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	<title>Dokumentarroman - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T17:27:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dokumentarroman&amp;diff=487595&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Weltalf: Ergänzung</title>
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		<updated>2025-12-12T05:35:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dokumentarroman&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Doku-Roman) ist ebenso wie die [[Faction-Prosa]] eine Untergattung der [[Dokumentarliteratur]]. Er versucht, „durch [...] dokumentarisch gesicherte Fakten Authentizität zu suggerieren“ und in knappem, trockenen Stil eine [[Gesellschaftskritik|gesellschaftskritische]] Bewusstseinsbildung zu fördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gero von Wilpert |Titel=Dokumentarliteratur |Sammelwerk=Sachwörterbuch der Literatur |Auflage=8., verbesserte und erweiterte Auflage |Verlag=Kröner |Ort=Stuttgart |Datum=2001 |ISBN=3-520-23108-5 |Seiten=182f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher wird der Dokumentarroman auch zur [[Engagierte Literatur|engagierten Literatur]] gezählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Der Dokumentarroman entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus der russischen Faktographie-Bewegung um [[Sergei Michailowitsch Tretjakow]]. Etwa gleichzeitig entwarf in Berlin der [[Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller]] das Konzept eines „dokumentarischen Romans“, der gesellschaftlich verdrängten Ereignissen oder Situationen eine Bühne geben sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Analog zu diesem Konzept entstand in den 1960er Jahren das [[Dokumentarisches Theater|Dokumentartheater]], das zusätzlich zu seiner politischen Botschaft als „Reaktion gegen die Unverbindlichkeit der Brechtschen Parabel“ verstanden werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale und Vertreter ==&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Dokumentarroman ist dessen aufklärerische Absicht, die das „Augenscheinlich-Authentische auch [als] das Wahre“ darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die verwendeten historischen [[Schriftstück|Dokumente]] werden vom Autor lediglich durch Techniken der [[Montage (Literatur)|Montage]] oder [[Collage]] arrangiert, sodass „deren sprachliche Dürftigkeit nicht zu seinen [des Autors] Lasten geht“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Obwohl dieses Arrangement dem Autor überlassen bleibt, versteht sich der Dokumentarroman nicht als manipulative Auswahl von Fakten, sondern als politische Botschaft. Deutlicher wird dieser Unterschied bei stärkerer Ästhetisierung des Textes, wie sie etwa in „halbdokumentarische[r] Literatur“ zu finden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Diese greift neben realen Dokumenten bewusst auf fiktive Elemente zurück, sodass der Fokus auf die ausgewählten Fakten verstärkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neueres Beispiel für einen Dokumentarroman ist [[Joachim Gaertner]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Ich bin voller Hass – und das liebe ich]]&amp;#039;&amp;#039; (2009), ein Text, der aus den Original-Dokumenten zum [[Amoklauf an der Columbine High School]] zusammengestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* [[Tom Wolfe]]: &amp;#039;&amp;#039;The Electric Kool-Aid Acid Test.&amp;#039;&amp;#039; New York 1968.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Der Electric Kool-Aid Acid Test. Die legendäre Reise von [[Ken Kesey]] und den [[The Merry Pranksters|Merry Pranksters]].&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München 2009, ISBN 978-3-453-40621-6.&lt;br /&gt;
* Legs McNeil, Gillian McCain: &amp;#039;&amp;#039;Please Kill Me. The Uncensored Oral History of Punk&amp;#039;&amp;#039;. Grove Press, New York 1996.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Teipel]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Verschwende Deine Jugend]]. Ein Doku-Roman über den deutschen Punk und New Wave.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-518-39771-0.&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Esch]]: &amp;#039;&amp;#039;Electri_City. Elektronische Musik aus Düsseldorf 1970-1986&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Vorwort von [[Wolfgang Flür]]. Suhrkamp, Berlin 2014, ISBN 978-3-51846464-9.&lt;br /&gt;
* Christoph Dallach: &amp;#039;&amp;#039;Future Sounds. Wie ein paar Krautrocker die Popwelt revolutionierten.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Berlin 2021, ISBN 978-3-518-46598-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[New Journalism]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Weltalf</name></author>
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