishana, Dolishane,&amp;#039;&amp;#039; [[Türkische Sprache|türkisch]] &amp;#039;&amp;#039;Dolişhane&amp;#039;&amp;#039;, ist ein aus dem 10. Jahrhundert stammendes ehemaliges [[Kloster]] des mittelalterlichen [[Georgier|georgischen]] Königreichs [[Tao-Klardschetien]] in der heutigen nordost[[Türkei|türkischen]] Provinz [[Artvin (Provinz)|Artvin]]. Im Dorf Hamamlıköy blieb die Ruine einer bis in die 1990er Jahre als [[Moschee]] genutzten [[Kreuzkuppelkirche]] erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die vom [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] im Tal des [[Çoruh]] ins Landesinnere führende Schnellstraße&amp;amp;nbsp;10 biegt etwa zehn Kilometer hinter [[Artvin]] nach Nordosten ab und folgt bis [[Şavşat]] in einer zunehmend enger und steiler werdenden Schlucht dem [[Berta Suyu]] (georgisch &amp;#039;&amp;#039;Imerchewi&amp;#039;&amp;#039;), einem Nebenfluss des Çoruh. Der Fahrweg zur Kirche beginnt etwa sieben Kilometer nach der Abzweigung und drei Kilometer bevor die Straße über eine Brücke des Ardanuç Çay (georgisch &amp;#039;&amp;#039;Artanudschistskali&amp;#039;&amp;#039;), der hier in den Berta Suyu mündet, führt. An dieser Brücke zweigt eine Nebenstraße ins gleichnamige Tal ab, vorbei an der Kleinstadt [[Ardanuç]] zur Kirchenruine des georgischen Klosters [[Yeni Rabat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1970er Jahren ist Hamamlıköy auf einem drei Kilometer langen, steil nach oben führenden Fahrweg erreichbar, der heute bis auf das letzte Stück asphaltiert ist. Die wenigen Häuser des Dorfes liegen verstreut am Hang der Imerchewi-Berge (türkisch &amp;#039;&amp;#039;Imerhevi Deresi&amp;#039;&amp;#039;) hoch über dem Tal des Berta Suyu. Sie sind in der ansonsten kargen Felslandschaft von Hausgärten und Bäumen umgeben. Gegenüber der Kirchenruine an der östlichen Straßenseite steht eine neue Moschee mit einem Brunnen davor. Die Imerchewi-Berge stellen den Südabfall des Karçal-Gebirges (&amp;#039;&amp;#039;Karçal Dağları&amp;#039;&amp;#039;) dar, dessen höchster Gipfel knapp 20 Kilometer nördlich eine Höhe von 3415 Metern erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle ehemaligen georgischen Kirchen in diesem Tal liegen an der rechten, nördlichen Seite des Flusses. Ungefähr 20 Kilometer weiter Richtung Şavşat sind nach einem ebenfalls steilen Weg in einem Seitental zunächst [[Opiza]] und einige Kilometer weiter in einem anderen Taleinschnitt [[Chandsta]] (Porta) zu erreichen. Die Kathedrale von [[Tbeti]] kurz vor Şavşat beendet die Reihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Doliskana-south-window.jpg|miniatur|hochkant|Von König [[Sumbat I.]] beauftragte Ausgestaltung des südlichen Kreuzarms. Meisterhaft ausgeführter Blendbogen mit [[Palmette]]n eines anonymen Bildhauers. Reliefs der Erzengel Michael (links) und Gabriel (rechts) in geringerer Qualität von einem anderen Bildhauer, vermutlich von Diakon Gabriel, der sein Porträt innerhalb des Kranzes verewigte]] &lt;br /&gt;
In der [[Kleinasien|kleinasiatischen]] wie in der georgischen Kirchenarchitektur entwickelte sich seit dem 4. Jahrhundert der [[Zentralbau]] parallel zur [[Basilika (Bautyp)|Basilika]]. Nach dem Vorbild traditioneller Wohngebäude (&amp;#039;&amp;#039;darbasi&amp;#039;&amp;#039;) entstanden besonders in Georgien ab Mitte des 6. Jahrhunderts Zentralbauten, die später eine monumentale Größe erreichten. Deren Grundriss in Form eines [[Griechisches Kreuz|griechischen Kreuzes]] bildete – auch in seiner symbolischen Bedeutung – die Grundlage des georgischen Kirchenbaus. Über dem zentralen Kirchenraum wird die Kuppel von einem durchfensterten [[Tambour (Architektur)|Tambour]] erhöht und das Westschiff durch Kombination mit dem Grundriss eines [[Langhaus (Kirche)|Langhauses]] verlängert. Die Vorläufer dieser Bauform aus dem 6. Jahrhundert, wie sie in Georgien erhalten sind, wirken noch gedrungen. Deren breiter Baukörper wurde bei den Kirchen des 10. Jahrhunderts massiv erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Altgeorgische Baukunst. Felsenstädte. Kirchen. Höhlenklöster.&amp;#039;&amp;#039; Anton Schroll, Wien/München 1976, S. 32f&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende des 8. Jahrhunderts gelang es unter der Dynastie der [[Georgische Bagratiden|Bagratiden]], die georgischen Fürstentümer zu einigen. Im 9. und 10. Jahrhundert wurden in Tao-Klardschetien besonders viele Kirchen und Klöster errichtet, weil dieses Gebiet außerhalb der arabischen Einflusssphäre geblieben war. Ende des 10. Jahrhunderts wurde Tao-Klardschetien mit drei weiteren Fürstentümern zum [[Königreich Georgien]] vereint. In diese Zeit fallen die Klostergründungen entlang des Imerchewi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der am Beginn der georgischen Geschichtsschreibung stehende Sumbat Dawitisdse berichtete Mitte des 11. Jahrhunderts in seinem Werk „Das Leben Kartlis“, mit dem er sich zum Chronisten der Bagratidendynastie machte, das Heer des Königs [[Aschot I. (Iberien)|Aschot I.]] (reg. um 813 – 826/830) sei im Januar 826 bei Dolisqana gestanden, als ihn seine (arabischen) Feinde arglistig getötet hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sumbat Dawitisdse: Kartlis Zchovreba (ქართლის ცხოვრება, „Das Leben Kartlis“). Band. I, S. 377&amp;lt;!--Ausgabe? woher?--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Darstellung ist zweifelhaft, Aschot dürfte erst 830 andernorts gestorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das früheste Dokument, in dem Dolisqana erwähnt wird, ist die [[Hagiographie]] des Mönchs Giorgi Mertschule aus dem Kloster Chandsta im Jahr 951 über den bedeutenden Klostergründer Grigol Chandsteli (759–861). Viele Klostergründungen im südlichen Georgien ab dem 9. Jahrhundert und die Organisation der Klöster gehen auf Chandsteli und seine Schüler zurück. Ihnen ist zu verdanken, dass das Tal des Berta Suyu zum Zentrum des „Georgischen [[Sinai (Bibel)|Sinai]]“ wurde. In „Das Leben von Grigol Chandsteli“ zählt Mertschule die von Chandsteli in den 830er und 840er Jahren gebauten Klöster auf und fügt hinzu, dass Dolisqana später zu einem Kloster wurde. Folglich existierte Dolisqana bereits vor 951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der arabische Historiker [[al-Mas&amp;#039;udi|al-Masʿūdī]] (896–956) erwähnt als Gründer König [[Sumbat I.]] († 958). Für Sumbat, der ab 954 den Titel [[Kuropalates]] (König) trug, als Stifter des Klosters spricht eine zweizeilige Inschrift „Christus segne unseren König Sumbat“, die sich unterhalb eines Reliefporträts außen am Tambour befindet, welches den König mit einem Kirchenmodell in den Händen zeigt. Dies würde die Fertigstellung Mitte der 950er Jahre bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gibt es an der Außenfassade des südlichen Kreuzarms ein Porträt, das sich laut einer dortigen Inschrift einem gewissen Diakon Gabriel zuordnen lässt. Die Büste stellt vermutlich den Steinbildhauer dar, der für einen Teil des Reliefschmucks verantwortlich war. Dass [[Kirchenvater|Kirchenväter]] zugleich auch als Baumeister auftraten, ist in der frühen Geschichte des Kirchenbaus nicht ungewöhnlich. Eine ähnliche Doppelrolle spielte Gabriels Zeitgenosse Serapion von [[Sarsma-Kloster|Sarsma]], der sich tatkräftig am Wiederaufbau des Klosters Opiza beteiligte. Im Gebiet der syrischen [[Tote Städte|Toten Städte]] wirkte der Priester Diodoros beim Bau der 418 datierten großen Kirche in [[Dar Qita]] mit. Viele zwischen 380 und 415 erbaute Kirchen in diesem Gebiet gehen auf den Architekten Markianos Kyris zurück, der selbst Priester war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Doliskana-in-west.jpg|miniatur|Westarm mit Eingang von der Südseite. Die Wände des oberen, als Moschee genutzten Teils über einem nun entfernten Zwischenboden wurden geweißt. Der untere Raum diente als Heulager.]]&lt;br /&gt;
Anhand von Stiluntersuchungen lässt sich der skulpturale Schmuck in zwei Stilgruppen unterscheiden, die auf das unabhängige Wirken zweier Baumeister hindeuten. Gemäß Mertschule wurde die Kirche einige Jahre vor 951 errichtet, König Sumbat ließ demnach sein Porträt in einer zweiten Bauphase verewigen, als die ökonomischen Bedingungen es ihm erlaubten, die bestehende Kirche auszuschmücken. Hierfür dürfte er den Diakon Gabriel und einen weiteren Steinmetzen beauftragt haben, dessen Name nicht überliefert ist. Die erste Bauphase fällt demnach in die Jahre kurz vor 945 und wurde von einem anonymen Baumeister geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wachtang Djobadze, 1992, S. 64–66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster bestand bis ins 14. Jahrhundert, ab Ende 16. Jahrhundert bis in die 1990er Jahre wurde ein Teil der Kirche als Moschee genutzt. Im 19. Jahrhundert waren bis auf die Kirche alle übrigen Gebäude des Klosters zerstört&amp;lt;ref&amp;gt;David Choschtaria: კლარჯეთის ეკლესიები და მონასტრები. Tiflis 2005, S. 111&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1958 wurde das Gebäude gemäß seiner damaligen Verwendung instand gesetzt. Hierbei baute man die beschädigte Südostecke wieder auf und erneuerte das Dach. Beschreibungen zu der Zeit, als die Moschee noch bestand, erwähnen einen oberen, durch eine Tür an der Nordwand zugänglichen Raum, der als Betsaal diente. Die Fresken in diesem oberen Teil der Kirche sind weiß übertüncht. Ein durch eine Zwischendecke abgeteilter unterer, von Süden zugänglicher Raum wurde als Heuschober verwendet. Heute  ist das Gebäude von allen Einbauten befreit und innen zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan of Georgian church Doliskana.svg|miniatur|links|Grundriss]]&lt;br /&gt;
Außenwände und Kuppel sind recht gut erhalten. Das Gebäude steht quer zum Hang und wirkt von außen gedrungen, weil durch Anschwemmungen bei Regenfällen die Nordwand heute etwa drei Meter ins Erdreich eingesunken ist. Nur am südlichen Kreuzarm erreicht die Kirche ihre ursprüngliche Höhe. Die Wände sind beidseitig mit rechteckigen, annähernd gleich großen Steinblöcken mit einer Länge von 35 und einer Höhe von 25 Zentimetern in horizontalen Lagen vermauert. Die Mörtelfugen sind ein bis drei Zentimeter breit. Fenster- und Türrahmen bestehen aus sauber gefügten und geglätteten Blöcken. Die ursprünglichen gewellten Tondachplatten sind abgegangen, sie wurden durch eine brüchige Lage Zementmörtel ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Doliskana-southwest.jpg|miniatur|Südwestlicher Nebenraum mit einem Rest des ehemaligen Tonnengewölbes. Die Säulen des Portikus sind verschwunden.]]&lt;br /&gt;
Der Grundriss bildet außen ein Rechteck, in welches eine Kreuzform mit einem für das Kirchenschiff ([[Naos (Architektur)|Naos]]) verlängerten Westarm eingeschrieben ist. Die Innenmaße betragen 15,8&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;11,38 Meter. Den östlichen Kreuzarm füllt eine halbrunde [[Apsis]] mit einer Breite von 5,3 Metern und einer Tiefe von 3,5 Metern. Die Apsis wird von rechteckigen, 2,85&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;2,4 Meter großen Seitenräumen ([[Pastophorion|Pastophorien]]) flankiert, die nicht mit ihr verbunden, sondern nur durch Türen in den Westwänden zugänglich sind. Der Westarm in der Breite der Apsis wurde auf 6,4 Meter verlängert. Ihm waren nördlich und südlich schmale Nebenräume mit [[Tonnengewölbe]] angefügt, deren südlicher heute weitgehend fehlt. Der südliche Nebenraum bestand möglicherweise aus einer offenen Galerie wie bei den Kuppelbasiliken der Klöster [[Haho-Kloster|Haho]] und [[Öşk Vank]]. Die Vermutung gründet sich auf zwei architektonische Details: die an der östlichen Schmalseite eingetiefte halbrunde Nische und die Ausgestaltung des [[Tympanon (Architektur)|Tympanonbogens]] außen über der Tür zum Kirchenschiff. Beides ist typisch für seitlich angebaute [[Portikus|Portiken]]. Der Zweck des 2,3 Meter breiten nordwestlichen Nebenraums ist nicht ganz klar. Eventuell diente er als Küche und, da im Boden vergrabene Tonfässer gesichtet wurden, als Weinkeller. Sein Tonnengewölbe ist aus Ziegeln gemauert.&amp;lt;ref&amp;gt;Wachtang Djobadze, 1992, S. 57f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tambour ist außen [[Zwölfeck|zwölfeckig]] und wird von einem konischen Dach überragt, an dem sich noch einige der ursprünglichen [[Mönch und Nonne|Mönch-und-Nonnen-Ziegel]] befinden. 1,8 Meter weite, halbkreisförmige [[Blendarkade]]n, die von Doppelsäulen getragen werden, gliedern die Tambourseiten. Die [[Kapitell]]e werden durch oben gespaltene, unten rundgebogene [[Palmette]]n strukturiert, wie sie an der 644 bis 652 erbauten [[Kathedrale von Swartnoz]] in Armenien vorkommen. Solche Kapitelle sind auch an anderen armenischen Kirchen als Dekoration der Apsis[[Archivolte|bögen]] anzutreffen, an georgischen Kirchen hingegen selten. Nur die Seiten der vier Haupthimmelsrichtungen sind durchfenstert. Alle vier Fenster sind 2,27 Meter hoch, ihre Breiten variieren zwischen 0,63 und 0,74 Meter. Der Durchmesser des Tambour beträgt 5,42 Meter und ist damit identisch mit Opiza und wenig größer als Chandsta (5,22 Meter), in der Höhe misst er 6,15 Meter (zum Vergleich: Opiza 6,64 Meter und Chandsta 6,18 Meter).&amp;lt;ref&amp;gt;Wachtang Djobadze, 1992, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauplastik und Malerei ==&lt;br /&gt;
[[Datei: DOLISKANA10.jpg|miniatur|hochkant|[[Fresko]] von vermutlich einem der Kirchenväter. Südseite der Apsis, unterer Bereich. Zustand von 2007. Ende 2012 waren weitere Teile abgeblättert]]&lt;br /&gt;
Dolisqana ist die früheste Kirche in Tao-Klardschetien, bei der farbige Mauersteine und skulpturaler Fassadenschmuck als Gestaltungselemente in den Vordergrund treten. So heben sich die gelblichen, geglätteten Steine der Fensterlaibung an der Ostseite vom Grau der übrigen Fassade deutlich ab, der Rundbogen ist zusätzlich durch rote und weiße Steine akzentuiert. Eine derartige [[Polychromie]] wurde in der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts zum Stilmittel an allen Kirchen der Region, sie fehlt dagegen in Armenien und Georgien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit kam der [[omega]]-förmige Schmuckbogen, der breit über rechteckigen oder halbrunden Fenstern vorkragt, in Mode. Für Tao-Klardschetien charakteristisch ist dieser Bogen mit einem fortlaufend aneinandergereihten Palmettenmotiv an der Stirnseite. Ein solches Motivband kommt in der [[Dörtkilise]] genannten Klosterkirche auch als Malerei in der Apsis vor und ferner als Illustration in Manuskripten des 10. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Porträt von König Sumbat I. mit Kirchenmodell und dessen Inschrift befand sich am südöstlichen Blendbogen des Tambours. Erhalten blieb lediglich der untere Teil in schlechtem Zustand. Rechts des Stifters hätte sich üblicherweise sein Adressat, Christus, befinden müssen. Vermutlich ist ein solches Relief verlorengegangen, sodass es durch einen flachen Stein ersetzt werden musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Eid, 1990, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dortige und alle anderen Inschriften sind in der frühen [[Georgisches Alphabet|georgischen Rundschrift]] &amp;#039;&amp;#039;Mrglowani&amp;#039;&amp;#039; verfasst und stammen aus der späteren Bauphase des Königs Sumbat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am zentralen Fenster des südlichen Kreuzarms sind in streng frontaler Darstellung die beiden Erzengel [[Michael (Erzengel)|Michael]] links (westlich) und [[Gabriel (Erzengel)|Gabriel]] rechts mit [[Heiligenschein|Nimbus]] abgebildet. Sie sind durch Begleitinschriften identifizierbar. Beide tragen ein langes [[tunika]]artiges Gewand und halten einen mannshohen Stab in der Hand. Soweit noch erkennbar stecken ihre Füße in hohen Stiefeln. Die Reliefs sind flach in ihrer Gestaltung und Wirkung, die Gewänder wurden durch parallele Streifen schematisch gefüllt, aber nicht plastisch modelliert. Neben dem Erzengel Gabriel ist ein kreisrunder Kranz zu sehen, in dessen Mitte sich das schlecht erhaltene Porträt des Diakons und Steinmetzen Gabriel befindet. Darunter prangt auf einem hellen Stein ein großer [[Davidstern]], der als Hinweis auf die Verbindung König Sumbats zum biblischen König [[David]] gedeutet werden kann. Dieser [[Geschichtsmythos]] spielt im Selbstverständnis der Bagratidendynastie eine entscheidende Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Wachtang Djobadze, 1992, S. 65f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern der Kirche ist der Wandputz im unteren Teil abgegangen; im oberen Bereich der früheren Moschee blieben noch einige weiß übertünchte Putzflächen erhalten, unter denen geringe Malereireste erkennbar sind. Die Apsis und vermutlich die Kuppel waren ausgemalt. Die Fragmente der in der untersten Zone der Apsis verbliebenen Kirchenväter und [[Apostel]] stammen vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. 1967 war in der Apsis oben noch Christus erkennbar, vermutlich als [[Deësis]]-Gruppe zusammen mit der [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]] und [[Johannes der Täufer|Johannes dem Täufer]]. In der Kuppel dürfte [[Christi Himmelfahrt]] dargestellt gewesen sein. Die Blendarkaden des Tambours waren wohl mit Propheten ausgefüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Alexander Sinclair, 1989, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wachtang Djobadze: &amp;#039;&amp;#039;Early Medieval Georgian Monasteries in Historic Tao, Klardjetʿi and Šavšetʿi.&amp;#039;&amp;#039; (Forschungen zur Kunstgeschichte und christlichen Archäologie, XVII) Franz Steiner, Stuttgart 1992, S. 57–71&lt;br /&gt;
* [[Volker Eid]]: &amp;#039;&amp;#039;Ost-Türkei. Völker und Kulturen zwischen Taurus und Ararat&amp;#039;&amp;#039;. DuMont, Köln 1990, S. 200f, ISBN 3-7701-1455-8&lt;br /&gt;
*Thomas Alexander Sinclair: &amp;#039;&amp;#039;Eastern Turkey: An Architectural and Archaeological Survey. Vol. II.&amp;#039;&amp;#039; The Pindar Press, London 1989, S. 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Doliskana|Dolisqana}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Georgisch-orthodoxes Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Georgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in der Provinz Artvin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Provinz Artvin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tao-Klardschetien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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