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	<title>Doggererz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:39:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Doggererz&amp;diff=1983276&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Einzelnachweis korrigiert</title>
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		<updated>2023-09-25T20:09:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Doggererze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Eisenerz]]e des [[Süddeutsches Schichtstufenland|Süddeutschen Schichtstufenlandes]] und des nordöstlichen [[Schweizer Jura]]s, die im [[Brauner Jura|braunen Jura]] durch Ablagerung entstanden. Ähnlich wie die etwa gleich alte [[Lothringen|lothringische]] [[Minette (Erz)|Minette]] oder Teile des [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichen]] Eisenerzes im norddeutschen Raum lagerte es sich vor der Küste im Meer (submarin) in Form sogenannter [[Ooid]]e (Eisen[[oolith]]) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Das [[Süddeutscher Jura|Süddeutsche Jurabecken]] war zu Anfang des [[Jura (Geologie)|Jura]] nach Südwesten und Westen mit dem [[Pariser Becken]] und nach Norden über die Hessische Straße mit dem Norddeutschen Jurameer verbunden. Im Nordwesten des Süddeutschen Jurabeckens bestanden lange Küstenlinien um die [[Ardennen|Ardennisch]]-[[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinische]] Insel – Bildungsort der lothringischen Minette – und im Osten und Süden lagen die Ufer der [[Vindelizische Schwelle|Vindelizischen Schwelle]] und der [[Böhmische Masse|Böhmischen Masse]], vor denen sich die Doggererze bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem [[Opalinuston-Formation|Opalinuston]] wurden von den Küsten der Vindelizischen Schwelle und der Böhmischen Masse her braune und braunrote, feinkörnige [[Sandstein]]e abgelagert, in denen mehrfach Eisenoolith-[[Flöz]]e ausgebildet sind. Die Ooide wurden nach ihrer Bildung im Flachwasser von Strömungen in das Meer verfrachtet und bildeten dort Ansammlungen von teilweise beträchtlicher Ausdehnung. Wirtschaftliche Bedeutung für den süddeutschen Raum besaßen vor allem die Erze der [[Murchisonaeoolith-Formation]] ([[Oberrheingraben]]) und der [[Eisensandstein-Formation]] ([[Fränkischer Jura|Fränkischer]] und [[Schwäbischer Jura]]). Im weiteren Verlauf des [[Mitteljura]] kommen noch andere Eisenoolith-Einschaltungen vor, die für die Eisenerzgewinnung jedoch nur lokale Bedeutung besaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Unteres Flöz 310710.jpg|mini|Bruchstücke aus dem eisenhaltigen Unteren Flöz des [[Eisensandstein-Formation|Eisensandsteins]]]]&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
==== Baden-Württemberg ====&lt;br /&gt;
Die [[Lagerstätte]] bei [[Blumberg]] im [[Urdonau]]tal, nahe der Schweizer Grenze, ist als Eisenflöz mit etwa 4 Meter [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] ausgebildet, der Eisengehalt liegt bei rund 20 %. Das Erz hat einen Kieselsäureanteil von 23 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.alemannische-seiten.de/deutschland/blumberg_geschichte.php | titel=Geschichte Blumberg | zugriff=2010-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erzvorkommen wurden seit 1931 von der [[Gutehoffnungshütte]] in Gutmadingen und von der Doggererz-Bergbau GmbH bzw. ihrem Rechtsnachfolger [[Doggererz AG]] in Blumberg seit 1934 gewonnen. Der Abbau erwies sich jedoch als unwirtschaftlich. Bei [[Wasseralfingen]] in der Nähe von [[Aalen]], am Nordrand der Schwäbischen Alb, sind zwei Flöze ausgebildet, deren Gesamtmächtigkeit ebenfalls rund 4 Meter beträgt. Der Eisengehalt liegt zwischen 21 und 42 %.&amp;lt;ref&amp;gt;mineralienatlas.de: {{Internetquelle|url=http://www.mineralienatlas.de/?l=16946|titel=Wasseralfingen|zugriff=2014-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Lagerstätte befindet sich am Rand der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]] in den Vorbergen des [[Schwarzwald]]es zwischen [[Lörrach]] im Süden und [[Lahr/Schwarzwald|Lahr]] im Norden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Huber: &amp;#039;&amp;#039;Eisenerz im Schwarzwald. Röchling und der Doggererzabbau in Blumberg.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Initiative Völklinger Hütte e.V.&amp;#039;&amp;#039;, Band 2), Völklingen 2004, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In [[Rietheim-Weilheim]] bei der Maria-Hilf-Kapelle wurde bis 1861 für die [[Schwäbische Hüttenwerke|Hochöfen in Ludwigsthal]] Doggererz abgebaut. Frauen und Kindern war der Zutritt zu dem 3,5 km langen Stollen verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bergbau&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Amann |Titel=Festschrift 800 Jahre Geislingen  }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch aus dem Zollernalbkreis wurden Erze in die Hüttenwerke nach [[Schwäbische Hüttenwerke|Tuttlingen]] gefahren. Das näher gelegene Schmelzwerk in [[Wehingen|Harras]] wurde 1832 stillgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=emminger |Hrsg= |Titel=Jahrbuch 1839  |Datum= |Seiten=352}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Bau leistungsfähiger Bahnstrecken wurde in Süddeutschland Eisenerz abgebaut um über den im Hochofen eh erforderlichen Kalkstein einen eisenhaltigen Zuschlag zu verwenden.&lt;br /&gt;
Bei der Goldhöhle handelt es sich um einen etwa 180 Jahre alten eingestürzten Stollen im [[Geislingen (Zollernalbkreis)]]. Beim Neubau der Bahnstrecke Stuttgart–Ulm in [[Geislingen an der Steige]] wurde ein Eisenerzflöz freigelegt, welches bis 1963 mit einem Stollen erschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bayern ====&lt;br /&gt;
Bei [[Pegnitz (Stadt)|Pegnitz]] in [[Franken (Region)|Franken]] gab es zwei Abbaugebiete: eines am Zipser Berg ([[Tiefbau (Bergbau)|Tiefbau]]) und Langenreuth ([[Tagebau]]). Der Eisengehalt liegt bei 28 bis 37 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Bei [[Wölflinswil]]-[[Herznach]]-[[Ueken]] in der Region [[Fricktal]] wurden Doggererze seit dem Mittelalter in einer Mächtigkeit zwischen 3 und 7 Meter und einem Eisengehalt von circa 50 % abgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.verein-eisen-und-bergwerke.ch/?id=16&amp;amp;idcat=&amp;amp;subf=10 | titel=Eisenweg / Geologie und Erzabbau | zugriff=2010-05-25 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304040748/http://www.verein-eisen-und-bergwerke.ch/?id=16&amp;amp;idcat=&amp;amp;subf=10 | archiv-datum=2016-03-04 | offline=ja | archiv-bot=2019-04-07 00:09:22 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung ==&lt;br /&gt;
Versuche, das Doggererz zur Eisengewinnung zu verwenden, datieren bis ins 16. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Huber: &amp;#039;&amp;#039;Eisenerz im Schwarzwald. Röchling und der Doggererzabbau in Blumberg.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Initiative Völklinger Hütte e.V.&amp;#039;&amp;#039;, Band 2), Völklingen 2004, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; zurück, doch erst mit dem [[Paschke-Peetz-Verfahren]] 1934 konnte es wirtschaftlich zu Eisen verhüttet werden. Im Rahmen der Autarkiebestrebungen in der NS-Zeit wurde der Abbau des Doggererzes forciert und zu diesem Zweck die [[Doggererz AG]] gegründet.&lt;br /&gt;
Untersuchungen der Schlacke historischer Eisenschmelzen im Bereich der Schwäbischen Alb zeigen einen neuen Kleinschmelzofentyp, der seit dem 13. Jahrhundert auch Doggererze verhütten konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rennofen&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.gea.de/region+reutlingen/tuebingen/verhuettung+wie+im+mittelalter.451080.htm Rennofen].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reutlinger Generalanzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kemp: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Eisenhütten&amp;#039;&amp;#039;, Schwäbisch Gmünd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter M. Walcz: &amp;#039;&amp;#039;Doggererz in Blumberg – das ungewöhnliche Schicksal einer Stadt: ein Kapitel deutscher Bergbaugeschichte&amp;#039;&amp;#039; Südkurier, Konstanz 1983, ISBN 3-87799-036-3.&lt;br /&gt;
* Rolf Bühler: &amp;#039;&amp;#039;Bergwerk Herznach – Erinnerungen an den Fricktaler Erzbergbau.&amp;#039;&amp;#039; AT-Verlag, Aarau/Stuttgart 1986, ISBN 3-85502-266-6.&lt;br /&gt;
* H.Fehlmann: &amp;#039;&amp;#039;Die schweizerische Eisenerzeugung, ihre Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1932.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Montangeologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenerzbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Süddeutscher Jura]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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