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	<title>Dobroslav Paraga - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dobroslav_Paraga&amp;diff=1919035&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Bild ergänzt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-03-15T16:28:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild ergänzt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dobroslav Paraga.png|mini|Dobroslav Paraga, 2024]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dobroslav Paraga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Dezember]] [[1960]] in [[Zagreb]]) ist ein ehemaliger [[Dissident|Systemkritiker]] und [[politischer Gefangener]] des [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|sozialistischen Jugoslawien]] und ein als [[Nationalismus|extrem nationalistisch]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alex J. Bellamy |Titel=The formation of Croatian national identity: a centuries-old dream |Verlag=Manchester University Press |Ort=Manchester, UK |Datum=2003 |Seiten=77}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karen Dawisha, Bruce Parrott |Titel=Politics, Power, and the Struggle for Democracy in South-East Europe |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge, UK |Datum=1997 |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt; geltender [[Kroatien|kroatischer]] [[Politiker]]. Der ehemalige Parteivorsitzender der nationalistischen [[Hrvatska stranka prava|Kroatischen Partei des Rechts (HSP)]] war in der Anfangsphase des [[Kroatienkrieg]]s Oberbefehlshaber der [[Paramilitär|paramilitärischen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Diesel, Dieter Gerten: &amp;#039;&amp;#039;Looking For Europe : Neo-Folk und Hintergründe.&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Backes, Patrick Moreau: &amp;#039;&amp;#039;The Extreme Right in Europe.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 266.&amp;lt;/ref&amp;gt; Parteimiliz „[[Hrvatske obrambene snage|Kroatische Verteidigungskräfte“ (HOS)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Paraga hatte ein [[Theologie]]studium begonnen und wurde 1981 wegen nationalistischer Aktivitäten inhaftiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tobias Pflüger, Martin Jung |Titel=Krieg in Jugoslawien:seine Ursachen : offene Grenzen für Waffen, aber nicht für Flüchtlinge : pazifistische Handlungsperspektiven |Ort= |Datum=1994 |Seiten=40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Oktober 1980 richteten 43 namhafte Persönlichkeiten, darunter 9 Mitglieder der [[Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste|Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste]], die sogenannte „Zagreber Petition“ an das jugoslawische Staatspräsidiums in Belgrad. Die Unterzeichner beantragten mit der Petition aufgrund Artikel 157 in Verbindung mit Artikel 314 der jugoslawischen Verfassung ein Amnestiegesetz für die Freilassung aller politischen Gefangenen. Paraga wurde als einer der Initiatoren der Petition am 21.&amp;amp;nbsp;November 1980 verhaftet. Am 25.&amp;amp;nbsp;November 1980 legte er ein Geständnis ab, dass er am 6. Januar 1981 widerrief. Bei der Hauptverhandlung vor Gericht im Mai 1981 erklärte Paraga, dass die [[Udba|jugoslawische Geheimpolizei]] ihn durch psychische und physische Folter zum Geständnis gezwungen habe. Er habe nach der Verhaftung fünf Tage kein Essen erhalten, sei Tag und Nacht verhört worden, oft in ganz dunklen und dann wieder in ganz hellen Räumen. Man habe ihm auch mit der Ermordung seines Bruders, seiner Eltern und seines Freundes und Mitunterzeichners [[Ernest Brajder]] (*&amp;amp;nbsp;1949) gedroht. Brajder war am 24. November 1980 verhaftet worden und hatte sich drei Tage danach in der Haft das Leben genommen. Eine Obduktion wurde nicht gestattet. Die Anklage beschuldigte Paraga 17 Unterschriften der Petition betrügerisch gesammelt zu haben und Kontakt mit der feindlichen kroatischen politischen Emigration Verbindung gehabt zu haben. Paraga wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, die er auf [[Goli otok#Umerziehungslager und Staatsgefängnis Jugoslawiens|Goli otok]] und in [[Lepoglava#Gefängnis|Lepoglava]] verbüßte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gemeinschaft zur Forschung kroatischer Fragen |Titel=Dobroslav Paraga |Sammelwerk=[[Kroatische Berichte]] |Nummer=1 (34) |Ort=Mainz |Datum=1982 |Seiten=12 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paragas Berichte über die Bedingungen und die Folter im Gefängnis von Goli otok wurden von den [[Sozialistische Republik Slowenien|slowenischen]] Zeitungen &amp;#039;&amp;#039;Nova Revija&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mladina&amp;#039;&amp;#039; abgedruckt. Das Gemeindegericht von Zagreb verurteilte Paraga daraufhin 1987 zu sechs Monaten Gefängnis, die auf eine dreijährige Bewährung ausgesetzt wurde. Zugleich wurde ihm auferlegt in der Bewährungsfrist keine öffentliche Äußerungen abzugeben. Während des Prozesses war die Vernehmung von 13 Zeugen der Verteidigung, darunter 11 Mithäftlinge, abgelehnt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gemeinschaft zur Forschung kroatischer Fragen |Titel=Paraga zu sechs Monaten mit Bewährung verurteilt |Sammelwerk=[[Kroatische Berichte]] |Band=XII. Jahrgang |Nummer=1 (53) |Ort=Mainz |Datum=1987 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Vorabend des [[Jugoslawienkriege|Zerfalls Jugoslawiens]] besuchte Paraga als jugoslawischer Oppositioneller im Sommer 1989 die damalige deutsche Hauptstadt [[Bonn]] und wurde vom Bundespräsidenten [[Richard von Weizsäcker]] (1920–2015) empfangen. Er besuchte [[Amnesty International]], das [[Auswärtiges Amt]], die [[Konrad-Adenauer-Haus (Bonn)|CDU-Zentrale]], das [[Erich-Ollenhauer-Haus|SPD-Büro]] und andere Institutionen. Presse ([[Frankfurter Allgemeine]], [[Die Welt]], [[Süddeutsche Zeitung]], [[Frankfurter Rundschau]], [[die tageszeitung]], [[amnesty international info]]) und Rundfunk ([[Deutsche Welle]], [[Deutschlandfunk]], [[Westdeutscher Rundfunk]], [[Katholische Nachrichtenagentur]]) brachten Berichte und [[Interview]]s über Paragas Besuch. Paraga berichtete bei seinem Besuch über die Lage der Menschenrechte und die hohe Zahl politischer Gefangener in Jugoslawien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gemeinschaft zur Forschung kroatischer Fragen |Titel=Kroatischer Dissident Dobroslav Paraga in Bonn |Sammelwerk=[[Kroatische Berichte]] |Band=XIV. Jahrgang |Nummer=3 (62) |Ort=Mainz |Datum=1989 |Seiten=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 wurde unter seiner Führung die [[Hrvatska stranka prava]] (HSP, Kroatische Partei des Rechts), die sich als Nachfolgerin einer gleichnamigen Partei der 1920er Jahre sieht, gegründet. Die neugegründete Partei galt als extrem nationalistisch orientiert und knüpfte offen an die Ideologie der [[Ustascha]]-Faschisten an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmeister&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paraga gehörte in den frühen 1990er Jahren dem [[Kroatisches Parlament|Kroatischen Parlament]] an. Am 2.&amp;amp;nbsp;August 1992 kandidierte er bei den Präsidentschaftswahlen in Kroatien und erreichte 5,4 % der Stimmen. Dabei war Paraga der lautstärkste Opponent von Präsident [[Franjo Tuđman]]. Während der [[Jugoslawienkriege]] forderte Paraga ein „[[Großkroatien|Kroatien bis zur Drina]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Hrvatska do Drine&amp;#039;&amp;#039;), was bedeutete, dass Kroatien ganz [[Bosnien und Herzegowina]] bis an die Grenze zu [[Serbien]] mit einschließen sollte. Im fortlaufenden Kriegszustand erklärte die HSP jedoch, dass sie nur eine Konföderation Kroatiens mit Bosnien wünsche.&amp;lt;ref&amp;gt;Misha Glenny: &amp;#039;&amp;#039;The Fall of Yugoslavia.&amp;#039;&amp;#039; Penguin Group, London 1996, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1992 erklärte das kroatische Verfassungsgericht auf die Frage, ob die HSP verfassungswidrig sei, dass diese sich auf dem Boden der kroatischen Verfassung bewege. Allerdings kam es in einem anderen Verfahren zur Verurteilung von Dobroslav Paraga wegen [[Terrorismus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoffmeister&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arno Weckbecker, Frank Hoffmeister |Titel=Die Entwicklung Der Politischen Parteien Im Ehemaligen Jugoslawien |Verlag=Oldenbourg |Ort=München |Datum=1997 |Seiten=188}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde im Herbst 1993 von [[Boris Kandare]] und [[Anto Đapić]] als Parteivorsitzender der HSP abgelöst. Paraga gründete daraufhin eine neue Partei, die [[Hrvatska stranka prava 1861]] (die Zahl bezieht sich auf das Gründungsjahr der historischen HSP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682366.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Morden wie in Sarajevo.&amp;#039;&amp;#039;] Interview. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 39, 1992, S. 246ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tko je tko u Hrvatskoj.&amp;#039;&amp;#039; Zagreb 1993, ISBN 953-6168-00-6. (kroatisch, englisch)&lt;br /&gt;
* [[Tobias Pflüger]], Martin Jung: &amp;#039;&amp;#039;Krieg in Jugoslawien.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Tübingen 1994, ISBN 3-9803269-3-4, S. 40f, 70 (Fußnote 121).&lt;br /&gt;
* Robert Stallaerts, Jeannine Laurens: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Croatia.&amp;#039;&amp;#039; Scarecrow Press, 1995, ISBN 0-8108-2999-1.&lt;br /&gt;
* Arno Weckbecker, Frank Hoffmeister: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der politischen Parteien im ehemaligen Jugoslawien.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1997, ISBN 3-486-56336-X, S. 188f.&lt;br /&gt;
* [[Hannes Hofbauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Balkankrieg.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2001, ISBN 3-85371-179-0, S. 42, 50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119405601|LCCN=no/99/21403|VIAF=7022324}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Paraga, Dobroslav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Von Amnesty International als politischer Gefangener eingestufte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dissident]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Kroatienkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:HSP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Kroatien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kroate]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Paraga, Dobroslav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kroatischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Dezember 1960&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zagreb]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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