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	<title>Dole - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dole&amp;diff=125988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Roehrensee: Illustrierung überarb. und erg.</title>
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		<updated>2025-09-24T17:58:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Illustrierung überarb. und erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Frankreich&lt;br /&gt;
|nomcommune= Dole&lt;br /&gt;
|armoiries= Blason ville fr Dole (Jura).svg&lt;br /&gt;
|région= [[Bourgogne-Franche-Comté]]&lt;br /&gt;
|département= [[Département Jura|Jura]]&lt;br /&gt;
|arrondissement= [[Arrondissement Dole|Dole]] ([[Unterpräfektur]])&lt;br /&gt;
|canton= [[Kanton Dole-1|Dole-1]], [[Kanton Dole-2|Dole-2]]&lt;br /&gt;
|insee= 39198&lt;br /&gt;
|cp= 39100&lt;br /&gt;
|intercomm= [[Communauté d’agglomération du Grand Dole|Grand Dole]]&lt;br /&gt;
|longitude= 05/29/23/O&lt;br /&gt;
|latitude= 47/05/32/N&lt;br /&gt;
|alt moy= 225&lt;br /&gt;
|alt mini= 196&lt;br /&gt;
|alt maxi= 341&lt;br /&gt;
|siteweb= [https://www.doledujura.fr/ www.doledujura.fr]&lt;br /&gt;
|image= Dole IMG 4792.jpg&lt;br /&gt;
|image-desc= Rue des Arènes in der Altstadt von Dole&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|dɔl|Tondatei=Fr-Paris--Dole.ogg}}) ist eine [[Gemeinde (Frankreich)|französische Stadt]] mit {{EWZ|FR|39198}} Einwohnern (Stand {{EWD|FR|39198}}) im [[Département Jura]], in der Verwaltungsregion [[Bourgogne-Franche-Comté]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Dole liegt im Bereich der westlichen Peripherie der [[Franche-Comté]] (Deutsch: Freigrafschaft), auf halbem Weg (jeweils 45 km), etwas südlich zwischen [[Dijon]] und [[Besançon]]. Die Stadt liegt am Fluss [[Doubs]] und am parallel verlaufenden [[Rhein-Rhône-Kanal]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Dole Ansicht.jpg|mini|Altstadt mit Stiftskirche &amp;#039;&amp;#039;[[Notre-Dame (Dole)|Notre-Dame]]&amp;#039;&amp;#039;, vorn der [[Rhein-Rhône-Kanal]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Stadtname ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1762 hatte der Pariser [[Nicolas Boileau]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;Art poétique&amp;#039;&amp;#039; die unhistorische und damit falsche Schreibweise „Dôle“ [{{IPA|doːl}}] eingeführt, die in der Folge häufig kopiert wurde, was dazu führte, dass diese Schreibung und die entsprechende Aussprache sich insbesondere in Paris fest etablierten. Am 16. März 1962 wurde per Dekret die falsche Schreibweise abgeschafft und die historisch richtige Form wieder eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Siège de Dole (1674).jpg|mini|Belagerung von Dole durch die Franzosen im Jahr 1674]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Große Erwartungen und ein jähes Ende ===&lt;br /&gt;
1372&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; wurde der Couvent de Cordeliers ([[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]]-Kloster) gegründet. Das damalige &amp;#039;&amp;#039;Dola&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{MerianTopo |Titel= |Band=16 |Seite=266}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1386&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; Parlamentssitz und 1422 Hauptstadt der [[Franche-Comté|Freigrafschaft Burgund]] (&amp;#039;&amp;#039;Franche-Comté&amp;#039;&amp;#039;) im [[Burgundischer Reichskreis|Burgundischen Reichskreis]]. In diesem Jahr wurde die [[Universität Dole]] von [[Philipp III. (Burgund)|Philipp dem Guten]], dem Herzog von Burgund, gegründet. Die von 1422&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Silvio Corsini, Danielle Ducout, Benoît Girard, Jacques-André Humair, Germaine Mathieu, Hélène Richard |Hrsg=Jacques-André Humair |Titel=Bibliophilie et patrimoine imprimé – Trésors des bibliothèques de l’arc jurassien (catalogue de l’exposition); Bibliothèque municipale classée de Dole |Verlag=Bibliothèque de la Ville de La Chaux-de-Fonds |Ort=La Chaux-de-Fonds |Datum=1996 |ISBN=2-88251-001-2 |Seiten=61–67}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1691 bestehende Universität wurde eine der wichtigsten Ausbildungsstätten für [[Zivilrecht]] und [[Kanonisches Recht]] in Westeuropa. Das Collège Saint-Jérôme der [[Benediktiner]] eröffnete 1496.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1479 belagerte der französische [[König]] [[Ludwig XI.]] die habsburgische Stadt, eroberte sie gegen den heftigen Widerstand der Einwohner und steckte sie in Brand. Der Widerstand der Einwohner blieb stark und die Stadt wurde 1493 von den Franzosen mit dem [[Vertrag von Senlis (1493)|Vertrag von Senlis]] an die [[Habsburg]]er zurückgegeben. Dieser Friedensvertrag nach dem [[Burgundischer Erbfolgekrieg (1477–1493)|Burgundischen Erbfolgekrieg]] zwischen den Habsburgern und Frankreich regelte den umstrittenen Besitz des [[Haus Burgund|Hauses Burgund]], nach dem Tod von [[Karl der Kühne|Karl dem Kühnen]], der ohne männliche Erben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der [[Belagerung]] durch französische Truppen im Jahr 1636 im Verlauf des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] unter [[Henri II. de Bourbon, prince de Condé|Henri II. de Bourbon-Condé]] leisteten die Einwohner bei der 80 Tage dauernden Belagerung von Mai bis August so heftigen Widerstand, dass von den ursprünglich 4500 Einwohnern nur 662 Einwohner das Ende der Belagerung erlebten. Den Franzosen gelang es nicht, den Widerstand der Stadt zu brechen und Condé erhielt am 8. August 1636 den Befehl, die Belagerung von Dole abzubrechen und mit seinen Truppen in die [[Picardie]] zu ziehen, wo die französische Grenzfestung [[Corbie]] zurückerobert werden musste. Als letzte Möglichkeit, die Stadt zur Aufgabe zu zwingen, wurde ihm erlaubt, die seit langem vorbereitete Minensprengung durchzuführen. Daraufhin ergab sich am 13. August vor den Mauern der Stadt eine dramatische Situation. In Sichtweite der Stadt erschien ein kaiserlich-lothringisches Entsatzheer, das die französischen Belagerungstruppen vertreiben sollte. Gleichzeitig zündeten die französischen Truppen die Mine. Die Explosion hinterließ einen so riesigen Krater, dass nun im Angesicht der anrückenden Entsatztruppen eine Erstürmung der Stadt erst recht nicht mehr möglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lothar Höbelt |Hrsg=Republik Österreich, Bundesminister für Landesverteidigung |Titel=Von Nördlingen bis Jankau. Kaiserliche Strategie und Kriegführung 1634–1645 |Sammelwerk=Schriften des Heeresgeschichtlichen Museums Wien |Band=22 |Verlag=Heeresgeschichtliches Museum |Ort=Wien |Datum=2016 |ISBN=978-3-902551-73-3 |Seiten=131 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende der Belagerung äußerte [[Armand-Jean du Plessis, duc de Richelieu|Richelieu]] eine gewisse Bewunderung für den Widerstandsgeist der Einwohner, den er sich für seine eigenen Truppen gewünscht hätte. Auf dieses historische Ereignis bezieht sich wahrscheinlich die Devise der Freigrafschaft &amp;#039;&amp;#039;„Comtois, rends-toi – Nenni, ma foi“&amp;#039;&amp;#039; (auf Deutsch: [Frei]Grafschaftler, ergib dich – Niemals, meiner Treu / um Gottes Willen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Abstieg zur Kleinstadt ===&lt;br /&gt;
Unter [[Ludwig XIV.]] wurde Dole erneut belagert und im [[Devolutionskrieg]] 1668 erobert, im [[Friede von Aachen (1668)|Frieden von Aachen]] im selben Jahr wieder zurückgegeben, um anschließend im [[Holländischer Krieg|Holländischen Krieg]] 1674 erneut und endgültig von Frankreich erobert und in Besitz genommen zu werden. 1676, zwei Jahre nach der letzten Eroberung, verlegten die neuen Herrscher das Parlament der Freigrafschaft in das nun zur Hauptstadt erhobene [[Besançon]]. Wenige Jahre danach wurde im [[Friede von Nimwegen|Frieden von Nimwegen]] (1678/79) die Freigrafschaft sowie die [[Freie und Reichsstädte|freie Reichsstadt]] Besançon endgültig vom [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] abgetrennt und an Frankreich abgetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1691&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; wurde die Universität nach Besançon verlegt. Die Einwohner von Dole haderten mit ihrem Schicksal. Die Angliederung an Frankreich hatte eine Kette von Demütigungen zur Folge. Dole verlor die Hauptstadtfunktion, den Sitz des Parlaments sowie die Universität an Besançon, die Münzwerkstätte wurde geschlossen und die Befestigungsanlagen unter der Leitung von [[Sébastien Le Prestre de Vauban]] zerstört. Durch den Bedeutungsverlust wanderten die Patrizierfamilien nach Besançon ab und Dole musste sich mit dem Status einer Kleinstadt abfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Revolution, Krieg und Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:CHALON Eugène, Attaque de Dole par les Prussiens, 21 janvier 1871, 1889.jpg|mini|[[Preußen|Preußischer]] Angriff auf die Stadt am 21. Januar 1871 (Gemälde von Eugène Chalon)]]&lt;br /&gt;
Das Collège des Jésuites aus dem Jahr 1582 wurde zwischen 1765 und 1792 zum Collège Royal umbenannt. Mit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] 1789 wurden der Klosterbesitz [[Säkularisierung|säkularisiert]]. In den Räumen des Collège wurden beschlagnahmte Kulturgüter sowie der Nachlass von Pierre-Joseph Richardot de Choisey (1717–1786),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; dem Vorsitzenden der Rechnungskammer, gelagert. 1854 wurde der Bahnhof errichtet. Im [[Deutsch-Französischer Krieg|Krieg von 1870/71]] nahm vom 15. Oktober bis 10. November 1870 [[Giuseppe Garibaldi]] in Dole Quartier. Darauf zogen für neun Monate die [[Preußen]] ein. Ihre Besatzung hinterließ in der Bevölkerung starke antideutsche Abneigungen. Indes wuchs die [[Gießerei-Industrie]] mit den Werken von Courtot,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gérard Chappez |Titel=Dole: Histoire &amp;amp; Patrimoine |Verlag=Éditions Sutton |Ort=Tours |Datum=2022 |ISBN=978-2-8138-1522-4 |Seiten=26 ff., 44, 163 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Audemar-Guyot, Bermond, Nélaton und Moniotte. Seit 1906 stellte Onoto-Bourgeois in Dole Fahrräder her. 1899 eröffnete die &amp;#039;&amp;#039;Compagnie nationale des radiateurs&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Ideal Standard]]) ihr Werk mit der Übernahme der &amp;#039;&amp;#039;Fonderie Courtot&amp;#039;&amp;#039;. 1917 kamen die Schweizer Brüder Graf, die einen Käse-Weiterverarbeitungsbetrieb aufbauten, 1960 ging er an &amp;#039;&amp;#039;[[La vache qui rit]]&amp;#039;&amp;#039; [[Bel (Unternehmen)|(Bel]]). Mit der Firma Jeunet eröffnete 1930 ein weiterer Fahrradhersteller ein Werk. Der Lebensmittelsektor war ab 1912 mit der &amp;#039;&amp;#039;Société des Grands Moulins&amp;#039;&amp;#039; vertreten. Ab 1925&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt; wurde das Chemieunternehmen [[Solvay]] der größte Arbeitgeber der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg wurde Dole am 17. Juni 1940 [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|von den Deutschen besetzt]] und befand sich in der [[Zone interdite]]. Die Besatzer führten den [[Service du travail obligatoire]] ein,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt; einen zwangsverpflichtenden Arbeitsdienst für die Zivilbevölkerung. Dies machte die Gegend um Dole endgültig zu einem Rückhalt der [[Résistance]] und ihrer Einheiten [[Francs-tireurs et partisans|Franc-tireurs partisans]] (FTP) unter [[René Bailly]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=André Robert |Titel=Jura 1940–1944 : Territoires de Résistance |TitelErg=Préface de François Marcot |Verlag=Éditions du Belvédère |Ort=Pontarlier |Datum=2016 |ISBN=978-2-88419-302-3 |Seiten=259, 323, 326, 330, 333 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und den [[Forces françaises de l’intérieur|Forces français de l’intérieur]]. Der Flüchtling des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkriegs]] und Offizier der [[Zweite Spanische Republik|Zweiten Spanischen Republik]] [[Manuel de Castro]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; kommandierte in der Region Dole die kommunistische FTP, als Ersatzmann des am 10. März 1944 unter der Folter gestorbenen [[Confédération générale du travail|CGT]]-Gewerkschafters [[Maurice Pagnon]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; (1910–1944). Castro benannte die Einheit in &amp;#039;&amp;#039;Bataillon Maurice Pagnon&amp;#039;&amp;#039; um. Zahlreichen Verfolgten verhalf sie zur Flucht, sie legte Brände und führte Sabotage gegen die Besatzungsmacht aus. Am 4. September 1944 begann der Befreiungskampf um Dole, am 9. September 1944 wurde Dole befreit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nach der [[La Libération|Libération]] wurde eine Übergangsregierung eingesetzt, die bis zu den Wahlen im Frühling 1945 regierende &amp;#039;&amp;#039;Commission administrative provisoire&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt bemühte sich in den ersten Nachkriegsjahren um die Errichtung von vergünstigtem Wohnraum ([[HLM (Habitation à loyer modéré)|Habitation à loyer modéré]]). Im Juni 1962 sprach [[Charles de Gaulle]] während einer Präsidialreise ins Franche-Comté auf der &amp;#039;&amp;#039;Place nationale&amp;#039;&amp;#039; vor versammelter Menschenmenge über die Notwendigkeit einer deutsch-französischen Annäherung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dole, eine Kulturstadt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dole.Le théâtre.jpg|mini|Das Stadttheater von Dole auf einer Ansichtskarte zwischen 1900 und 1910, heute Scène nationale du Jura]]&lt;br /&gt;
Der Lokalhistoriker [[Pierre-Nicolas Casimir de Persan]] veröffentlichte 1806 &amp;#039;&amp;#039;Notice sur la Ville de Dole&amp;#039;&amp;#039; und 1809 &amp;#039;&amp;#039;Recherches sur la Ville de Dole&amp;#039;&amp;#039;. 1815 bis 1835 war der monarchistisch-konservative [[Léonard Dusillet]] Bürgermeister von Dole. Als [[Romancier]] veröffentlichte er 1823 &amp;#039;&amp;#039;Yseult de Dole&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; Zu den Gästen seines privaten Lesekreises zählten sein literarischer Mentor [[Charles Nodier]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt; und [[Benjamin Constant]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt; damals lokaler [[Unterpräfektur|sous-préfet]]. 1810 eröffnete die erste Stadtbibliothek. Dusillet betätigte sich am Aufbau der Institution und gründete 1818 die lokale Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Petites Affiches de l’Arrondissement de Dole&amp;#039;&amp;#039;. Nach ihrer Einstellung um 1821 erschienen bis 1827 das wöchentliche &amp;#039;&amp;#039;Album franc-comtois&amp;#039;&amp;#039; und von 1842 bis 1873 das &amp;#039;&amp;#039;Album dolois&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. und 4. August 1902 wurde das vom [[Antonin Carlès]] und [[Jules-Léon Chifflot|Léon Chifflot]] gestaltete und in der [[Fonderie Thiébaut Frères]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt; in Paris gegossene Denkmal für [[Louis Pasteur]] eingeweiht. 1923&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; erwarb die Stadt das &amp;#039;&amp;#039;Gerberhaus&amp;#039;&amp;#039;, das schlichte Geburtshaus des Wissenschaftlers. 1968 bis 1976&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt; war der ehemalige Landwirtschafts- und Kulturminister [[Jacques Duhamel]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; Bürgermeister von Dole. Bevor er 1977 mit 52 Jahren starb, leistete er einen Beitrag zur Erhaltung der historischen Altstadt, durch die Unterschutzstellung eines 114&amp;lt;ref name=&amp;quot;Histoire&amp;quot; /&amp;gt; Hektar großen Stadtgebietes mit vielen Grünflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadttheater [[Scène nationale du Jura]] (Dole/[[Lons-le-Saunier]]) beteiligt sich mit Förderung der [[Europäische Union|Europäischen Union]] am Projekt [[ACT Art en Coopérative Transfrontalière]] mit Theatern in der [[Romandie|französischsprachigen Schweiz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Virgile Charlot, Laura Angonnet, Anissa Lathoui, Stéphanie Ledjam, Emmanuelle Lescalier, Louise Moreau |Titel=Cheminer [par les sensibles] : Les Scènes du Jura – Scène nationale |TitelErg=Saison 24/25 |Hrsg=Cédric Fassenet |Ort=Dole/Lons-le-Saunier |Datum=2024 |Seiten=128 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Jahr !! 1962 !! 1968 !! 1975 !! 1982 !! 1990 !! 1999 !! 2006 !! 2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 24.730 || 27.419 || 29.295 || 26.889 || 26.577 || 24.949 || 24.606 || 23.770&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;10&amp;quot;| Quellen: Cassini und INSEE&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fond-de-Dole ==&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Fond-de-Dole war am 18. Mai 1323 der Schauplatz der Hochzeit zwischen [[Guigues VIII. (Viennois)|Guigues VIII.]], Dauphin von Viennois, und Isabelle, der Tochter des Königs [[Philipp V. (Frankreich)|Philipp V. von Frankreich]] († 1322) und der Pfalzgräfin [[Johanna II. (Burgund)|Johanna II. von Burgund]] († 1330). Dies ist das einzige Mal, dass die Bezeichnung Fond-de-Dole in der Geschichte auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna II. kehrte nach dem Tod ihres Ehemanns in die Freigrafschaft Burgund zurück, um ihren Besitz zu regieren. Dole war damals die Hauptstadt der Freigrafschaft. Auch wenn Johanna II. vornehmlich in [[Gray (Haute-Saône)|Gray]] oder [[Salins-les-Bains|Salins]] lebte, wurde ihre Tochter in Dole verheiratet. Vermutlich war Fond-de-Dole eine frühere Bezeichnung für Dole oder wie [[Villette-lès-Dole]] und [[Lavans-lès-Dole]] eine Ortschaft in der unmittelbaren Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Sehenswert ist die Stiftskirche &amp;#039;&amp;#039;[[Notre-Dame (Dole)|Notre-Dame]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem 16. Jahrhundert mit ihrem 75&amp;amp;nbsp;m hohen Turm. Die Orgel stammt von [[Karl Joseph Riepp]].&lt;br /&gt;
* Um die Kirche liegt die Altstadt mit zahlreichen Gebäuden aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Das ehemalige jesuitische &amp;#039;&amp;#039;[[Collège de l’Arc]]&amp;#039;&amp;#039; beherbergt heute ein [[Gymnasium]].&lt;br /&gt;
* Das [[Kunstmuseum]] befindet sich in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, dem „Pavillon des Officiers“.&lt;br /&gt;
* Ebenfalls ein Museum ist das Geburtshaus von [[Louis Pasteur]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Monuments historiques in Dole}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dole Skyline (15865223051).jpg|Blick auf die Altstadt&lt;br /&gt;
Remote views of Collégiale Notre-Dame de Dole 02.jpg|Stiftskirche &amp;#039;&amp;#039;Notre-Dame&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Hôpital-de-la-Charité-de-Dole-DSC 0599.jpg|Hôpital de la Charité&lt;br /&gt;
Dole - Hôtel-Dieu 07.jpg|Hôtel-Dieu&lt;br /&gt;
Pavillon Officiers Dole 1.jpg|Musée des Beaux-Arts&lt;br /&gt;
Dole Canal.jpg|Canal des tanneurs (Kanal der Gerber)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dole IMG 4863.jpg|mini|Schleuse am Rhein-Rhone-Kanal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TGV et TER à Dole.JPG|mini|[[Transport express régional|TER]] und [[TGV]] im Bahnhof Dole-Ville]]&lt;br /&gt;
Wichtige [[Industriezweig]]e sind [[Maschinenbau]], [[Metallindustrie|Metall-]], [[Lebensmittelindustrie|Nahrungsmittel-]] und [[Holzindustrie|holzverarbeitende Industrie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 wurde das erste, 17,5 Kilometer lange Teilstück des [[Rhein-Rhône-Kanal]]s zwischen der [[Saône]] und der Stadt Dole fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dole ist ein Verkehrsknotenpunkt. Dort kreuzen sich die französischen Autobahnen [[Autoroute A 36|A 36]] und [[Autoroute A 39|A 39]]. Der regionale [[Flughafen Dole-Jura]] liegt auf dem Gebiet der Gemeinde [[Tavaux]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Dole-Ville liegt an der [[Bahnstrecke Dijon–Vallorbe|Eisenbahnstrecke Dijon–Frasne–Vallorbe]] im Zuge der Relation [[Paris]]–[[Lausanne]]. Er wurde am 25. Juni 1855 von der &amp;#039;&amp;#039;Compagnie du chemin de fer de Paris à Lyon&amp;#039;&amp;#039; in Betrieb genommen. Im Jahr darauf ging der Abschnitt Dole–[[Besançon]] der [[Bahnstrecke Dole–Belfort]] (Teilstück der Verbindung [[Dijon]]–[[Straßburg]]) in Betrieb. 1871 kam eine Strecke nach [[Allerey]] (Abschnitt der [[Bahnstrecke Chagny–Dole-Ville]]) und 1884 die [[Bahnstrecke Dole-Poligny]] hinzu. Die beiden letztgenannten Strecken sind stillgelegt bzw. dienen abschnittsweise nur dem Güterverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1978 und 1984 hielt in Dole der internationale Fernzug [[Cisalpin|TEE Cisalpin]]. Aktuell wird der Bahnhof von Regionalzügen des [[TER Bourgogne-Franche-Comté]] sowie zwei [[TGV]]-Zugpaaren der Relation Paris–Schweiz bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtepartnerschaften ==&lt;br /&gt;
Dole pflegt [[Gemeindepartnerschaft|Städtepartnerschaft]]en mit&lt;br /&gt;
* {{GBR|#}} [[Northwich]] im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit 1959&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} [[Lahr/Schwarzwald]] in [[Deutschland]], seit 1962&lt;br /&gt;
* {{IRL|#}} [[Carlow]] in [[Irland]], seit 1982&lt;br /&gt;
* {{ITA|#}} [[Sestri Levante]] in [[Italien]], seit 1983&lt;br /&gt;
* {{RUS|#}} [[Kostroma]] [[Russland]], seit 1993&lt;br /&gt;
* {{CZE|#}} [[Tábor]] in [[Tschechien]], seit 1997&lt;br /&gt;
* {{CHN|#}} [[Chaohu]] in der [[Volksrepublik China]], seit 1999&lt;br /&gt;
* {{CIV|#}} Mit Ouaninou und Koonan an der [[Elfenbeinküste]] besteht seit 1997 eine Entwicklungskooperation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Louis Pasteur.jpg|mini|hochkant=0.6|Louis Pasteur]]&lt;br /&gt;
* [[Jean de Vienne]] (1341–1396), Admiral&lt;br /&gt;
* [[Antoine Brun (Diplomat)|Antoine Brun]] (1599–1654), Jurist und Diplomat&lt;br /&gt;
* [[Jean-Denis Attiret]] (1702–1768), Jesuiten-Missionar und Maler in China&lt;br /&gt;
* [[Claude François de Malet]] (1754–1812), General&lt;br /&gt;
* [[Alphonse Delacroix]] (1807–1878), Architekt und Archäologe&lt;br /&gt;
* [[Louis Pasteur]] (1822–1895), Biologe und Hygieniker&lt;br /&gt;
* [[Marie Émile Antoine Béthouart]] (1889–1982), General der französischen Armee&lt;br /&gt;
* [[Eliette Schenneberg]] (1908–1948), Opernsängerin&lt;br /&gt;
* [[Michel Chapuis (Organist)|Michel Chapuis]] (1930–2017), Organist&lt;br /&gt;
* [[Philippe Gueneley]] (* 1938), emeritierter Bischof von Langres&lt;br /&gt;
* [[Hubert-Félix Thiéfaine]] (* 21. Juli 1948), Sänger/Musiker im Spannungsfeld französischer Dichtung und amerikanischer [[Beat Generation]]&lt;br /&gt;
* [[Christophe Baïocco]] (* 1966), Fußballtorwart&lt;br /&gt;
* [[Claire Demesmay]] (* 1975), deutsch-französische Politikwissenschaftlerin&lt;br /&gt;
* Hélène Tourard (* 1978), Professorin für Europarecht an der Universität Burgund&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Dole |Band=16 |Seite=266–268}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dole (Jura)|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|7049|Dole|Autor=Ansgar Wildermann}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden im Arrondissement Dole}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4226788-2|LCCN=n79091176|VIAF=150085542}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dole| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterpräfektur in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Doubs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Roehrensee</name></author>
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